Erlebnispark Tripsdrill mit Kindern: Tipps und beste Zeit

Der Erlebnispark Tripsdrill bei Cleebronn ist Deutschlands ältester Freizeitpark: 1929 gegründet, thematisch komplett auf ein schwäbisches Dorf um 1880 gebürstet, gut 77 Hektar groß, rund 880.000 Gäste im Jahr. Für Familien ist er vor allem deshalb interessant, weil die Fahrhöhen hier niedriger liegen als in den ganz großen Parks — an vielen Attraktionen geht es schon bei einem Meter Körpergröße los. Zwei Haken gibt es trotzdem: Der Park hat nur von Ende März bis Anfang November auf, und der Preisunterschied zwischen Online-Kauf und Tageskasse ist so groß, dass er bei einer vierköpfigen Familie in die Nähe eines fünften Eintritts kommt.

Adresse
74389 Cleebronn auf der Karte
Zeit einplanen
6 bis 10 Stunden (Richtwert für Ziele dieser Art)
Passt für
4 bis 17 Jahre (Richtwert für Ziele dieser Art)
Eintritt
kostet Eintritt
Geöffnet
Mo–So 9–18 Uhr (Wochenrhythmus; Feiertage und Saison können abweichen)

📅 Wann ist hier am wenigsten los?

Heute: Ferienüberschneidung: sehr hoch (voraussichtlich hohe Auslastung) — in Reichweite haben Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und 1 weitere gleichzeitig Ferien.

Ruhiger wird es am Samstag, 19. September: Im Umkreis hat gerade kein Bundesland Ferien oder einen Feiertag — das ist der ruhigste Fall.

In Reichweite liegen 4 Bundesländer: Baden-Württemberg (2 km), Hessen (44 km), Rheinland-Pfalz (53 km), Bayern (65 km). Dazu die nahe Grenze zu Frankreich (81 km) — deren Feiertage zählen mit. Gerechnet wird nach Einwohnerzahl und Entfernung — das sagt, wie viele Menschen frei haben, nicht wie viele davon herkommen.

🕑 Wann hingehen?

Der Park hat nur von Ende März bis Anfang November auf — innerhalb dieser Monate lässt sich der Tag aber ziemlich gut steuern:

  • Wochentags außerhalb der Ferien ist es hier sehr entspannt. Berichte von Ferien-Mittwochen nennen Wartezeiten von höchstens einer Viertelstunde — das ist eine andere Welt als in den großen Parks.
  • Der September ist die beste Zeit. Nach den baden-württembergischen Sommerferien ist es leerer, ab Ende September läuft der Altweibersommer mit Kürbis- und Erntedeko — warm genug für die Wasserbahnen, aber ohne den Ferienandrang.
  • Um 9 Uhr am Eingang stehen und sofort zu den Bahnen im Eingangsbereich, die schon fahren. Die großen Fahrgeschäfte starten erst gegen 10 Uhr.
  • G’sengte Sau, Mammut und die Wasserbahnen am Vormittag — die haben die geringste Kapazität beziehungsweise werden bei Wärme zuerst voll.
  • Zwischen 12 und 14 Uhr sind die Achterbahnen am leersten, weil dann gegessen wird. Wer die Mittagspause davor oder danach legt, gewinnt zwei ruhige Stunden.
  • Das Wildparadies auf den späten Nachmittag legen: Es hat länger offen als der Erlebnispark, und der Aufstieg fällt leichter, wenn danach nichts mehr kommt.
  • Ein Blick in den Öffnungskalender lohnt: Es gibt 8-Stunden-Tage und 10-Stunden-Tage zum gleichen Preis.

