Wilhelma mit Kindern: Tipps, Preise und beste Zeit

Die Wilhelma ist der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands: 30 Hektar Zoo, botanische Sammlung und denkmalgeschützter Königspark in einem, mit rund 1.200 Tierarten und über 8.500 Pflanzenarten. Für Familien heißt das ungewöhnlich viel Programm bei Regen — Aquarium, Amazonienhaus, Menschenaffenhaus, Insektarium, Gewächshäuser — und einen Eintritt, bei dem Kinder unter sechs frei sind und Jugendliche bis siebzehn noch den Kinderpreis zahlen. Zwei Haken solltest du vorher kennen: Das Gelände geht durchgehend bergauf, seit der obere Eingang am Rosensteinpark wegen der Baustelle geschlossen ist, und die Tier- und Pflanzenhäuser schließen bis zu anderthalb Stunden vor dem Park.

Adresse
Wilhelma 13 Stuttgart auf der Karte
Zeit einplanen
3 bis 6 Stunden (Richtwert für Ziele dieser Art)
Passt für
2 bis 15 Jahre (Richtwert für Ziele dieser Art)
Eintritt
kostet Eintritt
Geöffnet
täglich 8:15–16:30 Uhr (Wochenrhythmus; Feiertage und Saison können abweichen)
Offizielle Seite
wilhelma.de

📅 Wann ist hier am wenigsten los?

Heute: Ferienüberschneidung: sehr hoch (voraussichtlich hohe Auslastung) — in Reichweite haben Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und 1 weitere gleichzeitig Ferien.

Ruhiger wird es am Samstag, 19. September: Im Umkreis hat gerade kein Bundesland Ferien oder einen Feiertag — das ist der ruhigste Fall.

In Reichweite liegen 4 Bundesländer: Baden-Württemberg (1 km), Rheinland-Pfalz (72 km), Hessen (72 km), Bayern (75 km). Dazu die nahe Grenze zu Frankreich (96 km) — deren Feiertage zählen mit. Gerechnet wird nach Einwohnerzahl und Entfernung — das sagt, wie viele Menschen frei haben, nicht wie viele davon herkommen.

🕑 Wann hingehen?

Die Wilhelma zählt über 1,8 Millionen Gäste im Jahr. Voll ist sie an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien — daran ändert kein Trick etwas. Was du steuern kannst, sind Uhrzeit und Wochentag.

Die beste Ankunftszeit ist 8.15 Uhr, nicht 10 Uhr. Der Einlass beginnt eine Dreiviertelstunde vor den Tierhäusern — genau die Zeit, die du für den Anstieg brauchst, solange es kühl und leer ist. Um 9 Uhr bist du oben, wenn die Häuser aufmachen, und läufst den Rest des Tages bergab.

Der Wochentag entscheidet über das Programm. Mittwoch ist der stärkste Tag: Elefanten-Talk, Wildes Amazonien, Welt der Vögel, Afrikanische Huftiere und der Gewächshaus-Talk kommen zu den täglichen Terminen dazu. Freitag ist der schwächste: Kein einziger wochentagsgebundener Talk liegt auf einem Freitag. Donnerstag ist der Tag ohne Seelöwen — beide Termine fallen wegen der Beckenreinigung aus. Und am Wochenende fehlt ausgerechnet der Talk in der Terra Australis bei Koalas und Quokkas.

Ab 16 Uhr wird es günstig — und leer. Von März bis Oktober gilt dann der Abendtarif, im Hochsommer hast du bis 20 Uhr Zeit. Der Preis dafür: Die Tierhäuser schließen um 18.30 Uhr, und Talks gibt es keine mehr. Für einen zweiten oder dritten Besuch ist das die entspannteste Variante, für den ersten nicht.

Zwei Termine im Jahr, die man bewusst wählt oder bewusst meidet: Im März blüht der Magnolienhain, und die Wilhelma führt dazu ein eigenes Blühbarometer mit tagesaktuellen Fotos und eine Webcam aus dem Maurischen Garten. Wer wegen der Blüte kommt, sollte dort vorher nachsehen — die Hauptphase dauert nur wenige Wochen und zieht entsprechend viele Leute an. Und von November bis Februar ist es an vielen Tagen wunderbar leer, der Eintritt ist deutlich günstiger, und in den historischen Gewächshäusern laufen die Azaleen- und Kamelienschauen. Der Haken: Um 16.30 Uhr ist Schluss, die Häuser schließen schon um 15.45 Uhr, und das Belvedere hat zu.

Der Trick mit dem oberen Eingang funktioniert nicht mehr

Auf fast jeder älteren Ausflugsseite zur Wilhelma steht derselbe Tipp: Geh oben am Rosensteinpark rein, lauf den Tag über bergab und verlass den Park unten am Haupteingang. Der Tipp war gut. Er funktioniert nur nicht mehr.

Seit dem 15. September 2025 ist der Eingang am Rosensteinpark geschlossen, weil dort die neue Elefantenwelt gebaut wird. Am 27. Januar 2026 war Spatenstich; das Land investiert rund 68,5 Millionen Euro, und fertig sein soll die Anlage Anfang 2030. Danach gibt es dort einen zweiten, barrierefreien Haupteingang direkt an der Stadtbahnhaltestelle „Rosensteinpark“. Die Wilhelma schreibt in ihrer eigenen Mitteilung dazu einen Satz, der genau dein Problem beschreibt: „Künftig kann der zoologisch-botanische Garten topografisch auch von oben nach unten besichtigt werden.“ Künftig — also bis dahin nicht.

Praktisch heißt das für die nächsten Jahre:

  • Du startest unten und läufst den ganzen Tag bergauf. Der Haupteingang an der Neckartalstraße liegt am Fuß des Hangs, die Gebirgswelten mit den Mammutbäumen von 1864 liegen am höchsten Punkt des Parks. Dazwischen liegen Subtropenterrassen und Maurischer Garten — schön, aber eben Höhenmeter.
  • Der Nebeneingang Pragstraße ersetzt ihn nicht. Er hat laut Wilhelma nur bei Bedarf an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, dann von 10 bis 16 Uhr, und kann kurzfristig geschlossen werden. Darauf lässt sich kein Tag planen.
  • Mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist der Anstieg die eigentliche Aufgabe des Tages. Die Wilhelma sagt das selbst: Die neue Anlage werde es „leichter für Menschen mit Behinderungen oder Familien mit Kinderwagen machen“ — im Umkehrschluss ist es gerade nicht leicht.

