Sardinien mit Kindern: beste Ferien, Orte und Strände


Nach den Klimawerten sind die Herbstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 7 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von jedem Alter bis 18 Jahren. Ohne Mietwagen wird es eng, wenn du mehr sehen willst als den Ort selbst.
Karibisches Wasser ohne Fernflug: vor allem der Osten ist flach und kindertauglich.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Sardinien anschließend mit anderen Zielen vergleichen.
Klima für deine Ferientage
Wer hat in diesen Ferien noch frei?
Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.
Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.
Wo Familien am besten wohnen
Die einzelnen Küstenorte unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Regionsbezeichnung vermuten lässt. Diese Unterschiede solltest du vor der Buchung kennen:
| Ort | Wofür er sich eignet | Unterkünfte |
|---|---|---|
| San Teodoro | Familienstrände | Unterkünfte in San Teodoro vergleichen* |
| Villasimius | Südosten | Unterkünfte in Villasimius vergleichen* |
| Alghero | Stadt plus Strand | Unterkünfte in Alghero vergleichen* |
| Orosei/Cala Gonone | Bootsausflüge | Unterkünfte in Orosei/Cala Gonone vergleichen* |

Zwischen Nord und Süd liegen drei bis vier reale Fahrstunden auf kurvigen Straßen. Such dir eine Ecke aus und plan die Ausflüge darum herum, sonst verbringst du die Woche im Auto.
Zweitens: Busse fahren selten, und die Strände liegen verstreut. Ein Stellplatz am Haus gehört hier zur Grundausstattung, nicht zur Kür. Und drittens, wenn La Pelosa auf deiner Liste steht: Prüf die Entfernung dorthin. Der Strand lässt vom 15. Mai bis 15. Oktober nur 1.500 Gäste am Tag auf den Sand, eine Buchung deckt höchstens vier Personen ab.
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Die fünf Dinge, die deine Planung retten
Fünf Eigenheiten entscheiden auf Sardinien darüber, ob ein Tag trägt. Hier die Kurzfassung, die Zahlen dazu stehen weiter unten.
1. Die berühmten Strände sind Tickets. La Pelosa lässt vom 15. Mai bis 15. Oktober nur 1.500 Gäste am Tag auf den Sand, eine Buchung deckt höchstens vier Personen ab, und unter jedes Handtuch gehört eine Matte. → Welche Buchten betroffen sind
2. Sand mitnehmen ist eine Straftat. Auf Muscheln, Kiesel und Sand stehen 500 bis 3.000 Euro, kontrolliert wird am Flughafen. Das gehört vor den ersten Strandtag, nicht in den Rückflug. → Warum das Gesetz so streng ist
3. Su Nuraxi gibt es nur mit Führung. Sie startet etwa alle halbe Stunde und dauert rund eine Stunde. Das Gelände hat keinen Schatten, im Hochsommer wurden Mittagsführungen schon wegen Hitze ausgesetzt. → Was das Ticket abdeckt
4. Wind kippt den Bootstag. Touren in den Golf von Orosei fallen bei kräftigem Wind komplett aus, und die Neptungrotte schließt bei Wellengang. Leg beides an den Wochenanfang, dann bleibt ein Ersatztag. → Welches Boot zu welchem Alter passt
5. Die Insel ist größer, als die Karte suggeriert. Zwischen Nord und Süd liegen drei bis vier reale Fahrstunden auf kurvigen Straßen. Eine Region als Basis, nicht die ganze Insel.
Was du dort unternehmen kannst
- Golfo di Orosei. Tagestour per Boot zu Buchten wie Cala Luna und Cala Mariolu, die du mit dem Auto nicht erreichst — der Ausflugsklassiker der Ostküste. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
- La-Maddalena-Archipel. Die Fähre von Palau zur Hauptinsel braucht rund 15 Minuten und fährt in der Hochsaison fast halbstündlich; wer nicht in La Maddalena wohnt, zahlt beim Zugang zum Parkgebiet zusätzlich einen Euro für den Nationalpark. Die Spiaggia Rosa auf Budelli steht unter Integralschutz — Betreten, Baden und Ankern sind verboten, Bootstouren fahren nur in Sichtweite vorbei.
