Mondkalender einfach erklärt: Warum der Ramadan jedes Jahr 11 Tage früher beginnt

Wer schon einmal einen Urlaub in der Türkei, in Ägypten, Marokko oder den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant hat, kennt das Rätsel: Der Ramadan und die großen islamischen Feste stehen jedes Jahr an einem anderen Datum – meistens rund zehn bis elf Tage früher als im Vorjahr.

Das ist auch für Familien in Deutschland relevant. Das Ramadanfest und das Opferfest werden von Millionen Menschen gefeiert, muslimische Schülerinnen und Schüler können an diesen Tagen unter bestimmten Voraussetzungen unterrichtsfrei haben und in beliebten Ausflugszielen oder auf wichtigen Verkehrsverbindungen kann mehr los sein als gewöhnlich.

Das wandernde Datum ist weder Zufall noch Willkür, sondern eine Folge unterschiedlicher Kalendersysteme. Die dahinterstehende Mathematik sorgt sogar dafür, dass das Fest des Fastenbrechens im Jahr 2033 voraussichtlich zweimal innerhalb desselben Kalenderjahres stattfindet.

Festlich gedeckte Tafel zum Zuckerfest mit Baklava, Datteln und einem Glas türkischem Tee

Sonnenkalender gegen Mondkalender: 365 gegen 354 Tage

Der in Deutschland verwendete gregorianische Kalender ist ein Sonnenkalender. Ein Jahr orientiert sich an der Zeit, die die Erde für eine Runde um die Sonne benötigt, und dauert 365 beziehungsweise in einem Schaltjahr 366 Tage. Deshalb bleiben die Monate an die Jahreszeiten gebunden: Der Juli fällt bei uns immer in den Sommer und der Januar in den Winter.

Der islamische Kalender, auch Hidschra- oder Hijri-Kalender genannt, ist dagegen ein reiner Mondkalender. Seine Monate richten sich nach den Mondphasen und dauern jeweils 29 oder 30 Tage. Zwölf Mondmonate ergeben ein islamisches Jahr mit 354 oder 355 Tagen.

Im Durchschnitt ist das islamische Jahr damit knapp elf Tage kürzer als das gregorianische Jahr. Aus Sicht unseres Kalenders beginnen der Ramadan und die islamischen Feste deshalb jedes Jahr ungefähr zehn bis elf Tage früher.

Auf diese Weise wandert der Ramadan rückwärts durch sämtliche Jahreszeiten: vom Frühling in den Winter, weiter in den Herbst und Sommer und schließlich wieder zurück. Nach ungefähr 33 Jahren hat er den gregorianischen Kalender einmal vollständig durchlaufen.

Woher kommt der Name Hidschra-Kalender?

Die islamische Zeitrechnung beginnt mit der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina im Jahr 622 nach christlicher Zeitrechnung. Dieses Ereignis bildet den Ausgangspunkt der islamischen Jahreszählung.

Die Monate selbst beginnen jedoch nicht am Jahrestag der Auswanderung, sondern folgen weiterhin dem Mond. Ein islamisches Jahr enthält auch keinen zusätzlichen Schaltmonat, der es an das Sonnenjahr anpassen würde. Genau deshalb können Ramadan, Opferfest und andere islamische Termine in jede Jahreszeit fallen.

Ein islamischer Tag beginnt bereits am Vorabend

Eine weitere Besonderheit kann bei Kalenderangaben für Verwirrung sorgen: Im islamischen Kalender beginnt ein neuer Tag mit dem Sonnenuntergang und nicht erst um Mitternacht.

Steht das Ramadanfest beispielsweise mit dem 20. März in einem Kalender, beginnt der religiöse Festtag bereits am Abend des 19. März. Das Festgebet, Familienbesuche und die meisten öffentlichen Veranstaltungen finden jedoch am 20. März statt. In Terminübersichten wird deshalb üblicherweise dieses bürgerliche Kalenderdatum angegeben.

Die Wanderung in einer Grafik

So wandert das Ramadanfest, also Eid al-Fitr, während der kommenden Jahre durch unseren Kalender:

Diagramm: Das Zuckerfest fällt von 2026 bis 2035 jedes Jahr rund zehn bis elf Tage früher und findet 2033 voraussichtlich zweimal statt
Rund zehn bis elf Tage pro Jahr: Innerhalb von ungefähr 33 Jahren wandert das Ramadanfest einmal vollständig durch den gregorianischen Kalender.

Warum stehen islamische Feiertage häufig nur vorläufig fest?