Die naheliegende Gegenmaßnahme: den Anstieg an den Anfang legen. Wer morgens durchzieht bis zu den Gebirgswelten und sich den flachen historischen Teil unten für den Nachmittag aufhebt, macht die schwere Strecke mit frischen Beinen und mit Kindern, die noch laufen. Umgekehrt endet der Tag mit einem quengelnden Kind an einer Steigung.

Der Park hat bis 20 Uhr offen — die Tierhäuser nicht

Die Wilhelma hat an jedem Tag im Jahr geöffnet, Einlass ist immer ab 8.15 Uhr. Von Mai bis August schließt der Park erst um 20 Uhr. Das klingt nach einem sehr langen Tag — ist aber nur die halbe Wahrheit, weil in der Wilhelma drei verschiedene Uhren laufen.

  • Der Park: ab 8.15 Uhr, im Hochsommer bis 20 Uhr, im April und September bis 19.30 Uhr, im März bis 18.30 Uhr, von November bis Februar nur bis 16.30 Uhr.
  • Die Tier- und Pflanzenhäuser: erst ab 9 Uhr — und im Hochsommer schon um 18.30 Uhr wieder zu. Das sind eineinhalb Stunden vor Parkschluss. Im April und September schließen sie um 18 Uhr, im März um 17.30 Uhr, im Winter um 15.45 Uhr.
  • Die Kassen am Haupteingang: 16 Uhr, im Winter 15.30 Uhr. Danach bekommst du Tageskarten nur noch an den Kassenautomaten — am Haupteingang, vor dem Parkhaus und an der Stadtbahnhaltestelle „Wilhelma“.

Daraus folgen drei Dinge, die den Tag entscheiden:

Erstens: Die erste Dreiviertelstunde gehört dem Park, nicht den Häusern. Wer um 8.15 Uhr als Erster durchs Drehkreuz geht, steht vor verschlossenen Türen am Aquarium. Diese Zeit ist trotzdem nicht verschenkt — sie ist perfekt für den Anstieg, solange es noch kühl und leer ist.

Zweitens: Der Abendtarif ist kürzer, als er aussieht. Von März bis Oktober gibt es ab 16 Uhr ein günstigeres Ticket. Im Hochsommer hast du damit vier Stunden Park — aber nur zweieinhalb Stunden Tierhäuser. Für einen Feierabendspaziergang durch den historischen Park ist das ein gutes Geschäft, für einen ersten Besuch mit Kindern nicht.

Drittens: Die Jahreskarte hat einen eigenen Stichtag. Jahreskarten gibt es nur direkt an den Kassen, nie online und nie am Automaten. Weil das Ausstellen mit Foto fünf bis zehn Minuten dauert, bittet die Wilhelma darum, spätestens um 15.50 Uhr (im Winter 15.20 Uhr) an der Kasse zu sein.

Zwei Kleinigkeiten, die sonst nirgends stehen: Das Aquarium schließt dienstags früher als die übrigen Häuser — von April bis September schon um 18 Uhr, im März und im Oktober um 17 Uhr. Und am 31. Oktober bleibt der Park bis 20 Uhr offen, obwohl er an den Tagen davor schon um 16.30 Uhr schließt. Die Damaszenerhalle ist wegen Sanierungsarbeiten geschlossen; einen Wiedereröffnungstermin nennt die Wilhelma nicht.

Die Wilhelma-Talks laufen von 10.15 bis 15.15 Uhr — und der Wochentag entscheidet

Alles, was in der Wilhelma kommentiert wird, heißt Wilhelma-Talk. Manche Talks sind mit Fütterung, manche ohne — die mit Fütterung sind im Plan mit einem Hand-Symbol markiert. Der komplette Fahrplan liegt zwischen 10.15 und 15.15 Uhr. Wer erst mittags anreist, verpasst die Hälfte, und wer den günstigen Abendtarif ab 16 Uhr nimmt, verpasst alles.

Täglich, das ganze Jahr:

  • 11.00 und 15.00 Uhr Seelöwen — außer donnerstags
  • 12.00 Uhr Löwen, Treffpunkt links an der Außenanlage — ohne Fütterung. Die Wilhelma füttert ihre Raubkatzen bewusst zu wechselnden Zeiten, damit die Tiere Abwechslung haben.
  • 14.30 Uhr Brillenpinguine
  • 11.30 Uhr Dscheladas und Mähnenschafe — nur montags bis freitags

Nur im Sommerhalbjahr: Bonobos um 10.15 Uhr (Mai bis September, täglich) und Gorillas um 13.15 Uhr (Mai bis September, täglich). Beim Gorilla-Talk gilt eine Einschränkung, die man kennen sollte: Er ist nur auf dem Vorplatz des Menschenaffenhauses zu hören, nicht drinnen.

Und dann die Termine, die an einem einzigen Wochentag hängen:

  • Elefanten, 12.15 Uhr — nur mittwochs und samstags, Treffpunkt an der Außenanlage. Wenn das Kind wegen der Elefanten mitfährt, steht der Tag damit fest. Das Elefantenbaden findet zwar täglich statt, aber zu wechselnden Zeiten, die sich nach den Tieren richten — planen lässt es sich nicht.
  • Krokodile, 14.00 Uhr — nur montags.
  • Kaiman, 12.00 Uhr — nur donnerstags, und nicht an Feiertagen; dann rutscht der Termin auf den Mittwoch davor.
  • Piranhas, 12.00 Uhr — nur samstags und sonntags.
  • Terra Australis, 12.00 Uhr — nur montags bis freitags, April bis Oktober, Treffpunkt rechts bei der Quokka-Anlage. Ausgerechnet der Talk bei Koalas und Quokkas fällt am Wochenende aus.
  • Asiatische Bauernhoftiere, 12.00 Uhr auf dem Dorfplatz — an allen Tagen außer freitags.
  • Dazu am Nachmittag: Welt der Vögel (13.30 Uhr, Di und Mi), Keas (13.30 Uhr, außer montags und freitags), Afrikanische Huftiere und Erdmännchen (14.00 Uhr, Di und Mi), Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren (14.15 Uhr, Mo und Do), Gebirgswelten (14.30 Uhr, Di und Sa) sowie zwei botanische Talks — Gewächshaus (14.00 Uhr, Mi und Sa) und Magnolien und Stauden (15.15 Uhr, Do im Maurischen Garten).