- Nuraghen. Bronzezeitliche Turmburgen überall auf der Insel — der berühmteste ist Su Nuraxi bei Barumini (UNESCO, nur mit Führung).
- Neptungrotte. Unter Tage sind es das ganze Jahr um die 8 Grad. Jacke einpacken — und vorher klären, ob ein Kinderwagen mitkann, oft geht es nur über Treppen.
- Familienfreundliche Strände. La Cinta bei San Teodoro und Le Bombarde bei Alghero führt das Regionalportal ausdrücklich als Familienstrände — heller Sand, flach und steinfrei; Is Arutas dagegen besteht aus Quarzkieseln und fällt schnell tief ab. Für La Pelosa bei Stintino brauchst du vom 15. Mai bis 15. Oktober eine Onlinebuchung (3,50 € pro Person, Kinder unter 12 frei, 1.500 Plätze am Tag), und inselweit gilt: Sand, Kiesel und Muscheln mitzunehmen ist verboten und kostet 500 bis 3.000 €, kontrolliert wird am Flughafen.
- Agriturismo. Ein Agriturismo ist gesetzlich ein echter Bauernhof, der nebenbei Gäste beherbergt und bewirtet: Tiere, Platz zum Laufen und Küche aus eigener Erzeugung, oft mit Halbpension. Der Haken ist die Lage — die Höfe liegen abseits der Küstenorte, ohne Auto geht es nicht.

Ab Palau fahren Boote durch den La-Maddalena-Archipel mit mehreren Badestopps. Ein größeres Boot liegt ruhiger — mit kleineren Kindern die bessere Wahl gegenüber dem Schlauchboot.
Was nicht in jedem Reiseführer steht

Sardiniens berühmteste Strände haben Besucherlimits und Online-Reservierung. Wer im Sommer einfach hinfährt, steht unter Umständen am Zaun.
Der Trost: Direkt daneben liegen fast immer lange, freie Strände. La Cinta bei San Teodoro ist über drei Kilometer lang, fällt extrem flach ab und kostet nichts.
Welche Buchten du vorher buchen musst
| Strand | Was gilt |
|---|---|
| La Pelosa bei Stintino | Vom 15. Mai bis 15. Oktober nur 1.500 Gäste am Tag, 3,50 Euro je Person, Kinder unter 12 frei und ohne Reservierung. Eine Buchung deckt höchstens vier Personen ab, und unter jedes Badetuch gehört eine Matte. |
| Cala Brandinchi und Lu Impostu | Bei San Teodoro, im Sommer reservierungspflichtig. Kinder zahlen dort weniger oder nichts. |
| Tuerredda im Süden | Ebenfalls reservierungspflichtig im Sommer. |
| Cala Goloritzè | 7 Euro je Person, frei nur bis einschließlich fünf Jahre, 250 Plätze gleichzeitig. Die Freischaltung ist um Mitternacht drei Tage vorher, gekaufte Tickets werden nicht erstattet. Dazu 7 Euro fürs Parken. |
Gebucht wird direkt bei den offiziellen Systemen, etwa spiaggialapelosa.it und santeodorospiagge.it.
💶 Spartipp: Fähre oder Flug? Rechne beides, mit Kindern gewinnt öfter das Schiff
Der Reflex sagt Flug, ab Deutschland gut zwei Stunden. Rechne als Familie aber einmal ehrlich nach: Zum Flugpreis kommen Koffer, Transfer und ein Mietwagen, der in der Hochsaison teuer wird, und Kindersitze kosten extra.
