Costa Brava mit Kindern: In welchen Ferien hinfahren?


Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,1 °C tagsüber und 21,4 °C Wassertemperatur, im Schnitt 5 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 2 bis 18 Jahren. Ohne Mietwagen wird es eng, wenn ihr mehr sehen wollt als den Ort selbst.
Mit dem Auto erreichbar, viele Campingplätze und Freizeitparks in Reichweite.
Wie warm ist es in euren Ferien?
Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wählt unten euer Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf eure tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder könnt ihr Costa Brava anschließend mit anderen Zielen vergleichen.
Dieselben Werte für euer Bundesland
Wo Familien am besten wohnen
Die einzelnen Küstenorte unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Regionsbezeichnung vermuten lässt. Diese Unterschiede solltet ihr vor der Buchung kennen:
| Ort | Wofür er sich eignet | Unterkünfte |
|---|---|---|
| L’Estartit | Flachere Strände und Medes-Inseln | Unterkünfte in L’Estartit vergleichen* |
| Tossa de Mar | Altstadt | Unterkünfte in Tossa de Mar vergleichen* |
| Roses | Familien | Unterkünfte in Roses vergleichen* |
| Begur | Buchten mit Auto | Unterkünfte in Begur vergleichen* |

Wir nennen bewusst keine einzelnen Häuser — dafür müssten wir sie selbst getestet haben. Was sich dagegen vorab klären lässt: die tatsächliche Gehstrecke zum Strand statt der Luftlinie, welcher Strandtyp euch erwartet: Sand, Kies oder Steine, ob ein Parkplatz dabei ist oder ob das Zimmer wirklich für eure Personenzahl zugelassen ist.
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Was ihr dort unternehmen könnt
- Medes-Inseln. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
- Camí de Ronda in geeigneten Abschnitten. Der alte Patrouillenweg an der Steilküste — das kurze Stück Llafranc–Calella de Palafrugell schaffen auch Kinderfüße. Angebote für Camí de Ronda bei GetYourGuide ansehen*
- Dalí-Museum. Das surrealistische Theater-Museum in Figueres — skurril genug, dass auch Schulkinder staunen; bis acht Jahre kostenlos. Angebote für Dalí-Museum bei GetYourGuide ansehen*
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- Glasbodenboot. Angebote für Glasbodenboot bei GetYourGuide ansehen*
- Aquabrava. Angebote für Aquabrava bei GetYourGuide ansehen*
Was nicht in jedem Reiseführer steht
ℹ️ Gut zu wissen: Buchten fürs Foto, große Strände fürs Wohnen
Die berühmten Costa-Brava-Bilder — türkise Buchten zwischen Felsen und Pinien — entstehen fast alle am mittleren Küstenabschnitt um Begur, Calella de Palafrugell und Tossa. Wohnen solltet ihr mit Kindern woanders: Diese Buchten sind klein, oft nur über Treppen oder enge Sträßchen erreichbar und in den Ferien schnell voll, Parkplätze sind rar. Katalonien zertifiziert seine Familienorte offiziell als „Destinació de Turisme Familiar“ — an der Costa Brava tragen unter anderem Roses, Torroella de Montgrí–l’Estartit, Sant Pere Pescador, Castell-Platja d’Aro, Calonge–Sant Antoni, Sant Feliu de Guíxols, Blanes und Lloret de Mar das Siegel. Kein Zufall: Genau dort liegen die breiten, flach abfallenden Sandstrände — in l’Estartit über fünf Kilometer feiner Sand mit knietiefem Wasser weit hinaus, in der Bucht von Roses rund vier. Also: Basis an einen großen Strand legen, die Traumbuchten als Ausflug einsammeln. Die zertifizierten Orte listet der offizielle Tourismusverband unter costabrava.org.