Wenn man das übereinanderlegt, ergeben sich drei klare Empfehlungen:

Mittwoch ist der stärkste Tag. Nur mittwochs kommen Elefanten, Wildes Amazonien, Welt der Vögel, Afrikanische Huftiere und der Gewächshaus-Talk zu den täglichen Terminen dazu. Der Preis dafür: Um 12 Uhr laufen vier Talks gleichzeitig, um 12.15 Uhr der fünfte — du musst dich entscheiden.

Freitag ist der schwächste Tag. Kein einziger wochentagsgebundener Talk fällt auf einen Freitag: keine Elefanten, keine Bauernhoftiere, keine Keas, keine Krokodile, kein Kaiman, keine Piranhas. Übrig bleiben die täglichen Termine.

Donnerstag ist der Tag ohne Seelöwen. Beide Seelöwen-Talks fallen aus, weil das Becken gereinigt wird. Für viele Familien ist das der verlässlichste Programmpunkt des Tages — an einem Donnerstag muss er also ersetzt werden.

Unter 6 frei, bis 17 Kinderpreis — und drei Rabatte, die es nur an der Kasse gibt

Die Altersgrenzen der Wilhelma sind großzügiger als in den meisten großen Zoos. Kinder unter sechs Jahren zahlen gar nichts, und der Kinderpreis gilt bis einschließlich 17 Jahre. Ein Sechzehnjähriger kostet hier also 9,00 Euro und nicht den vollen Erwachsenenpreis. Danach schließt sich der Schüler- und Studierendentarif für 18- bis 28-Jährige an — mit gültigem Ausweis 15,00 Euro.

Der Sommertarif gilt von März bis Oktober, der günstigere Wintertarif von November bis Februar, und von März bis Oktober gibt es ab 16 Uhr zusätzlich den Abendtarif zum Winterpreis. Alle Erwachsenenpreise enthalten den Artenschutz-Euro: 1 Euro auf Tageskarten, 3 Euro auf Jahreskarten. Er ist freiwillig — du kannst ihn an der Kasse vor dem Kauf abbestellen oder im Buchungsprozess abwählen.

Online ist günstiger, aber nur ein bisschen. Im offiziellen Ticketshop kostet die Sommer-Tageskarte 22,00 statt 23,00 Euro, das Kinderticket 8,50 statt 9,00 Euro, die Familienkarte II 47,00 statt 48,00 Euro. Für eine vierköpfige Familie mit Familienkarte II ist der Unterschied genau ein Euro. Der eigentliche Grund, vorher zu kaufen, ist die Warteschlange: An vollen Tagen stehen die Leute an allen Kassen an.

Und jetzt der Teil, den fast alle übersehen: Drei Vergünstigungen gibt es ausschließlich an der Kasse. Wer online kauft, verschenkt sie.

  • VVS-Bonus. Wer vom 1. März bis 31. Oktober mit einem VVS-Tagesticket anreist, bekommt an der Kasse 1,00 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 0,50 Euro (Kinder von 6 bis 17, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende von 18 bis 28) auf den Normaltarif. Damit landest du an der Kasse beim gleichen Preis wie online — Online-Kauf bringt dir dann nichts mehr.
  • Landesfamilienpass Baden-Württemberg. Das ist der große Hebel: Vom 1. März bis 31. Oktober bekommst du mit Pass und zugehörigem Gutschein die Familienkarte zum Abendtarif statt zum Normaltarif — und zwar den ganzen Tag. Die Familienkarte II kostet damit 34,00 statt 48,00 Euro. Den Pass gibt es bei der eigenen Stadt oder Gemeinde, unter anderem für Familien mit drei kindergeldberechtigten Kindern, für Alleinerziehende mit einem Kind und für Familien mit einem schwerbehinderten Kind — aber nur mit Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg.
  • ErlebnisCard und StuttCard geben einmalig freien Eintritt, funktionieren aber nur am Haupteingang, nicht an den Nebeneingängen.

Die FamilienCard Stuttgart ist der Sonderfall: Sie wird an den Kassen und im Online-Shop als Zahlungsmittel akzeptiert — aber nicht an den Kassenautomaten. Wer nach 16 Uhr kommt und damit zahlen wollte, steht vor einem Automaten, der sie nicht nimmt.

Zwei Dinge noch, die man wissen sollte, bevor man plant: Vergünstigungen lassen sich nicht kombinieren — der VVS-Bonus gilt also nicht zusätzlich auf den Gruppentarif. Und Geburtstagskinder bekommen keinen freien Eintritt. Das ist in vielen anderen Zoos anders; in der Wilhelma gilt es nur innerhalb eines vorab gebuchten Geburtstagspakets.

Die Jahreskarte lohnt sich schneller, als man denkt: Erwachsene 78,00 Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren 29,00 Euro, Familie II 168,00 Euro. Sie gilt zwölf Monate ab Ausstellungsdatum, nicht ab Januar. Bei drei Sommerbesuchen ist eine vierköpfige Familie damit schon fast im Plus. Der Haken: Jede Karte ist personalisiert und enthält ein Foto, alle Beteiligten müssen beim Kauf an der Hauptkasse dabei sein — auch die Kinder — und jede Person braucht einen Lichtbildausweis.

Ein Regentag trägt hier wirklich — das ist selten

Wenn du in Süddeutschland einen Zoo für einen verregneten Ferientag suchst, ist die Wilhelma eine der besten Adressen. Das liegt am botanischen Teil: Die Gewächshäuser sind nicht Beiwerk, sondern die halbe Anlage.

  • Aquarium und Terrarium von 1967 — 71 Aquarien, sechs Klimalandschaften, fünf Uferbecken, dazu im Mittelbau 32 Terrarien und die Krokodilhalle. Allein hier leben rund 750 Tierarten.
  • Amazonienhaus von 2000 — ein nachgebauter Regenwald mit Wasserfall und rund 2.000 Pflanzen. Vögel, Fledermäuse, Echsen und Frösche sind frei im Haus unterwegs; Affen, Faultiere und Kaiman halten Abstand. Das ist ein Haus zum Suchen, nicht zum Durchlaufen — mit ungeduldigen Kindern kann es enttäuschen.
  • Menschenaffenhaus von 2013 mit Gorillas und Bonobos, innen und außen verbunden.
  • Insektarium mit der großen Schmetterlingshalle, in der auch Flugfüchse leben.
  • Maurisches Landhaus mit fünf abgeschlossenen Pflanzenhäusern und tropischen Vögeln, dazu die historische Gewächshauszeile mit Orchideen, Kakteen und australischen Vögeln.