Traditionell beginnt ein islamischer Monat, wenn nach Sonnenuntergang erstmals die schmale neue Mondsichel, auf Arabisch Hilal, sichtbar wird. Sie darf nicht mit dem astronomischen Neumond verwechselt werden: Beim Neumond stehen Sonne und Mond aus Sicht der Erde ungefähr in derselben Richtung. Die sichtbare Sichel erscheint normalerweise erst etwas später.

Am 29. Tag eines islamischen Monats wird geprüft, ob die neue Sichel sichtbar ist. Wird sie nach den jeweils geltenden Regeln bestätigt, beginnt mit dem Sonnenuntergang der neue Monat. Wird sie nicht bestätigt, erhält der laufende Monat einen 30. Tag.

Für moderne Kalender gibt es deshalb unterschiedliche Verfahren:

  • Tatsächliche Mondsichtung: Der Monatsbeginn wird aufgrund einer beobachteten und bestätigten Mondsichel festgelegt.
  • Astronomische Berechnung der Sichtbarkeit: Es wird berechnet, wann und wo die Sichel erstmals sichtbar sein kann.
  • Tabellarischer islamischer Kalender: Die Monatslängen folgen einem festen mathematischen Schema aus 29 und 30 Tagen.
  • Übernahme eines anderen Landes: Manche Gemeinden orientieren sich beispielsweise an einer Festlegung aus der Türkei oder Saudi-Arabien.

Dadurch können für denselben islamischen Feiertag unterschiedliche Daten genannt werden. Die Abweichung beträgt häufig einen Tag, kann zwischen einzelnen Ländern oder Glaubensgemeinschaften gelegentlich aber auch größer sein.

Wie eine offizielle Mondsichtung abläuft

In mehreren Ländern suchen am 29. Tag eines Monats offizielle Komitees nach der neuen Mondsichel. Daran können Religionsgelehrte, Astronomen und erfahrene Beobachter beteiligt sein. Wichtig sind ein klarer Himmel und ein freier Blick zum westlichen Horizont, weil die junge Sichel dort kurz nach Sonnenuntergang gesucht wird.

In Saudi-Arabien ruft der Oberste Gerichtshof regelmäßig zur Mondsichtung auf. Beobachtungen können gemeldet und anschließend von zuständigen Stellen geprüft werden. Erst danach wird verkündet, ob der neue Monat begonnen hat.

Illustration eines Mondsichtungskomitees, das in der Abenddämmerung über einer orientalischen Stadt nach der neuen Mondsichel sucht
Die junge Mondsichel ist kurz nach Sonnenuntergang oft nur schwer zu erkennen. Bewölkung, Standort und Berechnungsmethode können die Festlegung des Monatsbeginns beeinflussen. (Illustration)

Warum astronomische Berechnungen nicht überall zum gleichen Datum führen

Auch Länder, die astronomische Berechnungen verwenden, müssen sich auf bestimmte Kriterien einigen. Eine mögliche Regel lautet, dass die Mondsichel irgendwo im eigenen Land sichtbar sein muss. Andere Berechnungsmodelle berücksichtigen eine bestimmte Region oder eine mögliche Sichtung an irgendeinem Ort der Erde.

Die Türkei veröffentlicht ihre religiösen Termine lange im Voraus. Das türkische Religionsamt Diyanet verwendet dazu astronomische Berechnungen und festgelegte Kriterien für die mögliche Sichtbarkeit der Mondsichel. Andere Länder warten dagegen bis zum Vorabend auf eine offizielle Bestätigung.

Auch innerhalb Deutschlands können muslimische Gemeinden unterschiedlichen Festlegungen folgen. Deshalb feiert eine Familie das Ramadanfest möglicherweise an einem anderen Tag als eine andere Familie in derselben Stadt.

Der weiße und der schwarze Faden: Wann beginnt das tägliche Fasten?

Die Mondsichtung bestimmt den Beginn eines islamischen Monats. Davon zu unterscheiden ist die Frage, wann das Fasten an einem einzelnen Tag beginnt und endet.

Im Koran wird der Beginn des täglichen Fastens mit dem Moment beschrieben, in dem sich in der Morgendämmerung der „weiße Faden vom schwarzen Faden“ unterscheiden lässt. Gemeint ist das erste erkennbare Morgenlicht.

Das Fasten beginnt daher in der Morgendämmerung und nicht erst bei Sonnenaufgang. Es endet mit dem Sonnenuntergang. Die Mahlzeit vor Beginn des Fastens heißt Suhur, das abendliche Fastenbrechen wird als Iftar bezeichnet. Heute werden die genauen Zeiten für den jeweiligen Ort astronomisch berechnet und in Gebetskalendern oder Apps angezeigt.