Die Nachtfähre ab Genua oder Livorno braucht rund neun bis zehn Stunden nach Olbia. Dafür schlafen die Kinder in echten Betten, das Gepäck ist praktisch unbegrenzt, und du hast ab der Gangway dein eigenes Auto. Die Grundregel gilt für beide Wege: früh buchen. Fährkontingente und Mietwagen werden zum Sommer hin spürbar teurer. Wer fliegt, bucht den Mietwagen am besten monatelang im Voraus mit.
🤔 Kurioses: Der Sand steht unter Naturschutz, auch das Fläschchen als Souvenir
Seit einem Regionalgesetz von 2017 ist es auf Sardinien verboten, Sand, Kiesel oder Muscheln mitzunehmen — es drohen Geldstrafen von 500 bis 3.000 Euro, und an Flughäfen und Fährhäfen wird tatsächlich kontrolliert. Allein 2019 haben die Behörden mehrere Tonnen Sand und Muscheln aus Koffern gefischt. Der Grund ist ernst: Die Strände verlieren durch Erosion ohnehin Material, und tausende „kleine Andenken“ summieren sich. Klär das mit den Kindern am besten am ersten Strandtag — gesammelt und gebaut werden darf den ganzen Tag, aber die Schätze bleiben am Strand. Als Souvenir funktioniert stattdessen: Fotos von der Sammlung machen und zu Hause ein kleines Album drucken.
⭐ Top-Ausflug: Bootstour in den Golf von Orosei: großes Boot schlägt Schlauchboot
Die Buchten des Golfo di Orosei — Cala Luna, Cala Mariolu, Cala Goloritzè — erreichst du mit dem Auto nicht: Es geht nur per Boot ab Cala Gonone oder zu Fuß über lange Bergpfade. Für Familien ist die Bootswahl entscheidend: Die großen Ausflugsboote haben Schatten, Sitzplätze und eine Toilette an Bord — mit kleineren Kindern Gold wert. Die schnellen Schlauchboote (RIB) sind spritziger und flexibler, schlagen aber bei Welle hart aufs Wasser; mit Kindergartenkindern lieber nicht. Gut zu wissen: Auch hier wird limitiert — die Cala Mariolu darf nur noch rund 1.000 Gäste gleichzeitig empfangen, und bei kräftigem Wind fallen Touren komplett aus. Leg den Bootstag deshalb an den Anfang der Woche, dann bleibt ein Ersatztag in Reserve.

Die Grotta di Nettuno bei Alghero ist eine der größten Meereshöhlen Italiens — und schon der Weg dorthin ist das halbe Erlebnis. Entweder per Ausflugsboot ab dem Hafen von Alghero (rund eine halbe Stunde an der Steilküste entlang) oder zu Fuß über die Escala del Cabirol, eine in den Fels gehauene Treppe mit etwa 660 Stufen und Postkartenblick. Der Familientrick: mit dem Boot hin, die Treppe hinauf zurück — bergauf meckern Kinder erstaunlich weniger als bergab, und oben wartet das Auto. Der Grotteneintritt kostet um die 13 Euro, Kinder deutlich weniger. Wichtig: Bei kräftigem Wellengang bleibt die Grotte zu — prüf am Vortag die offizielle Seite grottadinettuno.it und plan einen Ausweichtag ein.
