Tipps gegen Langeweile in den Ferien

Wer Kinder hat, hat diesen Satz bestimmt schon sehr oft gehört: „Papa, mir ist so langweilig!“ Der erste Impuls ist bei den meisten Eltern, das Kind direkt bespaßen zu wollen. Langeweile ist schließlich nicht so angenehm. Dennoch ist es wichtig, dass Kinder lernen mit Langeweile umzugehen und, dass sie ganz eigene Strategien entwickeln, die Langeweile selbst zu überwinden. Kinder werden dadurch kreativer und produktiver.

Abbildung 1: Langeweile in den Ferien, besonders bei Regenwetter? Das kann schon mal passieren. Mit etwas Fantasie wird aus einem langweiligen Regentag ein richtig lustiger Tag.

Wenn jedoch die Langeweile in den Ferien gar kein Ende nehmen will, können ein paar Denkanstöße seitens der Eltern schon recht hilfreich sein. Wie wäre es, das Kind nach draußen zu schicken? Dort finden sich meistens Beschäftigungsmöglichkeiten. Gerade wenn Familien die Ferien zu Hause verbringen, entsteht manchmal dieses „Beschäftigungs-Vakuum“. Damit die Ferien zu Hause nicht langweilig werden, muss es nicht jeden Tag eine Abenteuerreise in den Freizeitpark sein. Im Wald in der Nähe warten immer ein paar kleine Abenteuer.

Ein Wochenende lang Wünsch-Dir-was

Die Interessen innerhalb der Familie sind manchmal sehr unterschiedlich und es ist sehr schwierig einen gemeinsamen Nenner zu finden. Mama will die Kunstausstellung besuchen, Papa will auf den Fußballplatz, der Sohn will gerne Drachen steigen lassen und die Tochter will ins Gestüt zum Reitunterricht. Alle Wünsche unter einen Hut zu bringen, ist an dieser Stelle fast unmöglich. Mindestens einer kommt immer zu kurz. Um das zu verhindern, könnte gelegentlich ein Wünsch-Dir-was-Wochenende stattfinden. Jedes Familienmitglied hat für einen Tag am Wochenende einen Wunsch frei. Da sollte keiner mehr zu kurz kommen.

Schön ist es auch, wenn einer in der Familie in den Ferien Geburtstag hat. Dann können die anderen den Geburtstag planen und alle Wünsche des Familienmitglieds berücksichtigen. Kinder haben oft eine schöne Geschenkidee für Papa und Mama, wie zum Beispiel einen mydays-Erlebnisguschein.

Spiele, die im Regen Spaß machen

Regentage sind meistens besonders langweilig. Aber Regen heißt nicht, dass es langweilig sein muss und schon gar nicht, dass die Kinder drinbleiben müssen. Mit Gummistiefeln und Regenjacke bekleidet sind alle gut gerüstet gegen den Regen. So ergeben sich ganz neue Spiele.

Wie wäre es beispielsweise mit Regengolf? Jedes Kind braucht einen Stock und einen Ball. Sicherlich findet sich ein Weg mit vielen Pfützen. Dort versuchen die Spieler den Ball mit ihrem Stock in die Pfützen zu schlagen. Keine Pfütze wird dabei ausgelassen. Wer eine Pfütze getroffen hat, darf noch einmal zielen. Als Preis bekommen alle zu Hause eine heiße Schokolade.

Ein anderes schönes Regenspiel ist Pfützenfangen. Als Erstes brauchen die Spieler ein Spielfeld, das sie beliebig festlegen können. Ein Kind fängt an. Es muss versuchen, eines der anderen Kinder mit der Hand zu berühren. Dieses Kind ist dann der nächste Fänger. Wer schnell in eine Pfütze springt, darf nicht gefangen werden. Es darf immer nur einer in einer Pfütze stehen. Wenn jemand dazu springt, muss der erste aus der Pfütze wieder raus und sich eine neue Pfütze suchen.