Warum feiern verschiedene Länder manchmal an unterschiedlichen Tagen?

Es gibt keine weltweit einheitliche Behörde, die den Beginn eines islamischen Monats für alle Musliminnen und Muslime verbindlich festlegt. Länder und Religionsgemeinschaften verwenden unterschiedliche Regeln.

Marokko orientiert sich beispielsweise an eigenen Beobachtungen und nationalen Entscheidungen. Die Türkei legt ihre Termine anhand astronomischer Kriterien im Voraus fest. In Saudi-Arabien spielt die offizielle Mondsichtung weiterhin eine wichtige Rolle. Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Staaten veröffentlichen jeweils eigene Festlegungen.

Deshalb können Ramadan oder das Fest des Fastenbrechens in zwei Ländern an unterschiedlichen Tagen beginnen. Wenn du auf unseren Seiten zu den Feiertagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Ägypten, Marokko oder der Türkei den Hinweis „vorläufig“ findest, ist genau das der Grund.

Die wichtigsten islamischen Zeiten und Feste kurz erklärt

  • Ramadan: Der neunte Monat des islamischen Kalenders ist der Fastenmonat. Fastende verzichten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Für Kinder sowie unter anderem für kranke, alte, reisende, schwangere oder stillende Menschen gelten je nach persönlicher Situation und religiöser Auslegung Ausnahmen oder Möglichkeiten zum Nachholen.
  • Eid al-Fitr: Das Fest des Fastenbrechens beginnt am ersten Tag des Monats Schawwal und beendet den Ramadan. Typisch sind das Festgebet, Familienbesuche, festliche Mahlzeiten, Geschenke und Spenden an Bedürftige.
  • Eid al-Adha: Das Opferfest beginnt am 10. Tag des Monats Dhu l-Hiddscha. Es erinnert an die Bereitschaft Abrahams, Gott zu gehorchen, und steht in Verbindung mit der Pilgerfahrt nach Mekka. Es gehört zu den wichtigsten islamischen Festen.
  • Islamisches Neujahr: Mit dem ersten Tag des Monats Muharram beginnt ein neues islamisches Jahr.
  • Aschura: Der 10. Muharram hat je nach islamischer Glaubensrichtung eine unterschiedliche religiöse Bedeutung. Für schiitische Muslime ist er insbesondere ein wichtiger Trauer- und Gedenktag.
  • Mawlid: Der Gedenktag zur Geburt des Propheten Mohammed wird in vielen, aber nicht in allen muslimischen Gemeinschaften begangen.

Warum heißt Eid al-Fitr auf Deutsch „Zuckerfest“?

Der arabische Name Eid al-Fitr bedeutet „Fest des Fastenbrechens“. Im Türkischen heißt das Fest offiziell Ramazan Bayramı. Ebenfalls verbreitet ist die Bezeichnung Şeker Bayramı, also „Zuckerfest“ oder „Süßigkeitenfest“.

Der deutsche Name bezieht sich auf die Süßigkeiten, Kuchen und anderen Speisen, die zum Fest angeboten und häufig an Kinder verschenkt werden. Besonders in Familien mit türkischen Wurzeln ist diese Bezeichnung verbreitet.

Nicht alle Musliminnen und Muslime verwenden den Ausdruck „Zuckerfest“. Die Bezeichnungen Ramadanfest oder Fest des Fastenbrechens sind neutraler und schließen die unterschiedlichen kulturellen Traditionen besser ein.

Das Kalenderkuriosum 2033: zweimal Ramadanfest in einem Jahr

Weil ein islamisches Jahr knapp elf Tage kürzer ist als ein gregorianisches, kann derselbe islamische Feiertag zweimal in ein einziges Kalenderjahr fallen. Dafür muss das erste Fest ganz am Anfang des Jahres liegen. Nach weiteren zwölf islamischen Monaten folgt das nächste Fest noch vor dem Jahresende.

Im Jahr 2033 ist es nach dem hier verwendeten tabellarischen Kalender so weit: Das Ramadanfest fällt voraussichtlich auf den 3. Januar und ein zweites Mal auf den 23. Dezember 2033.

Abhängig von der Berechnungsmethode oder Mondsichtung kann insbesondere der Januartermin regional um einen Tag abweichen. Am ungewöhnlichen Grundprinzip ändert das nichts: Das Fest des Fastenbrechens findet 2033 voraussichtlich zweimal innerhalb desselben gregorianischen Kalenderjahres statt.

