Fuerteventura mit Kindern: In welchen Ferien hinfahren?

Die Kurzentscheidung
Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,6 °C tagsüber und 21,9 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von jedem Alter bis 18 Jahren. Ohne Mietwagen wird es eng, wenn ihr mehr sehen wollt als den Ort selbst.

Die längsten Sandstrände der Kanaren — im Winter das verlässlichste Badewetter Europas.

Wie warm ist es in euren Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wählt unten euer Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf eure tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder könnt ihr Fuerteventura anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Dieselben Werte für euer Bundesland

Luft tagsüberWasserrechts: Regentage
WinterferienFebruar
19,5 °C
19,3 °C
3 Regentage
OsterferienApril
21,2 °C
19,6 °C
1 Regentage
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
23,6 °C
21,9 °C
1 Regentage
SommerferienJuli / August
25,6 °C
22,8 °C
0 Regentage
HerbstferienOktober
24,9 °C
23,2 °C
2 Regentage
WeihnachtsferienDezember
20,7 °C
21,2 °C
2 Regentage

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Was ihr dort unternehmen könnt

  • Naturpark Corralejo, Insel Lobos, Sotavento, Ajuy, Betancuria, Oasis Wildlife, Familien-Surfkurs. Der Lagunenstrand im Süden — flaches, stehtiefes Wasser hinter einer Sandbank, Kulisse der Kite-Profis; vorher Gezeiten prüfen. Kostenlos, einfach hingehen.

Was nicht in jedem Reiseführer steht

Rays Rat: Gegen den Wind hilft kein Ärgern — nur der richtige Strand
Rays Rat: Gegen den Wind hilft kein Ärgern — nur der richtige Strand

Fuerteventura ohne Wind gibt es nicht: Der Passat weht an den meisten Tagen des Jahres aus Nord bis Nordost, am kräftigsten im Hochsommer, deutlich ruhiger von Herbst bis Frühjahr. Statt dagegen anzukämpfen, wählt ihr einfach den Strand nach der Windlage: Die Bucht von Caleta de Fuste liegt geschützt und fällt flach ab — der zuverlässigste Alltagsstrand für kleine Kinder. Die Lagunen bei El Cotillo und die Sotavento-Lagune nehmen den Wellen die Kraft, bevor sie bei euch ankommen. Und wenn es doch mal ordentlich bläst: Den Kite-Profis am Sotavento-Strand zuzuschauen ist ein Nachmittag für sich. Packt trotzdem einen Windschutz fürs Gepäck ein — der gehört auf dieser Insel zur Grundausstattung wie die Sonnencreme.

⭐ Top-Ausflug: Insel Lobos: erst die Gratis-Genehmigung, dann die Fähre

Die kleine Vulkaninsel vor Corralejo ist der schönste Halbtagsausflug im Norden — türkisfarbene Badebucht, Leuchtturm, keine Autos. Aber: Lobos ist Naturschutzgebiet mit Besucherlimit. Es gibt zwei Zeitfenster (vormittags etwa 10–14 Uhr, nachmittags 14–18 Uhr) mit begrenzten Plätzen, und jede Person — auch jedes Kind — braucht eine eigene, kostenlose Genehmigung von der offiziellen Seite lobospass.com. Beantragen könnt ihr sie erst wenige Tage vor dem Wunschtermin — den Wecker stellen lohnt sich, in der Hochsaison sind die Vormittage schnell weg. Die Überfahrt ab Corralejo dauert nur eine Viertelstunde. Wichtig fürs Gepäck: Auf Lobos gibt es kaum Schatten, keinen Laden und nur ein einziges kleines Restaurant, das ohne Reservierung meist voll ist — also Wasser, Picknick und Sonnenschutz mitnehmen. Die geschützte Playa de la Concha auf der Insel ist flach und ruhig — dort baden auch die Kleinen entspannt. → Fähre und Katamaran-Touren nach Lobos vergleichen*