Online oder Kasse — das ist hier der teuerste Klick des Tages

Tripsdrill hat zwei Preislisten, und sie liegen weit auseinander. An der Tageskasse kostet der Tages-Pass 54 Euro ab zwölf Jahren und 50 Euro für Kinder von vier bis elf sowie für Gäste ab 60. Online startet derselbe Tag bei 41,50 beziehungsweise 38,50 Euro. In den Sommerferien lag der Online-Preis Anfang August 2026 bei 48 und 44 Euro — der Online-Tarif ist also tagesabhängig, der Kassenpreis nicht.

Für zwei Erwachsene und zwei Kinder heißt das: An der Kasse rund 208 Euro, online je nach Datum grob 160 bis 184 Euro. Die Differenz liegt zwischen 24 und knapp 50 Euro — für nichts anderes als den Kaufort.

Was man dabei wissen muss:

  • Online-Tickets sind tagesdatiert. Sie gelten nur am gebuchten Tag. Umbuchen geht nach den offiziellen Bedingungen bis 48 Stunden vorher und kostet eine Gebühr — wer erst am Vorabend auf die Wetter-App schaut, ist zu spät.
  • Kinder unter vier Jahren zahlen nichts. Der Sprung auf den vollen Tarif kommt mit zwölf.
  • Das Parken ist kostenlos — über 4.000 Stellplätze, keine Schranke, keine Tagesgebühr. Das ist bei Freizeitparks dieser Größe die Ausnahme und spart gegenüber anderen Parks noch einmal sieben bis zehn Euro.
  • Der 2-Tages-Pass kostet 64 beziehungsweise 60 Euro an der Kasse; der zweite Besuch muss innerhalb weniger Tage erfolgen — der Park nennt zehn Tage. Wer ohnehin über Nacht bleibt, zahlt für den zweiten Tag also nur rund zehn Euro extra.
  • Ab etwa drei Besuchen im Jahr rechnet sich die Jahreskarte (149 Euro für Erwachsene, 119 Euro für Kinder von vier bis elf).
  • Nach übereinstimmenden Angaben haben Geburtstagskinder von vier bis elf Jahren am Geburtstag freien Eintritt gegen Ausweis. Rollstuhlfahrerinnen, Rollstuhlfahrer und blinde Gäste zahlen keinen Eintritt, Begleitungen mit Merkzeichen B den ermäßigten Tarif.

Der Tierpark steckt im Ticket — 400 Meter bergauf

Das ist der Punkt, den die meisten Familien übersehen: Im Tages-Pass für den Erlebnispark ist der Eintritt ins Wildparadies bereits enthalten. Einzeln kostet der Tierpark an der Kasse 18 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder — dieses Geld ist also schon bezahlt, ob man hingeht oder nicht.

Das Wildparadies ist kein Nebengehege im Park, sondern ein eigenes Gelände: rund 400 Meter bergauf, etwa zehn Minuten zu Fuß. Wer die Steigung mit müden Kindern nicht laufen will, nimmt den Stromberg-Express beziehungsweise den Shuttle, der mehrmals am Tag zwischen beiden Geländen pendelt. Was einen dort erwartet, steht auf unserer eigenen Seite zum Wildparadies Tripsdrill.

Für die Tagesplanung ist die Lage aus zwei Gründen wichtig. Erstens: Das Wildparadies hat länger offen als der Erlebnispark — es ist an 365 Tagen im Jahr ab 9 Uhr geöffnet und schließt im Sommer erst am späten Abend. Wer den Freizeitpark am Nachmittag satt hat, kann den Tag also oben ruhig ausklingen lassen, statt ihn abzubrechen. Zweitens: Der Weg dauert hin und zurück mit Pause gut anderthalb Stunden — das muss man einplanen, sonst wird es hektisch.

Ebenfalls im Ticket enthalten und wenig bekannt: Im Vinarium, dem Weinmuseum im Park, bekommt man ein Glas als Andenken, Kinder ein Saftglas.

