Paris mit Kindern: beste Ferien, Basis und Reiseplan


Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,5 °C tagsüber, im Schnitt 9 Regentage im Monat. Für die Stadttage selbst ist das Wetter dabei zweitrangig. Museen sind im Januar so warm wie im Juli. Wichtig wird es für Strand und Basis. Anreise: mit der Bahn oder mit dem Flugzeug. Preisniveau: gehoben. Geeignet für Kinder von 4 bis 18 Jahren. Ein Mietwagen ist nicht nötig. Vor Ort kommst du auch ohne zurecht.
Mit dem Zug erreichbar, und Disneyland liegt direkt vor der Tür.
Mit Kindern lohnt sich hier ein anderer Zuschnitt als der übliche. Warum, steht weiter unten.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Paris anschließend mit anderen Zielen vergleichen.
Klima für deine Ferientage
Wer hat in diesen Ferien noch frei?
Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.
Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.
Die fünf Dinge, die deine Planung retten
Fünf Eigenheiten entscheiden in Paris darüber, ob ein Tag trägt. Hier die Kurzfassung, die Zahlen dazu stehen weiter unten.
- 1. Der Eiffelturm hat zwei Vorverkaufsfenster. Aufzugstickets gibt es 60 Tage vorher, Treppentickets erst 30 Tage vorher. Und ab dem 29. September 2026 braucht auch die Treppe eine Reservierung, der spontane Plan B fällt damit weg. → Die Familienrechnung für beide Wege
- 2. Der Louvre ist dienstags zu, und Gratis heißt nicht spontan. Kinder unter 18 zahlen nichts, brauchen aber trotzdem ein gebuchtes Zeitfenster. Vom 1. Juli bis 31. August 2026 ist die Reservierung für alle Pflicht. → Was der Louvre eine Familie kostet
- 3. Die berühmte Skelettgalerie ist geschlossen. Die Galerie de Paléontologie im Jardin des Plantes ist seit dem 19. Januar 2026 wegen Umbaus zu, laut Museum bis in den Lauf des Jahres 2027. Offen sind die Grande Galerie und die Ménagerie, beide mit eigenem Ticket. → Was stattdessen geht und was es kostet
- 4. Im Nahverkehr endet der Kindertarif mit zehn Jahren. Ein Achtjähriger fährt für die Hälfte, ein Elfjähriger zahlt den vollen Erwachsenenpreis. Und die Flughäfen sind im Tagesticket nicht enthalten. → Das Ticket, das in der ganzen Region gilt
- 5. Die Cité des Enfants läuft in Sessions. Feste Startzeiten, 90 Minuten, danach ist Schluss, und jeder begleitende Erwachsene braucht ein eigenes Ticket. Montags ist das ganze Haus zu. → Der Familientag in La Villette
Der bessere Zuschnitt: draußen wohnen, rein zum Tagesausflug
Fast alle Empfehlungen für Paris beginnen mit der Frage, in welchem Viertel man schläft. Mit Kindern lohnt es sich, eine Ebene früher anzusetzen und die Stadt als Tagesziel zu behandeln statt als Wohnort. Im Umland findest du häufiger Unterkünfte mit mehr Platz und echter Ferienausstattung. Ob es auch günstiger ist, hängt von Ferienzeit, Lage und Unterkunftstyp ab. Dazu kommt: Ein Regentag ist am Wasser oder im Ferienpark kein verlorener Tag, und Kinder halten zwei Stadttage gut durch, sieben nicht.
Basis: Val d’Europe (Serris)
Hier liegen Disneyland Paris und der Ferienpark Villages Nature nebeneinander. Wer ohnehin einen Parktag plant, wohnt gleich dort und fährt an den anderen Tagen in die Stadt.
- In die Stadt: rund 40 Minuten mit der Bahn, RER A, in der Hauptzeit alle paar Minuten, sonst etwa alle 15 Minuten.
- Schloss Versailles: Mit dem RER quer durch die Region erreichbar. Für Kinder ist der Park mit den Booten auf dem Kanal meist interessanter als die Innenräume.
