Zoo Berlin mit Kindern: Tipps, Preise und beste Zeit

Der Zoo Berlin ist mit rund 33 Hektar der älteste Zoo Deutschlands und, gemessen an der Zahl der Arten, einer der reichsten der Welt — auf kurzen Wegen mitten in der Stadt, direkt am Bahnhof Zoologischer Garten. Für Familien ist genau diese Kompaktheit das Argument: Man kommt mit kleinen Kindern durch, ohne Kilometer zu laufen. Der Haken sind die Kasse und das Aquarium. Wer ohne Online-Ticket anreist, zahlt spürbar drauf, und wer glaubt, das Aquarium sei im Zooticket enthalten, steht vor einer zweiten Kasse.

Adresse
Hardenbergplatz 8 10787 Berlin auf der Karte
Zeit einplanen
3 bis 6 Stunden (Richtwert für Ziele dieser Art)
Passt für
2 bis 15 Jahre (Richtwert für Ziele dieser Art)
Eintritt
kostet Eintritt
Offizielle Seite
zoo-berlin.de

📅 Wann ist hier am wenigsten los?

Heute: Ferienüberschneidung: sehr hoch (voraussichtlich hohe Auslastung) — in Reichweite haben Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und 2 weitere gleichzeitig Ferien.

Ruhiger wird es am Sonntag, 23. August: Im Umkreis hat gerade kein Bundesland Ferien oder einen Feiertag — das ist der ruhigste Fall.

In Reichweite liegen 5 Bundesländer: Berlin (0 km), Brandenburg (8 km), Sachsen-Anhalt (71 km), Mecklenburg-Vorpommern (82 km), Sachsen (101 km). Dazu die nahe Grenze zu Polen (85 km) — deren Feiertage zählen mit. Gerechnet wird nach Einwohnerzahl und Entfernung — das sagt, wie viele Menschen frei haben, nicht wie viele davon herkommen.

🕑 Wann hingehen?

Der Zoo Berlin hatte 2024 rund 3,6 Millionen Gäste und gilt damit als meistbesuchter Zoo Europas. Voll wird es hier nicht nur in den Ferien, sondern immer dann, wenn die Stadt Zeit hat — an Wochenenden, an Feiertagen und bei gutem Wetter. Drei Regeln helfen mehr als jede Ferientabelle:

Erstens: früh. Der Zoo öffnet um 9:00 Uhr, und das ist gleichzeitig die Zeit, in der die Pandas laut Zoo am aktivsten sind. Wer um neun am Löwentor steht, hat den Panda Garden fast für sich und ist bis zum Panda-Talk um elf durch die halbe Anlage. Ab dem späten Vormittag kippt es.

Zweitens: nicht auf den Nachmittag setzen. Der letzte Einlass liegt im Sommer bei 17:00 Uhr, im Winter bei 15:30 Uhr — und die Tierhäuser schließen noch einmal 30 Minuten vor dem Zoo. Ein Besuch, der um 15 Uhr beginnt, ist ein Spaziergang, kein Zoobesuch. Kombitickets fürs Aquarium gibt es ohnehin nur bis 15 Uhr.

Drittens: das Wetter entscheidet, welche Tiere man sieht — nicht ob man geht. Bei Hitze sind die Pandas drinnen, bei Kälte fällt die Elefantenfütterung aus, bei Regen wandern Bonobos, Schimpansen und Gorillas ins Menschenaffenhaus (wo man sie trotzdem sieht). Ein nasskalter Vormittag im Frühjahr ist für Pandas die beste Zeit des Jahres und für den Zoo insgesamt die leerste.

Und ein Ruhetag existiert nicht: geöffnet ist an allen 365 Tagen. Der Wochentag steuert hier nichts — die Uhrzeit steuert alles.