Im Wintergarten wechseln außerdem botanische Sonderschauen über das Jahr: Zitrusfrüchte im März und April, Afrikanische Landschaften von April bis September, Fuchsien von Mai bis September, Chilis im September und Oktober, Azaleen und Kamelien von Oktober bis April. Auch im Januar gibt es hier also etwas zu sehen — das ist der Unterschied zu einem reinen Zoo.

Drei ehrliche Einschränkungen gehören dazu:

  • Die Häuser öffnen erst um 9 Uhr und schließen bis zu anderthalb Stunden vor dem Park. Ein Regentag ist damit kürzer als ein Sonnentag.
  • Zwischen den Häusern bist du draußen — und am Hang. Regenjacke schlägt Schirm, weil du ohnehin einen Kinderwagen oder eine Hand am Kind hast.
  • Die Damaszenerhalle ist wegen Sanierung geschlossen, und das Café und Bistro Belvedere macht in den Wintermonaten zu — ausgerechnet die schönste Pause mit Aussicht fällt in der kalten Jahreszeit weg.

Neu und noch nicht auf jeder Ausflugsseite: Die Anlage für Amurtiger ist am 16. Juli 2025 eröffnet worden, an der Südseite des Aquariums ist 2025 ein Bonsai-Garten im japanischen Stil entstanden, und in der Terra Australis gab es kurz vor Weihnachten 2025 Koala-Nachwuchs.

Kein Hund, kein Roller, kein Leih-Bollerwagen

Die Parkordnung der Wilhelma ist kurz, aber sie kippt einen Familientag zuverlässig, wenn man sie erst am Eingang liest.

  • Hunde dürfen nicht mit. Ohne Ausnahme, außer für ausgebildete Assistenzhunde. Und selbst die brauchen eine gelbe Kenndecke oder ein Geschirr mit Abzeichen, einen Impfpass zum Vorzeigen und ein Dokument, das den Hund als notwendiges Hilfsmittel bescheinigt — und dürfen weder ins Amazonienhaus noch in die Freiflugvoliere, die Schmetterlingshalle oder das Streichelgehege.
  • Fahrräder, Dreiräder, Bobby-Cars, Rollschuhe, Inliner, Skateboards, City-Roller und Kickboards sind verboten. Erlaubt sind nur Dreiräder mit Führungsstange, Laufräder für Kleinkinder und Gehhilfen. Wer aus medizinischen Gründen eine besondere Gehhilfe braucht, muss das mit einem ärztlichen Attest belegen.
  • Bollerwagen kannst du mitbringen, aber nicht leihen. Die Wilhelma verleiht keine. Bei einem Gelände am Hang ist das eine Entscheidung, die zu Hause fällt — und ein voll beladener Bollerwagen bergauf ist kein Spaß.
  • Füttern ist verboten, ausdrücklich auch bei den frei lebenden Tieren im Park. Streicheln ist nur in den ausgewiesenen Streichelgehegen erlaubt, und auch dort nur, wenn die Tiere sich nicht gerade zurückgezogen haben.
  • Grillen, Ballspiele, Radios, Bälle, Luftballons und Frisbees sind untersagt, Rasenflächen und Beete darfst du nicht betreten — außer den ausgewiesenen Liegeflächen. Geraucht wird nur in gekennzeichneten Bereichen.

Was es dafür gibt: Rollstühle leiht die Parkaufsicht am Haupteingang kostenlos gegen Hinterlegung des Personalausweises — es sind einfache Schieberollstühle in begrenzter Zahl, reservieren kannst du frühestens einen Tag vorher unter 0151 44077568. Am Haupteingang Richtung Parkhaus gibt es außerdem Schließfächer für 1 Euro, einige groß genug für einen Koffer; reservieren geht nicht.

Zum mitgebrachten Essen sagt die Parkordnung nichts — sie verbietet nur Grillen und offenes Feuer. Ein Vesper aus dem Rucksack ist also kein Problem, eine Picknickdecke auf dem Rasen dagegen meistens schon.

Kinderturn-Welt, Wasserspielbereich und drei Programme, die nichts extra kosten

Der wichtigste Satz für Familien steht auf keiner Übersichtsseite: Die Wilhelma ist kein Ort, an dem man alle Tiere sieht. Dafür ist sie zu groß und zu steil. Was sie besser kann als die meisten Zoos, ist das Spielen zwischendurch.

Die Kinderturn-Welt ist zusammen mit der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg entstanden und besteht aus zehn Spielstationen, die über das ganze Gelände verteilt sind. An jeder Station stellt ein „sprechendes“ Comic-Tier auf einer Infotafel seine Bewegungsweise vor — und die echten Vorbilder stehen meist im Gehege nebenan. Das Reiseheft liegt an den Eingängen aus, der Startpunkt mit Übersichtsplan ist beim Pinguingehege. Wer alle Stationen schafft, sammelt Stempel und nimmt ein Kinderturn-Diplom mit nach Hause. Genau das ist der Trick, mit dem man Kinder einen Hang hochbekommt: Die nächste Station ist immer ein Ziel.

Der Hauptspielplatz liegt vor dem Amazonienhaus, hat rund 1.000 Quadratmeter Spielfläche auf einem doppelt so großen, mit hohen Büschen und Bäumen bewachsenen Areal, ein Heckenlabyrinth aus Bambus, eine große Holzkonstruktion mit Stegen, Seilen, Brücken, Rampen und Baumhütte — und einen Wasserbereich zum Experimentieren. Wenn das Wetter danach ist, wird dort jedes Kind nass. Wechselkleidung einpacken, sonst endet der Tag früher als geplant.

