Ferien nutzen – Englisch lernen

Gerade hat das Kind alle Vokabeln parat und nach den Sommerferien scheinen alle gelernten Wörter im schwarzen Sommerloch verschwunden zu sein. Mit einem cleveren Ferienprogramm ersparen Eltern ihren Kindern diesen Frust und wecken mit einem besonderen Ansatz die Neugier des Kindes. Außerdem lässt sich mit diesen Ideen auch die gemeinsame Familienzeit in den Ferien schön gestalten.

In den Ferien ist genug Zeit, sich mit einer Fremdsprache umfassend und mit Spaß zu beschäftigen.

Feiertage und Ferien können Eltern und Kinder ganz schön Nerven kosten. Tage, die aus der gewöhnlichen Routine herausbrechen, benötigen weitere Planung und sorgen oft genug für Konflikte untereinander. Insbesondere die langen Sommerferien stellen Eltern und Kinder vor eine Herausforderung. Nach sechs Wochen Sommerferien fällt es vielen Kindern schwer, wieder das Wissen aus dem vorherigen Schuljahr zu aktivieren. Daher ist es sinnvoll, wenn die Ferien nicht nur als freie Zeit gesehen werden. Wer in dieser Zeit spielerisch an einem Fach weiterarbeitet, kommt im Anschluss deutlich besser im neuen Schuljahr zurecht. Mit diesen vier Tipps funktioniert das spielerische Lernen von Englisch in den Ferien für Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse.

Tipp 1: Digital lernen

Beim digitalen Lernen sind die meisten Kinder bereits motiviert. Von einem durchdachten Programm wie Englisch lernen auf kapiert.de profitieren die Kids auf mehreren Ebenen. Sie erhalten Zugang zu mehr als 12.000 interaktiven Programmen, um ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Zusätzliche Erklärungen helfen dabei, Stoff aus dem letzten Schuljahr besser zu verstehen oder bereits weitere Grundlagen kennenzulernen. Die klare Struktur des Programms erleichtert es den Kindern ab der 5. Klasse selbständig mit ihm zu arbeiten. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder und entlastet die Eltern. Durch von Experten konzipierten Test lassen sich Schwächen des Kindes herausfinden und konkret in diesen Bereichen arbeiten. Durch einen sogenannten Lernmanager kann das Kind seinen eigenen Fortschritt nachvollziehen und sieht die eigenen Lernerfolge.

Nebenbei Medienkompetenz schulen

Das Arbeiten mit einem digitalen Lernprogramm fördert bei den Kindern gleichzeitig die Medienkompetenz. Wer in der heutigen Zeit aufwächst, muss einen gesunden Umgang mit Medien entwickeln. Denn Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Medien in die Arbeit zu integrieren und ihre Vorteile zu nutzen, unterstützt die Kinder auf diesem Weg. Sie lernen, wie sie Medien gezielt einsetzen. Außerdem lassen sich in diesem Rahmen auch klare Regeln zwischen Eltern und Kindern besprechen. Der zeitliche Rahmen sollte klar besprochen und eingehalten werden.

Tipp 2: Bücher lesen

Um ein gutes Gefühl für eine Sprache zu entwickeln, ist Lesen immer sinnvoll. Das ist bei einigen Kindern kein Problem und bei anderen eine große Hürde. Wenn Eltern hier darauf achten, was ihre Kinder interessiert, unterstützen sie ihre Entwicklung. So ist es sinnvoller ein Comic auf Englisch zu kaufen als einen Roman, der nicht gelesen wird. Viele Jugendliche mögen Graphic Novels und auch diese vermitteln Vokabeln. Zudem gibt es viele Reihen, die speziell für Schüler in vereinfachter Form herausgegeben werden. Ebenso kann es sinnvoll sein, wenn das Kind ein Buch oder eine Buchreihe bereits auf Deutsch gelesen hat und sie nun im Original liest. Hierbei fallen vielen Kindern sprachliche Unterschiede auf. Wer als Eltern mitliest, kann sich anders mit den Kindern unterhalten. Allerdings sollten das Eltern nur dann machen, wenn sie sich wirklich für ein Thema erwärmen können. Falsches Interesse spüren Kinder und das wirkt sich eher negativ aus.
Extra-Tipp: Auch in vielen Bücherreihen gibt es mittlerweile eine große Auswahl an fremdsprachigen Büchern für alle Altersklassen.