Um neun ist der Park offen — die Achterbahnen noch nicht

Diese eine Regelmäßigkeit spart mehr Zeit als jeder Trick: Der Park öffnet meist um 9 Uhr, die großen Fahrgeschäfte starten aber erst um 10, manche um halb elf. Der Park sagt das selbst so — Wasser- und Großattraktionen hätten variable Öffnungszeiten je nach Besucheraufkommen und Jahreszeit; die tagesaktuellen Zeiten hängen auf Hinweistafeln am Haupteingang und an mehreren Stellen im Park aus.

Wer um neun da ist, hat also eine Stunde, in der fast nichts fährt — außer den Bahnen im Eingangsbereich. Übereinstimmenden Berichten zufolge laufen Hals-über-Kopf und Volldampf schon ab 9 Uhr; wer direkt dorthin geht, schafft bis halb zehn mehrere Fahrten hintereinander. Diese Stunde ist der stillste Teil des Tages.

Danach hilft die Kapazität weiter:

  • G’sengte Sau und Mammut früh fahren. Beide haben vergleichsweise wenig Durchsatz — hier stauen sich Wartezeiten am schnellsten auf.
  • Wer erst gegen zehn oder elf kommt, geht zuerst zu Karacho und lässt den Eingangsbereich links liegen. Dort steht dann schon alles.
  • Zwischen 12 und 14 Uhr sind die Achterbahnen vorne am leersten, weil halb Tripsdrill isst.
  • Gegen 16 Uhr wird es vorne wieder voll, weil die Rückkehrer noch eine letzte Runde drehen wollen.

Ehrlicherweise: Wartezeiten sind in Tripsdrill nicht das Hauptproblem. Familien- und Erfahrungsberichte nennen übereinstimmend Größenordnungen von einer Viertelstunde bis knapp einer halben Stunde selbst an Ferientagen. Wer aus dem Europa-Park oder dem Phantasialand kommt, wird diesen Unterschied sofort merken. Genau das ist der eigentliche Grund, warum viele Familien hierherfahren.

Fahrhöhen: Bei einem Meter geht hier schon fast alles

Das ist der Grund, warum Tripsdrill für Familien mit kleineren Kindern besser funktioniert als die großen Parks. Während anderswo 1,20 oder 1,40 Meter die entscheidenden Marken sind, öffnet sich hier schon bei 90 bis 100 Zentimetern ein großer Teil des Programms — auch eine echte Achterbahn.

Die Stufen im Überblick:

  • Ohne Größengrenze, ab drei Jahren: Rasender Tausendfüßler, Waschzuber-Rafting, Mühlbach-Fahrt, Altweibermühle, Maibaum, Moggelesbahn, Seifenkisten-Rennen. Ganz ohne Beschränkung: Kinderland, Erlebnisspielplatz, Streichelzoo, Vogelhochzeit.
  • Ab 0,90 m: Heißer Ofen und die neue Familienattraktion Luftikus, ein Flugkarussell im Zeppelin-Stil, das seit der Saison 2026 fliegt — ab drei Jahren in Begleitung.
  • Ab 0,95 m: Volldampf, die Familienachterbahn.
  • Ab 1,00 m: G’sengte Sau — eine richtige Achterbahn ab einem Meter, in Begleitung schon ab vier Jahren. Dazu Wirbelblitz, Kaffeetassen-Fahrt, Donnerbalken und Gugelhupf-Gaudi-Tour.
  • Ab 1,20 m: Mammut (Holzachterbahn), Hals-über-Kopf, Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen, Schlappen-Tour — jeweils in Begleitung ab sechs Jahren.
  • Ab 1,25 m: Karacho und Höhenflug. Karacho fährt man ab acht Jahren in Begleitung und ab elf allein.

Zwei Dinge, die man vorher wissen sollte. Erstens: Bei fast allen Fahrgeschäften liegt die Grenze für die Alleinfahrt bei acht Jahren. Jüngere Kinder dürfen mit — aber nur, wenn eine erwachsene Person mitfährt. Wer plant, dass die Kinder „mal alleine eine Runde drehen“, während die Eltern warten, muss das bis zum achten Geburtstag verschieben.