ℹ️ Gut zu wissen: Su Nuraxi: rein kommst du nur mit Führung, und mittags brennt die Sonne
Sardinien ist mit tausenden bronzezeitlichen Turmburgen übersät, aber nur eine ist UNESCO-Welterbe: Su Nuraxi bei Barumini. Auf eigene Faust durchs Gelände laufen geht nicht — besichtigt wird ausschließlich mit Führung, die etwa alle halbe Stunde startet und rund eine Stunde dauert, inklusive Kletterei durch enge Gänge, die Kinder meist großartig finden. Das Ticket (um die 15 Euro, Kinder gestaffelt günstiger) gilt gleich für drei Orte, auch fürs Museum Casa Zapata, wo ein Nuraghe mitten unter einem Herrenhaus ausgegraben wurde. Praktisch wichtig: Das Gelände hat keinen Schatten, im Hochsommer wurden Führungen mittags wegen Hitze schon ausgesetzt — komm morgens, mit festen Schuhen und Wasserflaschen. Zeiten und Preise stehen auf fondazionebarumini.it.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Sommerferien
die klassische Badezeit, aber Hochsaison bei Fähre, Mietwagen und Unterkünften, Reservierungspflicht an den berühmten Stränden und im Landesinneren teils große Hitze. Früh buchen und den Tagesrhythmus südlich denken: Strand morgens und abends, Siesta mittags.

Pfingstferien
für viele Familien das beste Fenster. Alles ist geöffnet, das Wasser wird badbar, die Strand-Reservierungssysteme starten gerade erst und die Preise liegen unter August-Niveau.

Osterferien
fürs Baden meist zu frisch, aber ideal für Nuraghen, Wanderungen und leere Strände zum Spielen. Prüf vorher, was in deinem Ort schon geöffnet hat.

Herbstferien
das Meer hält die Sommerwärme erstaunlich lang, Anfang Oktober wird vielerorts noch gebadet, aber Bootstouren und Strandservice fahren den Betrieb herunter, je später im Oktober, desto mehr hat zu.
Was zu welchem Alter passt
0–5 Jahre
flach abfallende Ostküsten-Strände wie La Cinta, Sandburgen, kurze Boots-Schnuppertouren auf den großen Ausflugsbooten mit Toilette an Bord. Lange Autofahrten und Mittagshitze meiden.
6–9 Jahre
jetzt zünden Schnorchelbrille, Aquarium, die Kletterführung durch Su Nuraxi und der erste ganze Bootstag im Golf von Orosei.
10–13 Jahre
Neptungrotte samt 660-Stufen-Treppe, längere Schnorchelgänge an Felsküsten, Kajak, und am Abend Dorffeste und Eis im Küstenort.
14–18 Jahre
RIB-Schlauchboottour, Kliffspringen gucken in den Kalksteinbuchten, Wandern im Supramonte mit Guide. Das Programm darf sportlich werden, solange abends Strand bleibt.
Eine Ostküsten-Woche, die mit Kindern wirklich funktioniert
Basis: ein Küstenort im Osten, etwa San Teodoro oder Cala Gonone — und die Insel NICHT komplett abfahren wollen.
Tag 1 und 2, ankommen
Hausstrand erkunden, Brötchen-Bar finden, abends durch den Ort. Kein Programm.
Tag 3, der Bootstag
früh in den Golf von Orosei (großes Boot, siehe oben). Absichtlich früh in der Woche: Fällt er wegen Wind aus, bleibt Reserve.
Tag 4, Strandtag
nach dem großen Ausflug gehört der Tag den Kindern. Wer mag, reserviert für später in der Woche einen der Ticket-Strände.
Tag 5, Kultur in klein
ein Nuraghe ODER eine Grotte, nicht beides. Morgens fahren, mittags fertig sein, nachmittags Pool oder Strand.
Tag 6, der reservierte Traumstrand
mit QR-Code, Matte und früher Anfahrt — die Parkplätze sind vor den Kontrollen das eigentliche Nadelöhr.
Tag 7, Puffer
Lieblingsstrand wiederholen oder verpasste Bootstour nachholen. Ein leerer Tag ist auf Sardinien kein verlorener Tag.
