Fuerteventura mit Kindern: beste Ferien und Orte

Gezeichnete Urlaubsszene aus Fuerteventura mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,6 °C tagsüber und 21,9 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von jedem Alter bis 18 Jahren. Ohne Mietwagen wird es eng, wenn du mehr sehen willst als den Ort selbst.

Die längsten Sandstrände der Kanaren: milde Winter, viele trockene Tage, dafür fast immer Wind.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Fuerteventura anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberWasserRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
19,5 °C
19,3 °C
3Regentage im Monat
OsterferienApril
21,2 °C
19,6 °C
1Regentage im Monat
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
23,6 °C
21,9 °C
1Regentage im Monat
SommerferienJuli / August
25,6 °C
22,8 °C
0Regentage im Monat
HerbstferienOktober
24,9 °C
23,2 °C
2Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
20,7 °C
21,2 °C
2Regentage im Monat

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Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Fünf Eigenheiten entscheiden auf Fuerteventura darüber, ob ein Familientag rund läuft. Die Zahlen dazu stehen weiter unten.

1. Für Lobos brauchst du eine Genehmigung, und zwar für jedes Kind einzeln. Die Insel ist Naturschutzgebiet mit Besucherlimit. Die Genehmigung ist kostenlos, gibt es aber erst wenige Tage vor dem Wunschtermin, und in der Hochsaison sind die Vormittagsfenster innerhalb von Minuten weg. Trag dir den Freischalttag in den Kalender ein.

2. Die Lagunen fahren nach Tide, nicht nach Uhrzeit. Die Sotavento-Lagune ist rund um Voll- und Neumond am größten und kann sonst fast trockenfallen. In El Cotillo gehören die Becken bei ablaufendem Wasser den Kindern, bei Flut schwappen die Wellen darüber. Schau vor jedem Lagunentag in den Gezeitenkalender, sonst fährst du eine Stunde für Sand statt Wasser.

3. Sand, Steine und Popcorn dürfen nicht mit. Das Küstengesetz verbietet die Mitnahme, und am Flughafen wird kontrolliert. Die Bußgelder reichen von ein paar Hundert bis zu ein paar Tausend Euro. Erklär die Regel gleich am Strand, dann gibt es an der Kontrolle keine Tränen.

4. Der Flughafen liegt nicht in der Mitte deines Urlaubs. Von Puerto del Rosario nach Caleta de Fuste sind es 15 Minuten, nach Corralejo gut 35, nach Morro Jable rund 80 Kilometer. Beim Pauschaltransfer kommen Zwischenstopps dazu. Prüf die Strecke vor der Buchung, nicht am Gepäckband.

5. An der Westküste wird geschaut, nicht gebadet. In Ajuy und entlang der ganzen offenen Westseite ziehen kräftige, unberechenbare Strömungen, auch wenn das Meer ruhig aussieht. Gebadet wird in den geschützten Lagunen.

