Steinwasen-Park mit Kindern: Tipps, Preise und beste Zeit
Der Steinwasen-Park im Wilhelmer Tal bei Oberried ist ein Bergpark: ein Wildpark von 1974, in den ab den Neunzigern Fahrgeschäfte hineingebaut wurden, gut 35 Hektar groß, rund zwanzig Kilometer südöstlich von Freiburg. Er ist deutlich kleiner als die großen Parks der Region, dafür ist im Eintritt alles enthalten — Tierpark, die 218 Meter lange Hängebrücke, Seilbahn, Rodelbahnen, Achterbahn, Indoor-Spielplatz. Zwei Haken sollte man vorher kennen: Der Tag ist kürzer als in anderen Parks, weil erst um 10 Uhr geöffnet und um 17 oder 18 Uhr geschlossen wird. Und es geht ständig bergauf und bergab — das ist der Reiz und gleichzeitig der Grund, warum kleine Kinder hier früher müde sind als anderswo.
- Adresse
- Steinwasen 1 79254 Oberried auf der Karte
- Zeit einplanen
- 6 bis 10 Stunden (Richtwert für Ziele dieser Art)
- Passt für
- 4 bis 17 Jahre (Richtwert für Ziele dieser Art)
- Eintritt
- kostet Eintritt
- Offizielle Seite
- steinwasen-park.de
📅 Wann ist hier am wenigsten los?
Heute: Ferienüberschneidung: hoch (voraussichtlich hohe Auslastung) — in Reichweite haben Baden-Württemberg gleichzeitig Ferien.
Ruhiger wird es am Sonntag, 13. September: Zu dieser Zeit sind weder Ferien noch Feiertage in der Nähe.
In Reichweite liegen 1 Bundesländer: Baden-Württemberg (4 km). Dazu die nahe Grenze zu Schweiz (45 km), Frankreich (46 km) — deren Feiertage zählen mit. Gerechnet wird nach Einwohnerzahl und Entfernung — das sagt, wie viele Menschen frei haben, nicht wie viele davon herkommen.
🕑 Wann hingehen?
Der Park ist von Mitte März bis zum 1. November täglich offen. Innerhalb dieser Monate lässt sich der Tag gut steuern — er ist nur kürzer, als man denkt:
- Um 10 Uhr an der Kasse stehen. Früher geht nicht, der Park öffnet nicht eher. Wer erst mittags kommt, hat von sieben Stunden schon die Hälfte verloren.
- Zuerst mit der Seilbahn hoch und die Rodelbahnen fahren. Das sind zusammen mit dem Alpine Coaster die Anlagen mit dem geringsten Durchsatz — dort staut es sich zuerst und am längsten.
- Tierpark, Hängebrücke und Aussichtspunkte auf den Nachmittag legen. Sie haben keine Schlange, sie werden auch um 15 Uhr nicht voller, und der Rückweg geht bergab.
- Wochentags außerhalb der Ferien ist es hier sehr ruhig. Der Park weist selbst darauf hin, dass es in den Ferien länger dauern kann.
- Der Oktober ist die schönste Zeit — Besucher berichten übereinstimmend von einem leeren Park im Herbst, und der Wildpark ist dann in seinem Element. Nur endet der Tag ab Mitte September schon um 17 Uhr.
- Den 1. November meiden, wenn es ruhig sein soll: letzter Saisontag, Allerheiligen und Herbstferien fallen zusammen.
- Vor der Fahrt in den Veranstaltungshinweis auf der Startseite schauen. Einzelne Aktionstage — 2026 etwa der KNAX-Tag der Sparkassen — kündigt der Park selbst als besonders volle Tage an.
Alles drin — und online kein Cent billiger
Der Steinwasen-Park hat eine der einfachsten Preislisten unter den deutschen Freizeitparks. Erwachsene ab zwölf Jahren zahlen 29 Euro, Kinder von vier bis elf und Gäste ab 60 zahlen 25 Euro, Kinder unter vier sind frei. Für zwei Erwachsene und zwei Grundschulkinder sind das 108 Euro — und dabei bleibt es weitgehend, denn der Park stellt selbst klar: Tierpark, Hängebrücke und alle Attraktionen stecken im Eintritt. Extra kosten nur die Gastronomie und die münzbetriebenen Autos auf den Spielplätzen. Das Parken ist kostenlos.
Der ungewöhnliche Teil: Im offiziellen Online-Shop kostet das Tagesticket exakt dasselbe — 29 und 25 Euro. Es gibt keinen Frühbucher-Rabatt, keinen Online-Tarif, keinen Grund zur Eile. Wer online kauft, kauft sich nur einen Vorteil: Er muss an der Kasse nicht anstehen. Dafür handelt er sich einen Nachteil ein, der bei einem Bergpark schwerer wiegt als anderswo — dazu weiter unten mehr.