Warum wandert das chinesische Neujahr nicht durch alle Jahreszeiten?

Nicht jeder Kalender, der Mondmonate verwendet, ist ein reiner Mondkalender. Der traditionelle chinesische und der jüdische Kalender sind beispielsweise Lunisolarkalender. Sie richten sich sowohl nach dem Mond als auch nach dem Sonnenjahr.

Damit die Monate nicht dauerhaft aus ihren Jahreszeiten herauswandern, wird in bestimmten Jahren ein zusätzlicher Schaltmonat eingefügt. Deshalb liegt das chinesische Neujahr immer zwischen Ende Januar und Mitte beziehungsweise Ende Februar, statt wie der Ramadan durch das gesamte Jahr zu wandern.

Auch die Termine buddhistischer Feste werden regional nach unterschiedlichen Kalendertraditionen und Vollmondtagen bestimmt. Das thailändische Visakha Bucha kann deshalb beispielsweise im Mai oder Juni liegen. Solche Feste lassen sich nicht einfach berechnen, indem man vom Vorjahrestermin elf Tage abzieht.

Ramadanfest und Opferfest bis 2035

Die folgende Tabelle verwendet den tabellarischen islamischen Kalender. Dabei folgen die Monate einem festen mathematischen Wechsel aus 29 und 30 Tagen. Innerhalb eines 30-jährigen Zyklus gibt es elf Schaltjahre mit einem zusätzlichen Tag.

JahrRamadanfest (Eid al-Fitr)Opferfest (Eid al-Adha)
202620. März27. Mai
202710. März17. Mai
202827. Februar5. Mai
202915. Februar24. April
20305. Februar14. April
203125. Januar3. April
203214. Januar22. März
20333. Januar und 23. Dezember12. März
203412. Dezember1. März
20352. Dezember18. Februar

Die Tabelle nennt jeweils den voraussichtlichen ersten Festtag nach dem tabellarischen islamischen Kalender. Nationale Behörden, Moscheegemeinden und andere Berechnungsmethoden können ein abweichendes Datum festlegen. Je nach Land kann das Fest außerdem mehrere arbeitsfreie Tage umfassen.

Ramadanfest und Opferfest in Deutschland

Das Ramadanfest und das Opferfest sind in Deutschland keine bundesweiten gesetzlichen Feiertage. Geschäfte, Behörden und Unternehmen bleiben deshalb grundsätzlich geöffnet. Für muslimische Schülerinnen und Schüler bestehen jedoch besondere Regelungen.

Haben muslimische Schülerinnen und Schüler schulfrei?

Die Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. In vielen Bundesländern ist am wichtigsten Festtag eine Befreiung oder Beurlaubung vom Unterricht möglich. Ob ein Antrag gestellt werden muss oder eine rechtzeitige Mitteilung an die Schule genügt, hängt von den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben ab.

In Berlin sind der erste Tag des Ramadanfestes und der erste Tag des Opferfestes ausdrücklich als unterrichtsfreie Feiertage für Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens aufgeführt. Wer das Fest aufgrund einer abweichenden religiösen Festlegung einen Tag später begeht, muss die Beurlaubung für diesen Tag schriftlich beantragen.

Eltern sollten die Schule möglichst früh informieren und sich nach den aktuellen Regelungen ihres Bundeslandes erkundigen. Ein islamischer Festtag ist nicht automatisch für die gesamte Schule unterrichtsfrei.

Sind Ausflugsziele an den Festtagen voller?

Familienbesuche und gemeinsame Unternehmungen gehören für viele Menschen zum Ramadan- und Opferfest. Besonders in Großstädten und Regionen mit einer großen muslimischen Bevölkerung können Freizeitparks, Zoos, Einkaufszentren oder andere Familienziele deshalb stärker besucht sein.

Das gilt allerdings nicht überall und nicht zu jeder Uhrzeit. Wer sicher planen möchte, sollte vorab die Auslastungsanzeige oder das Reservierungssystem des jeweiligen Ausflugsziels prüfen.

Was bedeutet der Ramadan für eine Reise?

Eine Reise während des Ramadan ist grundsätzlich problemlos möglich und kann besonders interessante Einblicke in das gesellschaftliche und religiöse Leben eines Landes bieten. Wie stark Reisende den Ramadan im Alltag bemerken, hängt jedoch vom Reiseziel ab.

