Autostadt mit Kindern: Tipps, Preise und beste Zeit

Die Autostadt in Wolfsburg ist kein Freizeitpark mit Achterbahnen, sondern 28 Hektar Parkgelände direkt am Mittellandkanal: ein Automobilmuseum mit über 260 Fahrzeugen, sieben Markenpavillons, ein großer Indoor-Spielbereich für Kinder, zwei 48 Meter hohe gläserne Autotürme und das Auslieferungszentrum von Volkswagen. Für Familien mit Kindern zwischen etwa vier und siebzehn trägt das einen ganzen Tag — wenn man weiß, wie man ihn baut. Der Haken sind zwei Hausregeln, die kaum jemand vorher kennt: Mitgebrachtes Essen darf auf dem Gelände nicht verzehrt werden, und wer einmal draußen ist, kommt mit dem Tagesticket nicht wieder hinein.

Adresse
In den Allerwiesen 38446 Wolfsburg auf der Karte
Zeit einplanen
6 bis 10 Stunden (Richtwert für Ziele dieser Art)
Passt für
4 bis 17 Jahre (Richtwert für Ziele dieser Art)
Eintritt
kostet Eintritt
Geöffnet
Mo–So 9–18 Uhr (Wochenrhythmus; Feiertage und Saison können abweichen)
Offizielle Seite
autostadt.de

📅 Wann ist hier am wenigsten los?

Heute: Ferienüberschneidung: sehr hoch (voraussichtlich hohe Auslastung) — in Reichweite haben Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und 5 weitere gleichzeitig Ferien.

Ruhiger wird es am Samstag, 5. September: Im Umkreis hat gerade kein Bundesland Ferien oder einen Feiertag — das ist der ruhigste Fall.

In Reichweite liegen 8 Bundesländer: Niedersachsen (2 km), Sachsen-Anhalt (13 km), Brandenburg (80 km), Mecklenburg-Vorpommern (84 km), Thüringen (94 km). Gerechnet wird nach Einwohnerzahl und Entfernung — das sagt, wie viele Menschen frei haben, nicht wie viele davon herkommen.

🕑 Wann hingehen?

Die Autostadt hat keinen Ruhetag und kaum Schlangen — der Zeitpunkt entscheidet hier weniger über die Wartezeit als über den Umfang dessen, was überhaupt offen ist. Das ist die eigentliche Planungsfrage.

  • Mai, Juni und September sind die beste Zeit. Die Außenbereiche laufen, die Preise sind normal, der Park schließt erst um 18 Uhr, und das Sommerfestival-Publikum ist noch nicht oder nicht mehr da.
  • Werktag statt Wochenende, wenn das Werk interessiert. Die Werktour durch die Fabrik läuft nur an Produktionstagen von Montag bis Freitag. Für Jugendliche, die genau deswegen mitkommen, ist ein Samstag der falsche Tag.
  • Vor 12 Uhr gehören die Pavillons, nach 12 Uhr der Park. Die Ausstellungen öffnen um 10, die Spielattraktionen draußen erst um 12. Wer mit kleinen Kindern um 10 Uhr da ist, macht erst das ZeitHaus und das MobiVersum und geht danach raus — nicht umgekehrt.
  • Ende November bis Anfang Januar läuft der Winterzauber mit Eisbahn und Schnee-Spielplatz. Das ist der zweite gute Zeitraum im Jahr, und der einzige, in dem sich der freie Abendeintritt ab 18 Uhr wirklich lohnt.
  • Januar bis März ist der schwächste Zeitraum. Der Winterzauber ist vorbei, die Außenattraktionen laufen noch nicht. Es bleiben Museum, Pavillons und der Indoor-Spielbereich — ein solider halber Tag, aber kein ganzer.
  • An Heiligabend und Silvester ist zu. Die einzigen beiden Schließtage im Jahr.