Was sich sonst noch rechnen kann:
- Die Jahreskarte kostet 105 Euro für Erwachsene und 90 Euro für Kinder von vier bis elf, jeweils zwölf Monate. Sie lohnt ab dem vierten Besuch. Für Familien aus dem Dreisamtal oder aus Freiburg ist das eine realistische Rechnung, für Urlaubsgäste nicht.
- Die Hochschwarzwald Card bringt freien Eintritt. Der Park sagt das selbst und bittet darum, den QR-Code direkt an der Kasse vorzuzeigen. Diese Karte gibt es bei teilnehmenden Gastgebern ab zwei Übernachtungen — wer ohnehin in der Region Urlaub macht, spart damit die kompletten 108 Euro.
- Gruppen ab 20 Personen zahlen 26 Euro (Erwachsene ab 16) beziehungsweise 23,50 Euro. Achtung, die Altersgrenzen verschieben sich: Ein Dreizehnjähriger ist einzeln ein Erwachsener, in der Gruppe ein Kind.
- Schulklassen ab zehn Schülern zahlen 22 Euro gegen Schulbescheinigung — aber nicht an Wochenenden und Feiertagen.
- Rollstuhlfahrerinnen, Rollstuhlfahrer und blinde Gäste haben freien Eintritt; mit den Merkzeichen aG und Bl ebenso. Mit Merkzeichen B zahlt die Begleitperson den ermäßigten Tarif.
- Mehrere Freizeitpark-Portale nennen freien Eintritt für Geburtstagskinder bis zwölf Jahre gegen Ausweis. Auf der offiziellen Preisseite steht das nicht — vor der Fahrt kurz nachfragen, statt sich darauf zu verlassen.
Warum das Online-Ticket hier das schlechtere Geschäft ist
In den meisten Freizeitparks ist der Online-Kauf die Sparoption. Hier ist er das Gegenteil: gleicher Preis, weniger Freiheit. Die Ticketbedingungen des Parks sind eindeutig — Online-Tickets gelten für das gebuchte Datum, und es gibt weder Erstattung noch Umtausch für nicht eingelöste Tickets. Das Widerrufsrecht endet, sobald man den Park betreten hat.
Bei einem Park in der Rheinebene wäre das eine Randnotiz. Hier liegt der Park am Berg, und Berge machen ihr eigenes Wetter. Der Park schreibt selbst zur überdachten Rodelbahn, dass sie bei starkem Regen, Wind oder dichtem Nebel geschlossen werden kann — Nebel ist im Schwarzwald keine Seltenheit, sondern eine Jahreszeit. Wer sich vier Wochen vorher auf einen Samstag festlegt, wettet auf Sicht.
Was stattdessen geht:
- An der Kasse zahlen. Sie nimmt EC- und die gängigen Kreditkarten, ein Geldautomat steht im Park. Man verliert nichts außer der Zeit in der Schlange.
- Wer verschenken will, nimmt den Eintrittsgutschein. Er kostet denselben Betrag wie das Tagesticket, trägt aber kein Datum und ist laut den Bedingungen zwei Jahre ab Kauf gültig. Der Park nimmt ihn ausdrücklich auch direkt an der Kasse an, falls die Online-Einlösung klemmt.
- Vorher in die Park-Webcam schauen. Der Park hat eine, sie steht im Menü unter „Park entdecken“. Für einen Bergpark ist das die nützlichste Seite der ganzen Website.
Seit Mai 2025 fährt eine Kabine statt eines Sessels
Das ist die Neuigkeit, die in fast allen Reiseberichten und Ausflugsportalen noch fehlt — und sogar auf der Rodelbahn-Seite des Parks selbst steht noch der alte Text. Der offene Doppelsessellift wurde 2024 abgerissen; seit dem 1. Mai 2025 fährt an derselben Stelle eine Kompaktseilbahn mit geschlossenen Kabinen, laut Park die erste Pendelbahn Baden-Württembergs.
Für die Tagesplanung ändert das mehr, als es klingt. Ein offener Sessellift ist bei Regen, Wind und mit einem Dreijährigen auf dem Schoß eine Zumutung; eine Kabine ist es nicht. Der Park beschreibt die Gondeln als wetterfest — der Weg nach oben funktioniert damit auch an Tagen, an denen man früher unten geblieben wäre.