Online oder Kasse — das ist hier keine Bequemlichkeitsfrage

Der Zoo weist beide Preise offen nebeneinander aus, und der Abstand ist ungewöhnlich groß. Stand August 2026:

  • Erwachsene ab 16 Jahren, nur Zoo: online ab 16,00 €, an der Kasse 25,00 €.
  • Kinder von 4 bis 15 Jahren, nur Zoo: online ab 7,50 €, an der Kasse 12,50 €.
  • Zoo + Aquarium: online ab 24,00 € bzw. 11,00 €, an der Kasse 37,00 € bzw. 17,50 €.

Für zwei Erwachsene und zwei Schulkinder sind das online 47,00 € und an der Kasse 75,00 € — rund 28 Euro Unterschied für denselben Tag. Bei der Kombikarte mit Aquarium wächst der Abstand auf gut 37 Euro.

Das „ab“ ist ernst gemeint: Der Onlinepreis ist gestaffelt. Der Shop weist ausdrücklich darauf hin, dass früh gebuchte Tickets günstiger sind als kurzfristige. Wer den Tag schon kennt, sollte ihn nicht liegen lassen.

Zwei Bedingungen gehören zur Buchung dazu:

  • Man wählt ein Einlasszeitfenster. Die Reihenfolge im Shop lautet Tickets, dann Besuchstag, dann Einlasszeitfenster. Das Fenster regelt nur den Einlass, nicht die Aufenthaltsdauer — man darf danach bleiben, solange geöffnet ist. Pünktlich zum Fensterbeginn muss man nicht da sein, aber das Fenster selbst ist bindend und lässt sich nachträglich nicht ändern.
  • Gebuchte Tageskarten sind von Storno, Umbuchung und Widerruf ausgeschlossen. Bei unsicherem Wetter also lieber Kombikarten (die brauchen kein Zeitfenster, nur ein Datum) oder die etwas teureren Tageskarten mit flexiblem Besuchstag.

Ein Detail, das viele übersehen: Rabattcoupons und sonstige Ermäßigungen lassen sich laut FAQ ausschließlich an den Kassen vor Ort einlösen, nicht online. Wer einen Gutschein oder eine Rabattkarte hat, muss also gegenrechnen, ob der Rabatt den Kassenaufschlag überhaupt aufwiegt. Meist tut er das nicht.

Im Ticketpreis steckt ein freiwilliger Artenschutzbeitrag von 0,50 € (bei Jahreskarten 2,50 €). Er ist optional und lässt sich beim Kauf abwählen.

Das Aquarium ist ein eigenes Haus — und ein eigenes Ticket

Das Aquarium Berlin gehört zum selben Unternehmen, liegt an der Budapester Straße am Rand des Zoogeländes und ist im normalen Zooticket nicht enthalten. Wer beides will, braucht eine Kombi-Tageskarte. Dafür gelten eigene Regeln:

  • Beides am selben Tag, und das Gelände darf zwischendurch nicht verlassen werden.
  • Kombi-Tageskarten gibt es nur bis spätestens 15 Uhr für den jeweiligen Besuchstag. Wer erst nachmittags merkt, dass die Kinder noch Lust auf Haie haben, kommt zu spät.
  • Am Aquariumseinlass kann es laut Zoo zu Wartezeiten kommen — es ist ein Gebäude mit begrenzter Kapazität, kein Freigelände.
  • Das Aquarium schließt eine halbe Stunde früher als der Zoo im Sommer (18:00 statt 18:30 Uhr), letzter Einlass 17:00 Uhr.

Drinnen geht es über drei Etagen: Fische und ein Hai-Riff, eine begehbare Krokodilhalle, Reptilien und Insekten sowie eine ungewöhnlich große Quallensammlung. Das Haus wurde in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert; alle drei Etagen sind wieder offen, aber es laufen noch Restarbeiten, und einzelne Becken können zeitweise gesperrt sein. Das Café Aquarium im 1. Obergeschoss ist derzeit geschlossen.