Zweitens: Karacho nimmt niemanden über 1,95 Meter mit. Für sehr groß gewachsene Jugendliche ist das kein theoretisches Problem. An mehreren Attraktionen gibt es dafür einen Baby-Switch: Ein Elternteil fährt, das andere wartet beim kleinen Kind, danach wird getauscht — ohne ein zweites Mal anzustehen.

Nass wird hier fast jeder — auch ohne Achterbahn

Tripsdrill hat vier Wasserfahrten, und zwei davon meinen es ernst: die Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen mit ihrem Abgang und das Waschzuber-Rafting, bei dem man nie vorher weiß, wen es trifft. Dazu kommen Mühlbach-Fahrt und Spritztour.

Der eigentliche Nässe-Grund ist aber ein anderer: die Spielewelt Sägewerk. Auf 1.400 Quadratmetern stehen dort rund 250 Spielelemente — Kletterturm von knapp 15 Metern, eine über zehn Meter lange Netzbrücke, eine acht Meter hohe Wendelrutsche, Sand — und ein Wasserspielplatz im Schatten. Kinder, die dort landen, kommen klatschnass wieder heraus, ganz ohne Fahrgeschäft.

Praktisch heißt das:

  • Wechselkleidung und Handtuch gehören in den Rucksack — und bei kleineren Kindern besser auch Badesachen.
  • Wickelmöglichkeiten gibt es an fünf Stellen: am Haupteingang, am Traditionsgasthaus, bei Karacho, im Sägewerk und an der Badewannen-Fahrt. Dazu ein eigenes Kinder-WC.
  • Münzschließfächer am Haupteingang kosten einen Euro. Der Park bevorzugt sonst Kartenzahlung; ein Geldautomat steht in der Hauptsaison beim Gaudi-Viertel.
  • Am Eingang gibt es kostenlose Namensbändchen, auf die man den Namen des Kindes und eine Handynummer schreiben kann. Kostet nichts, dauert eine Minute — und ist in einem Park mit Spielwelten dieser Größe keine schlechte Idee.

Picknick ist erlaubt — und der Hund darf mit

Zwei Dinge, die den Tag deutlich billiger und ruhiger machen können, stehen nirgends groß angeschrieben.

Erstens: Eigenes Essen und Trinken darf mit. Nach übereinstimmenden Recherchen — unter anderem mit Rückfrage beim Park — ist das Mitbringen von Speisen und Getränken erlaubt. Tabu sind laut Parkordnung Glasflaschen, Alkohol und Messer. Ausgewiesene Picknickplätze gibt es nicht, dafür ringsum die Spielewelt Sägewerk und in vielen ruhigen Ecken des Parks Sitzgelegenheiten. Bei einer vierköpfigen Familie sind das schnell 40 bis 60 Euro, die man nicht ausgibt.

Zweitens: Hunde dürfen an der Leine mit in den Erlebnispark — allerdings nur mit einem Hygiene-Set, das am Eingang einen Euro kostet. Ins Wildparadies dürfen Hunde nicht, was bei einem Wildtierpark logisch ist, aber die Tagesplanung durcheinanderbringt, wenn man den Hund dabeihat und den Tierpark eigentlich mitnehmen wollte.

Was sonst ins Bild gehört: Kinderwagen und Bollerwagen sind erlaubt, Fahrräder und Roller nicht — ausgenommen Dreiräder mit Schiebestange. Familienberichte loben ausdrücklich die vielen Sitzgelegenheiten, Spielplätze und ruhigen Wege; die Reizüberflutung ist hier spürbar geringer als in den ganz großen Parks. Wer trotzdem Ruhe braucht: der Weg hinauf ins Wildparadies ist der zuverlässigste Ausstieg aus dem Trubel.