Wichtig ist die Seilbahn, weil der Park keine Fläche ist, sondern ein Hang. Der Park formuliert das selbst deutlich: Im gesamten Gelände gehe es „oft bergauf und bergab“, die Wege seien „weitestgehend geteert bzw. gepflastert“, einige gekiest. Familienberichte nennen die steileren Passagen mit Kinderwagen ausdrücklich anstrengend und empfehlen für Kleinkinder eine Rückentrage.
Daraus folgt die naheliegende Reihenfolge für den Tag: mit der Seilbahn hoch, oben die beiden Rodelbahnen fahren und sich danach durch den Wildpark bergab arbeiten — statt sich zweimal hochzuquälen. Und weil nicht alle Wege befestigt sind, warnt der Park bei feuchtem Wetter ausdrücklich vor Rutschgefahr und bittet um festes Schuhwerk. Sandalen sind hier keine gute Idee.
Ein Detail bleibt unklar: In der Attraktionsübersicht des Parks sind bei der Seilbahn 125 Zentimeter hinterlegt, während Freizeitpark-Welt für dieselbe Anlage „keine Einschränkung“ angibt. Vermutlich ist das die Grenze fürs Alleinfahren. Wer mit kleinen Kindern hochwill, fährt ohnehin mit — dann erübrigt sich die Frage.
Vier Jahre und ein Meter — dann geht fast alles
Die Grenzen sind hier niedriger als in den großen Parks, aber sie sind anders sortiert: Statt vieler Zentimeter-Stufen gibt es vor allem Altersstufen. Der Park nennt in seiner Attraktionsübersicht und auf der Sicherheitsseite folgende Grenzen:
- Ohne Grenze: Erlebnisseilbrücke, Eiswelt, Märchenkino, Mini-Floßfahrt, Abenteuerspielplatz „Schneeburg“, Luxis Kinderland und der gesamte Tierpark.
- Ab 2 Jahren in Begleitung: Bunnyhop, das Kleinkind-Karussell. Allein ab vier.
- Ab 3 Jahren in Begleitung: die beiden Sommer-Rodelbahnen und der Alpine Coaster. Bis sieben Jahre geht es auf der Rodelbahn im Doppelschlitten, allein rodeln darf man ab acht.
- Ab 4 Jahren und 100 Zentimetern: Gletscherblitz (Achterbahn durch die Eiswelt, knapp 45 km/h), Spacerunner (Indoor-Bobbahn) und RiverSplash (Wildwasser). Allein fahren darf man beim Gletscherblitz ab neun, bei Spacerunner und RiverSplash erst ab zehn.
- Ab 6 Jahren: das XD-Kino mit 3D-Brille und Laserpointer — hier gibt es keine Begleitregelung, unter sechs ist schlicht nichts zu machen. Auch die VR-Variante des Gletscherblitz ist ab sechs freigegeben.
Zwei Dinge, die im Alltag zählen. Erstens: Die Schwelle zum Alleinfahren liegt bei acht bis zehn Jahren. Wer ein sechsjähriges und ein zehnjähriges Kind dabeihat, fährt beim Gletscherblitz und beim Spacerunner mit — einplanen, sonst wird die Schlange doppelt so teuer.
Zweitens: Der Park verbietet lose Gegenstände in den Attraktionen, ausdrücklich auch Stöcke — der Wanderstock aus dem Wildpark bleibt also unten stehen. Vor jeder Anlage hängt ein Hinweisschild mit den konkreten Vorgaben; sie kommen vom TÜV und werden nicht verhandelt.
Warum ein Regentag hier besser funktioniert als sein Ruf
Ein Bergpark klingt nach Schönwetter-Ausflug. Steinwasen ist das nur zur Hälfte, denn ein erstaunlicher Teil des Programms steht unter Dach:
- Luxis Kinderland — Indoor-Spielplatz auf über tausend Quadratmetern für Kinder von null bis vierzehn, mit Kletterpark, Rutschen, Bumper Cars, SpiderTower, eigenem Kleinkindbereich und einer Lounge für die Eltern. Der Park nennt das selbst ein „wetterunabhängiges Angebot“.
- Gletscherblitz und Spacerunner fahren beide drinnen, durch die begehbare Eiswelt — die Achterbahn, die Bobbahn und der Themenbereich sind ein einziges Gebäude.
- XD-Kino und Märchenkino sind ebenfalls Innenräume.
- Eine der beiden 800-Meter-Rodelbahnen ist überdacht — seit 1989.
Ehrlich bleiben muss man trotzdem an zwei Stellen. Auch die überdachte Rodelbahn kann schließen, und zwar bei starkem Regen, Wind oder dichtem Nebel — der Park sagt das selbst. Und RiverSplash ist die Anlage, die bei schlechtem Wetter zuerst stillsteht; einzelne Besucher berichten auch von Ausfällen bei gutem Wetter.