Museum, Park und Autofabrik in einem — keine Achterbahn

Wer „Autostadt“ hört und an einen Freizeitpark denkt, wird am Eingang überrascht. Es gibt hier keine Fahrgeschäfte für Erwachsene, keine Wildwasserbahn und keine Wartezeiten-App. Stattdessen liegt vor einem ein weitläufiger Landschaftspark mit Lagunen, auf dem verteilt einzelne Gebäude stehen:

  • Das ZeitHaus — das eigentliche Museum. Über 260 Fahrzeuge von mehr als 60 Marken, quer durch die Automobilgeschichte und nicht nur von Volkswagen. Die Ausstellung wechselt regelmäßig, weil viele Autos fahrbereit sind und unterwegs zu Rallyes.
  • Die Markenpavillons von Volkswagen, Audi, Porsche, Lamborghini, Škoda, SEAT und den Nutzfahrzeugen. Jeder ist als eigene Inszenierung gebaut — mal Ausstellung, mal begehbare Installation.
  • Das KonzernForum mit dem MobiVersum, dem großen Spiel- und Familienbereich im Erdgeschoss.
  • Die beiden Autotürme, 48 Meter hoch, vollverglast, mit Platz für bis zu 800 Neuwagen. Rund 500 Autos am Tag werden hier vollautomatisch ein- und ausgelagert — für viele Kinder das Beeindruckendste am ganzen Tag, und man kann einfach davorstehen und zusehen.

Seit der Eröffnung im Jahr 2000 sind über 48 Millionen Gäste gekommen, also im Schnitt knapp zwei Millionen im Jahr. Trotzdem verteilt sich das auf 28 Hektar — Gedränge wie in einer Achterbahnschlange entsteht hier selten. Der Andrang zeigt sich eher an den Restauranttischen und auf dem Parkplatz.

Ehrlich gesagt: Ein großer Teil des Geländes ist Freifläche. Bei gutem Wetter ist das der Vorteil des Ortes; an einem grauen Novembertag außerhalb der Winterzeit schrumpft der Besuch auf Museum und Pavillons zusammen.

Kein eigenes Essen, kein Wiedereinlass — das ist die wichtigste Regel

Das ist der Punkt, an dem der Tag für viele Familien teurer wird als geplant. In der Hausordnung der Autostadt steht wörtlich: Der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke ist auf dem Gelände nicht gestattet. Ausgenommen sind nur Babynahrung und medizinisch notwendige Ernährung — sowie Schul- und Kitagruppen mit Bildungsprogramm, die am Lernort essen dürfen.

Dazu kommt die zweite Regel: Tagesgäste dürfen nach dem Verlassen des Geländes nicht erneut hinein. Der naheliegende Ausweg — mittags zum Auto oder in die Stadt gehen, das mitgebrachte Picknick dort essen und danach zurück — funktioniert also nicht. Nur wer sein Auto abholt, bekommt einen Ausweis für die Rückkehr.

Praktisch heißt das: Entweder man kalkuliert die Verpflegung vor Ort mit ein (die Gastronomie wird von Besuchern durchgängig als eher hochpreisig beschrieben), oder man plant den Besuch so, dass er um eine Mahlzeit herum liegt — also erst spät hinein oder früh wieder heraus. Wer in Wolfsburg mit dem Zug ankommt, hat es leichter: Der Hauptbahnhof liegt direkt an der Stadtbrücke, Bäckerei und Supermarkt sind zu Fuß erreichbar — aber eben vor dem Eintritt.

Was ebenfalls in der Hausordnung steht und vorher zu wissen hilft: Hunde dürfen nicht mit (Assistenz- und Blindenführhunde ausgenommen), Fahrräder müssen auf der Promenade geschoben werden und im Park bleiben sie ganz draußen, Drohnen sind auf dem gesamten Gelände verboten, und geraucht werden darf nur in gekennzeichneten Außenbereichen. Schließfächer und eine Garderobe gibt es im Untergeschoss der Piazza.

