Dalmatien mit Kindern: beste Ferien, Orte und Strände

Gezeichnete Urlaubsszene aus Dalmatien mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 26,8 °C tagsüber und 23,2 °C Wassertemperatur, im Schnitt 7 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 4 bis 18 Jahren. Ein Auto ist hier von Vorteil, mit dem eigenen oder als Mietwagen, je nachdem wie du anreist.

Klares Wasser und Inseln zum Inselhüpfen. Kieselstrände, also Badeschuhe einpacken.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Dalmatien anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberWasserRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
11,5 °C
14,0 °C
11Regentage im Monat
OsterferienApril
17,9 °C
16,0 °C
10Regentage im Monat
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
26,8 °C
23,2 °C
7Regentage im Monat
SommerferienJuli / August
30,1 °C
26,5 °C
5Regentage im Monat
HerbstferienOktober
20,5 °C
22,2 °C
10Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
11,8 °C
16,6 °C
12Regentage im Monat

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Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Wo Familien am besten wohnen

Die einzelnen Küstenorte unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Regionsbezeichnung vermuten lässt. Diese Unterschiede solltest du vor der Buchung kennen:

Wo Familien am besten wohnen
OrtWofür er sich eignetUnterkünfte
Split/TrogirInselnUnterkünfte in Split/Trogir vergleichen*
ZadarNördliche NationalparksUnterkünfte in Zadar vergleichen*
MakarskaStrandUnterkünfte in Makarska vergleichen*
DubrovnikAls eigener KurztripUnterkünfte in Dubrovnik vergleichen*
Badeschuhe gehören ins Gepäck, der Einstieg in die Buchung

Fast jeder Strand ist Kies, an den Felsen sitzen Seeigel. Frag deshalb vor der Buchung nach dem Einstieg ins Wasser, und pack die Badeschuhe zu Hause ein: Vor Ort fehlen in der Hochsaison genau die Kindergrößen, die du brauchst.

Zweitens: Rechne die Ausflüge gegen die Basis. Von Zadar aus liegen Plitvice und Paklenica in Tagesnähe, Brač und Hvar dagegen nicht mehr. Und drittens, wenn Inseltage geplant sind: Wohn so, dass du als Fußgänger auf die Fähre kommst. Vor dem Autodeck in Split steht im Sommer eine Schlange, die zwei Abfahrten kosten kann.

Was für die vier Basen spricht und was dagegen

Split und Trogir

Vorteil sind die kurzen Wege zu Fähren, Flughafen und Krka, dazu mit Bačvice der einzige echte Sandstrand der Gegend. Nachteil ist der Sommerverkehr: Parken in Split kostet und dauert, und die Küstenstraße staut sich.

Zadar

Vorteil ist die Lage zu den nördlichen Nationalparks, Plitvice und Paklenica rücken damit in Tagesausflugsnähe. Nachteil ist die Entfernung zu den großen Inseln, Brač und Hvar sind von hier keine Halbtagssache mehr.

Makarska

Vorteil ist die Strandwoche unter den Biokovo-Wänden, mit langen Kiesstränden und viel Schatten unter Pinien. Nachteil ist die Enge zwischen Berg und Meer: Für jeden Ausflug fährst du auf der einzigen Küstenstraße, und die ist im August voll.

Dubrovnik

Vorteil ist die Stadt selbst, ein Erlebnis auch für Kinder, die sonst keine Altstadt mögen. Nachteil ist die Lage am Ende der Küste, dazu die höchsten Preise des Landes. Als Basis für eine Familienwoche taugt sie nicht, als Kurztrip mit zwei Nächten sehr wohl.