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Mehr Infos findest du hier: Val d’Europe — Anfahrt und Verkehr, Center Parcs — Villages Nature Paris.
Wo Familien am besten wohnen
Wenn du doch lieber mitten in Paris wohnst, sind das die Unterschiede zwischen den Vierteln:
| Lage | Spricht dafür | Spricht dagegen |
|---|---|---|
| Val d’Europe / Marne-la-Vallée | Familienzimmer und Ferienparks, Disneyland vor der Tür, RER A ins Zentrum in rund 40 Minuten | Abends bist du weit weg von der Stadt, und jeder Stadttag beginnt mit einer Bahnfahrt |
| 5. Arrondissement | Jardin des Plantes, Ménagerie und der Jardin du Luxembourg in Gehweite, viele kleine Lokale | Zentrale Preise, enge Treppenhäuser, oft kein Aufzug |
| 12. Arrondissement | Ruhige Wohnstraßen, der begrünte Viadukt und der Bois de Vincennes, gute Metro-Anbindung | Zu den großen Zielen im Westen sind es mehrere Stationen |
| 15. Arrondissement | Nah am Eiffelturm, viele Familienwohnungen, abends unaufgeregt | Wenig Sehenswürdigkeiten vor der Tür, dafür lange Metro-Umsteigewege |

Wo du in Paris schläfst, entscheidet vor allem die Linie vor der Haustür: Liegt die Unterkunft an einer RER-Station, bist du in rund 40 Minuten im Zentrum, sonst hängt jeder Tag an einem Umstieg. Zweitens der Aufzug, denn zu den Treppen im Altbau kommen die vielen Treppen in der Metro, und Rolltreppen sind dort rar.
Und drittens, wenn du mit dem Auto anreist: Nimm ein Quartier mit Stellplatz draußen vor dem A86-Ring und lass den Wagen dort stehen. In der Umweltzone gilt die deutsche Plakette nicht.
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Was du dort unternehmen kannst
- Eiffelturm. Das Wahrzeichen mit drei Ebenen: für Familien reicht meist die 2. Etage, Tickets rund 60 Tage vorher online sichern. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
- Cité des Sciences. Das riesige Wissenschaftsmuseum in La Villette mit der Cité des Enfants für 2- bis 12-Jährige, Zeitfenster reservieren.
- Jardin du Luxembourg. Der klassische Familienpark: Segelboote auf dem Bassin, großer Spielplatz (kleiner Eintritt), Karussell und Kasperletheater.
- Seinefahrt. Für Familien ist Batobus der praktischste Anbieter: neun Stationen zum Ein- und Aussteigen, 24-Stunden-Pass 23 € für Erwachsene und 13 € für Kinder von 4 bis 11 Jahren, unter 3 frei, und als einziger erlaubt er Kinderwagen ausdrücklich an Bord. Wer nur einmal eine Stunde fahren will, ist bei Bateaux-Mouches günstiger dran: online 17 € für Erwachsene, 8 € für Kinder unter 13 Jahren, unter 4 frei, ohne Reservierung.
- Naturkundemuseum. Die Grande Galerie de l’Évolution im Jardin des Plantes mit ihrer Tierprozession ist das kinderfreundlichste Haus des Muséum, Ruhetag Dienstag, gut anderthalb bis zwei Stunden. Erwachsene zahlen 13 Euro, mit Sonderausstellung 16; frei ist nur, wer unter drei ist. Der Familienpass für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 52 Euro, für die Ménagerie nebenan 40 Euro. Zwei Dinge vorher wissen: Die berühmte Skelettgalerie der Paläontologie ist seit dem 19. Januar 2026 wegen Umbaus geschlossen, das Museum nennt als Ziel den Lauf des Jahres 2027. Und jedes Haus im Garten hat sein eigenes Ticket.
- Disneyland. Zwei Themenparks vor den Toren der Stadt, von der Val-d’Europe-Seite aus nur einen Katzensprung entfernt.

Die Seinefahrt am Eiffelturm dauert etwa eine Stunde und zeigt die halbe Stadt im Sitzen, der beste Programmpunkt, wenn die Kinderbeine am Nachmittag nicht mehr wollen.