Bei Geolino gibt es Interessantes über den Regen nachzulesen, beispielsweise „Fünf Mal staunen über Regen“ und noch weitere spannende Inhalte, die die Langeweile vertreiben und das Phänomen „Regen“ kindgerecht erklären.

Spiele, die im Dunkeln Spaß machen

Gruselspaß im Dunkeln für die ganze Familie – wie wäre es mit einer Nachtwanderung durch den nahegelegenen, kleinen Wald? Je nachdem, wie alt die Kinder sind, können sich die Eltern unheimliche Geschichten ausdenken, dann wird es noch ein bisschen gruseliger. Natürlich haben alle ihre Taschenlampen dabei. Eine ganz besondere Stimmung entsteht, wenn alle eine Fackel haben. Das geht allerdings nur mit schon etwas älteren Kindern. Gegen die nächtlichen Moskitoattacken hilft der richtige Mückenschutz.

Ein Picknick – mit selbst gekochtem Essen


Kinder helfen gerne in der Küche beim Zubereiten des Essens. Doch im Alltag bleibt aus Zeitgründen meistens nur sehr wenig Zeit dafür. Wie wäre es, wenn die Kinder mal das Essen aussuchen und alle bereiten die Speisen gemeinsam zu? Beispielsweise könnte einer im Atlas ein Land aussuchen und dann die jeweiligen Nationalgerichte nachkochen – als wäre die ganze Familie dort im Urlaub.

Bei gutem Wetter kann die ganze Familie draußen essen. Wer keinen eigenen Garten hat, kann das leckere Picknick auch mit rausnehmen ins Grüne. Dazu braucht es nur wenig Vorbereitung und wenig Nachbereitung, dennoch gilt: Decke nicht vergessen. Am Schluss daran denken, den ganzen Müll wieder mit nach Hause zu nehmen, wie beispielsweise den leeren Tetra-Getränke-Karton.

Wer gerne backt, kann die ganze Familie wortwörtlich „nachbacken“. Das macht mit einem einfachen Butterplätzchenteig sehr viel Spaß. Einfach den Teig anrühren, ausrollen und die Familie „ausschneiden“. Natürlich gehören auch die Haustiere (im Plätzchenformat) mit ins Backrohr.

Mit Wasser Musik machen

Im Sommer sind Wasserspiele besonders beliebt. Wie wäre es mit Musik mit Wasser? Aus mehreren Flaschen kann so etwas wie ein Xylophon werden. Einfach mehrere Flaschen unterschiedlich hoch mit Wasser füllen, dann mit einem Gegenstand, beispielsweise einem Holzkochlöffel, die einzelnen Flaschen anschlagen. Je nachdem, wie hoch das Wasser in der Flasche steht, entstehen höhere oder weniger hohe Töne. Jetzt können die Kinder die Flaschen nach Tonhöhe sortieren oder ein bekanntes Kinderlied darauf zu spielen – ein paar Ideen dazu gibt es bei KiKa.

Eine andere Variante für ein Spiel mit Wasser ist diese: Immer zwei gleiche Flaschen gleich hoch mit Wasser befüllen. Sie ergeben dann den gleichen Klang. Die Kinder sollten jetzt durch Anschlagen der Flaschen heraushören, welches die Klangpaare sind. Für das Hör-Memory sollten die Flaschen allerdings überklebt sein, sodass die Füllhöhe der Flaschen nicht mehr zu sehen ist. Als Steigerung das Hör-Memory mit verbunden Augen spielen. Wer schafft es, die Paare zu finden?

Eine andere Art Wassermusik lässt sich mit Gläsern machen, die mit Wasser befüllt sind. Am besten sind es mehrere gleiche Gläser, in denen unterschiedlich hoch Wasser ist. Die Gläser stehen nebeneinander und von rechts nach links steigt die Füllmenge. Wer jetzt mit dem angefeuchteten Finger über den Rand eines Glases streicht, erzeugt einen Ton. Mit etwas Übung lässt sich mit der Wassermusik sogar eine richtige Melodie spielen.

Abbildung 1: Pixabay © Free-Photos (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © Victoria_Borodinova (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay ©422737 (CC0 Public Domain)

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