Drei Angebote kosten nichts extra, sind aber an feste Zeiten gebunden:

  • Kostenlose Führungen der Wilhelmabegleiter vom 1. April bis 31. Oktober — samstags um 14 Uhr, sonn- und feiertags um 10.30 und 14 Uhr, rund 90 Minuten, ohne Anmeldung. Für kleine Kinder sind eineinhalb Stunden Führung allerdings lang.
  • Wilde Wochenenden an ausgewählten Sonntagen, 11 bis 17 Uhr in der Wilhelmaschule, mit Mitmachstationen zu einem Thema — nur der Eintritt. Weil du dort jederzeit dazustoßen und wieder gehen kannst, ist das mit Kindergartenkindern das dankbarere Format.
  • Ferienprogramme der Wilhelmaschule für Grundschulkinder in den Sommerferien — die kosten zwischen 30 und 55 Euro, der Eintritt ist darin enthalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, und Anmeldungen werden ausschließlich per E-Mail entgegengenommen.

Zum Essen: Das Kids Menu für 7,90 Euro gilt nur für Kinder bis zehn Jahre. Beim Frühstücksbuffet im Amazonica (samstags, sonntags und feiertags, 22,90 Euro) sind Kinder bis 110 cm frei, bis 140 cm zahlen sie den halben Preis. In den Restaurants gibt es Baby-Stationen, an denen du Fläschchen wärmen, Wasser kochen und Babynahrung erhitzen lassen kannst; Lätzchen gibt es dort auch. Wickeltische stehen in den Restaurants sowie bei den Toiletten am Haupteingang, am Wilhelma-Shop, im Maurischen Garten und im Menschenaffenhaus.

Vier Bundesländer in Reichweite — und ein Rabatt, den nur eines davon bekommt

Stuttgart liegt in Baden-Württemberg, aber Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sind Tagesausflugs-Entfernung. Die Wilhelma hat an jedem Tag im Jahr offen, auch an allen Feiertagen — trotzdem läuft an der Landesgrenze einiges auseinander.

Der Landesfamilienpass ist der wichtigste Punkt. Er gilt nur für Familien mit Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg und bringt von März bis Oktober die Familienkarte zum Abendtarif statt zum Normaltarif — bei der Familienkarte II sind das 14 Euro Unterschied, den ganzen Tag. Eine Familie aus Mainz, Frankfurt oder Würzburg zahlt für exakt denselben Tag den vollen Preis. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der größte Preisunterschied, den es an dieser Kasse gibt.

Bei den Feiertagen sind drei Termine auffällig:

  • 1. November, Allerheiligen. Gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalzin Hessen nicht. Drei der vier Länder in Reichweite haben also frei und fahren los. Dazu passt schlecht, dass ab November der Wintertarif gilt und der Park schon um 16.30 Uhr schließt: günstiger Eintritt, aber ein kurzer und voller Tag.
  • 6. Januar, Heilige Drei Könige. Feiertag in Baden-Württemberg und Bayern, nicht in Rheinland-Pfalz und nicht in Hessen. Ein Wintertag mit früher Dämmerung — dafür sind die Gewächshäuser und der Wintergarten mit Azaleen und Kamelien genau dann in Form.
  • 15. August, Mariä Himmelfahrt. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ein normaler Arbeitstag, in den überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns dagegen ein gesetzlicher Feiertag. Wer aus Bayern anreist, trifft an diesem Tag auf einen Zoo, der für die Einheimischen ein ganz normaler Werktag ist — und das ist eher gut.

Zwei praktische Folgen für Gäste von außerhalb: Der VVS-Bonus hängt nicht am Wohnort, sondern am Ticket — wer mit einem VVS-Tagesticket anreist, bekommt ihn, egal aus welchem Bundesland. Und die FamilienCard ist eine Karte der Stadt Stuttgart; sie kommt für Auswärtige nicht in Frage.

Wichtig ist außerdem der Anreiseweg: Die Wilhelma liegt innerhalb der Stuttgarter Umweltzone. Ohne grüne Plakette kommst du nicht hin, und für ältere Diesel gelten zusätzliche Verkehrsverbote. Wer aus einem anderen Bundesland mit dem Auto anreist, sollte das vorher prüfen — die Wilhelma selbst empfiehlt in diesem Fall Park-and-Ride außerhalb der Umweltzone.

👧 Für welches Alter?

Unter 6 Jahren

Der beste Preis im Haus: Kinder unter sechs zahlen gar nichts. Zwei Erwachsene mit einem Krabbelkind kommen im Sommer für 46,00 € an der Kasse rein — die Familienkarte II wäre mit 48,00 € teurer. Rechne die Familienkarte also erst, wenn ein Kind sechs ist. Der Anstieg vom Haupteingang ist mit Buggy die eigentliche Aufgabe; einen Bollerwagen kannst du mitbringen, aber nicht leihen. Programm für diese Gruppe: der Wasserbereich am Hauptspielplatz, die Asiatischen Bauernhoftiere um 12 Uhr (außer freitags), die Brillenpinguine um 14.30 Uhr. Wickeltische gibt es in den Restaurants, am Haupteingang, am Wilhelma-Shop, im Maurischen Garten und im Menschenaffenhaus.

6–10 Jahre

Das ist die Zielgruppe der Kinderturn-Welt: zehn Spielstationen über das Gelände verteilt, Reiseheft an den Eingängen, Stempel sammeln, am Ende das Kinderturn-Diplom. Genau damit bekommst du ein Kind den Hang hoch. Das Kids Menu für 7,90 € gilt nur bis zehn Jahre — danach wird das Mittagessen teurer. In den Ferien gibt es Programme der Wilhelmaschule für Grundschulkinder zwischen 30 und 55 € inklusive Eintritt; die Plätze sind begrenzt und die Anmeldung läuft ausschließlich per E-Mail.

11–14 Jahre

Jetzt ziehen die Häuser: Aquarium und Terrarium mit Krokodilhalle, das Insektarium mit der Schmetterlingshalle, das Amazonienhaus, in dem man die Tiere suchen muss. Passende Talks für diese Gruppe hängen am Wochentag: Krokodile montags um 14 Uhr, Kaiman donnerstags um 12 Uhr, Piranhas samstags und sonntags um 12 Uhr. Beim Löwen-Talk um 12 Uhr gibt es keine Fütterung — das sagt die Wilhelma ausdrücklich, damit niemand umsonst wartet.

15–17 Jahre

Die angenehme Überraschung: Bis einschließlich 17 Jahre gilt der Kinderpreis von 9,00 €, und die Familienkarte deckt die im Haushalt lebenden Kinder ebenfalls bis 17 ab. In vielen anderen großen Zoos zahlt ein Sechzehnjähriger längst den vollen Erwachsenenpreis. Es lohnt sich also nicht, hier zu tricksen — es lohnt sich, es zu wissen.