🤫 Geheimtipp: Die Lagunen von El Cotillo: Karibik-Planschen am rauen Westufer

Zwischen dem Örtchen El Cotillo und dem rot-weißen Leuchtturm Faro del Tostón liegt eine Kette kleiner Lagunenstrände (Los Charcos), in denen vorgelagerte Felsriffe die Atlantikwellen abfangen: dahinter türkisfarbene, ruhige Becken mit hellem Sand — bei Ebbe teils nur wenige Zentimeter tief und damit das vielleicht beste Kleinkind-Badewasser der Insel. Der Trick ist das Timing: Schaut vor dem Ausflug in den Gezeitenkalender und kommt zur ablaufenden oder niedrigen Tide — bei Flut verschwinden manche Becken und die Wellen schwappen über die Riffe. Und bleibt in den Lagunen: Außerhalb der geschützten Becken ist die Westküste nichts zum Baden, dort ziehen kräftige Strömungen.

ℹ️ Gut zu wissen: Sotavento: Die Lagune hat einen Fahrplan — den Gezeitenkalender

Der berühmteste Strand im Süden ist eigentlich ein Naturschauspiel: Vor der kilometerlangen Playa de Sotavento liegt eine flache Sandbank, hinter der sich eine riesige Lagune füllt und wieder leert — knöchel- bis hüfttief, warm und glatt, während draußen die Kitesurfer über die Wellen jagen. Wie viel Wasser ihr erwischt, entscheidet die Tide: Rund um Voll- und Neumond ist die Lagune am ausgedehntesten, zu anderen Zeiten kann sie fast trockenfallen und wird zur Wattwander-Fläche. Prüft also den Gezeitenkalender, bevor ihr den weiten Weg in den Süden fahrt — sonst steht ihr vor Sand statt Wasser. Einstieg und Parkplatz: Risco del Paso zwischen Costa Calma und Morro Jable. Für Kinder ist das flache, stehtiefe Wasser ein Traum — und das Kite-Spektakel dahinter gratis Kino.

Sunny zeigt euch: den Strand, an dem Popcorn liegt
Sunny zeigt euch: den Strand, an dem Popcorn liegt

Eine knappe Viertelstunde westlich von Corralejo liegt ein Strand, der aussieht, als hätte jemand Kinovorräte verschüttet: Der „Popcorn Beach“ (offiziell Playa del Bajo de la Burra) ist übersät mit weißen, popcornförmigen Klümpchen. In Wahrheit sind das Rodolithen — verkalkte Rotalgen, die das Meer über Jahrzehnte rund schleift und an Land wirft. Fürs Suchbild-Foto in der Hand: gern. Einstecken: verboten. Das Küstengesetz untersagt die Mitnahme, am Flughafen wird kontrolliert — dort kommen Monat für Monat Hunderte Kilo Sand, Steine und „Popcorn“ aus Koffern zusammen, und es drohen Bußgelder von ein paar Hundert bis zu ein paar Tausend Euro. Erklärt das den Kindern vorher, dann wird daraus ein Naturkunde-Ausflug statt einer Souvenir-Falle. Anfahrt: die Küstenpiste Richtung Majanicho — holprig, aber langsam gefahren auch ohne Geländewagen machbar, alternativ als Küstenwanderung ab Corralejo.

⭐ Top-Ausflug: Oasis Wildlife: der grüne Gegenentwurf zur Wüsteninsel

Im Süden bei La Lajita liegt der eine Ort, an dem Fuerteventura plötzlich tropisch wird: Der Oasis-Park ist Zoo und riesiger botanischer Garten in einem — mit Giraffenfüttern, Seelöwen- und Greifvogelshows (im Eintritt enthalten) und Europas größter Kamelreserve. Plant ihn als ganzen Tag, halb reicht nicht. Zwei Spartipps: Unter Vierjährige sind frei, und der Park bindet die großen Urlaubsorte mit eigenen Shuttle-Bussen an — je nach Abfahrtsort kostenlos oder für kleines Geld. Wer also nur für diesen Ausflug einen Mietwagen nehmen wollte: erst die Busoption prüfen. Der Eintritt ist mit um die 40 Euro pro Erwachsenem kein Schnäppchen — dafür ist es der eine große Schlechtwetter-taugliche Programmpunkt der Insel. → Oasis-Park-Tickets vergleichen*

ℹ️ Gut zu wissen: Ajuy: schwarzer Sand und Piratenhöhlen — aber keine Badehose nötig