Saison von Ende März bis Anfang November — der Herbst ist eine eigene Rechnung

Der Erlebnispark ist 2026 vom 28. März bis zum 1. November täglich geöffnet, davor gab es ein Pre-Opening-Wochenende im März. Den Rest des Jahres ist zu. Nur das Wildparadies läuft an 365 Tagen weiter — wer im Winter nach Tripsdrill fährt, fährt zum Tierpark, nicht zum Freizeitpark.

Innerhalb der Saison ändern sich die Zeiten mehrfach: mal 9 bis 17 Uhr, mal 9 bis 19 Uhr, in der Randsaison auch erst ab 10 Uhr. Die Länge des Tages schwankt also um bis zu drei Stunden — bei gleichem Eintrittspreis. Vor dem Buchen lohnt der Blick in den Kalender auf tripsdrill.de: Ein 9-bis-19-Uhr-Tag ist schlicht mehr Park fürs Geld.

Der Herbst ist hier kein Auslaufen, sondern ein eigenes Programm:

  • Altweibersommer von Ende September bis zum Saisonende: Kürbispyramiden, XXL-Strohfiguren und Erntewagen im ganzen Park. Kostet keinen Aufpreis.
  • Die Schaurigen Altweibernächte im Oktober sind eine abendliche Zusatzveranstaltung mit eigenen Terminen und eigenem Ticket — nicht im Tages-Pass enthalten und nichts für kleine Kinder. Für die gibt es Ende Oktober tagsüber das harmlosere Programm rund um „Süßes oder Saures“.
  • An einzelnen Samstagen im Sommer läuft die Sommer-Gaudi mit zehn Stunden Öffnungszeit — der längste Tag, den man hier bekommt.

Und ein Detail, das im Familienbudget zählt: Der Park hat regelmäßig Aktionstage mit vergünstigten Online-Tickets, unter anderem für Inhaber des Landesfamilienpasses Baden-Württemberg. Die Termine stehen im Veranstaltungskalender — wer flexibel ist, plant den Besuch darauf.

Vier Bundesländer im Umkreis — und ein Feiertag, der die Saison beendet

Cleebronn liegt im Zabergäu zwischen Heilbronn und Stuttgart, also mitten im Autobahnviereck A5, A6, A8 und A81. Baden-Württemberg beginnt vor der Tür, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern liegen in Tagesausflug-Reichweite. Diese Seite rechnet die Schulferien dieser Länder automatisch mit ein. Drei Dinge kommen dazu, die keine Ferienrechnung abbilden kann:

  • Der letzte Saisontag ist Allerheiligen. Der 1. November ist gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz — aber nicht in Hessen. An diesem einen Tag treffen also der Reiz des letzten Tages und ein Feiertag in drei von vier Nachbarländern aufeinander. Wer den Saisonabschluss in Ruhe erleben will, kommt besser am Wochenende davor.
  • Fronleichnam ist in allen vier Ländern frei. Dieser Donnerstag im Frühsommer ist damit einer der zuverlässig vollsten Tage des Jahres — inklusive Brückentag am Freitag.
  • Mariä Himmelfahrt am 15. August ist in Bayern vielerorts Feiertag, in Baden-Württemberg nicht. Ein normaler schwäbischer Arbeitstag kann hier also trotzdem einen Schub aus Richtung Bayern bringen.

Umgekehrt gilt: Ermäßigungen sind Landessache. Der Aktionstag für den Landesfamilienpass gilt für baden-württembergische Familien; wer aus Hessen, Rheinland-Pfalz oder Bayern anreist, hat davon nichts.

👧 Für welches Alter?