Der Tag hat drei verschiedene Uhrzeiten — und das entscheidet alles

Die Autostadt hat keine einheitliche Öffnungszeit, sondern gestaffelte. Wer das nicht auf dem Schirm hat, steht entweder zu früh vor verschlossenen Pavillons oder zu spät vor abgebauten Spielgeräten.

  • Pavillons, ZeitHaus, Shops und Ausstellungen: täglich 10 bis 18 Uhr. Das ist der eigentliche Kern des Besuchs.
  • Spielattraktionen und Rutschen im Freien: täglich erst ab 12 Uhr — und nur wetterabhängig in der wärmeren Jahreshälfte, grob von April bis Oktober. Wer mit kleinen Kindern im März kommt und auf den Außenbereich baut, hat ein Problem.
  • Fahrzeugabholung und Autotürme: täglich ab 8 Uhr, das Betriebsgeschehen läuft also schon, bevor die Pavillons aufmachen.
  • Werktour durchs Volkswagen-Werk: nur an Produktionstagen, also Montag bis Freitag und nicht in den Werksferien. Wer das Werk sehen will, kann nicht am Wochenende kommen.

Und dann gibt es zwei Preisstufen, die den Tag komplett umbauen können: Ab 16 Uhr kostet der Eintritt nur noch 10 Euro pro Person (Feierabend-Ticket, außerhalb von Veranstaltungszeiten), und ab 18 Uhr ist der Eintritt kostenfrei. Klingt verlockend — aber genau um 18 Uhr schließen Museum und Pavillons. Der freie Abendeintritt bringt also Park, Gastronomie und Abendprogramm, nicht die Ausstellungen. Für Familien mit älteren Kindern, die abends noch einmal am Wasser sitzen wollen, ist das trotzdem ein guter Deal. Für den eigentlichen Besuch braucht es den Vormittag.

Was Kinder hier wirklich dürfen — nach Alter sortiert

Es gibt in der Autostadt keine Messlatten und keine Mindestgrößen wie in einem Achterbahnpark. Die Grenzen laufen über das Alter, und sie sind erstaunlich kleinteilig. Das Meiste davon steckt im MobiVersum, dem Spielbereich im Erdgeschoss des KonzernForums — der ist drinnen und täglich von 10 bis 18 Uhr offen.

  • Bis 3 Jahre: gepolsterter Krabbelbereich. Fahrgeräte gibt es schon ab etwa einem Jahr.
  • Ab 3 Jahren: die Nanokarts — 20 kleine Elektrokarts, maximal 6 km/h, auf einem 75 Meter langen Kurvenkurs zwischen KonzernForum und ZeitHaus. Mit der Eintrittskarte kostenfrei, ohne Reservierung, nach Verfügbarkeit. Wer noch Hilfe braucht, darf ein Elternteil hinter sich sitzen haben.
  • 3 bis 12 Jahre: der Bau- und Entdeckerbereich, dazu die große hölzerne Kletterskulptur mit Balancieren, Abseilen, Tunnelkriechen und Rutsche.
  • 5 bis 11 Jahre: der Kinderführerschein. Anmeldung im MobiVersum, dann Theorie im Kino des LernParks und Praxis auf einem Außenparcours in einem elektrischen Mini-Beetle. Rund 45 Minuten, am Ende gibt es einen Führerschein mit Lichtbild. Im Eintritt enthalten — aber der Praxisteil liegt draußen und hängt am Wetter und an der Jahreszeit.
  • Ab 6 Jahren: die Werkstationen im MobiVersum (Handwerkliches, Werken, Basteln) und die Werktour durch das Volkswagen-Werk.
  • Ab 10 Jahren: die „Werktour kompakt“, die kürzere und dichtere Variante.
  • Ab 12 Jahren: die Chill-Out-Area mit kostenlosem WLAN und Blick in den Park — realistisch betrachtet der Ort, an dem größere Geschwister landen, während die Kleinen klettern.