Was nicht in jedem Reiseführer steht
ℹ️ Gut zu wissen: Eiffelturm: 60-Tage-Wecker, oder einfach Treppe
Eiffelturm-Tickets gibt es offiziell nur bei toureiffel.paris. Der Online-Verkauf für die Aufzüge öffnet rund 60 Tage vor dem Besuchstag, und gefragte Sommertermine sind schnell weg. Also: Wunschtag minus 60 Tage, Wecker stellen, buchen.
Die Familienrechnung ist dabei freundlicher als ihr Ruf. Erwachsene zahlen für die 2. Etage mit Aufzug 23,50 Euro, Kinder von 4 bis 11 Jahren 6 Euro, Jugendliche von 12 bis 24 Jahren 11,80 Euro, unter 4 ist der Turm gratis. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 sind das 59 Euro.
Der Trick, wenn alles ausgebucht scheint: das Treppenticket. Knapp 700 Stufen bis zur 2. Etage klingen wild, sind mit Grundschulkindern aber machbar und kosten deutlich weniger: 14,80 Euro für Erwachsene und 3,80 Euro für Kinder von 4 bis 11, zusammen also 37,20 Euro. Zwei Fristen gehören dazu: Treppentickets kommen erst 30 Tage vor dem Besuch in den Verkauf, und ab dem 29. September 2026 braucht auch die Treppe eine Reservierung. Bis dahin ist sie der beste kurzfristige Plan B. Ganz nach oben muss mit Kindern übrigens niemand: Die 2. Etage ist die Ebene mit dem besten Stadtblick.
ℹ️ Gut zu wissen: Louvre: dienstags zu, unter 18 frei, aber nur mit Zeitfenster
Drei Dinge entscheiden über deinen Louvre-Tag:
- Dienstag ist Schließtag, der Klassiker unter den Paris-Enttäuschungen. Dazu kommen der 1. Januar, der 1. Mai und der 25. Dezember.
- Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts, und wer unter 26 ist und im Europäischen Wirtschaftsraum wohnt, kommt ebenfalls gratis rein. Eine Familie aus Deutschland zahlt also nur zwei Erwachsenen-Tickets zu je 22 Euro, zusammen 44 Euro. Wer nicht im EWR lebt, zahlt 32 Euro pro Person.
- Auch die Gratis-Tickets brauchen ein gebuchtes Zeitfenster, und vom 1. Juli bis 31. August 2026 ist die Reservierung für alle Pflicht. Buchen kannst du direkt bei louvre.fr.
Mit Kindern gilt drinnen: zwei, drei Wunschwerke aussuchen, ansteuern, gehen. Der Louvre ist zu groß, um ihn zu „schaffen“. Mittwochs und freitags ist bis in den Abend geöffnet, und am ersten Freitag im Monat ab 18 Uhr sogar für alle frei (außer im Juli und August), ein schöner Teenager-Termin.

Paris hat seine Tarifzonen abgeschafft: Ein einziges Métro-Train-RER-Ticket für um die 2,55 Euro gilt in der ganzen Region: vom Eiffelturm bis Disneyland, auch nach Versailles, 120 Minuten lang inklusive Umstiegen.
Genau das macht das Wohnen draußen an der RER-Linie so günstig: Die Fahrt in die Stadt kostet nicht mehr als eine Metro-Fahrt innerhalb von Paris. Kinder von 4 bis 9 fahren für die Hälfte, unter 4 gratis, ab dem zehnten Geburtstag zahlen sie den vollen Preis. Bus und Tram haben ein eigenes, etwas günstigeres Ticket für 2,05 Euro. Und der Weg vom Flughafen ist ein Sonderfall: Er kostet 14 Euro pro Person und Richtung und steckt weder im Einzelticket noch im Tagesticket Navigo Jour für 12,30 Euro.
Wichtig seit der Reform: Papiertickets gibt es praktisch nicht mehr. Du lädst die Fahrten auf eine Navigo-Easy-Karte am Automaten oder direkt aufs Handy in der App von Île-de-France Mobilités. Für jedes Familienmitglied braucht es eine eigene Karte.