3–6 Jahre

Die Gruppe, für die Tripsdrill wirklich gebaut ist. Unter vier Jahren ist der Eintritt frei, viele Fahrten haben gar keine Größengrenze und starten ab drei Jahren in Begleitung — Rasender Tausendfüßler, Waschzuber-Rafting, Mühlbach-Fahrt, Altweibermühle, Moggelesbahn. Ab 0,90 Metern kommen Heißer Ofen und das neue Flugkarussell Luftikus dazu, ab einem Meter sogar die Achterbahn G’sengte Sau in Begleitung. Dazu Kinderland, Streichelzoo und die Spielewelt Sägewerk. Alleine fahren dürfen Kinder aber fast nirgends vor dem achten Geburtstag — es fährt also immer jemand mit.

7–10 Jahre

Hier passiert der Sprung. Mit acht Jahren fällt die Begleitpflicht an fast allen Attraktionen weg — vorausgesetzt, die Größe stimmt. Ab 1,20 Metern sind Mammut, Hals-über-Kopf, Badewannen-Fahrt und Schlappen-Tour offen, ab 1,25 Metern und acht Jahren Karacho in Begleitung eines Erwachsenen. Allein fährt man Karacho erst ab elf. Das vorher besprechen, sonst gibt es die Diskussion an der Absperrung.

11–13 Jahre

Ab elf ist praktisch der ganze Park offen, Karacho eingeschlossen. Gleichzeitig kippt der Preis: Ab zwölf Jahren gilt der volle Tarif, vorher der Kindertarif. Wer noch elf ist, sollte den Besuch eher vorziehen — und wenn der Geburtstag passt: Geburtstagskinder bis elf Jahre kommen nach übereinstimmenden Angaben gegen Ausweis kostenlos hinein.

14–17 Jahre

Ehrlich: Für reine Adrenalin-Fans ist Tripsdrill kein Ganztagesziel. Sechs Achterbahnen, davon Karacho als einziger echter Kracher mit 100 km/h in 1,6 Sekunden und vier Überschlägen. Wer nur große Bahnen sucht, hat das Wesentliche in zwei bis drei Stunden gefahren — dafür ohne nennenswertes Anstehen. Wer über 1,95 Meter groß ist, darf bei Karacho nicht mit.

🌦️ Regen und Hitze

Regen ist hier kein Absagegrund — der Park stellt selbst klar, dass die Attraktionen auch bei Regen in Betrieb sind, Ausnahme Starkregen und Unwetter. Und er hat für nasse Tage etwas, das viele Freizeitparks nicht haben: das Gaudi-Viertel, einen Indoor-Spielbereich mit rund 1.000 Quadratmetern auf drei Ebenen in sieben Fachwerkhäusern — Kletternetze, Hängebrücken, Rutschen, Softball-Kanonen, ein etwa acht Meter hoher Murmelturm und ein Spielzeugmuseum. Bei kaltem und nassem Wetter wird das Dach darüber geschlossen.

Auch Teile der Spielewelt Sägewerk sind überdacht. Praktisch heißt das: Ein verregneter Tag in Tripsdrill ist ein Spieltag statt eines Fahrtags — und einer mit kurzen Schlangen. Regenjacke statt Schirm, und Wechselkleidung braucht man sowieso.

Abkühlung gibt es reichlich: Waschzuber-Rafting, die Badewannen-Fahrt zum Jungbrunnen, Mühlbach-Fahrt und Spritztour — und dazu den Wasserspielplatz im Sägewerk, der im Schatten der Anlage liegt. Genau deshalb sind das an heißen Tagen auch die vollsten Stellen; wer die Wasserbahnen gleich am Vormittag fährt, spart die längsten Schlangen des Tages.

Der Park liegt zwischen Wald und Weinbergen und hat nach Besucherberichten vergleichsweise viel Schatten — das ist an Hitzetagen ein echter Vorteil gegenüber offenen Parks. Trotzdem: Kopfbedeckung, Sonnencreme und eigene Getränke mitnehmen (Glasflaschen sind verboten), und Wechselkleidung plus Handtuch gehören in jedem Fall in den Rucksack.