⭐ Top-Ausflug: Baden, wo die Griechen anlegten
Direkt hinter dem Strand zwischen L’Escala und Sant Martí d’Empúries liegen die Ausgrabungen von Empúries: eine griechische Handelsstadt und eine römische Stadt direkt nebeneinander, mit Mosaiken, Säulen und Museum — und dem Meer in Sichtweite. Für Familien doppelt gut: Kinder und Jugendliche unter 16 zahlen nichts, Erwachsene um die sieben Euro. Von L’Escala lauft ihr in einer knappen halben Stunde über die Strandpromenade hin — und nach dem Rundgang wird direkt vor den Ruinen gebadet, am selben Strand, an dem vor 2.500 Jahren die griechischen Schiffe anlegten. Geht im Sommer früh: Auf dem Gelände gibt es wenig Schatten. Infos und Zeiten auf der offiziellen Seite macempuries.cat.

Einen guten Kilometer vor l’Estartit liegen die sieben Medes-Inseln — seit 1990 Meeresschutzgebiet, der Fischfang ist dort verboten. Ergebnis: Fischschwärme, die sich von Booten nicht beeindrucken lassen. Vom Hafen l’Estartit fahren Glasbodenboote in rund anderthalb Stunden zu den Inseln und an den Höhlen der Felsküste entlang — unten sitzen und durchs Fenster gucken funktioniert schon mit Kindergartenkindern, bei vielen Touren gibt es im Sommer einen Badestopp. Ältere Kinder steigen aufs Schnorcheln oder Kajak um: Das Schutzgebiet ist einer der wenigen Orte im Mittelmeer, wo beim ersten Schnorcheln garantiert mehr als drei Fische vorbeikommen. → Glasbodenboot-, Schnorchel- und Kajaktouren vergleichen*

Zwischen Roses und Sant Pere Pescador liegt der Naturpark Aiguamolls de l’Empordà — Sumpfwiesen und Lagunen mit über 300 Vogelarten, darunter Störche und mit etwas Glück Flamingos. Der Eintritt kostet nichts, nur der Parkplatz am Infozentrum El Cortalet ein paar Euro. Die Wege sind flach und stufenlos, und die hölzernen Beobachtungshütten sind für Kinder das eigentliche Abenteuer: anschleichen, Klappe auf, still sein, zählen. Früh morgens oder gegen Abend ist am meisten los — mittags dösen auch Flamingos. Ein Fernglas mitzunehmen lohnt sich, ausführliche Infos gibt es beim Parkverwaltung der Generalitat.
💶 Spartipp: Dalí: online buchen, Montag meiden
Das Dalí-Theater-Museum in Figueres ist das eine Museum, das auch Kinder skurril genug finden — Regenwolken-Autos, Brot an der Fassade, ein Raum, der von oben zum Gesicht wird. Kinder bis einschließlich acht Jahre zahlen keinen Eintritt, und Onlinetickets sind ein paar Euro günstiger als an der Kasse, verkauft werden Zeitfenster. Zwei Stolperfallen: Außerhalb von Juli und August ist montags geschlossen, und im Hochsommer gelten höhere Preise. Die Zeitfenster gibt es direkt beim Dalí-Museum. → Geführte Dalí-Touren mit Transfer vergleichen*
🤔 Kurioses: Ein Wanderweg, gebaut für die Schmugglerjagd
Der Camí de Ronda heißt so, weil hier früher niemand zum Vergnügen lief: Auf diesen Pfaden drehten Grenzschützer ihre Patrouillen-„Runden“, um Schmugglern aufzulauern, die nachts Tabak und andere Ware in den versteckten Buchten anlandeten. Heute ist daraus der schönste Spazierweg der Küste geworden. Mit Kindern nehmt ihr nicht die langen Etappen, sondern das kurze Paradestück zwischen Llafranc und Calella de Palafrugell: eine gute halbe Stunde, fast eben und gepflastert, mit Blick in jede Bucht — nur ein paar Treppen sind dabei, also Trage statt Kinderwagen. Unterwegs liegen kleine Strände wie El Canadell für die Badepause. Im Hochsommer früh losgehen, Schatten ist knapp.