Unterm Strich: Ein grauer Tag ist hier kein verlorener Tag. Ein Nebeltag am Berg schon eher — und dagegen hilft nur der Blick in die Webcam am Morgen.
Der Tierpark ist die halbe Anlage — und die einzige Ruhezone
Wer nur die Fahrgeschäfte zählt, kommt auf rund ein Dutzend und hält den Park für klein. Das ist ein Missverständnis: Der Steinwasen-Park ist zuerst ein Wildpark von 1974 auf 36 Hektar, in den später Bahnen hineingebaut wurden. Der Park nennt über 200 Tiere in 25 Arten — Rothirsche, Steinböcke, Luchse, Muffel- und Damwild, Murmeltiere, Wildschweine, dazu Waschbären, Frettchen, Mini-Pigs, Ziegen, Esel und ein Streichelzoo.
Genau das ist die Antwort auf die Frage, die sich in jedem Freizeitpark irgendwann stellt: Wohin, wenn alle überreizt sind? Hier gibt es dafür nicht nur eine Ecke, sondern die größere Hälfte des Geländes:
- Die Spazierwege durch die Gehege — laut Park größtenteils geteert oder gepflastert und mit dem Kinderwagen befahrbar, wenn auch mit Steigungen.
- Aussichtskanzeln und der Steig zum Feldberg-Blick, beide 2001 angelegt. Von der Hängebrücke aus geht der Blick in die Wildtierreviere und hinüber zum Schauinsland.
- Das Baumhaus über dem Forellensee, über zwei Hängebrücken erreichbar und bestuhlt.
- Bänke und Tische zum Picknicken verteilt über den Park.
- Als Treffpunkt empfiehlt der Park selbst den Brunnen am Gengenbacher Platz — sinnvoll bei einem Gelände, auf dem man sich nicht sieht.
Und dann ist da noch die Erlebnisseilbrücke: 218 Meter lang, 30 Meter über dem Talgrund, seit 2001 und laut Park die längste ihrer Art. Sie hat keine Alters- oder Größengrenze, keine Schlange und kostet nichts extra — für viele Familien ist sie am Ende die Erinnerung, die bleibt. Wer schwindelig wird, sollte trotzdem vorher wissen, worauf er sich einlässt: Die Brücke schwingt, das ist Programm.
Für Schulklassen hat der Park Fühlboxen und kindgerechte Infotafeln an den Gehegen sowie eine Rallye im Angebot — das ist der Teil, der ihn von einem reinen Fahrgeschäftpark unterscheidet.
Die Schlangen entstehen an drei Anlagen — und nur dort
Die Bewertungen zu diesem Park gehen bei einem Punkt auseinander wie bei kaum einem anderen: Die einen berichten von Tagen ganz ohne Anstehen, die anderen von 30 bis 50 Minuten am Alpine Coaster. Beides stimmt vermutlich — es hängt am Tag. Der Park selbst schreibt auf der Startseite, dass es während der Ferien zu längeren Wartezeiten kommen kann, und kündigt einzelne Aktionstage wie den KNAX-Tag der Sparkassen ausdrücklich als besonders volle Tage an.
Der Grund ist Bauart, nicht Beliebtheit. Die drei Anlagen, an denen sich alles staut, befördern die Gäste einzeln:
- Der Alpine Coaster — ein Kilometer Abfahrt, jeder Schlitten wird vollautomatisch einzeln zur Bergstation gezogen, jeder bestimmt sein Tempo selbst. Genau das kostet Durchsatz.
- Die beiden Sommer-Rodelbahnen — ebenfalls Einzelschlitten, dazu die Fahrt mit der Seilbahn davor. Wer hier ansteht, steht faktisch zweimal an.
- Die Seilbahn selbst, weil sie das Nadelöhr zwischen unten und oben ist.
Umgekehrt heißt das: Hängebrücke, Wildpark, Eiswelt, Spielplätze und die Aussichtspunkte haben praktisch nie eine Schlange. Wer die Bahnen am Vormittag abarbeitet und den Nachmittag im Tierpark verbringt, dreht die volle Zeit des Tages genau um. Wer es andersherum macht, steht mittags mit müden Kindern im längsten Anstehen des Tages.