Wichtig für die Werktour: Ohne Lichtbildausweis ist eine Teilnahme nicht möglich — das gilt auch für Jugendliche. Taschen und Rucksäcke dürfen nur bis DIN-A4-Größe mit, größeres Gepäck muss ins Schließfach.

Die Fahrerlebnisse für Erwachsene — Geländeparcours, Sicherheits- und Motorradtrainings — kosten extra und setzen einen Führerschein voraus. Sie sind kein Familienprogramm, sondern etwas, das ein Elternteil separat bucht, während der Rest im Park bleibt.

Im Hochsommer ist alles anders — teurer, voller, und früher zu

Von Anfang Juli bis Mitte August läuft das Sommerfestival (2026: 3. Juli bis 16. August). Das klingt nach mehr Programm — und ist es auch —, aber es verändert die Grundrechnung des Tages in drei Punkten:

  • Der Eintritt kostet mehr. Statt 21 Euro für Erwachsene und 11 Euro für Kinder von sechs bis siebzehn werden 24 beziehungsweise 14 Euro fällig, die Familienkarte steigt von 51 auf 60 Euro (Stand August 2026).
  • Der Park schließt früher. Im Festivalzeitraum sind Gelände, Pavillons und ZeitHaus täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet — eine Stunde weniger als sonst. An Konzertabenden wird der Park gegen 17 Uhr geräumt und ab 18 Uhr nur für Konzertgäste wieder geöffnet.
  • Die Konzerte sind nicht im Eintritt enthalten. Tagesticket, Abendticket und die Jahreskarte berechtigen ausdrücklich nicht zum Besuch der ticketpflichtigen Konzerte; dafür braucht es ein separates Ticket. Kostenlos sind dagegen die Sundown Sessions und die Kinderkonzerte.

Dafür bekommt man im Gegenzug etwas, das im Rest des Jahres fehlt: Die Spielattraktionen laufen bis 20 Uhr, die Cool Summer Island sogar bis 22 Uhr. Wer mit Kindern kommt, denen die Mittagshitze zu viel ist, kann den Tag also nach hinten verschieben — mit dem Abendticket ab 16 Uhr für 10 Euro pro Person sind vier Stunden Wasser- und Spielprogramm drin, ohne den vollen Tagespreis zu zahlen.

Der Sommerfestival-Zeitraum deckt große Teile der niedersächsischen Sommerferien ab. Wer Ruhe sucht, liegt mit dem Juni oder dem September deutlich besser — dann sind auch die Außenbereiche noch offen.

Zwischen November und Januar ist es ein anderer Ort

Die Autostadt hat keine Winterpause, aber sie wechselt das Programm. Von Ende November bis Anfang Januar läuft der Winterzauber: eine große Eisbahn im Freien, Eisstockbahnen, ein Schnee-Spielplatz für Kinder, Karussells, ein Wintermarkt mit gut zwei Dutzend Ständen und abends eine Eisdisco. Zweimal am Tag, gegen halb fünf und gegen halb acht, läuft eine Licht- und Klanginszenierung über das Gelände.

Das ist für Familien der zweitbeste Zeitraum im Jahr — und der einzige, in dem sich der abendliche Gratiseintritt richtig lohnt, weil das Außenprogramm dann erst richtig anfängt. Schlittschuhe kann man mitbringen oder vor Ort leihen; für die Eisstockbahnen ist keine Anmeldung nötig.

Zwei Einschränkungen gehören dazu:

  • An Heiligabend und an Silvester ist geschlossen. Das sind die einzigen beiden Tage im Jahr — sonst hat die Autostadt an 363 Tagen offen, auch an Feiertagen und montags.
  • Nach dem Winterzauber wird es leer. Von Anfang Januar bis in den Frühling steht das Außenprogramm still: Die Spielattraktionen und Rutschen im Freien laufen nur wetterabhängig zwischen April und Oktober. Wer in den Winterferien im Februar kommt, bekommt Museum, Pavillons und den Indoor-Spielbereich — mehr nicht. Das kann für einen Regentag genau richtig sein, trägt aber keine zehn Stunden.