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Was du dort unternehmen kannst

  • Diokletianpalast in Split. Dauer: ein halber Tag. Alter: jedes, mit Buggy über Kopfsteinpflaster mühsam. Kosten: nichts, die Altstadt ist der Palast. Eintritt zahlst du nur für Einzelbauten wie Keller oder Glockenturm. Vorher wissen: Schatten gibt es fast nur in den Gassen, der Peristyl liegt mittags in der Sonne.
  • Nationalpark Krka. Dauer: vier bis sechs Stunden ab Split. Alter: ab etwa 4, die Holzstege sind flach. Kosten: im Sommer 40 Euro je Erwachsenem, 15 Euro je Kind ab 7, unter 7 frei. Vorher wissen: Baden ist am Skradinski buk seit 2021 verboten, Boot und Parkbus stecken im Ticket.
  • Inselhüpfen ab Split. Dauer: ein halber bis ganzer Tag. Alter: jedes, wenn es die Linienfähre ist. Kosten: die Überfahrt nach Supetar liegt je nach Saison bei gut 4 bis 6,50 Euro je Erwachsenem, Kinder von 3 bis 12 zahlen die Hälfte. Vorher wissen: als Fußgänger an Bord gehen, nicht mit dem Auto.
  • Zadar mit Meeresorgel und „Gruß an die Sonne“. Dauer: zwei bis drei Stunden. Alter: jedes. Kosten: nichts. Vorher wissen: Die Orgel klingt nur bei Seegang wirklich, bei spiegelglattem Wasser bleibt sie still.
  • Rafting auf der Cetina bei Omiš. Dauer: ein halber Tag. Alter: bei den meisten Anbietern ab 6 bis 7 Jahren und mit sicherem Schwimmen. Kosten: je nach Anbieter verschieden. Vorher wissen: Mindestalter und Wasserstand vor der Buchung beim Anbieter klären, im Hochsommer führt der Fluss wenig Wasser.
  • Nationalpark Paklenica. Dauer: ein halber Tag ab Zadar. Alter: ab Grundschulalter. Kosten: Tagesticket, je nach Saison unterschiedlich. Vorher wissen: Die Schlucht ist im Hochsommer heiß und schattenarm, früh losgehen.
Die Wasserfälle von Krka

Der Nationalpark Krka ist mit Kindern die entspanntere Alternative zu den Plitvicer Seen: kürzere Wege, Holzstege am Wasser entlang. Tickets sind in der Hauptsaison zeitlich gebunden.

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Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Fünf Eigenheiten entscheiden in Dalmatien darüber, ob eine Woche entspannt läuft. Die Einzelheiten stehen weiter unten.

1. Krka kostet ab 15 Uhr ein Viertel weniger. Das Sommerticket fällt von 40 auf 30 Euro je Erwachsenem, und die Ausflugsbusse sind dann durch. Wer den Park ohnehin nur halbtags schafft, plant ihn gleich für den Nachmittag.

2. Geh als Fußgänger auf die Fähre. Vor dem Autodeck in Split steht im Sommer eine Schlange, die zwei Abfahrten kosten kann. Ohne Auto läufst du daran vorbei an Bord, und das Ticket gilt für jede Abfahrt des aufgedruckten Tages.

3. Plitvice geht nur mit Zeitfenster. Die Vormittagstermine sind im Sommer Tage vorher vergeben, gebucht wird ausschließlich vorab. Ab Split wird daraus ein Tag von zehn bis zwölf Stunden.

4. Badeschuhe gehören ins Gepäck, nicht in den Urlaubskauf. Fast alle Strände sind Kies, an Felsen sitzen Seeigel. Vor Ort gibt es in der Hochsaison genau die Kindergrößen nicht mehr, die du brauchst.

5. Klär die Maut vor der Abfahrt. Österreich und Slowenien wollen eine Vignette, in Kroatien ziehst du an der Autobahn ein Ticket und zahlst beim Verlassen. Wer die slowenische Vignette erst an der Grenze sucht, steht am Ferienwochenende lange an.

Was nicht in jedem Reiseführer steht

ℹ️ Gut zu wissen: Ein Dalmatien gibt es nicht — wähl dein Drittel

Auf der Karte sieht Dalmatien kompakt aus, in Wirklichkeit sind es drei verschiedene Urlaube: Split und Trogir sind die Basis für Inselfähren und die Krka-Wasserfälle. Zadar liegt näher an den nördlichen Nationalparks und hat mit der Meeresorgel und dem „Gruß an die Sonne“ zwei Attraktionen direkt an der Promenade, die keinen Cent kosten: Stufen, in denen die Wellen Orgeltöne erzeugen, und daneben ein begehbares Lichtfeld, das nach Sonnenuntergang leuchtet. Makarska ist die Wahl für reine Strandwochen unter den Biokovo-Felswänden. Und Dubrovnik? Liegt rund 230 Kilometer und dreieinhalb Fahrstunden von Split entfernt. Das ist ein eigener Kurztrip mit Übernachtung, kein Tagesausflug mit Kindern. Wer alles in eine Woche packt, verbringt den Urlaub auf der Autobahn.