Was du dort unternehmen kannst

  • Naturpark Corralejo mit den Grandes Playas. Riesiges Wanderdünenfeld direkt am türkisen Wasser, ein halber bis ganzer Tag, jedes Alter. Kosten: nichts. Vorher wissen: kein Schatten, kein Kiosk auf den Dünen selbst, und am offenen Strand steht fast immer Wind. Windschutz und Wasser gehören mit.
  • Insel Lobos. Autofreie Vulkaninsel vor Corralejo mit flacher Badebucht, ein halber Tag, jedes Alter. Kosten: Genehmigung kostenlos, Fähre extra. Vorher wissen: Besucherlimit mit zwei Zeitfenstern, Genehmigung für jede Person nötig, kaum Schatten, nur ein kleines Restaurant. Überfahrt rund eine Viertelstunde.
  • Sotavento-Lagune im Süden. Flaches, stehtiefes Lagunenwasser hinter einer Sandbank, dazu die Kitesurfer davor, ein halber Tag, jedes Alter. Kosten: nichts. Vorher wissen: Die Lagune hängt an der Tide, Einstieg und Parkplatz liegen bei Risco del Paso zwischen Costa Calma und Morro Jable.
  • Oasis Wildlife bei La Lajita. Tierpark und botanischer Garten mit Giraffenfütterung, Shows und Kamelreserve, ein ganzer Tag, ab etwa 3 Jahren. Kosten: je nach Tickettyp 23 bis 41,50 Euro für Erwachsene von 12 bis 59 Jahren und 16,50 bis 27,50 Euro für Kinder von 4 bis 11 Jahren, unter 4 Jahren frei. Vorher wissen: Shuttlebusse ab den großen Urlaubsorten, teils kostenlos. Ein halber Tag reicht nicht.
  • Lagunen von El Cotillo. Kette kleiner, riffgeschützter Becken am Westufer, zwei bis vier Stunden, ab jedem Alter bei Ebbe. Kosten: nichts. Vorher wissen: nur in den Becken bleiben, außerhalb zieht Strömung. Der Leuchtturm Faro del Tostón ist der Fixpunkt zum Wiederfinden.
  • Ajuy an der Westküste. Schwarzer Strand, Steilklippen und begehbare Höhlen, ein bis zwei Stunden, ab etwa 5 Jahren. Kosten: nichts. Vorher wissen: festes Schuhwerk, bei starker Brandung oben auf dem Weg bleiben, und hier wird nicht gebadet.
  • Familien-Surfkurs im Norden. Schulen rund um Corralejo und El Cotillo, zwei bis drei Stunden, meist ab 6 bis 8 Jahren. Vorher wissen: Der Strand steht erst am Morgen fest und richtet sich nach Wind und Welle. Frag vor dem Buchen nach Mindestalter, Gruppengröße und Neopren in Kindergrößen.
Das Ziel für Tierfans

Der Oasis Park bei La Lajita ist der große Tierpark der Insel und für Kinder der verlässlichste Programmpunkt, wenn der Wind am Strand zu kräftig wird.

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Wo Familien am besten wohnen

Fuerteventura ist fast 100 Kilometer lang, und die Orte spielen sehr unterschiedliche Rollen. Vier Lagen ergeben mit Kindern Sinn, und jede hat einen Preis:

Corralejo im Norden. Dünen und Grandes Playas vor der Tür, Fähre nach Lobos direkt im Ort, viel zu Fuß erreichbar, dazu Busanbindung. Für eine Woche ohne Dauerfahrerei die stärkste Basis. Der Nachteil: Der Ort ist der belebteste der Insel, an den offenen Stränden steht der Wind ungebremst, und in den Süden sind es gut anderthalb Autostunden.

Caleta de Fuste in der Inselmitte. Geschützte, flach abfallende Bucht, ruhiger Alltagsstrand für kleine Kinder, nur rund 15 Minuten vom Flughafen. Wer mit Kleinkindern anreist, spart hier den anstrengendsten Teil des Anreisetags. Der Nachteil: Der Ort ist eine reine Ferienanlage ohne gewachsenen Kern, und zu den großen Naturzielen musst du in beide Richtungen fahren.

Costa Calma im Süden. Kilometerlanger Sandstrand, kurzer Weg zur Sotavento-Lagune und zum Oasis Park. Die richtige Wahl, wenn Strandtage das Programm sind. Der Nachteil: wenig Ortsleben, viel Hotelzeile, und vom Flughafen ist es rund eine Stunde.

Morro Jable ganz im Süden. Der breiteste Strand der Insel, ein echter Ortskern mit Hafen und Markt, dazu die geschütztesten Badeabschnitte. Der Nachteil: gut 80 Kilometer vom Flughafen, und für Dünen, Lobos und den Norden brauchst du einen ganzen Tag.

Der Flughafen liegt nicht in der Mitte deines Urlaubs

Fuerteventura ist fast 100 Kilometer lang: Nach Caleta de Fuste sind es 15 Minuten, nach Corralejo gut 35, nach Morro Jable rund 80 Kilometer. Beim Sammeltransfer kommen Zwischenstopps dazu. Prüf die Strecke vor der Buchung, nicht am Gepäckband.

Zweitens: Frag, ob der Pool beheizt ist. Außerhalb des Sommers entscheidet das darüber, ob die Kinder überhaupt ins Wasser gehen. Und drittens: Buch an der Ostseite. An der offenen Westküste ziehen kräftige Strömungen, dort wird geschaut und nicht gebadet.