Landesgrenze: Wolfsburg liegt am Rand von Niedersachsen

Die Autostadt liegt zwar in Niedersachsen, aber die Grenze zu Sachsen-Anhalt ist nur rund dreizehn Kilometer entfernt, und mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Schleswig-Holstein liegen weitere Bundesländer in Tagesausflug-Reichweite. Wann in welchem Bundesland Ferien sind, rechnet diese Seite selbst aus. Was die Rechnung nicht abbildet, sind die Feiertage, die es nur auf einer Seite der Grenze gibt — und die Autostadt hat an Feiertagen offen.

  • 6. Januar (Heilige Drei Könige): gesetzlicher Feiertag in Sachsen-Anhalt, aber ein ganz normaler Arbeitstag in Niedersachsen. In Wolfsburg gehen die Kinder zur Schule, dreizehn Kilometer weiter östlich haben Familien frei.
  • 8. März (Internationaler Frauentag): Feiertag in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, sonst nirgends. Fällt er auf einen Freitag oder Montag, entsteht dort ein verlängertes Wochenende, das anderswo keines ist.
  • 20. September (Weltkindertag): Feiertag ausschließlich in Thüringen — und ausdrücklich als Familientag gedacht. Ein Tag, an dem thüringische Familien einen Ausflug machen können, während in Niedersachsen Schule ist.

Umgekehrt gilt dasselbe für Wolfsburger Familien: An einem solchen Tag ist die Autostadt geöffnet, aber die eigenen Kinder haben Unterricht. Wer flexibel ist, dreht den Spieß um und kommt an einem Tag, an dem nur Niedersachsen frei hat — dann fehlt der Zustrom aus dem Osten.

Was der Tag kostet — und wo man wirklich spart

Stand August 2026 kostet das Tagesticket 21 Euro für Erwachsene, 17 Euro ermäßigt (unter anderem für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Menschen mit Behinderung und Gäste ab 60) und 11 Euro für Kinder und Jugendliche von sechs bis siebzehn. Kinder unter sechs Jahren kommen kostenlos hinein.

Die Familienkarten sind der eigentliche Hebel: 51 Euro für zwei Erwachsene oder Großeltern mit bis zu drei Kindern, 41 Euro für einen Erwachsenen mit bis zu drei Kindern. Eine vierköpfige Familie zahlt einzeln 64 Euro und mit Familienkarte 51 — an der Kasse also immer nach der Familienkarte fragen, sie wird nicht automatisch gezogen.

Verglichen mit einem großen Freizeitpark ist das günstig. Was dazukommt:

  • Parken: auf P1 bis P3 ein Euro pro Stunde, maximal sechs Euro am Tag. Der Kurzzeitparkplatz am ServiceHaus kostet das Doppelte — für einen ganzen Tag also der falsche Platz.
  • Essen: der Posten, den man nicht wegplanen kann, weil mitgebrachtes Essen nicht erlaubt ist. Realistisch sollte man hier noch einmal mit einem ähnlichen Betrag wie für den Eintritt rechnen.
  • Extras: Führungen ab 8 Euro pro Stunde, Offroad-Fahrten 39 bis 59 Euro, SicherheitsTrainings ab 49 Euro, Motorradtrainings ab 139 Euro. Alles optional, nichts davon nötig.