Tipp 3: Filme oder Serien schauen

Filme im Original mit englischen Untertiteln zu schauen, unterstützt das Lernen der Fremdsprache, wie eine Studie von Holger Mitterer vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik und James McQueen von der Radbound Universität in Nijmegen (Niederlande) zeigt. Untertitel in der eigenen Muttersprache wirken sich auf das Lernen nachteilig aus, da die meisten Menschen den Dialogen nicht mehr folgen würden.
Gerade Kinder, die nicht so gerne lesen, lassen sich von einem Film oder einer Serie vielleicht eher mitreißen. Eine Fremdsprache zu hören, verbessert nicht nur den Wortschatz. Das Hören von Muttersprachlern vermittelt auch ein Gefühl für die Aussprache und die Wortmelodien. In der englischen Sprache ist es zudem spannend, sich Filme oder Serien aus den unterschiedlichen Sprachräumen anzuschauen. Viele Kinder finden die unterschiedlichen Akzente spannend und witzig. Zudem werden hier – je nach Filmauswahl – auch die unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen gezeigt, was gerade für Jugendliche interessant ist.
Extra-Tipp: Sich vorab mit dem Kind darüber unterhalten, was es thematisch interessiert und einen langsamen Einstieg beginnen. Manchmal ist es sinnvoll mit einem Film zu beginnen, den das Kind bereits kennt. So wird Frust vermieden und das Kind kann sich langsam hineinhören.

Tipp 4: Kultur ins Haus lassen

Wer sich der Fremdsprache auf mehreren Ebenen nähert, baut eine andere Bindung mit ihr auf. Wie wäre es zum Beispiel mit einem englischen Frühstück? Oder wie ließe sich ein typisches American Diner im eigenen Zuhause verwirklichen? Jede Sprache ist eng mit der eigenen Kultur verbunden. Essen, typische Aktivitäten, Musik oder Filme unterstützen das Lernen einer Fremdsprache zusätzlich. Außerdem sorgen Ideen in dieser Richtung für eine gemeinsame Beschäftigung in den Ferien. Das Kind oder die Kinder können je nach Alter bereits eigene Ideen entwickeln oder die Eltern unterstützen sie hierbei. Ideen wären:

  • ein englisches Frühstück mit Würstchen, Speck und Eiern
  • eine Tee-Zeit mit Scones
  • ein selbstgemachter Burger
  • eine feste Cocktail-Stunde mit den alkoholfreien Varianten
  • ein Meat Pie aus Australien

Wie kreativ und aufwändig diese Events gestaltet werden, sind jeder Familie überlassen.

Beim Kochen kommen mit einem Mal Altagsvokablen ins Spiel.

Vorab einen groben Plan machen

Gerade wer in den Ferien auf mehreren Ebenen eine Sprache lernen möchte, sollte vorab zumindest einen groben Plan machen. Was soll im digitalen Lernprogramm erledigt werden? Welche Bücher sollen gelesen werden? Was für Filme oder Serien bieten sich an? Welche besonderen Aktivitäten lassen sich wie umsetzen? Was lässt sich gemeinsam in der Familie umsetzen und was setzt das Kind oder die Kinder gemeinsam um? – Wichtig ist beim Lernen in den Ferien: Die Freude am Lernen nicht vergessen und auch gemeinsame Zeit einplanen. So macht das Üben viel mehr Spaß als alleine am Vokabelheft.

Bilder:
Abbildung 1: pixabay.com © Free-Photos (CCO Creative Commons)
Abbildung 2: pixabay.com © Jan Kosmowski (CCO Creative Commons)

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