Amsterdam: Reisetipps rund um das „Venedig des Nordens“

Die Schulferien mit Kindern nur im eigenen Zuhause zu verbringen, ist nicht immer eine gute Idee. Gerade in den großen Ferien nämlich kommt schnell Langeweile auf. Nicht weit weg von Deutschland und entsprechend beliebt, ist Amsterdam. Auch mit Schulkindern lohnt sich ein Besuch der Grachtenstadt.

Anreise: Von Deutschland aus ganz einfach

Markenzeichen der Stadt: Die vielen Grachten. (Quelle: kirkandmimi (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Nach Amsterdam gelangen Jahr für Jahr rund zwanzig Millionen Touristen. Damit gehört die Stadt zu den wohl begehrtesten Europas. Kein Wunder also, dass sich verschiedene Verkehrsmittel nutzen lassen, um die Hauptstadt der Niederlande zu erreichen. Drei Beispiele:

Mit dem Auto

Zwischen Frankfurt und Amsterdam liegen nur 441 Kilometer. Die Fahrt dauert zwischen viereinhalb und fünf Stunden, wobei die ein oder andere Pause für Verlängerung sorgen kann. Mit Kindern nach Amsterdam zu reisen, gestaltet sich per PKW recht unkompliziert. Wer darauf achtet, die Kleinen auch unterwegs gut zu unterhalten, kommt sicher stressfrei an.

In Amsterdam selbst stellt sich die Frage nach dem idealen Parkplatz. Die Innenstadt nämlich punktet nicht mit vielen freien Plätzen, sodass die Suche nach einer Lücke zur Belastungsprobe werden kann. Wer dennoch in der Stadt parken will, findet mit „Parking Zentrum Amsterdam“ nahe des Hauptbahnhofs eine vergleichsweise preiswerte Gelegenheit. Der Betreiber bezeichnet sich selbst als günstigster Anbieter für Parkplätze in Amsterdam. Günstig heißt in diesem Fall zwanzig Euro Parkgebühr pro Tag.

Deutlich weniger zahlen Urlauber, wenn sie nicht direkt in Amsterdam parken, sondern einen der Park-and-Ride Parkplätze außerhalb der Stadt ansteuern. Hier nämlich kostet das Parken bei Ankunft nach zehn Uhr morgens nur einen Euro täglich. Stehen bleiben darf der Wagen höchstens vier Tage lang. Um diese Parkmöglichkeit nutzen zu können, müssen Reisende ein P+R Ticket am Automaten ziehen, das noch einmal fünf Euro kostet.

Mit der Bahn

Die Zugverbindung zwischen Frankfurt am Main und Amsterdam ist gut. Zwischen gar keinen und etwa drei Umstiegsmöglichkeiten können Reisende hier wählen, sodass die Fahrt auch mit mehreren Kindern angenehm entspannt verlaufen kann. Ziel der Bahnreise ist der Amsterdamer Hauptbahnhof, der in Amsterdams Innenstadt und somit sehr zentral liegt. Von hier aus stehen Gästen der Stadt alle öffentlichen Verkehrsmittel des GVB zur Verfügung.

Per Flugzeug

Am schnellsten gelangen Reisende mit dem Flugzeug nach Amsterdam. Gerade einmal eine Stunde und 15 Minuten dauert es, bis der Flieger von Frankfurt aus den Flughafen Schiphol erreicht hat. Der Flughafen selbst liegt glücklicherweise nicht weit entfernt von der Innenstadt. Sowohl per Taxi als auch per Bus sind Urlauber schnell im Zentrum. Als besonders empfehlenswert aber gilt die Anreise vom Flughafen aus per Bahn. Die Fahrt dauert rund 15 Minuten. In der Stadt bringen die öffentlichen Verkehrsmittel Besucher dann an ihren gewünschten Ort. Wer viele schwere Koffer dabei hat, nimmt am besten ein Taxi.

Museen in Amsterdam: Drei spannende Beispiele

Amsterdam ist eine Stadt, die viel Kultur zu bieten hat. Familien, die gerne Museen besuchen, sind hier also genau richtig. Zusätzlich zu bekannten Attraktionen wie dem Anne-Frank-Haus oder der größten Van-Gogh-Ausstellung weltweit gibt es auch in den drei folgenden Museen viel zu sehen.