Das Fischerdorf Ajuy an der Westküste ist der dramatischste Kontrast zu den Türkis-Lagunen: pechschwarzer Strand, Steilklippen und in den Fels gefressene Höhlen, in denen früher angeblich Piraten ihre Beute versteckten. Der Küstenweg zu den Höhlen ist kurz und für Schulkinder ein Abenteuer — festes Schuhwerk an, und bei starker Brandung bleibt ihr oben auf dem Weg statt in den Höhlen. Was ihr hier nicht macht: baden. An der gesamten Westküste ziehen starke, unberechenbare Strömungen, auch wenn das Meer harmlos aussieht. Ajuy ist ein Gucken-Staunen-Fischessen-Ausflug — die Badesachen bleiben im Auto.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Herbstferien: der Favorit — das Meer ist mit um die 22, 23 Grad so warm wie nie im Jahr, der Sommerwind lässt nach, die Luft bleibt sommerlich. Weihnachtsferien: der Klassiker für Wintersonne — um die 20 Grad und viel Blau, aber ehrlich: Der Atlantik hat dann nur noch 18, 19 Grad, echtes Badevergnügen liefert eher der beheizte Hotelpool (beim Buchen prüfen!). Osterferien: mild und meist ruhig, das Meer ist jetzt am kühlsten — gut für Lagunen-Planschen und Ausflüge, weniger fürs lange Schwimmen. Pfingstferien: zuverlässig warm, das Wasser taut langsam auf, der Sommerpassat nimmt aber schon Fahrt auf. Sommerferien: verlässlich sonnig und mit 26 bis 28 Grad nie so glühend wie am Mittelmeer — dafür ist es die windigste Zeit des Jahres: Jetzt zahlt sich das Lagunen-Wissen von dieser Seite doppelt aus.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre: die geschützte Bucht von Caleta de Fuste als Alltagsstrand, die El-Cotillo-Lagunen bei Ebbe, die Sotavento-Lagune. Wichtig: UV-Zelt oder Windmuschel einpacken, natürlichen Schatten gibt es kaum.
6–9 Jahre: Giraffenfüttern im Oasis Park, Dünen von Corralejo als größter Sandkasten der Welt, der Lobos-Ausflug mit Badestopp, Popcorn-Suchen am kuriosen Strand.
10–13 Jahre: der erste Surfkurs im Norden, Schnorcheln in der Lobos-Bucht, den Kitesurfern am Sotavento zuschauen — und abends Sandboard-Gefühl auf den Dünen.
14–18 Jahre: Surf- oder Kite-Schnupperkurs, Bootstour, Fotospots von Popcorn Beach bis Ajuy — Fuerteventura ist fürs Teenager-Alter eine der dankbarsten Kanareninseln, weil Sport statt Sightseeing im Mittelpunkt steht.

Eine Fuerteventura-Woche nach Wind und Tide (Basis Norden)

Tag 1 — ankommen: Hausstrand oder Pool, abends den Gezeitenkalender für die Woche anschauen und die Lobos-Genehmigung im Blick behalten — die gibt es erst wenige Tage vor dem Termin.
Tag 2 — Dünen von Corralejo: vormittags durch den kostenlosen Naturpark stapfen, danach an die Grandes Playas — alles gratis.
Tag 3 — Lobos: das Vormittagsfenster nehmen, Picknick und Wasser im Rucksack, nachmittags seid ihr zurück.
Tag 4 — Lagunentag El Cotillo: zur Ebbe hin planen, die Becken gehören dann den Kindern.
Tag 5 — Oasis Park: der eine große Bezahltag der Woche, per Shuttle oder Auto in den Süden.
Tag 6 — der Autotag: wer mag, fährt einmal quer über die Insel — Sotavento-Lagune bei passender Tide, auf dem Rückweg Ajuy zum Höhlengucken (nicht baden). Fuerteventura ist fast 100 Kilometer lang, das ist ein echter Ausflugstag.
Tag 7 — Lieblingsstrand-Wiederholung: kein neues Programm — der Tag, von dem die Kinder hinterher erzählen.