Sieben Stunden Park — und ein letzter Tag, der ein Feiertag ist
Das ist der Punkt, an dem die Tagesplanung kippt: Der Park öffnet erst um 10 Uhr und schließt um 18 Uhr, ab Mitte September schon um 17 Uhr. In der Nebensaison von März bis Juni gilt ebenfalls 10 bis 17 Uhr. Das sind sieben bis acht Stunden — in Freizeitpark-Maßstäben ein kurzer Tag, und zwar ohne Ruhetag: geöffnet ist täglich, auch sonn- und feiertags.
Für Familien heißt das zweierlei. Erstens: Die Anfahrt geht vom Park ab, nicht vom Morgen. Wer aus Karlsruhe oder Stuttgart anreist, sollte den Ausflug nicht auf einen 17-Uhr-Schluss legen. Zweitens: Weil alle erst ab zehn hineinkommen, gibt es hier keine ruhige erste Stunde wie in Parks, die um neun öffnen — der Andrang startet mit der Kasse.
Die Saison läuft von Mitte März bis zum 1. November. Danach ist zu, auch der Tierpark. Zwei Dinge dazu:
- Der letzte Saisontag ist Allerheiligen — in Baden-Württemberg ein gesetzlicher Feiertag. Letzter Tag plus Feiertag plus Herbstferien ist die denkbar ungünstigste Kombination für einen ruhigen Besuch.
- Der Oktober ist die entspannteste Zeit: Besucherberichte nennen den Herbst übereinstimmend als leer, der Wildpark ist dann ohnehin schöner als im Hochsommer — aber der Tag endet schon um 17 Uhr.
Und eine Ergänzung zur Ferienrechnung auf dieser Seite: Der Park liegt an der Passstraße von Kirchzarten über den Notschrei nach Todtnau, rund zwanzig Kilometer südöstlich von Freiburg — und damit nah an der Schweizer und der französischen Grenze. In den Bewertungen tauchen regelmäßig Gäste aus der Schweiz auf. Deren Schulferien stehen in keinem deutschen Ferienkalender; ein Tag, der nach der deutschen Rechnung ruhig aussieht, kann trotzdem voll sein.
👧 Für welches Alter?
Unter 4 Jahren
Eintritt frei — und mehr als man erwartet. Bunnyhop geht in Begleitung schon ab zwei Jahren, Sommer-Rodelbahn und Alpine Coaster ab drei, auf der Rodelbahn im Doppelschlitten mit einem Erwachsenen. Dazu Tierpark, Streichelzoo, Mini-Floßfahrt, Hängebrücke und der Kleinkindbereich in Luxis Kinderland, das ausdrücklich ab null Jahren offen ist. Der Haken ist nicht das Programm, sondern das Gelände: Für die Steigungen ist eine Rückentrage die bessere Wahl als der Kinderwagen, auch wenn die meisten Wege befahrbar sind.
4–7 Jahre
Die Gruppe, für die der Park am besten passt. Ab vier Jahren und 100 Zentimetern öffnen sich Gletscherblitz, Spacerunner und RiverSplash — jeweils in Begleitung eines Erwachsenen. Rodelbahn und Coaster laufen sowieso. Das heißt aber auch: Es fährt immer jemand mit, allein geht in dieser Altersspanne noch nichts außer Bunnyhop. Und das XD-Kino bleibt bis sechs außen vor. Für den Rest des Tages: Streichelzoo, Schneeburg-Spielplatz und die Hängebrücke, die in diesem Alter der größte Moment sein kann.
8–11 Jahre
Hier fällt die Begleitpflicht Stück für Stück weg: Sommer-Rodelbahn und Alpine Coaster allein ab acht, Gletscherblitz ab neun, Spacerunner und RiverSplash ab zehn. Ab da wird der Park für Eltern deutlich entspannter — die Kinder drehen ihre Runden, während man an der Bergstation wartet. Preislich ist es die letzte günstige Phase: Der Kindertarif von 25 Euro gilt bis einschließlich elf Jahre.
Ab 12 Jahren
Ab zwölf zählt der volle Tarif von 29 Euro — bei einem Park dieser Größe spürbar. Ehrlich gesagt: Für reine Adrenalin-Sucher ist Steinwasen kein Ganztagesziel. Der Gletscherblitz fährt knapp 45 km/h, der Spacerunner etwas über 40 — das ist Familien-Niveau, nicht Achterbahn-Rekord. Was hier trotzdem trägt, sind der Kilometer Alpine Coaster mit selbst gewähltem Tempo, die beiden Rodelbahnen und die Hängebrücke in 30 Metern Höhe. Wer nur die großen Bahnen sucht, hat das Wesentliche in zwei bis drei Stunden gesehen. In der Gruppe ab 20 Personen gilt bis 15 Jahre übrigens noch der Kindertarif — bei Vereins- oder Klassenfahrten ein Unterschied von fünfeinhalb Euro pro Kopf.