Rays Spartipp: Die Linienfähre ist die günstigste Bootstour

Bevor du eine Bootstour buchst: Die dicke weiße Jadrolinija-Fähre von Split nach Supetar auf Brač ist selbst schon ein Erlebnis: 50 Minuten übers offene Wasser, Hafenpanorama inklusive, für wenige Euro pro Person. Kinder von 3 bis 12 zahlen bei Jadrolinija die Hälfte, unter 3 fahren sie umsonst, und das Ticket gilt für jede Abfahrt des aufgedruckten Tages — du musst also kein bestimmtes Schiff erwischen. In der Hochsaison pendelt die Linie bis zu 20-mal am Tag. Wichtig: ohne Auto übersetzen. Die Autoschlange am Fährhafen ist im Sommer lang, als Fußgänger läufst du einfach an ihr vorbei an Bord. Fahrpläne und Tickets gibt es direkt bei Jadrolinija.

💶 Spartipp: Krka nach 15 Uhr: gleiche Wasserfälle, kleinerer Preis

Die Krka-Wasserfälle sind im Sommer nicht billig. Zwei Dinge entschärfen das: die Uhrzeit und der Monat.

💶 Spartipp: Krka nach 15 Uhr: gleiche Wasserfälle, kleinerer Preis
Krka, SommertarifErwachseneKinder ab 7
ganzer Tag40 €15 €
Einlass ab 15 Uhr30 €gut 11 €
April, Mai, Oktoberrund die Hälfte des Sommertarifs

Kinder unter 7 kommen ganzjährig kostenlos hinein. Ab 15 Uhr sind die Stege am Skradinski buk außerdem oft leerer als mittags, wenn die Ausflugsbusse da sind.

Im Ticket stecken bereits die Bootsfahrt ab Skradin und der Bus ab Lozovac. Die Anfahrt durch die Flusslandschaft ist damit schon der erste Programmpunkt und kostet nichts extra. Und damit niemand enttäuscht am Wasser steht: Baden ist am Skradinski buk seit 2021 verboten, die Badesachen kannst du im Auto lassen. Zeitfenster und Preise stehen bei der Nationalpark-Verwaltung.

ℹ️ Gut zu wissen: Plitvicer Seen ab Split: rechne ehrlich

Die Plitvicer Seen stehen auf fast jeder Dalmatien-Liste — aber von Split sind es rund 255 Kilometer und etwa drei Stunden pro Richtung. Mit Rundweg wird daraus ein Tag von zehn bis zwölf Stunden; mit Kindern unter dem Schulalter ist das eher Strafe als Ausflug. Wenn du hinwillst: Tickets gibt es nur mit Zeitfenster, im Sommer sind die Vormittags-Slots oft Tage im Voraus weg — vorab online buchen bei np-plitvicka-jezera.hr. Elektroboot und Panoramabus im Park kosten nichts extra, Kinder unter 7 sind frei. Deutlich entspannter wird der Tag mit Basis in Zadar, oder du hängst eine Übernachtung in Parknähe an und bist morgens vor den Tagesbussen auf den Stegen.

Sunnys Tipp: Splits Sandstrand-Ausnahme

Fast ganz Dalmatien badet auf Kies. Ausgerechnet mitten in Split liegt die große Ausnahme: Bačvice, ein echter Sandstrand, zehn Gehminuten von der Altstadt. Die Bucht fällt so flach ab, dass das Wasser erst nach gut 50 Metern zum Schwimmen reicht. Perfekt für kleine Kinder, die hier knietief planschen, während die Einheimischen daneben ihr Nationalspiel zelebrieren: Picigin, bei dem ein kleiner Ball mit spektakulären Hechtsprüngen im flachen Wasser in der Luft gehalten wird. Erfunden wurde es genau an diesem Strand. Zuschauen kostet nichts und ist besseres Kino als mancher Ausflug. Mitmachen dürfen Mutige auch.