Zwei Tage im Detail
Die Wochenübersicht sagt, was wann dran ist. Diese beiden Tage sagen, wie er abläuft. Basis ist ein Küstenort im Osten.
| Tag A: Bootstag im Golf von Orosei | Tag B: Nuraghe und Strand | |
|---|---|---|
| Vormittag | Früh am Hafen von Cala Gonone einchecken. Großes Ausflugsboot mit Schatten, Sitzplätzen und Toilette, erste Badebucht. | Zeitig los zur Ausgrabung, die erste Führung des Tages nehmen. Feste Schuhe und volle Wasserflaschen. |
| Mittagspause | An Bord oder in einer Bucht. Verpflegung selbst mitnehmen, unterwegs gibt es keinen Laden. | Im Ort neben der Ausgrabung, um die Mittagshitze aus dem Gelände zu sein. |
| Nachmittag | Zweiter Badestopp und Rückfahrt. Danach nur noch Hausstrand, mehr trägt der Tag nicht. | Zurück an die Küste, später Nachmittag am Strand. Ein Nuraghe oder eine Grotte, nie beides. |
| Weg zwischen den Stationen | Der Tag findet auf dem Wasser statt. Zum Hafen rechne mit Parkplatzsuche in der Hochsaison. | Je nach Basis ein bis zwei Stunden pro Richtung. Die Straßen sind kurviger und langsamer, als die Karte zeigt. |
| Eintritte für vier | Die Bootstour ist der Posten des Tages, dazu kommt in einzelnen Buchten eine kleine Zutrittsgebühr. | Das Führungsticket, gestaffelt nach Alter. Der Strand danach kostet nichts. |
| Tausch bei Regen | Aquarium in Cala Gonone oder die Tropfsteinhöhle Ispinigoli. Sie ist im Gegensatz zur Neptungrotte wetterunabhängig. | Bleibt, wie er ist. Eine Ausgrabung im Nieselregen ist angenehmer als in 38 Grad. |
| Alternative am Ruhetag | Bei Wind fährt kein Boot. Dann ein flacher Familienstrand wie La Cinta, der ist über drei Kilometer lang und kostenlos. | Wenn die Führung ausgebucht ist, tut es ein kleinerer Nuraghe in der Nähe, davon gibt es Tausende. |
Was ein Tag wirklich kostet
„Preisniveau mittel“ hilft beim Planen nicht weiter. Deshalb zwei durchgerechnete Tage für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, Basis ein Küstenort im Osten.
| Posten | Sparsamer Tag | Tag mit einem Bezahlziel |
|---|---|---|
| Unterkunft | Zur Miete kommt die Kurtaxe. In San Teodoro sind das vom 1. Mai bis 31. Oktober 1,50 Euro je Person und Nacht in einer Ferienwohnung und 2 Euro im Agriturismo. Kinder zahlen bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr nichts, für vier Personen sind es also 3 bis 4 Euro pro Nacht. Der Mietpreis selbst hängt am Reisedatum und steht in dieser Rechnung nicht drin. | |
| Verpflegung | Frühstück und Abendessen in der Ferienwohnung, mittags Brot und Obst vom Markt an den Strand. | Einmal essen gehen. Das ist der Posten, den du selbst festlegst, und die Spanne reicht im selben Ort vom Panino bis zum Fischteller. |
| Fahrten vor Ort | 0 Euro Der Hausstrand liegt zu Fuß da, das Auto bleibt stehen | 0 bis 7 Euro Parken im Ort ist meist frei; am Wanderparkplatz für die Cala Goloritzè kostet der Platz 7 Euro |
| Eintritte | 0 Euro La Cinta bei San Teodoro ist über drei Kilometer lang, flach und kostenlos | 48 Euro Aquarium Cala Gonone: 14 Euro je Erwachsenem, 10 Euro je Kind von 4 bis 12 |
| Summe | rund 4 Euro | rund 52 bis 59 Euro |
Mietpreis, Verpflegung, Anreise und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.
Über eine Woche gerechnet bleibt Sardinien damit erstaunlich günstig: Fünf Strandtage kosten zusammen fast nichts, weil der beste Teil der Insel gratis ist. Der Posten, der am stärksten schwankt, ist die Unterkunft in der Hochsaison. Danach kommt sofort der Bootstag.