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Was nicht in jedem Reiseführer steht

Rays Rat: Gegen den Wind hilft kein Ärgern — nur der richtige Strand

Fuerteventura ohne Wind gibt es nicht: Der Passat weht an den meisten Tagen des Jahres aus Nord bis Nordost, am kräftigsten im Hochsommer und deutlich ruhiger von Herbst bis Frühjahr. Statt dagegen anzukämpfen, wählst du einfach den Strand nach der Windlage: Die Bucht von Caleta de Fuste liegt geschützt und fällt flach ab. Es ist der zuverlässigste Alltagsstrand für kleine Kinder. Die Lagunen bei El Cotillo und die Sotavento-Lagune nehmen den Wellen die Kraft, bevor sie bei dir ankommen. Und wenn es doch mal ordentlich bläst: Den Kite-Profis am Sotavento-Strand zuzuschauen ist ein Nachmittag für sich. Pack trotzdem einen Windschutz fürs Gepäck ein. Der gehört auf dieser Insel zur Grundausstattung wie die Sonnencreme.

⭐ Top-Ausflug: Insel Lobos: erst die Gratis-Genehmigung, dann die Fähre

Die kleine Vulkaninsel vor Corralejo ist der schönste Halbtagsausflug im Norden: türkisfarbene Badebucht, Leuchtturm, keine Autos. Aber: Lobos ist Naturschutzgebiet mit Besucherlimit. Es gibt zwei Zeitfenster (vormittags etwa 10–14 Uhr, nachmittags 14–18 Uhr) mit begrenzten Plätzen, und jede Person, auch jedes Kind, braucht eine eigene, kostenlose Genehmigung von der offiziellen Seite lobospass.com. Beantragen kannst du sie erst wenige Tage vor dem Wunschtermin. Den Wecker zu stellen lohnt sich, in der Hochsaison sind die Vormittage schnell weg. Die Überfahrt ab Corralejo dauert nur eine Viertelstunde.

Wichtig fürs Gepäck: Auf Lobos gibt es kaum Schatten, keinen Laden und nur ein einziges kleines Restaurant, das ohne Reservierung meist voll ist. Nimm also Wasser, Picknick und Sonnenschutz mit. Die geschützte Playa de la Concha auf der Insel ist flach und ruhig, dort baden auch die Kleinen entspannt.

🤫 Geheimtipp: Die Lagunen von El Cotillo: Karibik-Planschen am rauen Westufer

Zwischen dem Örtchen El Cotillo und dem rot-weißen Leuchtturm Faro del Tostón liegt eine Kette kleiner Lagunenstrände (Los Charcos), in denen vorgelagerte Felsriffe die Atlantikwellen abfangen: dahinter türkisfarbene, ruhige Becken mit hellem Sand, bei Ebbe teils nur wenige Zentimeter tief und damit das vielleicht beste Kleinkind-Badewasser der Insel. Der Trick ist das Timing: Schau vor dem Ausflug in den Gezeitenkalender und komm zur ablaufenden oder niedrigen Tide. Bei Flut verschwinden manche Becken und die Wellen schwappen über die Riffe. Und bleib in den Lagunen: Außerhalb der geschützten Becken ist die Westküste nichts zum Baden, dort ziehen kräftige Strömungen.

ℹ️ Gut zu wissen: Sotavento: Die Lagune hat einen Fahrplan — den Gezeitenkalender

Der berühmteste Strand im Süden ist eigentlich ein Naturschauspiel: Vor der kilometerlangen Playa de Sotavento liegt eine flache Sandbank, hinter der sich eine riesige Lagune füllt und wieder leert: knöchel- bis hüfttief, warm und glatt, während draußen die Kitesurfer über die Wellen jagen. Wie viel Wasser du erwischst, entscheidet die Tide: Rund um Voll- und Neumond ist die Lagune am ausgedehntesten, zu anderen Zeiten kann sie fast trockenfallen und wird zur Wattwander-Fläche. Prüf also den Gezeitenkalender, bevor du den weiten Weg in den Süden fährst. Sonst stehst du vor Sand statt Wasser. Einstieg und Parkplatz: Risco del Paso zwischen Costa Calma und Morro Jable. Für Kinder ist das flache, stehtiefe Wasser ein Traum, und das Kite-Spektakel dahinter gratis Kino.