⚠️ Was hier oft schiefgeht

  • An der Tageskasse zahlen. Online kostet derselbe Tag pro Person rund zwölf Euro weniger — bei vier Personen ist das fast ein fünfter Eintritt.
  • Das Wildparadies auslassen. Es steckt im Ticket, kostet einzeln 15 bis 18 Euro pro Person und liegt nur zehn Minuten entfernt.
  • Um neun am Eingang stehen und sich wundern, dass nichts fährt. Die großen Fahrgeschäfte starten erst gegen 10 Uhr — die erste Stunde gehört den Bahnen im Eingangsbereich.
  • Ohne Wechselkleidung kommen. Nicht nur die Wasserbahnen machen nass, sondern vor allem der Wasserspielplatz im Sägewerk.
  • Davon ausgehen, dass die Kinder allein fahren dürfen. An fast allen Attraktionen liegt die Grenze für die Alleinfahrt bei acht Jahren.
  • Essen und Trinken vor Ort einplanen, obwohl man mitbringen darf. Erlaubt ist alles außer Glasflaschen, Alkohol und Messern.
  • Am 1. November zum Saisonabschluss fahren. Das ist Allerheiligen — und damit Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz gleichzeitig.
  • Mit dem Hund zum Tierpark wollen. Im Erlebnispark ist er an der Leine erlaubt (mit Hygiene-Set für einen Euro), im Wildparadies gar nicht.
  • Mit Bus und Bahn ohne Blick auf den Rückfahrplan anreisen. Die Wochenendlinie aus Bietigheim-Bissingen fährt nur von April bis November und nicht im Stundentakt.
  • Die Altweibernächte im Oktober für ein Familienprogramm halten. Das ist eine abendliche Zusatzveranstaltung mit eigenem Ticket und nichts für kleine Kinder.

🚗 Anfahrt, Parken, Preise

Anfahrt

Mit dem Auto liegt der Park mitten im Viereck aus A5, A6, A8 und A81; die Navigationsadresse für den Erlebnispark ist Erlebnispark-Tripsdrill-Straße 1, das Wildparadies hat eine eigene Zufahrt. Es gibt zehn Ladepunkte für E-Autos, allerdings keine Schnelllader. Mit Bahn und Bus geht es, ist aber Planung: ab Stuttgart mit der S5 nach Bietigheim-Bissingen, dort weiter mit der Buslinie 567 (werktags) oder 572 (Wochenende und Feiertage). Aus Richtung Heilbronn fährt die Linie 666 des HNV über Brackenheim. Achtung: Die Wochenendlinie 572 („Stromer“) fährt nur von April bis November und nicht im Stundentakt — Rückfahrt vorher nachsehen, sonst wird der Parkschluss zum Problem. Für die Anreise aus dem Land lohnt sich das Baden-Württemberg-Ticket für bis zu fünf Personen oder das Deutschland-Ticket. Gruppen müssen sich beim Verkehrsbetrieb vorher schriftlich anmelden.

Parken

Kostenlos — und das ist bei einem Park dieser Größe bemerkenswert. Über 4.000 Stellplätze verteilen sich auf Erlebnispark, Wildparadies und Natur-Resort, für Pkw, Motorrad und Wohnmobil. Keine Tagesgebühr, keine Reservierung nötig. Wer das Wildparadies ansteuert, sollte das gleich ins Navi nehmen: Es hat eine eigene Adresse und einen eigenen Parkplatz.

Öffnung

Saison von Ende März bis zum 1. November, in dieser Zeit täglich geöffnet, kein fester Ruhetag. Danach ist der Erlebnispark bis zum Frühjahr zu; nur das Wildparadies ist an 365 Tagen im Jahr ab 9 Uhr offen. Zwei Regelmäßigkeiten, die im Alltag mehr bringen als jede Uhrzeit: Der Park öffnet meist um 9 Uhr, die großen Fahrgeschäfte starten aber erst gegen 10 Uhr — nur einzelne Bahnen im Eingangsbereich fahren früher. Und die Schließzeit schwankt über die Saison zwischen 17 und 20 Uhr, in der Randsaison beginnt der Tag teils erst um 10 Uhr. Die tagesaktuellen Betriebszeiten der einzelnen Attraktionen hängen auf Hinweistafeln am Haupteingang und im Park aus. Verbindlich ist der Kalender auf tripsdrill.de.