Praktisch wichtig für Familien: Bollerwagen und Krippenwagen sind im Aquarium nicht erlaubt (Kapazitätsgründe). Toiletten und Wickelräume gibt es nur im Erdgeschoss. Kostenpflichtige Schließfächer stehen ebenfalls im Erdgeschoss — im Zoo selbst gibt es aus Sicherheitsgründen gar keine Gepäckaufbewahrung.

Ob sich das Aquarium lohnt, hängt am Alter. Für Kinder unter etwa sechs ist es ein dunkles Haus mit Glasscheiben, in dem sich vor allem die Krokodile einprägen. Ab Grundschulalter trägt es einen halben Tag mit.

Der Panda Garden: morgens oder gar nicht

Der Zoo Berlin hält die einzigen Großen Pandas Deutschlands. Das ist der Grund, aus dem viele überhaupt kommen — und deshalb ist es der vollste Punkt der Anlage.

Der Zoo selbst gibt die entscheidende Information im FAQ: Der Tagesablauf der Pandas besteht überwiegend aus Fressen und Schlafen, und am aktivsten sind sie meist morgens ab 9:00 Uhr. Ein Panda verbringt rund zwölf Stunden am Tag mit Nahrungsaufnahme; Pandas sind außerdem Einzelgänger und haben jeweils eigene Anlagen.

Der zweite Satz aus dem FAQ ist der für den Sommer: Pandas mögen nass-kaltes Wetter. Heiße Tage verbringen sie zum großen Teil in den klimatisierten Innenanlagen — von der Panda-Plaza aus einsehbar, aber eben nicht draußen kletternd. Wer den Zoobesuch auf den Hochsommer-Nachmittag legt und Panda-Fotos erwartet, wird enttäuscht.

Zweimal täglich gibt es einen kommentierten Panda-Talk, um 11:00 und um 15:00 Uhr. Der kostet nichts extra und ist der verlässlichste Weg, überhaupt etwas erklärt zu bekommen.

Wer mehr will, kann den Panda-Frühaufsteher buchen: ein Besuch beim Panda-Männchen Jiao Qing direkt nach Zooöffnung, bevor der Panda Garden für alle anderen aufmacht, mit anschließender Führung. Das kostet 95,00 € für zwei Personen — und zwar zusätzlich zu den regulären Tageskarten, die alle Teilnehmenden brauchen. Es ist ausdrücklich kein Blick hinter die Kulissen, und Füttern oder Streicheln ist nicht möglich. Für viele Familien ist das zu teuer; wer einfach früh kommt, sieht dieselben Tiere kurz danach.

Eine Einschränkung, die man vor der Anreise prüfen sollte: Pandas sind Leihgaben Chinas. Die 2019 in Berlin geborenen Zwillinge Pit und Paule gingen Ende 2023 nach China zurück. Die 2024 geborenen Schwestern Leni und Lotti waren zuletzt in Berlin zu sehen — wie lange, ist nicht öffentlich festgelegt. Wer wegen der Jungtiere anreist, schaut vorher in den Panda-Blog des Zoos.

Die Fütterungen sind der Fahrplan für den Tag

Kommentierte Fütterungen und Trainings finden laut Zoo täglich statt und kosten nichts extra. Sie sind das nützlichste Planungsraster, das dieser Zoo hergibt — weil sie eng gestaffelt liegen und man mit einem einzigen Rundgang mehrere mitnehmen kann.

Stand August 2026 sah der Tag so aus:

  • 11:00 Uhr — Panda-Talk (kommentierte Fütterung)
  • 11:30 Uhr — Elefanten, außer im Winter
  • 12:15 Uhr — Flusspferde, im Flusspferdhaus
  • 13:30 Uhr — Bonobos und Schimpansen, je nach Witterung auf der Außenanlage oder im Menschenaffenhaus
  • 14:00 Uhr — Kalifornische Seelöwen (Training)
  • 15:00 Uhr — Panda-Talk
  • 16:00 Uhr — Gorillas, ebenfalls witterungsabhängig drinnen oder draußen

Daraus ergibt sich fast von selbst ein Ablauf: früh zu den Pandas, gegen elf zum Panda-Talk, dann Elefanten und Flusspferde, mittags Pause auf dem Spielplatz, nachmittags Menschenaffen und Seelöwen. Wer erst mittags anreist, verliert die halbe Liste.