Sunny zeigt dir: den Strand, an dem Popcorn liegt

Eine knappe Viertelstunde westlich von Corralejo liegt ein Strand, der aussieht, als hätte jemand Kinovorräte verschüttet: Der „Popcorn Beach“ (offiziell Playa del Bajo de la Burra) ist übersät mit weißen, popcornförmigen Klümpchen. In Wahrheit sind das Rodolithen: verkalkte Rotalgen, die das Meer über Jahrzehnte rund schleift und an Land wirft. Fürs Suchbild-Foto in der Hand: gern. Einstecken: verboten. Das Küstengesetz untersagt die Mitnahme, am Flughafen wird kontrolliert — dort kommen Monat für Monat Hunderte Kilo Sand, Steine und „Popcorn“ aus Koffern zusammen, und es drohen Bußgelder von ein paar Hundert bis zu ein paar Tausend Euro. Erklär das den Kindern vorher, dann wird daraus ein Naturkunde-Ausflug statt einer Souvenir-Falle. Anfahrt: die Küstenpiste Richtung Majanicho. Holprig, aber langsam gefahren auch ohne Geländewagen machbar, alternativ als Küstenwanderung ab Corralejo.

⭐ Top-Ausflug: Oasis Wildlife: der grüne Gegenentwurf zur Wüsteninsel

Im Süden bei La Lajita liegt der eine Ort, an dem Fuerteventura plötzlich tropisch wird: Der Oasis-Park ist Zoo und riesiger botanischer Garten in einem, mit Giraffenfüttern, Seelöwen- und Greifvogelshows (im Eintritt enthalten) und Europas größter Kamelreserve. Plan ihn als ganzen Tag, halb reicht nicht. Zwei Spartipps: Unter Vierjährige sind frei, und der Park bindet die großen Urlaubsorte mit eigenen Shuttle-Bussen an — je nach Abfahrtsort ist der kostenlos oder kostet wenig. Wer also nur für diesen Ausflug einen Mietwagen nehmen wollte: erst die Busoption prüfen. Der Eintritt ist mit um die 40 Euro pro Erwachsenem kein Schnäppchen. Dafür ist es der eine große Programmpunkt der Insel, der auch bei Wind trägt.

ℹ️ Gut zu wissen: Ajuy: schwarzer Sand und Piratenhöhlen — aber keine Badehose nötig

Das Fischerdorf Ajuy an der Westküste ist der dramatischste Kontrast zu den Türkis-Lagunen. Es gibt pechschwarzen Strand, Steilklippen und in den Fels gefressene Höhlen, in denen früher angeblich Piraten ihre Beute versteckten. Der Küstenweg zu den Höhlen ist kurz und für Schulkinder ein Abenteuer. Zieh festes Schuhwerk an, und bei starker Brandung bleibst du oben auf dem Weg statt in den Höhlen. Was du hier nicht machst: baden. An der gesamten Westküste ziehen starke, unberechenbare Strömungen, auch wenn das Meer harmlos aussieht. Ajuy ist ein Gucken-Staunen-Fischessen-Ausflug, die Badesachen bleiben im Auto.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Herbstferien

der Favorit. Das Meer ist mit um die 22, 23 Grad so warm wie nie im Jahr, der Sommerwind lässt nach, die Luft bleibt sommerlich.

Weihnachtsferien

der Klassiker für Wintersonne — um die 20 Grad und viel Blau. Aber ehrlich: Der Atlantik hat dann nur noch 18, 19 Grad, echtes Badevergnügen liefert eher der beheizte Hotelpool (beim Buchen prüfen!).

Osterferien

mild und meist ruhig, das Meer ist jetzt am kühlsten. Gut für Lagunen-Planschen und Ausflüge, weniger fürs lange Schwimmen.

Pfingstferien

zuverlässig warm, das Wasser taut langsam auf, der Sommerpassat nimmt aber schon Fahrt auf.