18–28 Jahre

Danach kommt der Schüler- und Studierendentarif: 15,00 € statt 23,00 € im Sommer, 11,50 € im Winter und im Abendtarif — aber nur mit gültigem Schul- oder Studienausweis. Acht Euro pro Besuch hängen daran, ob der Ausweis eingesteckt ist.

🌦️ Regen und Hitze

Regen ist in der Wilhelma kein Grund abzusagen — sie hat mehr überdachte Fläche als die meisten Zoos. Aquarium und Terrarium mit 71 Aquarien, 32 Terrarien und der Krokodilhalle, das Amazonienhaus, das Menschenaffenhaus, das Insektarium mit der Schmetterlingshalle, das Maurische Landhaus mit fünf Pflanzenhäusern und die historische Gewächshauszeile tragen zusammen einen ganzen Tag.

Zwei Dinge musst du dabei einplanen. Erstens: Die Häuser öffnen erst um 9 Uhr und schließen bis zu anderthalb Stunden vor dem Park — ein Regentag ist also kürzer als ein Sonnentag, und ein Abendticket ergibt bei Regen wenig Sinn. Zweitens: Zwischen den Häusern bist du im Freien und am Hang. Eine Regenjacke ist besser als ein Schirm, weil du meistens eine Hand am Kind oder am Kinderwagen hast. Die Damaszenerhalle ist wegen Sanierung geschlossen, und das Belvedere hat im Winter zu — beides fällt als Unterstand weg.

An heißen Tagen ist nicht die Hitze das Problem, sondern die Kombination aus Hitze und Steigung. Deshalb gilt hier noch strenger: den Anstieg früh erledigen, am besten direkt nach dem Einlass um 8.15 Uhr.

Der Hauptspielplatz vor dem Amazonienhaus ist der beste Platz für den Nachmittag: Er liegt in hohe Büsche und Bäume eingebettet und hat einen Wasserbereich zum Experimentieren. Rundherum stehen Bänke. Wechselkleidung einpacken — Kinder werden dort nass, ob geplant oder nicht.

Schatten findest du im alten Baumbestand des historischen Parks und oben in den Gebirgswelten, wo die Mammutbäume von 1864 stehen. Meiden solltest du dagegen mittags die Subtropenterrassen: Die Wilhelma beschreibt sie selbst als sonnenreich und windgeschützt — ideal für Palmen und Feigen, weniger für ein müdes Kind. Und die Tropenhäuser sind auf ihre Bewohner klimatisiert, nicht auf dich; Abkühlung suchst du eher im Aquarium als im Amazonienhaus.

⚠️ Was hier oft schiefgeht

  • Auf den alten Tipp „oben am Rosensteinpark rein und bergab laufen“ setzen. Der Eingang ist seit dem 15. September 2025 wegen des Baus der Elefantenwelt geschlossen und kommt erst mit der neuen Anlage Anfang 2030 zurück.
  • Auf den Nebeneingang Pragstraße bauen. Der öffnet nur bei Bedarf an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr und kann kurzfristig geschlossen bleiben.
  • Erst am Nachmittag anreisen. Alle Wilhelma-Talks laufen zwischen 10.15 und 15.15 Uhr — danach ist der Park offen, aber ohne Programm.
  • Den Abendtarif ab 16 Uhr für einen ersten Besuch nehmen. Die Tier- und Pflanzenhäuser schließen im Hochsommer schon um 18.30 Uhr, Talks gibt es keine mehr.
  • Um 8.15 Uhr zum Aquarium laufen. Der Park lässt ab 8.15 Uhr rein, die Häuser öffnen erst um 9 Uhr.
  • Für die Elefanten am falschen Tag kommen. Den Elefanten-Talk gibt es nur mittwochs und samstags um 12.15 Uhr; das Elefantenbaden findet zwar täglich statt, aber zu Zeiten, die sich nach den Tieren richten.
  • An einem Donnerstag mit den Seelöwen planen. Beide Seelöwen-Talks fallen aus, weil das Becken gereinigt wird.
  • Online kaufen, obwohl du Anspruch auf den Landesfamilienpass hast. Der bringt von März bis Oktober die Familienkarte zum Abendtarif — bei Familie II 34,00 statt 48,00 € — und gilt ausschließlich an der Kasse.
  • Mit VVS-Tagesticket vorher online kaufen. An der Kasse gibt es von März bis Oktober 1,00 € (Erwachsene) beziehungsweise 0,50 € Bonus, und Vergünstigungen lassen sich nicht kombinieren.
  • Nach 16 Uhr eine Jahreskarte kaufen wollen. Die gibt es nur an den Kassen, das Ausstellen dauert fünf bis zehn Minuten, und alle Beteiligten müssen mit Lichtbildausweis dabei sein.
  • Auf den Bollerwagen-Verleih hoffen. Den gibt es in der Wilhelma nicht — eigene Wagen darfst du mitbringen.
  • Roller, Kickboard oder Kinderfahrrad einpacken. Erlaubt sind nur Laufräder für Kleinkinder, Dreiräder mit Führungsstange und Gehhilfen.
  • Den Hund mitnehmen. Hunde sind grundsätzlich verboten, Ausnahme sind nur ausgebildete Assistenzhunde mit Kenndecke, Impfpass und Nachweis.
  • Damit rechnen, dass das Geburtstagskind frei reinkommt. In der Wilhelma zahlt es den regulären Preis, außer im vorab gebuchten Geburtstagspaket.
  • Mit Dachbox ins Wilhelma-Parkhaus fahren. Dort gilt eine maximale Wagenhöhe von zwei Metern — und an Wochenenden und in den Ferien ist es ohnehin schnell voll.
  • Am Parkhaus Mahle mit Karte zahlen wollen. Dort geht nur Bargeld, 8 € pauschal.
  • Ohne grüne Plakette losfahren. Die Wilhelma liegt innerhalb der Stuttgarter Umweltzone, für ältere Diesel gelten zusätzliche Verkehrsverbote.
  • Die Picknickdecke auf eine Wiese legen. Rasenflächen und Beete darf man nicht betreten, nur die ausgewiesenen Liegeflächen.
  • Die Damaszenerhalle einplanen. Sie ist wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, steht aber auf vielen Ausflugsseiten noch als Höhepunkt.
  • Die Online-Tickets an eine Outlook-, Hotmail- oder Live-Adresse schicken lassen. Die Wilhelma weist selbst auf Zustellprobleme hin — notfalls reicht die ausgedruckte Rechnung mit Rechnungsnummer am Einlass.