💶 Spartipp: Die Museen, die einfach nichts kosten
Neben den großen Namen betreibt die Stadt Paris eigene Museen, und deren Dauerausstellungen sind für alle kostenlos, ohne Reservierung. Die zwei lohnendsten für Familien: das Petit Palais direkt an der Champs-Élysées-Achse, ein Palast voller Malerei mit einem hübschen Innenhof-Garten für die Pause, und das Carnavalet im Marais, das die Geschichte von Paris mit Ladenschildern, Modellen und kompletten historischen Zimmern erzählt (montags geschlossen). Dazu kommt die Regel für die staatlichen Häuser wie Louvre und Musée d’Orsay: unter 18 immer frei. Ein verregneter Museumsnachmittag kostet eine Familie in Paris also im besten Fall: nichts.

Im Parc de la Villette im Nordosten steht ein riesiger Stahldrache, dessen Zunge eine lange Röhrenrutsche ist, kostenlos, täglich von 9 Uhr bis zur Dämmerung. Die große Rutsche ist den 8- bis 12-Jährigen vorbehalten, drumherum gibt es Kletternetze, Schaukeln und weitere Themen-Spielgärten für die Kleineren. Der ganze Park kostet keinen Eintritt.
Gleich nebenan liegt die Cité des Sciences mit der Cité des Enfants: Experimentierwelten nach Alter getrennt, besucht wird in Sessions von etwa 90 Minuten. Besucht wird in Sessions mit festen Startzeiten, eine dauert 90 Minuten, und eine halbe Stunde vorher solltest du da sein. Die Zeitfenster reservierst du vorab bei cite-sciences.fr. Aufgepasst: Auch die Erwachsenen brauchen ein eigenes Ticket, 15 Euro für Erwachsene und 12 Euro für 2- bis 25-Jährige, für die Familie also 54 Euro. Montags ist das ganze Haus zu. So wird aus dem Viertel ein ganzer Familientag weit weg vom Postkarten-Paris.
🤔 Kurioses: Im Sommer ist der Eiffelturm größer
Der Eiffelturm hat keine feste Höhe: Das Eisen dehnt sich bei Hitze aus, und an heißen Sommertagen ist der Turm gut 15 Zentimeter höher als im Winter. Mehr noch: wenn die Sonne nur eine Seite aufheizt, lehnt sich die Spitze ein Stück von der Sonne weg und wandert im Laufe des Tages einen kleinen Bogen. Für Kinder ist das die perfekte Warteschlangen-Geschichte: Du stehst gerade unter einem Bauwerk, das langsam atmet. Und wer abends noch wach ist, bekommt die zweite Show gratis: Nach Einbruch der Dunkelheit glitzert der Turm zu jeder vollen Stunde ein paar Minuten lang, am besten mit Picknickdecke vom Champ de Mars aus.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?
Paris funktioniert das ganze Jahr, aber unterschiedlich.

Oster- und Pfingstferien
die beste Stadtzeit: mild genug für Parks und Türme, und die Spielplätze im Grünen sind Teil des Programms statt Regen-Ersatz.

Sommerferien
lange Abende und mit Paris Plages kostenlose Stadtstrände an der Seine. Dafür ist die Stadt voll, der Louvre nur mit Pflicht-Reservierung zu haben und an Hitzetagen wird Sightseeing zäh; dann hilft die Basis mit Pool oder Badesee mehr als ein viertes Museum.

Herbstferien
gute Museums- und Disneyland-Zeit (Halloween-Saison), Wetter gemischt.

Weihnachtsferien
Lichter, Schaufenster und Disneyland im Winterkleid, aber kalt, früh dunkel und ohne Parkwetter: eher für Kurztrips als für eine ganze Woche.
Was zu welchem Alter passt
0–5 Jahre
Jardin du Luxembourg mit Segelbooten und Karussell, die Kleinkind-Bereiche der Cité des Enfants, eine kurze Seinefahrt, Disneyland in kleinen Dosen, und viel Croissant.
6–9 Jahre
Eiffelturm 2. Etage (gern über die Treppe), Cité des Enfants, der Drachen-Park in La Villette, Disneyland als Höhepunkt. Höchstens ein großes Bezahlziel pro Tag.