ℹ️ Gut zu wissen: Wenn die Tramuntana bläst
Die Tramuntana ist der kalte Nordwind, der über die Pyrenäen an die nördliche Costa Brava fällt — er macht den Himmel glasklar, kann aber mehrere Tage am Stück blasen und ist rund um den Golf von Roses und das Cap de Creus am stärksten. Dass Sant Pere Pescador ein berühmtes Kitesurf-Revier ist, hat genau diesen Grund. Für Familien heißt das: An Windtagen aufblasbares Spielzeug und Stand-up-Boards am Strand lassen — ablandiger Wind treibt sie schneller aufs Meer hinaus, als ihr hinterherschwimmen könnt — und die Badeflaggen ernst nehmen. Der Ort Roses selbst liegt durch die Hügel im Norden geschützter. Und sonst gilt: Ein Tramuntana-Tag ist ein perfekter Ausflugstag nach Girona oder Figueres.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?
Sommerferien: die klassische Zeit — Meer warm, Wasserparks und Bootstouren laufen im Vollbetrieb, dafür sind Buchten und Straßen am vollsten und die Sonne verlangt Schattenpausen. Oster- und Pfingstferien: angenehm für Camí de Ronda, Empúries und Ausflüge, fürs Baden ist das Meer meist noch frisch — je später im Frühjahr, desto besser. Herbstferien: Anfang Oktober sind oft noch richtige Strandtage drin und die Küste ist angenehm leer; die Wasserparks haben dann allerdings geschlossen und Tramuntana-Tage werden häufiger. Weihnachtsferien: ruhig und mild, aber viele Strandorte und Campingplätze machen Winterpause — eher etwas für Städtetage in Girona als für Strandurlaub.
Was zu welchem Alter passt
2–5 Jahre: die flachen Strände von Roses oder l’Estartit, Sandburgen, kurze Glasbodenboot-Runde, Flamingo-Gucken aus der Beobachtungshütte.
6–9 Jahre: Empúries als Römer-Abenteuer, Medes-Boot mit Badestopp, ein Wasserpark-Tag, das kurze Camí-de-Ronda-Stück.
10–13 Jahre: Schnorcheln an den Medes-Inseln, Dalí-Museum, Girona mit der roten Eiffel-Brücke, längere Camí-de-Ronda-Etappen.
14–18 Jahre: Kajaktour ins Schutzgebiet, Schnupperkurs Kite- oder Windsurfen in Sant Pere Pescador, Dalí und Girona — das Programm darf hier deutlich sportlicher werden als bei den Kleinen.
Drei Ausflugstage, die zwischen die Strandtage passen
Eine Costa-Brava-Woche braucht keinen Terminplan — aber drei gute Ausflugstage zwischen den Strandtagen:
Bootstag: vormittags mit dem Glasbodenboot ab l’Estartit zu den Medes-Inseln, nachmittags bleibt ihr einfach am langen Strand davor. Ein Bezahlziel, null Fahrerei.
Römertag: früh nach Empúries, solange es kühl ist, danach baden direkt vor den Ruinen und ein Eis in L’Escala. Für unter 16-Jährige kostet der ganze Tag nur das Eis.
Dalí-Tag: Zeitfenster am Vormittag in Figueres, danach reicht es — höchstens noch das Spielzeugmuseum ein paar Straßen weiter, wenn die Kinder wirklich wollen. Zwei Museen an einem Tag sind mit Familie fast immer eines zu viel.
Alle übrigen Tage: Strand, Camí-de-Ronda-Spaziergang oder abends Flamingos — kostet alles nichts.
Costa Brava bei Regen
Regen ist hier im Sommer selten und meist ein kurzes Gewitter — aber wenn ein grauer Tag kommt, hat die Ecke mehr zu bieten als die meisten Badeküsten: das Dalí-Museum in Figueres als Hauptziel, ein paar Straßen weiter das Spielzeugmuseum von Katalonien mit über 4.000 alten Spielsachen, das auch Größere länger hält als gedacht. Oder Girona: durch die überdachten Arkaden der Altstadt bummeln und über die rote Gitterbrücke laufen, die Eiffels Firma baute, bevor sie den Eiffelturm anging — von dort habt ihr den besten Blick auf die bunten Häuser am Onyar. Danach klart es an dieser Küste meist schneller auf, als die Kinder „langweilig“ sagen können.