Fuerteventura bei Regen — und bei Calima

Regen ist auf der Wüsteninsel fast ein Nicht-Thema: Im Sommer regnet es praktisch nie, und selbst im Winter sind es nur einzelne, meist kurze Schauer. Das „Schlechtwetter“ heißt hier anders: Calima — eine Wetterlage, bei der Saharastaub die Luft diesig und ungewöhnlich heiß macht, meist für zwei, drei Tage. Dann gilt: keine langen Wanderungen, Kinder mit empfindlichen Atemwegen mehr drinnen und am Pool, viel trinken — und die Sonnencreme nicht weglassen, der Staub schluckt die UV-Strahlung nämlich nicht. Ein Calima-Tag ist der richtige Moment für den ruhigen Pooltag, den ihr sowieso einplanen solltet — danach ist der Himmel wieder klar.

Wie ihr hinkommt

Fuerteventura erreicht ihr mit dem Flugzeug. Dauer: Flug ab 4,5 Std.

Der Flug dauert ab München rund 4,5 Stunden, ab Hamburg etwa 5 Stunden. Den Wert für euer Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.

Fuerteventura ist ein reines Flugziel — ab Deutschland nonstop gut viereinhalb Stunden, je nach Startort. Der Flughafen liegt an der Ostküste bei Puerto del Rosario: Nach Caleta de Fuste sind es nur rund 15 Minuten, nach Corralejo im Norden gut 35 bis 40 Minuten, nach Costa Calma etwa eine Stunde und bis Morro Jable ganz im Süden gut 80 Kilometer. Prüft also vor dem Buchen, wie weit euer Hotel wirklich vom Flughafen liegt — mit müden Kindern ist der Unterschied zwischen 15 Minuten und anderthalb Stunden Sammeltransfer groß. Ein Mietwagen lohnt sich auf der weitläufigen Insel für die Ausflüge; wer in Corralejo oder Caleta de Fuste wohnt, kommt dank Oasis-Shuttle, Lobos-Fähre und Linienbussen aber auch einige Tage gut ohne aus.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltet ihr kennen, bevor ihr bucht:

  • Der Wind: Der Passat weht an den meisten Tagen, am stärksten im Hochsommer — am offenen Strand fliegt dann auch mal Sand. Lösung: geschützte Buchten und Lagunen wählen (Caleta de Fuste, El Cotillo, Sotavento), Windschutz einpacken — oder gleich in den ruhigeren Herbst reisen.
  • Kaum natürlicher Schatten: Die Insel ist nahezu baumlos, auch an den Stränden. Lösung: UV-Zelt oder Schirm mitnehmen bzw. mieten, Mittagssonne meiden, UV-Kleidung für die Kleinen.
  • Atlantik ist nicht Mittelmeer: An der Westküste und an offenen Abschnitten ziehen starke Strömungen, Wellen kommen schnell. Lösung: mit Kindern an bewachte Strände und in die Lagunen, Flaggen ernst nehmen, in Ajuy gar nicht baden.
  • Die Entfernungen: Fast 100 Kilometer von Nord nach Süd — Corralejo und Morro Jable trennen gut anderthalb Autostunden. Lösung: die Basis nach dem Programm wählen und nicht jeden Tag quer über die Insel planen.
  • Karge Landschaft: Wer grüne Täler erwartet, wird enttäuscht — Fuerteventura ist eine Halbwüste. Lösung: die Insel für das lieben, was sie hat (die besten Strände der Kanaren), und die Tropen-Dosis im Oasis Park abholen.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Fuerteventura mit Kindern?

Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,6 °C tagsüber und 21,9 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.

Wie warm ist das Wasser?

In den Sommerferien rund 22,8 °C, in den Winterferien im Februar etwa 19,3 °C. Die Lufttemperatur liegt dann bei 25,6 °C beziehungsweise 19,5 °C — dieselben Werte wie in der Tabelle oben.

Braucht man vor Ort einen Mietwagen?

Wenn ihr mehr sehen wollt als den Ort selbst: ja. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und außerhalb der Hauptsaison sind Mietwagen meist gut bezahlbar.

Wie kommt man hin?

Fuerteventura erreicht ihr mit dem Flugzeug. Dauer: Flug ab 4,5 Std.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf eure echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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