Zwei Sparwege, die kaum jemand kennt:

  • Der phaeno-Kombirabatt. Das Science-Center phaeno liegt fußläufig auf der anderen Seite des Bahnhofs. Wer dort war, bekommt gegen Vorlage des Kassenbons innerhalb von sieben Tagen 12,5 Prozent Rabatt auf den Tageseintritt der Autostadt — und umgekehrt genauso. Das Feierabend-Ticket ist davon ausgenommen.
  • Der Autostadt Key. Die Jahreskarte beginnt bei 49 Euro. Für Familien aus der Region rechnet sich das schon ab dem zweiten bis dritten Besuch; die Premium-Variante beinhaltet zusätzlich das kostenfreie Parken.

👧 Für welches Alter?

0–3 Jahre

Funktioniert besser als erwartet: Im MobiVersum gibt es einen gepolsterten Krabbelbereich für die Kleinsten, Fahrgeräte schon ab etwa einem Jahr und eine Kletterskulptur, die verschiedene Höhen zulässt. Eintritt ist bis sechs Jahre frei. Kinderbuggys werden an der Garderobe im Untergeschoss der Piazza kostenfrei verliehen — praktisch, weil die Wege zwischen den Gebäuden lang sind.

3–6 Jahre

Die Nanokarts ab drei Jahren sind für viele Kinder der Höhepunkt: 20 kleine Elektrokarts auf einem 75-Meter-Kurs, mit der Eintrittskarte kostenfrei und ohne Reservierung. Wer noch nicht allein lenkt, fährt mit einem Elternteil hinter sich. Dazu der Bau- und Entdeckerbereich im MobiVersum. Ab fünf Jahren kommt der Kinderführerschein dazu. Eintritt frei bis einschließlich fünf Jahre.

7–10 Jahre

Die stärkste Altersgruppe für diesen Ausflug. Der Kinderführerschein läuft bis elf Jahre, die Werkstationen im MobiVersum sind ab sechs zugänglich, und ab sechs Jahren dürfen Kinder auch mit auf die Werktour durch das Volkswagen-Werk — die gibt es allerdings nur Montag bis Freitag an Produktionstagen. Wichtig: Ohne Lichtbildausweis ist keine Teilnahme möglich, auch nicht für Kinder.

11–13 Jahre

Ab zehn ist die kompakte Variante der Werktour möglich, ab zwölf die Chill-Out-Area mit kostenlosem WLAN. Der Kinderführerschein fällt mit zwölf weg. Diese Gruppe trägt der Tag vor allem über das ZeitHaus und die Markenpavillons — wenn Autos interessieren. Wenn nicht, ist die Autostadt kein Selbstläufer, dann lohnt sich der Blick auf das benachbarte Science-Center phaeno.

14–17 Jahre

Für autobegeisterte Jugendliche ist das ZeitHaus mit über 260 Fahrzeugen von mehr als 60 Marken der eigentliche Grund herzukommen, dazu die Werktour durchs Werk. Die Fahrerlebnisse auf dem Geländeparcours und die Sicherheitstrainings setzen dagegen einen Führerschein voraus — die sind noch nichts für diese Altersgruppe. Bis einschließlich 17 gilt der ermäßigte Kinderpreis von 11 Euro.

🌦️ Regen und Hitze

Regen ist hier tatsächlich kein Grund abzusagen — das ist eine der Stärken des Ortes. ZeitHaus, die Markenpavillons, die Ausstellungen im KonzernForum, das MobiVersum und die Restaurants sind komplett überdacht, dazu kommen Workshops und Werkstationen. Ein Regentag lässt sich damit gut füllen, ohne dass ein Kind nass wird.

Was ausfällt: die Spielattraktionen und Rutschen im Freien, der Außenparcours des Kinderführerscheins und die Wege dazwischen — und die sind lang. Zwischen den einzelnen Gebäuden geht es immer wieder durch den Park. Also Regenjacke statt Schirm, und die Reihenfolge so legen, dass man nicht dreimal quer über das Gelände muss.

Das Gelände ist ein Landschaftspark mit Lagunen, Rasenflächen und altem Baumbestand — Schatten gibt es, aber die Wege zwischen den Gebäuden liegen offen. Die zuverlässigste Kühlung sind die klimatisierten Innenräume: ZeitHaus, Pavillons und das MobiVersum.