Wie ihr hinkommt
Costa Brava erreicht ihr mit dem Auto oder dem Flugzeug. Dauer: Auto 10–14 Std. · Flug ab 2 Std.
Der Flug dauert ab München rund 2 Stunden, ab Hamburg etwa 2,5 Stunden. Den Wert für euer Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.
Mit dem Auto sind es aus Deutschland je nach Startort 10 bis 14 Stunden über Frankreich — mit kleinen Kindern plant besser eine Zwischenübernachtung ein. Die französischen Autobahnen kosten Maut, die spanische AP-7 hinter der Grenze ist inzwischen mautfrei. Wer fliegt: Girona liegt der Küste am nächsten (rund 30–60 Minuten Transfer), Barcelona hat deutlich mehr Verbindungen, dafür kommen ans nördliche Ende gut zwei Stunden Fahrt dazu. Vor Ort ist ein Mietwagen fast Pflicht — Busse fahren zwar, aber zu dünn für Ausflüge mit Kindern.
Ehrlich gesagt: das spricht dagegen
Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltet ihr kennen, bevor ihr bucht:
- Buchten schnell voll, Parken schwierig: Die berühmten Calas haben oft nur eine Handvoll Stellplätze. Lösung: vor zehn Uhr da sein oder zu Fuß über den Camí de Ronda kommen — und die Basis gleich an einen großen Strand legen.
- Kurvige Küstenstraßen: Zwischen den Orten wird empfindlichen Kindern schnell übel. Lösung: die geraden Straßen im Hinterland (C-31/AP-7) statt der Panoramastrecke nehmen und die Kurven für einen einzigen Ausflug aufheben.
- Tramuntana-Windtage: Im Norden kann der Nordwind mehrere Tage blasen. Lösung: Luftmatratzen an Land lassen, Flaggen beachten — und den Windtag für Girona, Figueres oder die Beobachtungshütten im Naturpark nutzen.
- Steile Zugänge und Kies in den Buchten: Mit Kinderwagen oder Laufanfängern sind viele Calas mühsam. Lösung: für den Alltag die flachen, breiten Strände der zertifizierten Familienorte wie Roses oder l’Estartit — Promenade inklusive.
- PortAventura ist nicht um die Ecke: Der Park liegt gut zweieinhalb Stunden südlich. Lösung: als Stopp auf der Rückreise einplanen — oder vor Ort in einen der Wasserparks wie Aquabrava in Roses ausweichen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Costa Brava mit Kindern?
Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,1 °C tagsüber und 21,4 °C Wassertemperatur, im Schnitt 5 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.
Wie warm ist das Wasser?
In den Sommerferien rund 25,4 °C, in den Winterferien im Februar etwa 13,4 °C. Die Lufttemperatur liegt dann bei 26,9 °C beziehungsweise 12,6 °C — dieselben Werte wie in der Tabelle oben.
Braucht man vor Ort einen Mietwagen?
Wenn ihr mehr sehen wollt als den Ort selbst: ja. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und außerhalb der Hauptsaison sind Mietwagen meist gut bezahlbar.
Wie kommt man hin?
Costa Brava erreicht ihr mit dem Auto oder dem Flugzeug. Dauer: Auto 10–14 Std. · Flug ab 2 Std.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Vor Ort: Costa Brava — offizielles Tourismusportal
- Dalí-Theater-Museum: Besuch planen
- MAC Empúries: Besucherinfos
- Naturpark Aiguamolls de l’Empordà (Generalitat)
- Costa Brava: zertifizierter Familientourismus
- Visit Roses: Strände und Naturparks
- Visit Estartit: Medes-Inseln und Strand
- Palafrugell: Camins de Ronda
- Spielzeugmuseum von Katalonien
Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf eure echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.
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