Sommerferien

verlässlich sonnig und mit 26 bis 28 Grad nie so glühend wie am Mittelmeer. Dafür ist es die windigste Zeit des Jahres: Jetzt zahlt sich das Lagunen-Wissen von dieser Seite doppelt aus.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

die geschützte Bucht von Caleta de Fuste als Alltagsstrand, die El-Cotillo-Lagunen bei Ebbe, die Sotavento-Lagune. Wichtig: UV-Zelt oder Windmuschel einpacken, natürlichen Schatten gibt es kaum.

6–9 Jahre

Giraffenfüttern im Oasis Park, Dünen von Corralejo als größter Sandkasten der Welt, der Lobos-Ausflug mit Badestopp, Popcorn-Suchen am kuriosen Strand.

10–13 Jahre

der erste Surfkurs im Norden, Schnorcheln in der Lobos-Bucht, den Kitesurfern am Sotavento zuschauen, abends Sandboard-Gefühl auf den Dünen.

14–18 Jahre

Surf- oder Kite-Schnupperkurs, Bootstour, Fotospots von Popcorn Beach bis Ajuy. Fuerteventura ist fürs Teenager-Alter eine der dankbarsten Kanareninseln, weil Sport statt Sightseeing im Mittelpunkt steht.

Drei Fuerteventura-Tage, die mit Kindern funktionieren

Alle drei Tage gehen von einer Basis im Norden aus, etwa Corralejo. Ein Bezahlziel pro Tag reicht, die Insel selbst ist das Programm.

Tag 1 — Dünen und Grandes Playas

Tag 1 — Dünen und Grandes Playas
VormittagDurch den Naturpark Corralejo stapfen. Das Dünenfeld ist der größte Sandkasten, den deine Kinder je gesehen haben.
MittagspauseZurück im Ort, oder mit Proviant und Windschutz gleich am Strand.
NachmittagBaden an den Grandes Playas. Such dir einen Abschnitt hinter einer Düne, dort steht der Wind deutlich schwächer.
WegAb Corralejo wenige Minuten mit dem Auto oder dem Bus, die ersten Abschnitte sind auch zu Fuß erreichbar.
KostenNichts. Weder Naturpark noch Strand kosten Eintritt, nur der Liegestuhl.
Bei RegenRegen ist hier die Ausnahme. Das Problem heißt Calima. An solchen Tagen gehört der Nachmittag dem Pool.
Am RuhetagGibt es nicht. Der Naturpark ist immer offen.

Tag 2 — Lobos, aber nur mit Genehmigung

Tag 2 — Lobos, aber nur mit Genehmigung
VormittagMit der Fähre ab Corralejo hinüber, rund eine Viertelstunde. Nimm das Vormittagsfenster, dann ist es kühler.
MittagspausePicknick aus dem Rucksack. Das einzige Restaurant der Insel ist ohne Reservierung meist voll.
NachmittagBaden in der Playa de la Concha, flach und geschützt, danach zurück mit der Nachmittagsfähre.
WegDer Hafen liegt mitten in Corralejo. Auf der Insel selbst geht alles zu Fuß, es gibt keine Autos.
KostenDie Genehmigung ist kostenlos, die Fähre kostet extra. Auf der Insel selbst gibst du nichts aus.
Bei RegenBei starkem Wind fällt die Fähre aus. Dann bleibt der Tag an den geschützten Lagunen von El Cotillo.
Am RuhetagOhne freies Zeitfenster kommst du gar nicht hinüber. Deshalb die Genehmigung vor allen anderen Plänen sichern.

Tag 3 — der eine große Bezahltag im Süden

Tag 3 — der eine große Bezahltag im Süden
VormittagOasis Wildlife bei La Lajita ab Öffnung: Giraffen füttern, botanischer Garten, Kamelreserve.
MittagspauseIm Park, dessen Gärten den einzigen verlässlichen Schatten der Insel bieten.
NachmittagDie Shows, deren Zeiten feststehen, sind im Eintritt enthalten. Danach ist der Tag voll.
WegAb Corralejo rund 100 Kilometer je Richtung. Der Park fährt eigene Shuttlebusse ab den großen Urlaubsorten, je nach Abfahrtsort kostenlos.
KostenJe nach Tickettyp rund 79 bis 138 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren. Beide Kinder fallen noch in den Kindertarif.
Bei RegenDer Park ist überwiegend draußen, aber grün und windgeschützt. An Calima-Tagen bleibst du besser in der Unterkunft.
Am RuhetagDer Park öffnet nicht an jedem Wochentag. Prüf den Tag vor der Fahrt, sonst sind 200 Kilometer umsonst.