Der beste Hitzetrick ist die Uhrzeit. Im Sommerfestival laufen die Spielattraktionen bis 20 Uhr und die Cool Summer Island bis 22 Uhr — wer mit dem Feierabend-Ticket ab 16 Uhr für 10 Euro kommt, umgeht die Mittagshitze komplett und zahlt weniger. Außerhalb der Veranstaltungszeiten ist der Eintritt ab 18 Uhr sogar frei, dann sind allerdings die Innenbereiche schon zu.

Achtung beim Trinken: Weil mitgebrachte Getränke auf dem Gelände nicht verzehrt werden dürfen, ist die eigene große Wasserflasche hier keine Lösung. An heißen Tagen gehört das Getränkebudget in die Tagesplanung.

⚠️ Was hier oft schiefgeht

  • Ein Picknick einpacken. Der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke ist laut Hausordnung auf dem gesamten Gelände nicht gestattet — Ausnahmen gibt es nur für Babynahrung und medizinisch notwendige Ernährung.
  • Damit rechnen, mittags kurz rausgehen und danach wiederkommen zu können. Tagesgäste haben keinen Wiedereinlass.
  • Am Samstag oder Sonntag kommen, wenn das Volkswagen-Werk der Hauptgrund ist. Die Werktour läuft nur an Produktionstagen von Montag bis Freitag.
  • Ohne Personalausweis oder Reisepass zur Werktour antreten. Ohne Lichtbildausweis ist keine Teilnahme möglich, auch nicht für Kinder.
  • Im Februar oder März auf den Außenbereich setzen. Die Spielattraktionen und Rutschen im Freien laufen wetterabhängig nur zwischen April und Oktober.
  • An der Kasse nicht nach der Familienkarte fragen. Vier Personen zahlen einzeln 64 statt 51 Euro — der Unterschied wird nicht automatisch abgezogen.
  • Im Sommerfestival mit den gewohnten Zeiten planen. Zwischen Anfang Juli und Mitte August schließt der Park bereits um 17 Uhr, und die Konzerte sind im Tagesticket nicht enthalten.
  • Den Hund mitbringen. Haustiere sind nicht erlaubt, ausgenommen sind nur Assistenz- und Blindenführhunde.
  • Den phaeno-Bon wegwerfen. Wer innerhalb von sieben Tagen beide Häuser besucht, bekommt gegen Vorlage 12,5 Prozent Rabatt auf den Tageseintritt.

🚗 Anfahrt, Parken, Preise

Anfahrt

Mit der Bahn ist es kaum einfacher zu machen: Der Wolfsburger Hauptbahnhof liegt direkt gegenüber, es sind wenige Minuten zu Fuß über die Stadtbrücke. Wolfsburg ist ICE-Halt an der Strecke Hannover–Berlin. Wer nicht über die Brücke will, nimmt den Bahnhofstunnel und den Weg am Mittellandkanal entlang; etwa in der Mitte der Brücke führen Treppe und Aufzug hinauf. Auf dem Gelände selbst braucht man das Auto nicht — für eine Familie ohne Fahrerlebnis-Buchung ist die Anreise mit dem Zug die entspanntere Variante. Mit dem Auto über die A39, Ausfahrt Wolfsburg-Zentrum.

Parken

Vier Parkplätze liegen direkt an der Autostadt: der Kurzzeitparkplatz am ServiceHaus sowie P1, P2 und P3. Auf P1 bis P3 kostet die Stunde einen Euro, nachts 50 Cent, und der Tageshöchstpreis liegt bei sechs Euro (Stand August 2026). Der Kurzzeitparkplatz kostet zwei Euro je Stunde und lohnt sich nur für kurze Besuche. Wer einen Autostadt Key Premium oder ein Konzertticket des Sommerfestivals hat, parkt auf P1 bis P3 kostenfrei.

