Online lernen – smart flexibel lernen und weiterbilden

Das digitale Zeitalter hat mittlerweile auch die Schulen und die Weiterbildung erreicht. Während Schüler früher noch schwere Bücher schleppen mussten, können sie heute bequem mit dem Tablet Landkarten aufrufen, Novellen lesen oder mathematische Formeln nachschlagen. So viel zur Theorie und der Vorstellung von einem smarten Lernen. In der Praxis sieht es häufig etwas anders aus, wenngleich die Lernsysteme für die online Nutzung immer begehrter werden und sogar die Bundesregierung Millionen Euro in den Ausbau der Digitalisierung für Schulen steckt.

Digitales Lernen – diese Chancen bietet es

Die Bildungspflicht herrscht in ganz Europa, allerdings muss nicht jedes Kind eine klassische Schule aufsuchen. Finnland, Dänemark, Österreich oder Großbritannien bieten beispielsweise die Möglichkeit, zu Hause am Unterrichtsstoff zu arbeiten. In Deutschland besteht diese Möglichkeit nicht, trotzdem steigt der Anteil digitaler Weiterbildungsmöglichkeiten und Medien, sodass sich Schüler auch zu Hause mit dem Unterrichtsstoff auseinandersetzen können.

Home-Schooling ermöglicht es, dass sich Schüler mithilfe digitaler Inhalte Stoffe selbst aneignen. Diese Art der Bildung hat viele Vorzüge, wenngleich es für manche ungewohnt sein mag. Was in Deutschland bei den schulischen Inhalten noch nicht funktioniert, klappt bei Sprachkursen und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten schon deutlich besser. Wer beispielsweise online einen Deutschkurs in München absolvieren möchte, findet dafür gute Preis-Leistung-Angebote. Statt die Schulbank abends zu drücken, können die deutsche Vokabeln bequem jederzeit angeschaut, gelernt und geübt werden – sogar mit einem eigenen Sprachtrainer.

Online Learning als Trend der Zukunft

Online Learning ist der Zukunftstrend schlechthin, was auch die Bundesregierung längst erkannt hat. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hinkt Deutschland in der digitalen Ausstattung seiner Schulen und Schüler deutlich hinter Ländern wie Schweden, Finnland oder Norwegen hinterher. Deshalb gibt es ein umfangreiches Sofortprogramm, das 500 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Ziel des Programmes ist es, die Bildung in Deutschland digitaler und vor allem flexibler zu gestalten. Neben der Anschaffung von mobilen Endgeräten für Schüler und Lehrkräfte soll es auch um neue Softwarelösungen und Learning-Portale für den digitalen Unterricht gehen. Dass solche Konzepte bereits erfolgreich genutzt und umgesetzt werden, zeigen Angebote der Verbraucherzentralen, wie die in Sachsen. Hier gibt es für Gymnasien, Ober- und Berufsschulen der Klassen 5-12 digitale Angebote zu zahlreichen Themen.

Vorzüge vom digitalen Lernen

Das digitale Lernangebot hat im Vergleich zu den Stunden in der Schule viele Vorzüge. Wer beispielsweise im Sommerurlaub auf dem Boot verbringt, kann mithilfe der digitalen Inhalte unabhängig vom Klassenzimmer lernen und sich sogar mit seinen Mitschülern in Kontakt treten.

Online Lernen hat allerdings noch einen weiteren Vorteil: Jeder kann in genau dem Tempo lernen, das für ihn am besten ist. Einige Schüler brauchen für die Vermittlung des Wissens und das Lernverständnis etwas länger, andere nehmen die Inhalte rasch auf. Statt im Klassenzimmer zu sitzen und minutenlang auf weniger schnelle Schüler zu warten, lässt sich mit den Online-Lerninhalten das eigene Tempo bestimmen. Das gilt auch für die Zeit des Unterrichts. Einige Schüler lernen besonders gut am Morgen, andere brauchen eine längere Anlaufphase und sind erst ab 10:00 Uhr besonders aufnahmefähig.