Wer nur zwei Tage hat

Zwei Tage tragen zwei Bausteine, und es sind nicht automatisch die ersten zwei von oben.

Mit kleinen Kindern

Lagunen von El Cotillo bei ablaufendem Wasser am ersten Tag, Dünen und Grandes Playas am zweiten. Beides kostet nichts, beides lässt sich jederzeit abbrechen.

Mit Grundschulkindern

Lobos am ersten Tag, Oasis Wildlife am zweiten. Eine Insel ohne Autos und ein Tierpark mit Giraffen sind die zwei Bilder, die hängen bleiben.

Mit älteren Kindern

Surfkurs im Norden am ersten Tag, Sotavento-Lagune mit Kite-Kino am zweiten. Beide Tage hängen am Wind, plan sie deshalb beweglich.

Wenn der Wind zu stark wird

Oasis Wildlife am ersten Tag, Ajuy mit Höhlen und Fischessen am zweiten. Beide funktionieren, wenn am offenen Strand der Sand fliegt.

Wenn du eine ganze Woche hast

Der Rhythmus, der sich bewährt: ankommen und nichts vorhaben, dabei abends den Gezeitenkalender für die Woche durchgehen und die Lobos-Genehmigung im Blick behalten. Dann Dünen, dann Lobos, dann ein Lagunentag in El Cotillo zur Ebbe. Der fünfte Tag ist der Oasis-Tag, der sechste der Autotag quer über die Insel mit der Sotavento-Lagune bei passender Tide und Ajuy auf dem Rückweg. Der siebte Tag gehört der Wiederholung des Lieblingsstrands. Kein neues Programm, und genau von diesem Tag erzählen die Kinder hinterher.

Was ein Tag wirklich kostet

„Preisniveau mittel“ hilft beim Planen nicht weiter. Deshalb hier zwei durchgerechnete Tage für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, mit Basis im Norden:

Was ein Tag wirklich kostet
PostenSparsamer Tag
Dünen, Strand, Ortsbummel
Tag mit einem Bezahlziel
Oasis Wildlife im Süden
Unterkunft75–150 €
Apartment für vier, Nebensaison bis Hochsommer
75–150 €
Verpflegung40–65 €
Frühstück im Apartment, Proviant für den Strand, abends im Ort
55–85 €
im Park zahlst du Parkpreise
Fahrten vor Ort0–8 €
zu Fuß, mit dem Bus oder wenige Kilometer mit dem Mietwagen
0–20 €
Shuttle je nach Abfahrtsort kostenlos, mit dem Auto rund 200 Kilometer bei etwa 1,42 € je Liter Super 95
Eintritte0 €
Naturpark, Strände und Lagunen kosten nichts
79–138 €
je nach Tickettyp, zwei Erwachsene und zwei Kinder von 4 bis 11 Jahren
Summe115–223 €209–393 €

Für eine Woche mit fünf ruhigen Tagen und zwei Bezahlzielen landest du bei etwa 1.000 bis 1.700 Euro ohne Flug und Mietwagen. Am stärksten schwankt die Unterkunft: Zwischen einem Maiaufenthalt und den Weihnachtsferien liegt auf den Kanaren oft das Doppelte, weil hier die Wintersonne die eigentliche Hochsaison ist. Der zweite Hebel ist der Mietwagen. Wer im Norden wohnt und Lobos, Dünen und Lagunen als Programm nimmt, kommt mehrere Tage ohne Auto aus, und der Oasis-Shuttle ersetzt den teuersten Fahrtag.

Unterkunfts- und Verpflegungswerte sind Spannen für die Insel, keine Einzelpreise eines Hauses. Flug, Mietwagen und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.