Hash, Marihuana & Hemp Museum

Hier ist der Name Programm. Im Hash, Marihuana & Hemp Museum (Oudezijds Achterburgwal 148) dreht sich alles um die Hanfpflanze, ihre Geschichte und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Der Inhaber zeigt auf, was Cannabis und Columbus miteinander zu tun haben, wie die frühen Japaner Hanf nutzten und stellt ein Surfboard aus Hanffasern zur Schau. Für die gesamte Ausstellung sollten sich Besucher unbedingt Zeit nehmen, denn seit seiner Gründung ist das Museum erheblich gewachsen. Erste Einblicke gibt das Museum auf seiner Website.

Erwachsene zahlen im Museum neun Euro Eintritt. Kinder bis dreizehn Jahre dürften in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei hinein. Geöffnet ist das Hash, Marihuana & Hemp Museum an allen Tagen zwischen zehn und 22 Uhr. Es gibt nur wenige Ausnahmen hiervon, über die sich Touristen auf der Website informieren können.

Heineken Experience

Von Hanf zu Hopfen geht es bei einer Museumstour in Amsterdam mit „Heineken Experience“ (Stadhouderskade 78) weiter. Das Museum befindet sich in der ersten Brauerei des berühmten Bierherstellers, die in den Achtzigerjahren aufgrund zu geringer Kapazitäten geschlossen wurde. Vor Ort können Touristen an einer selbstständig durchführbaren Tour teilnehmen und sich über die Herstellung und die Geschichte von Heineken informieren. Die Tour selbst dauert etwa eineinhalb Stunden. Am Schluss warten zwei Flaschen Heineken auf jeden Besucher. Kinder unter 18 Jahren erhalten selbstverständlich kein Bier, sondern Limonade oder Wasser.

Die Eintrittspreise für die Heineken Experience Tour liegen bei 21 Euro. Wer online bucht, zahlt laut Website aktuell nur 18 Euro. Von Montag bis Donnerstag ist das Museum zwischen 10:30 Uhr und 19:30 Uhr geöffnet, Freitag bis Sonntag dann zwischen 10:30 Uhr und 21:00. Der letzte Einlass ist zwei Stunden vor Schließung möglich.

Das NEMO Science Museum ist schon von außen ein Highlight. (Quelle: Erik_Lyngsoe (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

NEMO Science Museum

In die Welt der Wissenschaft tauchen Familien im NEMO Science Museum (Oosterdok 2) ein. Die Ausstellung ist riesig und beschäftigt sich mit allen Formen der Naturwissenschaft. Von geometrischen Formen über Planeten bis hin zu Chemie und sogar Hormonen in der Pubertät können Kinder und ihre Eltern viel Neues erfahren. Schön ist auch, dass es viele Stationen zum Mitmachen und Ausprobieren gibt.

Kinder unter vier Jahren erhalten im NEMO Science Museum freien Eintritt. Alle anderen zahlen 17,50 pro Person. Geöffnet ist das Museum mit Ausnahmen täglich zwischen zehn und 17:30 Uhr. Weitere Informationen rund um die Ausstellung finden Interessierte unter nemosciencemuseum.nl.

Weitere Tipps für einen Aufenthalt in der Stadt

Es liegt auf der Hand, dass Amsterdam nicht nur Museen zu bieten hat. Die Stadt und ihre zahllosen Kanäle unter freiem Himmel zu bestaunen, gehört in jedem Fall zum Pflichtprogramm eines jeden Aufenthaltes. Im Sommer und an schönen Herbst- oder Frühlingstagen lohnt es sich, die öffentlichen Verkehrsmittel für einige Stunden beiseite zu lassen und ein Fahrrad zu mieten. Auf zwei Rädern lässt sich vor allem der Stadtteil Jordaan sehr schön erkunden.

Der Vondelpark lädt zum Spazieren und Entspannen ein. (Quelle: kirkandmimi (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Darüber hinaus sollten sich Familien auch den schönen Vondelpark nicht entgehen lassen. Der berühmteste Park der Stadt ist kostenfrei zugänglich und bietet viel schöne Natur. Wer will und genügend Zeit hat, kann selbstverständlich auch den Königlichen Palast besuchen und die Amsterdam Arena im Rahmen einer Führung kennenlernen. Langweilig wird es in der Stadt also sicherlich nicht.

schulferien.eu
×