Öffnung

An 363 Tagen im Jahr geöffnet, auch montags und an Feiertagen — geschlossen ist nur an Heiligabend und Silvester. Die Zeiten sind gestaffelt: Pavillons, ZeitHaus, Shops und Ausstellungen laufen regulär von 10 bis 18 Uhr, die Spielattraktionen und Rutschen im Freien erst ab 12 Uhr und nur wetterabhängig zwischen April und Oktober, die Fahrzeugabholung bereits ab 8 Uhr. Die Werktour durch das Volkswagen-Werk gibt es nur an Produktionstagen von Montag bis Freitag. Im Sommerfestival (Anfang Juli bis Mitte August) schließt der Park bereits um 17 Uhr, dafür laufen die Spielattraktionen bis 20 Uhr. Die tagesaktuellen Zeiten stehen auf autostadt.de — sie verschieben sich mit Veranstaltungen.

Preise

Stand August 2026: Tagesticket 21 Euro für Erwachsene, 17 Euro ermäßigt, 11 Euro für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren, unter 6 Jahren frei. Familienkarte 51 Euro (zwei Erwachsene oder Großeltern plus bis zu drei Kinder), Kleinfamilie 41 Euro. Im Sommerfestival steigen die Preise auf 24 / 20 / 14 Euro beziehungsweise 60 und 50 Euro. Ab 16 Uhr gilt das Feierabend-Ticket für 10 Euro, ab 18 Uhr ist der Eintritt kostenfrei — dann sind allerdings Museum und Pavillons bereits geschlossen. Gruppen ab 15 Personen bekommen jede 15. Karte gratis, Schulklassen mit gebuchtem Bildungsprogramm zahlen 6 Euro pro Kind. Die Jahreskarte (Autostadt Key) beginnt bei 49 Euro.

Essen und Trinken

Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen auf dem Gelände nicht verzehrt werden. Das steht so in der Hausordnung; ausgenommen sind Babynahrung und medizinisch notwendige Ernährung sowie Schul- und Kitagruppen mit Bildungsprogramm, die am Lernort essen dürfen. Da es außerdem keinen Wiedereinlass gibt, lässt sich die Mittagspause auch nicht nach außen verlegen. Auf dem Gelände gibt es mehrere Restaurants und Imbisse; die Preise werden von Besuchern durchgängig als eher hoch beschrieben. Wer sparen will, isst vor dem Eintritt in Bahnhofsnähe und plant den Besuch entsprechend kürzer — oder nimmt das Feierabend-Ticket ab 16 Uhr.

Barrierefreiheit

Die Gebäude sind rollstuhlgerecht und über Rampen beziehungsweise Aufzüge erschlossen. An der Garderobe im Untergeschoss der Piazza werden in begrenzter Zahl Rollstühle, Transportstühle, Rollatoren und Kinderbuggys kostenfrei verliehen; Transportstühle gibt es zusätzlich an der Rezeption des ZeitHauses. Kinderwagen sind auf dem Gelände erlaubt. Wer auf ein bestimmtes Hilfsmittel angewiesen ist, meldet sich besser vorher — die Zahl der Leihgeräte ist begrenzt. Für konkrete Fragen gibt es eine eigene Barrierefreiheits-Seite und eine kostenfreie Servicenummer.

🧭 Was noch in der Nähe liegt

  • phaeno in Wolfsburg — rund 1 km, Kinder-/Mitmachmuseum
  • Tierpark Essehof in Lehre-Essehof — rund 17 km, Zoo/Tierpark
  • Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig in Braunschweig — rund 26 km, Natur-/Wissenschaftsmuseum
  • Braunschweigisches Landesmuseum in Braunschweig — rund 27 km, Museum
  • Schloss Braunschweig in Braunschweig — rund 27 km, Schloss/Burg
  • Fliegerhalle in Braunschweig — rund 29 km, Klettern/Bouldern

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