Fuerteventura bei Regen — und bei Calima

Regen ist auf der Wüsteninsel fast ein Nicht-Thema: Im Sommer regnet es praktisch nie, und selbst im Winter sind es nur einzelne, meist kurze Schauer. Das „Schlechtwetter“ heißt hier anders: Calima, eine Wetterlage, bei der Saharastaub die Luft diesig und ungewöhnlich heiß macht, meist für zwei, drei Tage. Dann gilt: keine langen Wanderungen, Kinder mit empfindlichen Atemwegen mehr drinnen und am Pool, viel trinken. Und lass die Sonnencreme nicht weg, der Staub schluckt die UV-Strahlung nämlich nicht. Ein Calima-Tag ist der richtige Moment für den ruhigen Pooltag, den du sowieso einplanen solltest. Danach ist der Himmel wieder klar.

Wie du hinkommst

Fuerteventura ist ein reines Flugziel, ab Deutschland nonstop gut viereinhalb Stunden, je nach Startort. Der Flughafen liegt an der Ostküste bei Puerto del Rosario: Nach Caleta de Fuste sind es nur rund 15 Minuten, nach Corralejo im Norden gut 35 bis 40 Minuten, nach Costa Calma etwa eine Stunde und bis Morro Jable ganz im Süden gut 80 Kilometer. Prüf also vor dem Buchen, wie weit dein Hotel wirklich vom Flughafen liegt. Mit müden Kindern ist der Unterschied zwischen 15 Minuten und anderthalb Stunden Sammeltransfer groß. Ein Mietwagen lohnt sich auf der weitläufigen Insel für die Ausflüge; wer in Corralejo oder Caleta de Fuste wohnt, kommt dank Oasis-Shuttle, Lobos-Fähre und Linienbussen aber auch einige Tage gut ohne aus.

Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:

  • Der Wind: Der Passat weht an den meisten Tagen, am stärksten im Hochsommer, und am offenen Strand fliegt dann auch mal Sand. Lösung: geschützte Buchten und Lagunen wählen (Caleta de Fuste, El Cotillo, Sotavento), Windschutz einpacken. Oder gleich in den ruhigeren Herbst reisen.
  • Kaum natürlicher Schatten: Die Insel ist nahezu baumlos, auch an den Stränden. Lösung: UV-Zelt oder Schirm mitnehmen bzw. mieten, Mittagssonne meiden, UV-Kleidung für die Kleinen.
  • Atlantik ist nicht Mittelmeer: An der Westküste und an offenen Abschnitten ziehen starke Strömungen, Wellen kommen schnell. Lösung: mit Kindern an bewachte Strände und in die Lagunen, Flaggen ernst nehmen, in Ajuy gar nicht baden.
  • Die Entfernungen: Fast 100 Kilometer von Nord nach Süd, und Corralejo und Morro Jable trennen gut anderthalb Autostunden. Lösung: die Basis nach dem Programm wählen und nicht jeden Tag quer über die Insel planen.
  • Karge Landschaft: Wer grüne Täler erwartet, wird enttäuscht. Fuerteventura ist eine Halbwüste. Lösung: die Insel für das lieben, was sie hat (die besten Strände der Kanaren), und die Tropen-Dosis im Oasis Park abholen.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Fuerteventura mit Kindern?

Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,6 °C tagsüber und 21,9 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.

Kommst du spontan auf die Insel Lobos?

Nein. Lobos ist Naturschutzgebiet mit Besucherlimit, und jede Person braucht eine eigene kostenlose Genehmigung, auch jedes Kind. Es gibt zwei Zeitfenster am Tag, freigeschaltet wird erst wenige Tage vorher, und in der Hochsaison sind die Vormittage innerhalb von Minuten weg. Trag dir den Freischalttag in den Kalender ein, nicht den Reisetag.

Braucht man vor Ort einen Mietwagen?

Wenn du mehr sehen willst als den Ort selbst: ja. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und außerhalb der Hauptsaison sind Mietwagen meist gut bezahlbar.

Wie kommt man hin?

Fuerteventura erreichst du mit dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Wenn dir Fuerteventura gefällt

  • Lanzarote — gleich nebenan, aber mit Vulkanlandschaft statt endloser Dünen.
  • Gran Canaria — windgeschütztere Strände im Süden, dafür voller.
  • Teneriffa — mehr Programm bei Regen, weil die Insel zwei Klimazonen hat.

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Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Preise und Öffnungszeiten zuletzt geprüft am 6. August 2026. Maßgeblich ist die verlinkte Betreiberinformation. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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