Als Au-pair in den Schulferien arbeiten

Viele junge Menschen suchen den Kontakt mit Gleichgesinnten anderer Kulturen. Sie möchten früh wissen, wie es ist, auf Kinder aufzupassen, Aufgaben im Haushalt zu erledigen und Teil einer anderen Familie zu sein. Diesen Traum können sich Volljährige als Au-pair erfüllen.

Schüler können es kaum erwarten, wenn die Ferien kurz bevorstehen. Insbesondere in den Sommerferien steht ihnen eine lange Pause bevor, die sie möglichst sinnvoll nutzen möchten. Welche Ferienaktivitäten würden für sie infrage kommen? Neben dem klassischen Urlaub, dem Lernen oder Ferienjob gibt es für eine bestimmte Zielgruppe eine weitere Möglichkeit: Wer das 18. Lebensjahr erreicht hat, kann die Gelegenheit nutzen, um als Au-pair in Europa oder Ländern auf der anderen Seite des Ozeans zu arbeiten

au-pair

Die Voraussetzungen für ein Au-pair

Au-pairs müssen die Neugier besitzen, ein fremdes Land, seine Kultur und Bewohner kennenzulernen. Doch der Job als Au-pair ist nicht mit dem Urlaub eines Touristen zu verwechseln. Ein Au-pair muss von Kindern begeistert und bereit sein, sich um diese zu kümmern – so wie es ein Elternteil tun würde. Im Gegenzug wird der Au-pair von einer Gastfamilie nach Hause eingeladen, darf mit ihnen gemeinsam wohnen und ihren Alltag teilen. Während diesem Lernprozess können junge Menschen viele neue Fähigkeiten lernen, die ihnen ohne das Abenteuer als Au-pair verwehrt geblieben wären.

Ein Au-pair muss aber auch Erfahrung, Geduld und Verantwortungsgefühl mitbringen, schließlich ist der Umgang mit Kindern nicht ganz einfach. Junge Menschen, die bereits Kinder betreut haben, etwa durch Babysitten, Praktika absolviert haben oder Betreuer in einem Ferienlager waren, haben besonders gute Chancen.

Des Weiteren ist es wichtig, dass Interessierte die Sprache des Gastlandes kennen und sie gut beherrschen. Kommunikation ist das A und O in einem fremden Land. Viele Familien wünschen sich zudem, dass das Au-pair über einen Führerschein verfügt, um den Nachwuchs in die Schule zu fahren.

Einen Anbieter mit Erfahrung finden

Au-pairs werden heute dank dem Fortschritt der Technik direkt online über spezielle Portale gesucht. Da diese Angebote von Privatleuten vermittelt werden, gibt es jedoch ein gewisses Risiko, nicht zu wissen, worauf man sich genau einlässt. Aus diesem Grund sind Eltern beraten, ihr volljähriges Kind über einen erfahrenen Vermittler ins Ausland zu schicken. Ein solcher Vermittler ist zum Beispiel iSt Internationale Sprach- und Studienreisen, der auf seiner Webseite auch Au-pairs vermittelt. Die Erfahrung des Unternehmens wird von den Prüfsiegeln und Zertifikaten garantiert.

Erfahrung werden Eltern auch beim direkten Kontakt mit dem Unternehmen feststellen können. Ein erfahrener, seriöser Dienstleister bietet umfassende Informationen rund um den Au-pair-Aufenthalt an, sei es in Form einer Broschüre oder per Telefon, E-Mail beziehungsweise seine Webseite.

Die Qual der Wahl: Das Zielland auswählen

Wo soll es hingehen: In die Staaten, zu den Nachbarn in England oder ins weit entfernte Neuseeland? Jungen Menschen stehen heute viele verschiedene Länder zur Verfügung, wo sie ihren Aufenthalt als Au-pair in den Sommerferien genießen können. Bei dem oben genannten Anbieter stehen folgende Länder zur Verfügung:

  • England
  • Frankreich
  • Schweiz
  • Irland
  • Norwegen
  • Spanien
  • Italien
  • USA
  • Australien
  • Neuseeland

In vielen dieser Länder wird Englisch gesprochen, sodass sie für die meisten Au-pairs von großem Interesse sein werden. Wer sich für eine exotischere Alternative interessiert, kann nach zum Beispiel nach Norwegen reisen. Das Schöne an Norwegen ist, dass Au-pairs hier in den Genuss einer nahezu unberührten Natur kommen können. Die 4,5 Millionen Norweger leben fast ausschließlich auf dem Land. Oslo ist die einzige große Stadt des Landes.

Wer Europa verlassen möchte, kann die USA, Australien oder Neuseeland besuchen. In Neuseeland haben junge Menschen die Möglichkeit, als Au-pair oder Demi-pair zu arbeiten. Demi-pairs verfolgen ein spezielles Programm: Vormittags nehmen sie an einem Englisch-Sprachkurs teil. Nachmittags erledigen sie ihre klassischen Au-pair-Tätigkeiten.

Welches Zielland genau infrage kommt, hängt somit von den Vorlieben des Schülers in puncto Kultur, Sprache und Aufgabenverteilung ab. Wer die Sprache studieren möchte, ist mit dem Demi-pair-Programm in Neuseeland gut beraten. Schüler, die einen Einblick ins enge Familienleben erhalten möchten, werden sich in Norwegen wohlfühlen.

Vorsicht bei Visum-Beantragung

Eltern, die ihr Kind in ein Land schicken, wo ein Visum benötigt wird, sollten genau darauf achten, was in dem Antrag steht. In einem aktuellen Fall wurde einer deutschen Abiturientin die Einreise in die USA verwehrt, weil sie in einer Facebook-Nachricht ihre Cousine anbot, auf ihre Kinder anzupassen. Eine Grenzkontrolleurin hielt sie aus diesem Grund für ein Au-pair und schickte sie zurück nach Deutschland.

Laut der deutschen Botschaft in den USA ist die Tätigkeit als Au-pair in den USA nur mit einem Visum möglich. Die simpelste Möglichkeit, dieses zu erhalten, ist sich an eine Au-pair-Organisation zu wenden. Theoretisch wäre es auch möglich, eine approbierte Arbeitsgenehmigung anzufordern. Diese ist jedoch nur schwer zu erhalten, sodass sich der Aufwand nicht rentiert.

schulferien.eu
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