Die Zeiten wechseln saisonal — der Zoo stellt sie tagesaktuell auf seiner Seite bereit, mit Datumsauswahl. Vor der Fahrt kurz nachsehen lohnt sich, gerade im Winter, wenn die Elefantenfütterung entfällt. Und: Gäste dürfen keine Tiere füttern, auch nicht heimlich mit Brot.

Kurze Wege, alte Bäume — und was mit darf

33 Hektar klingen viel, sind für einen Zoo aber kompakt: gut ein Fünftel der Fläche des Tierparks im Osten der Stadt. Der Zoo wirbt selbst damit, dass kaum irgendwo sonst so viele Tiere auf so kurzen Wegen erreichbar sind. Für Familien mit kleinen Kindern ist das der eigentliche Vorteil gegenüber den großen Landschaftszoos — man kann jederzeit abbrechen, ohne dreißig Minuten zurückzulaufen.

Schatten ist reichlich vorhanden. Auf dem Gelände stehen rund 2.800 registrierte Bäume, darunter ein historischer Eichenbestand aus der Zeit Peter Joseph Lennés; die sogenannte Columbus-Eiche spendet seit etwa 500 Jahren Schatten. Die Wege sind historisch gewachsen und denkmalgeschützt, überwiegend befestigt und mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar. Zwischen den Gehegen liegen Grünflächen, nicht Betonachsen.

Für Kinder gibt es zwei feste Anlaufpunkte im Eintritt:

  • Den großen Spielplatz mit Hängebrücken, Rutschen und Kletterpfaden. Er liegt beim Restaurant Waldschänke, hat Sitzgelegenheiten und Tische — die naheliegende Pausenstelle für Mitgebrachtes.
  • Den Streichelzoo „Hans im Glück“, rund 3.500 Quadratmeter mit Zwergziegen, Hinterwälder Rindern, Coburger Fuchsschafen, Zwergeseln und Laufenten, dazu ein etwa 800 Quadratmeter großer Innenhof. Die Tiere haben einen Rückzugsbereich, in den Kinder nicht dürfen.

Was mit darf und was nicht — das steht so im FAQ des Zoos und überrascht regelmäßig:

  • Bollerwagen dürfen mit, aber es gibt keinen Verleih. Wer einen braucht, bringt den eigenen. Im Aquarium ist er nicht erlaubt.
  • Fahrräder, Roller, E-Roller und Inlineskates müssen draußen bleiben. Laufräder und Kleinkind-Roller sind bis zum Alter von fünf Jahren erlaubt, mit möglichen Einschränkungen laut Beschilderung.
  • Fahrradanhänger als Kinderwagenersatz sind ausdrücklich erlaubt.
  • Bälle und Luftballons jeder Art sind verboten — zum Schutz der Tiere.
  • Hunde dürfen nicht in den Zoo (im Tierpark Berlin hingegen schon).
  • Es gibt keine Gepäckaufbewahrung, aus Sicherheitsgründen. Also nicht mit dem Rollkoffer vom Bahnhof herüberkommen.

Letzter Einlass ist nicht Schließzeit — und zwar deutlich nicht

Das ist der Punkt, an dem spontane Nachmittagsbesuche scheitern. Der Zoo hat 365 Tage im Jahr geöffnet, aber der Einlass endet früh:

  • Im Sommerhalbjahr schließt der Zoo abends um halb sieben — der letzte Einlass ist aber bereits um 17:00 Uhr, also eineinhalb Stunden vorher.
  • Im Winterhalbjahr schließt er bereits am späten Nachmittag, mit letztem Einlass um 15:30 Uhr.
  • Tierhäuser und Restaurants schließen 30 Minuten vor dem Zoo. Wer eine Stunde vor Schluss noch ins Menschenaffenhaus will, steht vor verschlossener Tür.
  • Am 24. Dezember ist schon um 14:00 Uhr Schluss.