Der Bootstag ist der teuerste Tag der Woche
Die Ganztagsfahrt in den Golf von Orosei kostet ab Cala Gonone 69 Euro je Erwachsenem in der Nebensaison und 80 Euro vom 10. bis 31. August. Und hier liegt die Falle, die keine Preisliste betont: Der Kindertarif von 39 beziehungsweise 40 Euro gilt nur für Kinder von 3 bis 8 Jahren. Ein Elfjähriger zahlt den vollen Erwachsenenpreis.
| Bootstag für zwei Erwachsene, ein Kind von 8 und eines von 11 | Summe |
|---|---|
| Ganztagsfahrt Golf von Orosei, Nebensaison | 246 Euro |
| Ganztagsfahrt Golf von Orosei, 10. bis 31. August | 280 Euro |
| Nur Transfer zur Cala Luna und zurück | 125 Euro |
| Transfer zur Grotta del Bue Marino, ohne Höhleneintritt | 105 Euro |
Beim Boot zur Grotta del Bue Marino kommt der Höhleneintritt getrennt obendrauf, er steckt nicht im Fahrpreis. Von Juni bis September kostet er 12 Euro für Erwachsene und 6 Euro ermäßigt, und auch hier endet die Ermäßigung: Sie gilt nur bis 10 Jahre. Für die Familie sind das noch einmal 42 Euro.
Die Altersgrenzen springen von Ziel zu Ziel
Eine pauschale Rechnung mit „Kinder zahlen die Hälfte“ geht auf Sardinien schief. Wo dein elfjähriges Kind noch als Kind zählt und wo nicht:
- Voller Erwachsenenpreis mit 11: Bootstouren ab Cala Gonone (Kindertarif nur 3 bis 8 Jahre) und die Grotta del Bue Marino (ermäßigt nur 5 bis 10 Jahre).
- Kindertarif mit 11: Aquarium Cala Gonone (4 bis 12), Su Nuraxi in Barumini (7 bis 12 zahlen 10 statt 15 Euro), Grotta di Nettuno bei Alghero (6 bis 17 zahlen 10 statt 18 Euro).
- Beide Kinder zahlen voll: die Cala Goloritzè. Dort sind 7 Euro pro Person fällig, frei sind nur Kinder bis einschließlich fünf Jahren. Dazu kommen 7 Euro fürs Parken.
Sardinien bei Regen
Regentage sind selten und meist kurz. Wenn einer kommt, gibt es echte Alternativen: Das Aquarium in Cala Gonone zeigt das Mittelmeer in über 25 Becken, mit Berührungsbecken für Kinderhände und Spielbereich draußen. Tropfsteinhöhlen wie die Grotta di Ispinigoli bei Dorgali funktionieren bei jedem Wetter — anders als die Neptungrotte, die bei Wellengang schließt. Und im Archäologischen Nationalmuseum in Cagliari stehen die berühmten Bronzefiguren der Nuraghenzeit, die Kinder nach einem Su-Nuraxi-Besuch plötzlich spannend finden. Die ehrliche Ansage: Ein verregneter Sardinien-Tag ist auch ein guter Tag für die Ferienwohnung, ein Kartenspiel und die Vorfreude auf morgen. Die Insel ist kein Indoor-Ziel.
Wie du hinkommst
Eine Bahn-Anreise gibt es praktisch nicht. Du kommst entweder per Flug (je nach Startort nonstop in gut zwei Stunden nach Olbia, Cagliari oder Alghero) plus Mietwagen, oder mit dem eigenen Auto über die Fährhäfen Genua und Livorno; die Nachtfähre nach Olbia braucht rund neun bis zehn Stunden, und die Kinder verschlafen die Überfahrt in der Kabine. Vor Ort führt am Auto kaum ein Weg vorbei: Busse fahren selten, und die Strände liegen verstreut. Plan Fahrzeiten großzügig, die Straßen sind kurviger und langsamer, als die Karte vermuten lässt.
Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.
Ehrlich gesagt: das spricht dagegen
Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:
- Die Insel ist größer, als sie aussieht: Zwischen Nord und Süd liegen reale drei bis vier Fahrstunden, viele Strecken sind kurvig und langsam. Lösung: EINE Region als Basis wählen und dort bleiben, statt täglich quer über die Insel zu fahren.
- Mietwagen in der Hochsaison teuer: Im Sommer ziehen die Preise stark an, Kindersitze kosten extra. Lösung: monatelang im Voraus buchen — oder gleich mit dem eigenen Auto und der Nachtfähre anreisen.
- Bootstouren sind wetterabhängig: Bei Wind fallen Golfo-di-Orosei-Touren aus, die Neptungrotte schließt bei Wellengang. Lösung: große Ausflüge an den Wochenanfang legen, damit ein Ersatztag bleibt.
- Berühmte Buchten limitiert oder überlaufen: La Pelosa, Tuerredda und Co. verlangen im Sommer Reservierung. Lösung: rechtzeitig online buchen — oder die langen, freien Nachbarstrände wie La Cinta nehmen, die oft genauso flach und kindertauglich sind.
- Hochsommerhitze: Im Juli und August kann es im Landesinneren um die 40 Grad heiß werden, schattenlose Ausgrabungsstätten setzen Führungen mittags teils aus. Lösung: Ausflüge morgens, mittags Siesta, Strand am späten Nachmittag.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien mit Kindern?
Nach den Klimadaten sind es die Herbstferien. Nach den Klimawerten sind die Herbstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 7 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.
Brauchst du für den Strand ein Ticket?
Für einige, ja. La Pelosa bei Stintino lässt vom 15. Mai bis 15. Oktober nur 1.500 Gäste am Tag auf den Sand, kostet 3,50 Euro je Person, und eine Buchung deckt höchstens vier Personen ab. Kinder unter 12 sind frei. Auch Cala Brandinchi, Lu Impostu, Tuerredda und Cala Goloritzè sind im Sommer reservierungspflichtig. Daneben liegen fast immer lange freie Strände, etwa La Cinta bei San Teodoro.
Braucht man vor Ort einen Mietwagen?
Wenn du mehr sehen willst als den Ort selbst: ja. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und außerhalb der Hauptsaison sind Mietwagen meist gut bezahlbar.
Wie kommt man hin?
Sardinien erreichst du mit dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.
Wenn dir Sardinien gefällt
- Sizilien: mehr Kultur und Programm bei schlechtem Wetter.
- Mallorca: kürzere Wege, mehr Familieninfrastruktur.
- Reiseziel-Finder: alle Ziele, gerechnet auf deine echten Ferientermine
- Ferientermine aller Bundesländer
- Ideen für Regentage
* Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Vor Ort: Sardegna Turismo, offizielles Tourismusportal
- La Pelosa: offizielle Strand-Reservierung
- San Teodoro: Strand-Reservierung Cala Brandinchi und Lu Impostu
- Tuerredda: offizielle Strand-Reservierung
- Grotta di Nettuno: offizielle Seite der Stadt Alghero
- Fondazione Barumini: Tickets und Zeiten Su Nuraxi
- UNESCO: Su Nuraxi di Barumini
- Sardegna Turismo: offizielles Tourismusportal
- Gemeinde San Teodoro: Kurtaxe, Sätze und Befreiungen
- Aquarium Cala Gonone: Preise
- Bootstouren ab Cala Gonone: Tarife und Kinderstaffel
- Grotta del Bue Marino: Eintritt und Zeiten
- Grotta di Nettuno: Eintritt und Ermäßigungen
- Gemeinde Baunei: Cala Goloritzè, Weg, Zeiten und Parken
- Cala Goloritzè: offizielle Buchung und Kontingent
Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024, ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert. Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.