🌦️ Regen und Hitze
Regen ist hier kein Absagegrund, Nebel schon eher. Unter Dach liegen Luxis Kinderland mit über tausend Quadratmetern, die Eiswelt mit Gletscherblitz und Spacerunner, das XD-Kino, das Märchenkino und eine der beiden 800-Meter-Rodelbahnen. Die neue Kabinenseilbahn fährt seit 2025 im Trockenen nach oben — mit dem alten offenen Sessellift war ein Regentag hier ein anderes Erlebnis.
Was einschränkt: Die überdachte Rodelbahn kann bei starkem Regen, Wind oder dichtem Nebel geschlossen werden — das schreibt der Park selbst. RiverSplash ist die Anlage, die zuerst stillsteht. Und auf den unbefestigten Wegen im Wildpark besteht bei Nässe Rutschgefahr; der Park bittet ausdrücklich um festes Schuhwerk. Regenjacke statt Schirm, denn in der Seilbahn und auf der Hängebrücke ist ein Schirm nur im Weg.
Wenn der Berg komplett im Nebel steht, liegt die Alternative im Tal: In Freiburg sind es rund elf Kilometer bis zum Museum Natur und Mensch und zum Augustinermuseum, und keine acht Kilometer entfernt wartet mit dem Besucherbergwerk Finstergrund ein Ziel, dem das Wetter draußen egal ist. Zu allen dreien haben wir eigene Seiten.
Von allen Ausflugszielen rund um Freiburg ist dieses eines der wenigen, die bei Hitze eher gewinnen. Der Park liegt im Bergwald südöstlich der Stadt — Freizeitpark-Welt gibt die Höhenlage mit 700 bis 900 Metern an —, und die Wege durch den Wildpark führen zum großen Teil durch Wald. Besucher beschreiben den Besuch auch an heißen Tagen als angenehm.
Zur Abkühlung gibt es RiverSplash, das der Park selbst als „garantiert erfrischend“ bewirbt, die ruhigere Mini-Floßfahrt, den See — und mit Eiswelt und Luxis Kinderland zwei kühle Innenräume, in denen man die Mittagshitze aussitzen kann. Genau deshalb sind das an heißen Tagen auch die vollsten Stellen.
Trotzdem gilt: Es geht ständig bergauf. Kopfbedeckung, Sonnencreme und ausreichend zu trinken gehören in den Rucksack, Wechselkleidung nach RiverSplash ebenfalls. Für Hunde hat der Park Wasserstationen aufgestellt.
⚠️ Was hier oft schiefgeht
- Online kaufen, um zu sparen. Der Shop verlangt exakt dieselben Preise wie die Kasse — man legt sich nur auf ein Datum fest, das laut den Bedingungen nicht erstattet wird.
- Erst gegen Mittag anreisen. Der Park öffnet um 10 Uhr und schließt um 17 oder 18 Uhr; ein halber Tag ist hier wirklich nur ein halber Tag.
- Mit Sandalen oder Turnschuhen ohne Profil kommen. Der Park warnt selbst vor Rutschgefahr auf den unbefestigten Wegen und bittet um festes Schuhwerk.
- Den Kinderwagen für kleine Kinder einplanen. Die meisten Wege sind zwar befahrbar, aber es geht dauernd bergauf und bergab — eine Rückentrage ist die bessere Wahl.
- Mittags an die Rodelbahnen gehen. Alpine Coaster, Sommer-Rodelbahnen und Seilbahn befördern einzeln und sind die einzigen echten Engpässe; Tierpark und Hängebrücke haben nie eine Schlange.
- Das Vesper zu Hause lassen. Der Park hat eigens Bänke und Tische fürs Picknick aufgestellt — bei 108 Euro Eintritt für vier Personen ist das die größte Ersparnis des Tages.
- Die Hochschwarzwald Card nicht prüfen. Wer ohnehin zwei Nächte in der Region bleibt, kommt mit ihr kostenlos hinein.
- Damit rechnen, dass die Kinder allein fahren. Allein rodeln geht ab acht, Gletscherblitz ab neun, Spacerunner und RiverSplash erst ab zehn.
- Am 1. November zum Saisonabschluss fahren. Letzter Öffnungstag, Allerheiligen und Herbstferien treffen an diesem einen Tag zusammen.
- Sich auf ältere Reiseberichte verlassen, die vom Sessellift erzählen. Der wurde 2024 abgerissen; seit Mai 2025 fährt dort eine geschlossene Kabinenbahn.