10–13 Jahre
die große Drachenrutsche (offiziell für 8- bis 12-Jährige), Turmspitze statt 2. Etage, Louvre in der Drei-Werke-Dosierung, die Achterbahnen im Disney-Park.
14–18 Jahre
jetzt zahlt sich Paris richtig aus: Louvre und Musée d’Orsay sind für sie gratis, dazu Montmartre, Marais-Bummel und der glitzernde Turm am Abend. Das Programm darf erwachsener sein als der Rest dieser Seite klingt.
Vier Tage Paris mit Basis an der RER-Linie
Ein großes Bezahlziel pro Tag, alles andere drumherum ist kostenlos. Drei Tage im festen Raster, der vierte danach.
Tag 1: Turm und Fluss
| Vormittag | Früh mit dem RER A in die Stadt, dann das gebuchte Eiffelturm-Zeitfenster. Die 2. Etage hat den besseren Stadtblick als die Spitze. |
| Mittagspause | Picknick auf dem Champ de Mars. Bäckerei statt Turmrestaurant, das spart den halben Tagessatz. |
| Nachmittag | Eine Stunde Seinefahrt. Mehr Programm braucht der erste Tag nicht. |
| Weg | RER A und Metro, rund 40 Minuten von der Basis. Der Turm liegt an mehreren Linien, die Station Bir-Hakeim ist die ruhigste. |
| Eintritt | 59 Euro für die 2. Etage mit Aufzug, 37,20 Euro über die Treppe. Dazu die Seinefahrt. |
| Bei Regen | Der Turm bleibt offen, die Aussicht nicht. Mit Tag 3 tauschen, das Zeitfenster ist allerdings gebucht. |
| Am Ruhetag | Entfällt, der Turm ist täglich bis Mitternacht offen. |
Tag 2: Disney-Tag
| Vormittag | Der Park liegt bei dieser Basis vor der Haustür, du kommst ohne Anfahrtsstress hinein. |
| Mittagspause | Zum Mittagsschlaf der Kleinen notfalls kurz zurück in die Unterkunft. Genau dafür wohnst du hier. |
| Nachmittag | Zweite Runde, abends wieder rein zur Parade. |
| Weg | Zu Fuß oder eine RER-Station. Vom Zentrum wären es 40 Minuten und eine Rückfahrt nach Mitternacht. |
| Eintritt | Die Tickets sind tagesabhängig bepreist, den Preiskalender führt der Park selbst. Kinderpreise gelten von 3 bis 11 Jahren. |
| Bei Regen | Der schlechteste Regentag von allen, denn gewartet wird draußen. Tauschen und einen Museumstag vorziehen. |
| Am Ruhetag | Entfällt. Der Park ist ganzjährig offen, die Öffnungszeiten wechseln aber mit der Saison. |
Tag 3: Kinder-Paris in La Villette
| Vormittag | Das gebuchte Zeitfenster in der Cité des Enfants, eine Session dauert 90 Minuten. |
| Mittagspause | Im Park. Rund um das Wissenschaftsmuseum liegen Wiesen und Bänke. |
| Nachmittag | Kostenlos die Drachenrutsche und die Themen-Spielgärten im Parc de la Villette, bis alle müde sind. |
| Weg | Mit RER und Metro bis Porte de la Villette oder Porte de Pantin, je nach Ziel im Park. |
| Eintritt | 54 Euro für die Cité des Enfants, auch die Erwachsenen brauchen ein Ticket. Der Park kostet nichts. |
| Bei Regen | Der beste Schlechtwetter-Vormittag der Stadt. Nur der Spielpark fällt aus, dafür bleibt Zeit für die Dauerausstellung. |
| Am Ruhetag | Montags ist das ganze Haus zu. Dann taugt der Park allein noch für einen Nachmittag. |
Der vierte Tag: Kunst light
Louvre mit drei ausgesuchten Wunschwerken und gebuchtem Zeitfenster, danach quer durch die Tuilerien zum Jardin du Luxembourg: Segelboot leihen, Eltern auf die grünen Stühle, fertig. Der Louvre kostet die Familie 44 Euro, weil die Kinder frei sind. Dienstags ist er zu.