  • Türkei: In touristischen Regionen bleiben Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten meist regulär geöffnet. Zum mehrtägigen Ramadanfest können Behörden, Banken und kleinere Geschäfte schließen. Außerdem ist mit stärkerem Reiseverkehr zu rechnen.
  • Vereinigte Arabische Emirate: Restaurants und touristische Einrichtungen sind in der Regel auch tagsüber geöffnet. Öffnungszeiten und Veranstaltungszeiten können sich dennoch ändern. Nach Sonnenuntergang werden Einkaufszentren und Restaurants häufig besonders belebt.
  • Ägypten und Marokko: Lokale Restaurants, Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten können tagsüber verkürzte Öffnungszeiten haben. Nach dem Iftar verlagert sich ein großer Teil des öffentlichen Lebens in die Abend- und Nachtstunden.
  • Rund um das Ramadan- und Opferfest: Flüge, Fernbusse, Züge und Inlandsstraßen können stark ausgelastet sein, weil viele Menschen ihre Familien besuchen. Tickets und Unterkünfte sollten möglichst früh gebucht werden.
  • Behörden und Banken: Öffnungszeiten können während des Ramadan verkürzt sein. An den Festtagen bleiben staatliche Einrichtungen in vielen muslimisch geprägten Ländern mehrere Tage geschlossen.

Regeln und Öffnungszeiten können sich kurzfristig ändern. Informiere dich deshalb vor der Reise über die aktuellen Vorgaben und bestätigten Feiertage des jeweiligen Landes. Die konkreten Termine findest du in unserer Übersicht Feiertage weltweit – 48 Länder im Überblick.

Häufige Fragen zu Ramadan und islamischen Feiertagen

Warum beginnt der Ramadan jedes Jahr früher?

Der islamische Kalender hat nur 354 oder 355 Tage und ist damit rund zehn bis elf Tage kürzer als der gregorianische Kalender. Deshalb verschiebt sich der Beginn des Ramadan in unserem Kalender jedes Jahr ungefähr um diesen Zeitraum nach vorne.

Wie lange dauert der Ramadan?

Der Ramadan dauert 29 oder 30 Tage. Ob der Monat 29 oder 30 Tage umfasst, hängt von der verwendeten Kalender- beziehungsweise Mondsichtungsmethode ab. Das Ramadanfest beginnt am ersten Tag des darauffolgenden Monats Schawwal.

Wann beginnt ein Fastentag im Ramadan?

Das tägliche Fasten beginnt mit der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenuntergang. Es beginnt nicht erst bei Sonnenaufgang. Die genauen Zeiten unterscheiden sich je nach Datum und Ort.

Warum nennen Kalender unterschiedliche Daten für das Ramadanfest?

Einige Länder und Gemeinden richten sich nach einer tatsächlichen Mondsichtung, andere nach astronomischen Berechnungen oder einem festen tabellarischen Kalender. Auch die Frage, welche Sichtungsregion berücksichtigt wird, kann unterschiedlich beantwortet werden. Dadurch entstehen Abweichungen von meist einem Tag.

Ist das Zuckerfest dasselbe wie Eid al-Fitr?

Ja. Zuckerfest ist eine vor allem im deutschen und türkischen Sprachraum verbreitete Bezeichnung für Eid al-Fitr. Weitere Namen sind Ramadanfest und Fest des Fastenbrechens.

Ist das Ramadanfest in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag?

Nein. Das Ramadanfest ist in Deutschland kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Muslimische Schülerinnen und Schüler können am Festtag je nach Bundesland trotzdem unterrichtsfrei haben oder eine Beurlaubung erhalten.

Findet das Ramadanfest 2033 wirklich zweimal statt?

Nach dem tabellarischen islamischen Kalender fällt Eid al-Fitr 2033 auf den 3. Januar und erneut auf den 23. Dezember. Je nach nationaler Festlegung kann einer der Termine um einen Tag abweichen. Zwei Ramadanfeste innerhalb des Jahres 2033 bleiben dennoch möglich.

Kann man während des Ramadan in ein muslimisch geprägtes Land reisen?

Ja. Hotels und touristische Einrichtungen bleiben normalerweise geöffnet. Je nach Land können Restaurants, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und Behörden jedoch andere Öffnungszeiten haben. Die Abende sind häufig besonders belebt, während es rund um die Festtage zu starkem Reiseverkehr kommen kann.

Wandern alle islamischen Feiertage durch das Jahr?

Ja. Da der islamische Kalender nicht durch einen Schaltmonat an das Sonnenjahr angepasst wird, wandern grundsätzlich alle islamischen Monate und die an sie gebundenen Feiertage durch die Jahreszeiten.

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