🤔 Kurioses: Der Strand, der seine Spitze verdreht

Das Goldene Horn bei Bol auf Brač ist Kroatiens berühmtester Strand, eine Kieszunge, die mehrere hundert Meter ins Meer hinausragt. Das Kuriose: Die Spitze wandert. Strömung, Wind und Wellen schieben die runden Kiesel mal nach links, mal nach rechts, sodass der Strand nach jedem Winter ein bisschen anders aussieht als auf den Postkarten. Für Kinder heißt das: Sie stehen auf einem Strand, der sich tatsächlich bewegt. Kombinieren lässt sich das mit dem Fähren-Tipp von Ray — ab Supetar geht es quer über die Insel nach Bol. Badeschuhe nicht vergessen: Auch das berühmteste Horn Kroatiens besteht komplett aus Kieseln.

⭐ Top-Ausflug: Blaue Grotte: Wunder mit Warnhinweis

Die Blaue Grotte auf Biševo, in der das Wasser mittags von unten leuchtet, ist ein echtes Naturwunder. Aber der Tagesausflug ab Split ist eine Ansage: Start meist gegen 7 Uhr, zehn bis elf Stunden unterwegs, davon anderthalb bis zwei Stunden Schnellboot pro Richtung übers offene Meer. Bei Wellengang schlägt das Boot hart aufs Wasser, und um die 100 Euro pro Person sind üblich.

Unsere ehrliche Einordnung: großartig mit Teenagern, die so einen Tag als Abenteuer nehmen, ungeeignet für Kleinkinder und alle, die schnell seekrank werden. Buch stornierbar, denn bei zu viel Seegang fällt die Grotte aus und die Touren werden umgeplant. Mit kleineren Kindern ist die kurze Fähre nach Brač der bessere Bootstag.Unter Tage sind es das ganze Jahr um die 8 Grad. Jacke einpacken — und vorher klären, ob ein Kinderwagen mitkann, oft geht es nur über Treppen.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Sommerferien

der klassische Badeurlaub mit warmem Meer, dafür Hitze, Staus und die höchsten Nationalpark-Preise. Ausflüge früh morgens oder nach 15 Uhr legen.

Pfingstferien

oft der beste Kompromiss: Vieles läuft schon, das Meer wird langsam badetauglich, und Krka kostet nur den Zwischensaison-Tarif.

Osterferien

fürs Baden meist zu frisch, aber die Wasserfälle führen nach dem Winter viel Wasser und die Altstädte gehören fast dich allein. Achtung: Die Krka-Boote ab Skradin starten erst im April.

Herbstferien

Anfang Oktober gibt es oft noch milde Strandtage, danach wird es eine Städte- und Natur-Reise, dafür mit halbierten Parkpreisen.

Weihnachtsferien

ruhig und mild, aber viele Boote, Touren und Strandbetriebe pausieren — eher etwas für Stadtbummler als für Badefamilien.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

Bačvice zum Planschen, die kurze Fähre nach Supetar, Eis in der Altstadt von Trogir. Lange Bootstage und Plitvice-Märsche noch weglassen.

6–9 Jahre

Krka über die Holzstege, das wandernde Goldene Horn, Picigin-Gucken. Ein Ausflugstag, ein Strandtag im Wechsel.

10–13 Jahre

Rafting auf der Cetina bei Omiš ist ab etwa 6 bis 7 Jahren erlaubt, richtig gut wird es in diesem Alter, sicheres Schwimmen vorausgesetzt. Dazu Inselhüpfen und die Festungsmauern von Klis oder Omiš.

14–18 Jahre

jetzt lohnen die großen Tage: Blaue Grotte, ein Hvar-Ausflug, der Sonnenuntergang an der Meeresorgel in Zadar. Der Strandurlaub darf zur kleinen Inselexpedition werden.

Dalmatien-Woche mit Basis bei Split oder Trogir

Tag 1 — ankommen

Unterkunft beziehen, abends nur kurz ans Wasser. Keine Programmpunkte am Anreisetag.

Tag 2 — Split ohne Ticket

Der Diokletianpalast ist die Altstadt selbst und kostet keinen Eintritt. Lass dich einfach durch die Gassen treiben. Höchstens ein Bezahlziel aussuchen (Keller oder Glockenturm), danach Bačvice.