🚗 Anfahrt, Parken, Preise
Anfahrt
Adresse ist Steinwasen 1, 79254 Oberried, im Wilhelmer Tal an der Passstraße Kirchzarten–Notschrei–Todtnau. Mit dem Auto von der A5 über Freiburg-Mitte oder Freiburg-Süd, dann B31 Richtung Titisee-Neustadt und über Kirchzarten nach Oberried; die letzten Kilometer sind Bergstraße — bei Kindern, denen im Auto schlecht wird, gut zu wissen. Mit Bus und Bahn geht es tatsächlich bis vor den Eingang: ab Freiburg Hbf mit der Höllentalbahn nach Kirchzarten, dort weiter mit der Buslinie 7215 bis zur Haltestelle „Oberried (Breisgau) / St. Wilhelm Steinwasen“. Rechne ab Freiburg mit etwa einer Stunde. Der Bus fährt nicht im Stundentakt — die Rückfahrt vor dem Parkschluss vorher nachsehen; der Park verweist für die Planung auf efa-bw.de. Größere Gruppen müssen sich vorab bei der Südbaden Bus GmbH anmelden. Wer im Schwarzwald übernachtet, sollte den Gastgeber nach der KONUS-Gästekarte fragen: Sie gilt in den beteiligten Verbünden für Bus und Bahn und kann die Anreise kostenlos machen.
Parken
Kostenlos, direkt am Park. Behindertenparkplätze liegen ausgewiesen am Eingangsbereich und kosten ebenfalls nichts. Eine Stellplatzzahl nennt der Park nicht — an heißen Ferienwochenenden lohnt es sich deshalb, früh da zu sein, weil das Tal keine Ausweichflächen hat.
Öffnung
Saison von Mitte März bis zum 1. November, in dieser Zeit täglich geöffnet — auch sonntags und an Feiertagen, ohne festen Ruhetag. Danach ist der gesamte Park geschlossen, auch der Tierpark. Die Regelmäßigkeit, die man sich merken sollte: Geöffnet wird immer erst um 10 Uhr. Geschlossen wird im Hochsommer um 18 Uhr, in der Vor- und Nachsaison um 17 Uhr — 2026 lag die Umstellung beim 14. September. Der Tag ist damit kürzer als in den großen Parks; für die Anfahrt heißt das, sie geht von der Parkzeit ab. Verbindlich ist der Kalender auf steinwasen-park.de.
Preise
Stand August 2026: Erwachsene ab zwölf Jahren 29 Euro, Kinder von vier bis elf und Gäste ab 60 25 Euro, Kinder unter vier frei. Der Online-Shop verlangt exakt dieselben Preise — es gibt keinen Online-Rabatt, aber tagesdatierte und laut Bedingungen nicht erstattbare Tickets. Im Preis sind nach Angaben des Parks der gesamte Tierpark, die Hängebrücke und alle Attraktionen enthalten; extra kosten nur Gastronomie und die Münzautomaten auf den Spielplätzen. Für zwei Erwachsene und zwei Grundschulkinder sind das 108 Euro, Parken inklusive. Die Jahreskarte kostet 105 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 90 Euro (Kinder 4–11, Senioren) und lohnt ab dem vierten Besuch. Gruppen ab 20 Personen zahlen 26 beziehungsweise 23,50 Euro, Schulklassen ab zehn Schülern 22 Euro — aber nicht an Wochenenden und Feiertagen. Mit der Hochschwarzwald Card ist der Eintritt frei (QR-Code an der Kasse vorzeigen). An der Kasse werden EC- und die gängigen Kreditkarten akzeptiert, ein Geldautomat und ein Münzwechsler stehen im Park.
Essen und Trinken
Picknick ist hier eingeplant, nicht geduldet: Der Park weist in seinen eigenen Infos auf Bänke und Tische „für ein gemütliches Picknick“ hin; ein Verbot mitgebrachter Speisen findet sich nirgends. Bei 108 Euro Eintritt für eine vierköpfige Familie ist das die größte Sparmöglichkeit des Tages. Vor Ort gibt es das Restaurant Steinwasen Stube mit regionaler Küche, ein SB-Restaurant, den Kiosk Holderschlag, den Schneeburg-Imbiss und den Panoramasaal für Gruppen. Die Bewertungen zur Gastronomie sind gemischt: gelobt werden die regionalen Gerichte, kritisiert Preis und Qualität an den Imbissen. Für Familien mit Baby wichtig: Im SB-Restaurant steht eine Mikrowelle zum Erwärmen von Babynahrung kostenlos zur Verfügung, Wickelräume gibt es am Haupteingang, am Gengenbacher Platz und in der Steinwasen Stube.