🚗 Anfahrt, Parken, Preise

Anfahrt

Adresse fürs Navi: Wilhelma 13, 70376 Stuttgart. Der Haupteingang liegt an der Neckartalstraße in Bad Cannstatt. In Stuttgart weisen Straßenschilder mit einem schwarzen Elefantensymbol den Weg.

  • Stadtbahn U13, U14 und U16 bis Haltestelle „Wilhelma“ — direkt vor dem Haupteingang.
  • Stadtbahn U13 und U16 sowie die Buslinien 52 und 56 bis „Rosensteinbrücke“ — von dort sind es 250 Meter zum Haupteingang.
  • S-Bahn S1, S2 und S3 bis „Bahnhof Bad Cannstatt“, von dort rund einen Kilometer zu Fuß.

Wichtig: Der Eingang am Rosensteinpark ist seit dem 15. September 2025 geschlossen (Baustelle Elefantenwelt). Der Nebeneingang Pragstraße öffnet nur bei Bedarf an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr und kann kurzfristig geschlossen bleiben — plan ihn nicht ein.

Mit dem Auto: Die Wilhelma liegt innerhalb der Stuttgarter Umweltzone (grüne Plakette nötig), zusätzlich gelten Verkehrsverbote für ältere Diesel. Wer davon betroffen ist, sollte auf Park-and-Ride außerhalb der Umweltzone ausweichen.

Wer mit einem VVS-Tagesticket anreist, bekommt vom 1. März bis 31. Oktober an der Kasse einen Bonus auf den Normaltarif: 1,00 Euro für Erwachsene, 0,50 Euro für Kinder von 6 bis 17 Jahren sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende von 18 bis 28 Jahren.

Parken

Das Wilhelma-Parkhaus liegt direkt neben dem Haupteingang an der Neckartalstraße, ist durchgehend geöffnet und hat 800 Stellplätze. Es kostet 8 Euro für den ganzen Tag, bis zu drei Stunden 5 Euro, bezahlt wird am Ende am Automaten. Maximale Wagenhöhe: zwei Meter — mit Dachbox oder Hochdachkombi kommst du nicht rein.

Auf Parkdeck 3 (ebenerdig) liegen acht reservierte Plätze für Rollstuhlfahrende und Menschen mit Behinderungen; von dort erreichst du den Haupteingang ohne Treppen. Passt ein Fahrzeug wegen seiner Größe nicht ins Parkhaus, gibt es gesonderte Plätze unter freiem Himmel — die Aufsicht an der Einfahrt darauf ansprechen.

Die Wilhelma warnt selbst: An Wochenenden und in der Ferienzeit ist das Parkhaus sehr schnell voll und sie empfiehlt, dann auf das Auto zu verzichten. Ausweichmöglichkeiten:

  • Parkhaus Mühlgrün — 190 Plätze, maximal vier Stunden Parkdauer, Einfahrt Überkinger Straße, rund 700 Meter Fußweg am Neckar entlang.
  • Parkhaus König-Karl-Passage — 80 Plätze, Einfahrt Badstraße, rund 750 Meter.
  • Parkhaus Wilhelmsplatz / Bad Cannstatt — 360 Plätze, Einfahrt Eisenbahnstraße, rund 950 Meter durch die Altstadt.
  • Parkhaus Mahle — nur bei Bedarf an Wochenenden und Feiertagen, 8 Euro pauschal und nur bar, keine Kartenzahlung; rund 850 Meter zum Haupteingang.

Reisebusse mit Ziel Wilhelma stehen gegenüber dem Parkhaus kostenfrei.

Öffnung

Jeden Tag im Jahr geöffnet, Einlass immer ab 8.15 Uhr. Die Schließzeiten wechseln monatsweise: im Hochsommer bis 20 Uhr, im Frühjahr und Frühherbst zwischen 18.30 und 19.30 Uhr, von November bis Februar nur bis 16.30 Uhr. An Heiligabend und Silvester ist deutlich früher Schluss. Die genauen Zeiten stehen auf der offiziellen Seite und ändern sich jedes Jahr — dort vor der Fahrt nachsehen.

Wichtiger als die Parkzeiten sind drei Regelmäßigkeiten:

  • Die Tier- und Pflanzenhäuser öffnen erst um 9 Uhr und schließen je nach Saison 45 Minuten bis anderthalb Stunden vor dem Park.
  • Die Kassen am Haupteingang schließen um 16 Uhr, im Winter um 15.30 Uhr. Danach gibt es Tageskarten nur noch an den Kassenautomaten am Haupteingang, vor dem Parkhaus und an der Stadtbahnhaltestelle „Wilhelma“ — dort allerdings nicht mit der FamilienCard Stuttgart.
  • Jahreskarten gibt es nur an den Kassen, nicht online und nicht am Automaten. Weil das Ausstellen fünf bis zehn Minuten dauert, solltest du spätestens um 15.50 Uhr (im Winter 15.20 Uhr) dort sein.

Der Eingang Rosensteinpark ist seit dem 15. September 2025 geschlossen, der Eingang Pragstraße öffnet nur bei Bedarf an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 16 Uhr. Die Damaszenerhalle ist wegen Sanierung geschlossen.

Preise

Stand August 2026, alle Erwachsenenpreise inklusive des freiwilligen Artenschutz-Euros (1 Euro bei Tageskarten, 3 Euro bei Jahreskarten; an der Kasse oder im Buchungsprozess abwählbar).

Sommertarif (März bis Oktober), Kasse:

  • Erwachsene, Seniorinnen und Senioren 23,00 €
  • Schülerinnen, Schüler und Studierende von 18 bis 28 Jahren mit gültigem Ausweis 15,00 €
  • Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 9,00 €Kinder unter 6 Jahren frei
  • Familie I (ein Elternteil mit den im Haushalt lebenden Kindern bis 17) 29,00 €
  • Familie II (beide Eltern mit den im Haushalt lebenden Kindern bis 17) 48,00 €

Wintertarif (November bis Februar) und Abendtarif (März bis Oktober ab 16 Uhr): 17,00 € / 11,50 € / 6,50 € / 20,00 € / 34,00 €.