Tag 3 — Inseltag

Als Fußgänger auf die Fähre nach Supetar; je nach Alter Strandtag dort oder weiter nach Bol zum Goldenen Horn.

Tag 4 — Strand- und Pooltag

ohne Auto, ohne Plan. Der Puffer, der die Woche rettet.

Tag 5 — Krka

mittags losfahren, ab 15 Uhr zum reduzierten Ticket durch den Park. Das Boot ab Skradin ist inklusive.

Tag 6 — Trogir

die kleine UNESCO-Altstadt als halber Tag, nachmittags baden.

Tag 7 — Wahltag

Rafting auf der Cetina mit Größeren, zweiter Inseltag, oder noch einmal nichts als Strand.

Was ein Tag wirklich kostet

„Preisniveau mittel“ hilft beim Planen niemandem. Deshalb hier zwei durchgerechnete Tage für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren: links ein Tag in Split mit Altstadt und Bačvice, rechts ein Tag mit genau einem Bezahlziel, hier der Nationalpark Krka im Sommertarif.

Was ein Tag wirklich kostet
PostenSparsamer TagTag mit einem Bezahlziel
Unterkunft70–160 €70–160 €
Verpflegung30–45 €
Markt, Bäckerei, Eis
55–80 €
mit einem Restaurantessen
Fahrten vor Ort0–10 €
zu Fuß, sonst Parkhaus am Altstadtrand
25–40 €
rund 85 Kilometer je Richtung, Maut und Parken
Eintritte0 €
Palastgassen und Bačvice kosten nichts
110 €
Krka im Sommer: 2×40 € plus 2×15 €
Summe100–215 €260–390 €

Auf eine Woche gerechnet: Fünf ruhige Tage und zwei mit Bezahlziel landen ohne Anreise bei grob 1.000 bis 1.900 Euro. Der Posten, der am stärksten schwankt, ist die Unterkunft. Beim Eintritt hast du dagegen einen Hebel in der Hand: Ab 15 Uhr kostet Krka 82 statt 110 Euro für die vier, und im April, Mai und Oktober noch einmal deutlich weniger. Recherchiert sind auf dieser Seite die Eintritte und Fährpreise; Unterkunft, Essen und Sprit sind Spannen, keine Festpreise.

Dalmatien bei Regen

Im Sommer ist Regen hier meist ein kurzes, kräftiges Gewitter — abwarten, danach ist der Strand wieder frei. Für den seltenen ganzen Regentag hat Split zwei gute Karten: die überdachten Kellergewölbe des Diokletianpalasts, in denen man die Bauweise des Palasts von unten versteht. Dazu das wohl seltsamste Museum des Landes: Froggyland, 507 präparierte Frösche in menschlichen Alltagsszenen, vor gut hundert Jahren von einem ungarischen Präparator arrangiert. Klingt schräg, ist es auch. Genau deshalb erinnern sich Kinder daran. Krka funktioniert bei trübem Himmel übrigens besser als gedacht: Die Wasserfälle rauschen nach Regen lauter, und die Stege sind leerer.

Und bei Hitze?

Der Juli und der August liegen an der Küste regelmäßig über 30 Grad, und der Kalkstein der Altstädte speichert die Wärme bis in den Abend. Der beste Hitzeplan ist deshalb kein Innenraum, sondern Wasser mit Schatten: Krka am späten Nachmittag, das kühle Cetina-Tal bei Omiš, eine Fährfahrt mit Fahrtwind. In Split funktioniert die Marjan-Halbinsel: Pinienwald, schattige Wege und Badebuchten, alles vom Altstadtrand zu Fuß erreichbar. Was du an solchen Tagen nicht einplanen solltest, sind Paklenica, die Festungsmauern von Klis und lange Autofahrten am Nachmittag.

Wie du hinkommst

Mit dem Auto sind es je nach Startort 9 bis 13 Stunden über Österreich und Slowenien. Beide brauchen eine Vignette, in Kroatien ziehst du stattdessen an der Autobahn ein Mautticket. An Ferienwochenenden sind Karawankentunnel, Zagreb und die Mautstelle Lučko Stau-Klassiker, ein Puffer gehört eingeplant. Der Flug nach Split dauert ab Deutschland rund zwei Stunden; der Flughafen liegt bei Kaštela, nur etwa sechs Kilometer vor Trogir und rund 25 Kilometer vor Split, mit Airport-Bus und der günstigen Stadtbuslinie 37 in beide Richtungen. Wer nur eine Basis plus Fähren plant, kommt vor Ort auch ohne Mietwagen aus.

Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:

  • Kies und Fels statt Sand: Fast alle Strände bestehen aus Kieseln, an Felsen sitzen Seeigel. Lösung: Badeschuhe für die ganze Familie schon zu Hause kaufen, und für Sandstimmung Bačvice in Split einplanen.
  • Hochsaison-Verkehr: Im Juli und August stauen sich Küstenstraße und Fährhafen. Lösung: Ausflüge früh oder nach 15 Uhr, als Fußgänger auf die Fähre, und bei der Unterkunft vorab klären, ob ein fester Parkplatz dabei ist.
  • Nationalparks kosten im Sommer richtig Geld: Krka nimmt in der Hauptsaison 40 Euro pro Erwachsenem. Lösung: Nachmittagstarif nutzen, unter 7 sind Kinder frei. Oder in der Nebensaison reisen, dann halbieren sich die Preise.
  • Lange Bootstage mit Seegang: Blaue Grotte und Fünf-Insel-Touren dauern zehn Stunden und sind nichts für kleine Kinder oder empfindliche Mägen. Lösung: mit Kleinen die kurze Linienfähre nehmen, große Touren den Teenager-Jahren lassen.
  • Dubrovnik liegt weiter weg, als es aussieht: rund 230 Kilometer und dreieinhalb Stunden ab Split. Lösung: als eigenen Kurztrip mit Übernachtung planen oder ehrlich weglassen.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Dalmatien mit Kindern?

Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 26,8 °C tagsüber und 23,2 °C Wassertemperatur, im Schnitt 7 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.

Wo hältst du einen 30-Grad-Nachmittag aus?

Nicht in einem Innenraum, sondern am Wasser mit Schatten. Der Kalkstein der Altstädte gibt die Wärme bis in den Abend wieder ab. In Split funktioniert die Marjan-Halbinsel mit Pinienwald und Badebuchten zu Fuß vom Altstadtrand, dazu das kühle Cetina-Tal bei Omiš oder Krka am späten Nachmittag. Die Mauern von Klis und lange Autofahrten hebst du dir für einen kühleren Tag auf.

Braucht man vor Ort ein Auto?

Ja, wenn du mehr sehen willst als deinen Urlaubsort: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander. Wer mit dem eigenen Auto anreist, hat das Thema erledigt; wer fliegt, plant einen Mietwagen ein — außerhalb der Hauptsaison meist gut bezahlbar.

Wie kommt man hin?

Dalmatien erreichst du mit dem Auto oder dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Sind die Krka-Wasserfälle oder die Plitvicer Seen besser für Kinder?

Mit Kindern klar Krka: kürzere Wege, flache Holzstege, das Boot ist im Ticket, und ab Split ist es ein halber statt ein ganzer Tag. Plitvice ist die größere Landschaft, verlangt aber Zeitfenster, mehr Kondition und eine sehr lange Anfahrt. Wer beides will, verlegt die Basis für Plitvice nach Zadar oder übernachtet in Parknähe.

Braucht man Badeschuhe wirklich?

Ja, und zwar für alle. Die Strände bestehen fast überall aus rundem Kies, an felsigen Einstiegen sitzen Seeigel, deren Stacheln sich schlecht entfernen lassen. Kauf sie vor der Abreise: In der Hochsaison sind vor Ort genau die Kindergrößen ausverkauft.

Kommt man ohne Auto zurecht?

Wenn du eine Basis in Split oder Trogir wählst und dich auf Stadt, Strand und Inselfähren beschränkst: ja. Sobald Krka, Paklenica oder das Landesinnere dazukommen, wird es ohne Auto mühsam, weil die Busse dorthin selten und die Fahrzeiten lang sind.

Wenn dir Dalmatien gefällt

  • Istrien: kürzere Anfahrt, kühleres Wasser.
  • Korfu: ähnliche Küste, aber Flugziel.
  • Kärnten: halbe Strecke, dafür kein Meer.

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Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024: ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert. Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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