Preise

Stand August 2026: An der Tageskasse kostet der Tages-Pass 54 Euro ab zwölf Jahren und 50 Euro für Kinder von vier bis elf sowie für Gäste ab 60 Jahren. Online beginnt derselbe Tag bei 41,50 beziehungsweise 38,50 Euro; in den Sommerferien lag der Online-Preis bei 48 und 44 Euro. Kinder unter vier Jahren sind frei. Der Eintritt ins Wildparadies ist im Ticket enthalten, dazu ein Glas als Andenken im Vinarium. Der 2-Tages-Pass kostet an der Kasse 64 beziehungsweise 60 Euro, die Jahreskarte 149 beziehungsweise 119 Euro. Es gibt außerdem einen Nachmittags-Pass ab 15 Uhr; sein Preis steht tagesaktuell im Shop. Online-Tickets sind tagesdatiert und lassen sich bis 48 Stunden vorher gegen Gebühr umbuchen. Rollstuhlfahrerinnen, Rollstuhlfahrer und blinde Gäste zahlen nach übereinstimmenden Angaben keinen Eintritt, Begleitungen mit Merkzeichen B den ermäßigten Tarif.

Essen und Trinken

Eigenes Essen und Trinken darf mit — nach übereinstimmenden Recherchen inklusive Rückfrage beim Park. Verboten sind laut Parkordnung Glasflaschen, Alkohol und Messer. Ausgewiesene Picknickplätze gibt es nicht, wohl aber viele Sitzgelegenheiten, besonders rund um die Spielewelt Sägewerk. Vor Ort reicht die Gastronomie vom Imbiss bis zum Restaurant zur Altweibermühle; bezahlt wird bevorzugt mit Karte, ein Geldautomat steht in der Hauptsaison beim Gaudi-Viertel. Für Gruppen gibt es im Wildparadies eine Grillhütte.

Barrierefreiheit

Die Zugänge zu den Attraktionen sind nach Angaben des Parks „größtenteils barrierefrei“, führen aber teilweise nur über den Ein- oder den Ausgang. Rollstuhlfahrende können einzelne Attraktionen nutzen, wenn sie selbstständig ein- und aussteigen können; das Umsetzen übernimmt das Personal ausdrücklich nicht, dafür ist die Begleitperson zuständig, die mindestens 16 Jahre alt und uneingeschränkt geh-, seh- und hörfähig sein muss. Im hinteren Bereich der Spielewelt Sägewerk gibt es eine „Toilette für alle“ mit Pflegeliege und elektrischem Lift — der Euroschlüssel dafür liegt an der Mammut-Schenke. Das Wildparadies ist nur bedingt barrierefrei: Es liegt rund 400 Meter bergauf, ohne Begleitung wird das schwierig; für den Weg gibt es den Shuttle. Rollstuhlfahrende und blinde Gäste zahlen keinen Eintritt, ab einem Grad der Behinderung von 80 gilt ein ermäßigter Tarif. Für den konkreten Fall lohnt der Anruf beim Gästeservice vorab.

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🧭 Was noch in der Nähe liegt

  • Wildparadies Tripsdrill in Cleebronn — rund 1 km, Zoo/Tierpark
  • Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg in Zaberfeld — rund 10 km, Besucher-/Naturzentrum
  • experimenta in Heilbronn — rund 17 km, Kinder-/Mitmachmuseum
  • Waldensermuseum in Ötisheim — rund 18 km, Museum
  • Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar — rund 18 km, Museum
  • Burg Lichtenberg in Oberstenfeld — rund 20 km, Schloss/Burg

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