Online im offiziellen Ticketshop ist es etwas günstiger: Sommer 22,00 € / 14,50 € / 8,50 € / 28,00 € / 47,00 €, Abend- und Wintertarif 16,00 € / 11,00 € / 6,00 € / 19,00 € / 33,00 €. Für eine vierköpfige Familie mit Familienkarte II ist das genau ein Euro — der Vorteil ist die Warteschlange, nicht der Preis.

Freien Eintritt bekommen Menschen mit Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen H, Bl oder B sowie jeweils eine Begleitperson.

Jahreskarten: Erwachsene 78,00 €, Partnerin oder Partner 61,00 €, Seniorinnen und Senioren ab 65 sowie Schwerbehinderte ab GdB 50 je 61,00 €, Schülerinnen, Schüler und Studierende von 18 bis 28 Jahren 47,00 €, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 29,00 €, Familie I 107,00 €, Familie II 168,00 €. Sie gelten zwölf Monate ab Ausstellungsdatum, sind personalisiert, enthalten ein Foto und sind nicht übertragbar — alle Beteiligten müssen beim Kauf an der Hauptkasse anwesend sein und einen Lichtbildausweis dabeihaben.

Gruppen ab 15 zahlenden Personen zahlen im Sommer 19,50 € (Erwachsene) beziehungsweise 7,50 € (Kinder von 6 bis 17). Schulklassen zahlen 7,50 € pro Person unabhängig von der Gruppengröße; pro zehn Schülerinnen und Schülern ist eine Begleitperson frei. Gruppentickets lassen sich nicht vorab kaufen — sie gibt es an der Kasse, wenn die Gruppe eintrifft; eine Anmeldung ist nicht nötig.

Und drei Vergünstigungen gibt es nur an der Kasse: den VVS-Bonus, den Landesfamilienpass Baden-Württemberg (Familienkarte zum Abendtarif, 1. März bis 31. Oktober) sowie ErlebnisCard und StuttCard (einmalig freier Eintritt, nur am Haupteingang). Vergünstigungen lassen sich nicht kombinieren. Geburtstagskinder zahlen den regulären Preis.

Essen und Trinken

Die Gastronomie führt Marché. Ganzjährig geöffnet sind das Restaurant Amazonica am Wilhelma-Theater in der Nähe des Haupteingangs (Buffet, große vegetarische Auswahl, Kleinkindbereich, großer Außenbereich), das Bandipur Bistro auf dem Asiatischen Schaubauernhof (Nudeln, Curry, Grillterrasse) und der Waffelgarten gegenüber den Okapis. Das Café und Bistro Belvedere oberhalb des Maurischen Gartens hat die beste Aussicht — und ist in den Wintermonaten geschlossen. Dazu kommen der Wilhelma-Shop am Haupteingang und fünf kleinere Kioske im Park.

Für Familien wichtig: Das Kids Menu für 7,90 € gilt nur bis zehn Jahre. Beim Frühstücksbuffet im Amazonica (samstags, sonntags und feiertags, 22,90 € pro Person inklusive frisch gepresstem Saft und allen Heißgetränken) sind Kinder bis 110 cm frei, bis 140 cm zahlen sie den halben Preis. In den Restaurants gibt es Baby-Stationen zum Fläschchenwärmen und Erhitzen von Babynahrung sowie Lätzchen.

Eigener Proviant ist erlaubt — die Parkordnung verbietet ihn nicht. Verboten sind dagegen Grillen und offenes Feuer, und Rasenflächen und Beete darfst du nicht betreten, außer den ausgewiesenen Liegeflächen. Die Picknickdecke kommt also auf keine Wiese, sondern auf eine Bank.

Barrierefreiheit

Hier ist die Wilhelma ehrlich gesagt schwierig — und sie weiß das selbst. Das Gelände liegt am Hang, der historische Baubestand ist denkmalgeschützt, und der obere Eingang am Rosensteinpark ist seit September 2025 geschlossen. Genau deshalb wirbt die Wilhelma damit, dass die neue Elefantenwelt ab Anfang 2030 einen barrierefreien zweiten Haupteingang bringt, über den sich der Garten „topografisch auch von oben nach unten“ besichtigen lässt. Bis dahin gilt: Es geht bergauf.

Was es gibt:

  • Rollstuhlverleih kostenlos bei der Parkaufsicht am Haupteingang gegen Hinterlegung des Personalausweises. Es sind einfache Schieberollstühle in begrenzter Zahl; reservieren kannst du frühestens einen Tag vor dem Besuch unter 0151 44077568.
  • Behindertengerechte Stellplätze im Wilhelma-Parkhaus auf Parkdeck 3, von dort ohne Treppen zum Haupteingang. Für zu große Fahrzeuge gibt es gesonderte Plätze im Freien — die Aufsicht an der Einfahrt ansprechen.
  • Rollstuhlgerechte Toiletten am Haupteingang, im Restaurant Amazonica, im Restaurant am Schaubauernhof, beim Wilhelma-Shop, im Maurischen Garten und im Menschenaffenhaus. Der Sanitätsraum am Haupteingang ist als „Toilette für alle“ mit Liege für Erwachsene hergerichtet — den Schlüssel bekommst du bei der Aufsicht.
  • Stromtankstellen für Elektro-Rollstühle in den Gaststätten am Haupteingang und am Schaubauernhof.
  • Freier Eintritt mit Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen H, Bl oder B, dazu für eine Begleitperson. Jahreskarten sind ab GdB 50 ermäßigt.

Assistenzhunde sind erlaubt, brauchen aber gelbe Kenndecke oder Geschirr mit Abzeichen, einen Impfpass und einen Nachweis, dass der Hund als Hilfsmittel unabdingbar ist. Nicht betreten dürfen sie das Amazonienhaus, die Freiflugvoliere, die Schmetterlingshalle und das Streichelgehege.

🧭 Was noch in der Nähe liegt

  • Naturkundemuseum in Stuttgart — rund 1 km, Natur-/Wissenschaftsmuseum
  • Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart in Stuttgart — rund 1 km, Natur-/Wissenschaftsmuseum
  • Carl-Zeiss-Planetarium in Stuttgart — rund 3 km, Planetarium
  • InfoTurmStuttgart in Stuttgart — rund 3 km, Aussicht/Turm
  • Kindermuseum Junges Schloss in Stuttgart — rund 4 km, Kinder-/Mitmachmuseum
  • Porsche Museum in Stuttgart — rund 5 km, Technik-/Verkehrsmuseum

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