Barrierefreiheit
Der Park ist offen, aber er ist ein Berg. Er sagt das selbst: „Im gesamten Parkbereich geht es oft bergauf und bergab.“ Die Wege sind weitestgehend geteert oder gepflastert, einzelne gekiest; im Hauptgebäude verbindet ein Aufzug die Ebenen. Rollstuhlfahrerinnen, Rollstuhlfahrer und blinde Gäste haben freien Eintritt, Begleitpersonen mit Merkzeichen B zahlen ermäßigt. Ausgewiesene Behindertenparkplätze liegen direkt am Eingang, behindertengerechte Toiletten im Eingangsbereich und am Gengenbacher Platz. Vier Anlagen dürfen Rollstuhlfahrende und blinde Gäste nach TÜV-Vorgabe nicht nutzen: Sommerrodelbahn, Spacerunner, Gletscherblitz und RiverSplash. Hängebrücke, Tierpark, Eiswelt und Kinos bleiben. Die 2025 eröffnete Kabinenseilbahn ersetzt den alten offenen Sessellift — für den Weg nach oben ist das die deutlich bessere Lösung. Für den konkreten Fall lohnt der Anruf beim Park vorab.
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📚 Woher die Angaben stammen
- Steinwasen Park – Startseite mit Öffnungszeiten, enthaltenen Leistungen und Hochschwarzwald Card (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Tickets und Preise (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Öffnungszeiten 2026 (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Attraktionen mit Alters- und Größenangaben (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Sicherheit: Altersbeschränkungen der Fahrgeschäfte (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Daten & Fakten: Parkgröße, Chronik, Seilbahn-Neubau 2025 (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Infos & Tipps: Kinderwagen, Picknick, Geldautomat, Schuhwerk (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Menschen mit Handicap: Gelände, Toiletten, gesperrte Anlagen (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Anreise, Adresse und Bushaltestelle (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Gruppen- und Schulklassenpreise (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – AGB für Online-Tickets: Datumsbindung, keine Erstattung (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Seilbahn: Kompaktseilbahn statt Doppelsessellift (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Sommer-Rodelbahn: überdachte Bahn, Schließung bei Nebel (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Alpine Coaster: ein Kilometer, Tempo selbst regelbar (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Luxis Kinderland: über 1.000 m² Indoor, 0–14 Jahre (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Erlebnisseilbrücke: 218 Meter in 30 Metern Höhe (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Tierpark und Tierarten (offiziell) (geprüft 2026-08-03)
- Steinwasen Park – Offizieller Ticket-Shop: Tagesticket und Jahreskarte (Ticketbro) (geprüft 2026-08-03)
- Freizeitpark-Welt – Steinwasen Park, Preise und Öffnungszeiten 2026 (geprüft 2026-08-03)
- Freizeitpark-Welt – Steinwasen Park, Highlights und Tipps 2026 (geprüft 2026-08-03)
- Freizeitpark-Welt – Seilbahn: Kompaktseilbahn von Inauen-Schätti, eröffnet 1. Mai 2025 (geprüft 2026-08-03)
- Freizeitpark-Welt – Besucherbewertungen Steinwasen Park (geprüft 2026-08-03)
- Abenteuer-Freizeitpark – Steinwasen-Park: Preise, Gruppen, Ausstattung (geprüft 2026-08-03)
- Abenteuer-Freizeitpark – Preise und Öffnungszeiten Steinwasen-Park (geprüft 2026-08-03)
- Tourispo – Steinwasen Park: Preise und Öffnungszeiten (geprüft 2026-08-03)
- Parkscout – Bewertungen und Meinungen zum Steinwasen Park (geprüft 2026-08-03)
- Parkerlebnis – Steinwasen-Park: Infos und Bewertungen (geprüft 2026-08-03)
- Hochschwarzwald Tourismus – Freizeitparks und Erlebniswelten mit der Hochschwarzwald Card (geprüft 2026-08-03)
- Hochschwarzwald Tourismus – KONUS-Gästekarte: kostenlos Bus und Bahn im Schwarzwald (geprüft 2026-08-03)
- 2wanderbare – Steinwasen-Park: Gelände, Wege und Eindrücke (geprüft 2026-08-03)
- Bärner Mamis – Steinwasen Park mit Kindern: Steigungen, Trage, Gastronomie (geprüft 2026-08-03)
- Schwarzwald.com – Der Steinwasenpark in Oberried: Anfahrt und Picknick (geprüft 2026-08-03)
- Wikipedia – Steinwasen-Park (Gründung, Fläche, Attraktionen, Saison) (geprüft 2026-08-03)