Wenn du nur zwei Tage hast
Zwei Tage sind nicht die ersten zwei des Viererplans. Tag A gehört dem Eiffelturm und der Seine, weil das die Bilder sind, für die Kinder mitkommen. Tag B gehört La Villette mit Cité des Enfants und Drachenrutsche, denn das ist der Tag, an dem sie selbst etwas machen dürfen statt zu schauen. Disneyland fällt bei zwei Tagen raus: Ein Parktag frisst den halben Kurztrip, und dann fehlt die Stadt.
Was ein Tag wirklich kostet
„Preisniveau gehoben“ hilft beim Planen nicht weiter. Deshalb hier zwei komplette Tage für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, einmal sparsam und einmal mit einem Bezahlziel:
| Posten | Sparsamer Tag (Parks und Gratis-Museen) | Tag mit einem Bezahlziel (Eiffelturm) |
|---|---|---|
| Unterkunft | Hängt an Ferienzeit, Lage und Haustyp und ändert sich täglich, deshalb steht hier keine feste Zahl. Dazu kommt die Kurtaxe: In einem Drei-Sterne-Haus sind das 5,53 Euro pro erwachsener Person und Nacht, Kinder zahlen sie nicht. In nicht klassifizierten Ferienwohnungen sind es fünf Prozent des Nettopreises je Person. | |
| Verpflegung | 35 bis 50 Euro Einkauf im Supermarkt, Picknick im Park | 50 bis 80 Euro einmal warm essen gehen |
| Fahrten vor Ort | rund 18 Euro je zwei Einzelfahrten für alle vier, das Kind von 8 zum halben Preis | rund 18 Euro dieselbe Rechnung; ab fünf Fahrten pro Person lohnt das Tagesticket für 12,30 Euro |
| Eintritte | 0 Euro Petit Palais, Carnavalet, Parc de la Villette, Jardin du Luxembourg | 59 Euro 2. Etage mit Aufzug; über die Treppe 37,20 Euro |
| Summe ohne Unterkunft | 53 bis 68 Euro | 127 bis 157 Euro |
Eine Woche mit vier sparsamen Tagen und zwei Bezahlzielen landet damit bei rund 470 bis 585 Euro ohne Unterkunft, Anreise und Disneyland. Am stärksten schwankt in Paris die Anreise vom Flughafen: 14 Euro pro Person und Richtung sind für eine vierköpfige Familie 112 Euro hin und zurück, mehr als der Eiffelturm für alle vier. Wer mit dem Zug kommt, spart diesen Posten komplett.
Paris bei Regen
Regen ist in Paris kein Programmkiller: Die Cité des Enfants ist der beste Schlechtwetter-Vormittag der Stadt (Zeitfenster reservieren), Petit Palais und Carnavalet kosten nichts und verzeihen auch einen Kurzbesuch, mit Älteren passt Louvre oder Orsay. Dazwischen legst du den Weg durch die überdachten Passagen aus dem 19. Jahrhundert rund um die Grands Boulevards: Glasdächer, Spielzeugläden, Patisserien: flanieren im Trockenen, wie die Pariser es schon vor 150 Jahren gemacht haben. Nur eines funktioniert bei Dauerregen wirklich schlecht: Disneyland, denn dort wird draußen gewartet. Wenn die Vorhersage kippt, tausch den Disney-Tag gegen einen Museumstag. Mit Basis an der RER-Linie ist das nur ein Tausch im Kalender, keine Katastrophe.
Wie du hinkommst
Aus dem Südwesten Deutschlands ist die Bahn unschlagbar: TGV und ICE fahren ab Frankfurt oder Stuttgart direkt nach Paris, je nach Startort in etwa dreieinhalb bis vier Stunden. Aus anderen Regionen kommt meist ein Umstieg dazu. In der Stadt selbst hat ein Auto nichts verloren, und zwar inzwischen amtlich: Paris ist Umweltzone, die deutsche Plakette gilt nicht, und innerhalb des A86-Rings gelten Fahrverbote auch für ältere Euro-Norm-Fahrzeuge. Wer trotzdem mit dem Auto anreist, bestellt die Crit’Air-Vignette Wochen vorher beim offiziellen Portal certificat-air.gouv.fr (nur dort, der Versand dauert), oder parkt gleich an der Unterkunft draußen an der RER-Linie und lässt den Wagen dort stehen: Der RER A bringt dich in rund 40 Minuten ins Zentrum, zum regionsweiten Einheitstarif.
Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.
Ehrlich gesagt: das spricht dagegen
Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:
- Preisniveau: Zentrale Familienzimmer und Restaurants gehen richtig ins Geld. Lösung: draußen an der RER-Linie wohnen, Gratis-Museen und Parks einplanen. Bezahlt wird nur für die zwei, drei echten Höhepunkte.
- Ausverkaufte Klassiker: Eiffelturm-Aufzug und Louvre-Zeitfenster sind in den Ferien früh weg. Lösung: 60-Tage-Wecker für den Turm, Louvre-Slot gleich mitbuchen, und das Treppenticket als Plan B kennen.
- Taschendiebstahl: Volle Metro-Wagen, der RER vom Flughafen und das Gedränge unter dem Eiffelturm sind Hotspots; dazu kommen Spielchen wie „gefundene Goldringe“ und Unterschriftenlisten. Lösung: Wertsachen vorn am Körper, Ansprachen freundlich ignorieren, im Gedränge eine Hand am Kind statt am Handy.
- Lange Wege: Paris sieht auf der Karte kompakt aus, aber zwischen den Zielen liegen schnell mehrere Kilometer und viele Metro-Treppen. Rolltreppen und Aufzüge sind rar, mit Kinderwagen wird das sportlich. Lösung: Tage nach Vierteln planen statt quer durch die Stadt, fürs Kleinkind die Trage einpacken.
- Disneyland liegt weit draußen: Vom Zentrum sind es rund 40 Minuten RER. Als Tagesausflug mit Rückfahrt nach Mitternacht kein Vergnügen. Lösung: umdrehen, draußen wohnen, wo der Park ist, und stattdessen die Stadt anfahren.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Paris mit Kindern?
Für die Kombination aus Paris und der Basis draußen (Val d’Europe (Serris)) sind nach den Klimawerten die Sommerferien am besten. Für den reinen Stadtbesuch sind Oster- und Pfingstferien vom Wetter her oft angenehm, rund um Ostern und Tulpenzeit aber ebenfalls voll, früh reservieren. Die Herbstferien passen zu Familien mit älteren Kindern und Museumslust.
Braucht man vor Ort einen Mietwagen?
Nein. Dieses Ziel lässt sich auch ohne eigenes Auto erkunden.
Wie kommt man hin?
Paris erreichst du mit der Bahn oder dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.
Wenn dir Paris gefällt
- London: mehr kostenlose Museen.
- Amsterdam: kleiner und ruhiger.
- Côte d’Azur: dasselbe Land mit Strand.
- Reiseziel-Finder: alle Ziele, gerechnet auf deine echten Ferientermine
- Ferientermine aller Bundesländer
- Ideen für Regentage
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Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Vor Ort: Paris.fr — offizielle Seite der Stadt Paris
- Eiffelturm: Preise und Öffnungszeiten (offiziell)
- Louvre: Zeiten, Preise und Gratis-Regeln (offiziell)
- Île-de-France Mobilités: Métro-Train-RER-Ticket
- Petit Palais: Eintritt (Dauerausstellung frei)
- Musée Carnavalet: Besuch planen
- La Villette: die Spielgärten des Parks
- Cité des sciences: Cité des Enfants
- Crit’Air: offizielles Vignetten-Portal
- Jardin des Plantes: Grande Galerie de l’Évolution
- Jardin des Plantes: Galerie de Paléontologie (geschlossen)
- Cité des sciences: Tarife
- Stadt Paris: Kurtaxe (taxe de séjour)
- Essenskosten: Spanne aus den Preismeldungen für Paris bei Numbeo (Stand August 2026). Nutzermeldungen, keine amtliche Statistik.
Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 6. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.