Moderne und aktuelle Inhalte

Das Internet bietet die Möglichkeit, rasch Inhalte auszutauschen und anzupassen. Ein gedrucktes Buch neu aufzulegen und die Informationen zu aktualisieren, ist häufig gar nicht so leicht möglich. Das Ergebnis: In den Büchern gibt es veraltete Informationen (beispielsweise beim Kartenmaterial). Durch die digitalen Lerninhalte wird es leichter, neue Studienergebnisse, politische Veränderungen und andere Aktualisierungen einfließen zu lassen.

Diese moderne und vor allem komfortable Lernmöglichkeit macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch dafür, dass die Schüler stets auf dem aktuellen Stand der Geschehnisse sind. Außerdem verbessern sie den Umgang mit den neuen Medien, denn die Digitalisierung wird künftig einen noch größeren Teil des täglichen Lebens einnehmen.

Nachteile des digitalen Lernvergnügens

Die Vorzüge der digitalen Lernmöglichkeiten überwiegen für viele Schüler und ambitionierte Nutzer der Weiterbildungsangebote. Doch es gibt natürlich auch Nachteile. Wer online lernen möchte, braucht vor allem viel Selbstdisziplin. Wer nicht motiviert ist und die Lektionen nicht eigenständig absolviert, sieht natürlich auch keine Ergebnisse. Eine Anwesenheitspflicht wie im Klassenzimmer oder die Überprüfung der Unterrichtsteilnahme durch den Lehrer erfolgt nicht.

Neue digitale Lernkonzepte greifen genau diese vermeintlichen Nachteile auf und versuchen, sie zu verbessern. Statt alleine online zu lernen, können sich die Schüler in Lerngruppen virtuell im Klassenzimmer zusammenfinden. Der Vorteil: Der Austausch mit anderen Schülern und dem Lehrer ist ebenfalls möglich, wenngleich auf andere digitale Weise.

Tests und Hausaufgaben online – Betrugsmöglichkeiten sind größer

Test und Hausaufgaben online zu absolvieren, ist besonders leicht und spart Papier. Allerdings bietet es auch die Möglichkeit, zu betrügen. Ohne die Lehreraufsicht ist es deutlich einfacher, im Test beispielsweise eine Suchmaschine zur Hilfe zu nehmen oder die Aufzeichnungen zu nutzen. Eine einfache Möglichkeit, gute Ergebnisse zu erzielen, der Lerneffekt ist allerdings damit deutlich geringer. Wirklich clevere Schüler wissen, wie sie erfolgreich lernen, um beim Test brillieren zu können.

Sie können sich beispielsweise die digitalen Aufzeichnungen zunutze machen und mithilfe der Sprachfunktion Vokabeln ansagen lassen. Ein einfacher Trick, der allerdings wirkungsvoller sein kann, um sich die Informationen besser zu merken.

Tipp: Ruhe beim digitalen Lernen steigert den Erfolg

Das digitale Lernen ist natürlich problemlos überall möglich: im Café, im Park, im Auto usw. sowie Flexibilität ist vorteilhaft, aber nicht immer sinnvoll, wenn es um echte Wissensvermittlung geht. Ein ruhiges Plätzchen hilft dabei, die Lerninhalte besser zu verstehen und das Wissen zu behalten. Auch, wer zu Hause lernt, sollte sich feste Unterrichtszeiten festsetzen und sich in dieser Zeit nicht ablenken lassen. Das bedeutet: Telefon zur Seite legen, kein TV laufen lassen, die Türklingel abstellen.

Wichtig sind auch regelmäßige Pausen, um Luft zu schnappen und dem Kopf eine Auszeit zu gönnen. Auch das Essen und Trinken sollte nicht zu kurz kommen, denn ohne ausreichend Flüssigkeit oder mit knurrendem Magen kann der Kopf nicht gut arbeiten. Optimal ist eine Pause am Mittag, um etwas zu essen, Sauerstoff zu tanken und sich auf weitere Lektionen vorzubereiten.

Bilder
Abbildung 1: unsplash.com @ Annie Spratt (CC0 Creative Commons)
Abbildung 2: unsplash.com @ Lewis Keegan – Skillscouter.com (CC0 Creative Commons)

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