Der Einlassschluss ist zugleich Kassenschluss. Und: Wer das Gelände verlässt, kommt mit derselben Tageskarte nicht wieder hinein. Ein Abstecher zum Auto oder in ein Restaurant an der Budapester Straße beendet den Besuch.

Es gibt zwei Eingänge: das Löwentor am Hardenbergplatz (dort ist auch das Servicecenter und die Jahreskartenkasse) und das Elefantentor an der Budapester Straße am Olof-Palme-Platz. Nach Schließung bleibt nur der Ausgang am Elefantentor offen — praktisch zu wissen, wenn das Auto oder der Bus in die andere Richtung wartet.

Die genauen Uhrzeiten wechseln fünfmal im Jahr mit der Saison. Sie stehen tagesaktuell auf der offiziellen Zooseite; das ist die einzige Quelle, der man dafür trauen sollte.

Zoo oder Tierpark? Zwei Häuser, zwei verschiedene Tage

Berlin hat zwei große Tiergärten, und sie werden ständig verwechselt. Der Unterschied ist nicht kosmetisch:

  • Zoo Berlin — Charlottenburg, Hardenbergplatz, 33 Hektar, seit 1844, direkt am Bahnhof Zoologischer Garten. Kompakt, innerstädtisch, viele Arten auf wenig Fläche. Hier sind die Pandas.
  • Tierpark Berlin — Friedrichsfelde im Osten, rund 160 Hektar, der größte Landschaftstiergarten Europas. Weite Wege durch eine Parklandschaft, mehrere Spielplätze, mehr Laufen, weniger Gedränge.

Für kleine Kinder und für Tage mit knapper Zeit ist der Zoo die sicherere Wahl. Wer einen ganzen Tag zum Herumlaufen hat, älteren Kindern Platz geben will oder den Hund mitnehmen möchte — im Tierpark ist das erlaubt, im Zoo nicht —, fährt besser nach Friedrichsfelde.

Beides an einem Tag zu wollen, funktioniert nicht: Die Häuser liegen quer durch die Stadt auseinander, und jedes trägt für sich einen halben bis ganzen Tag. Wer mehrmals im Jahr kommt, sollte die Jahreskarte durchrechnen — es gibt sie auch als Kombination Zoo + Aquarium + Tierpark, und der Zoo selbst gibt an, dass sich eine Jahreskarte ab dem vierten Besuch lohnt.

Wenn Brandenburg frei hat und Berlin nicht

Der Zoo liegt an einer Stelle, an der sich mehrere Bundesländer überlappen: Berlin selbst, Brandenburg ringsherum, und in Tagesreichweite Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Das wirkt sich nicht auf die Öffnung aus — der Zoo hat an allen 365 Tagen geöffnet, auch an Feiertagen. Es wirkt sich auf die Fülle aus.

Zwei Termine fallen dabei besonders aus dem Rahmen, weil sie nur auf einer Seite der Stadtgrenze gelten:

  • 31. Oktober, Reformationstag. Gesetzlicher Feiertag in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhaltnicht in Berlin. In Berlin ist Schule und Arbeit, im Umland nicht. Der Zoo bekommt also einen Andrang aus dem Umland an einem Tag, der in der Stadt völlig normal aussieht.
  • 8. März, Internationaler Frauentag. Umgekehrt: gesetzlicher Feiertag in Berlin (seit 2019) und in Mecklenburg-Vorpommern (seit 2023), aber nicht in Brandenburg. Ein Tag, an dem die Stadt frei hat und die Nachbarn arbeiten.

Beides sind Tage, an denen die reine Ferienrechnung nicht ausreicht. Wer an einem solchen Datum kommt, sollte das Online-Ticket besonders früh buchen — die Einlasszeitfenster sind begrenzt.

👧 Für welches Alter?

2–3 Jahre

Zahlen noch nichts, brauchen aber ein kostenloses Ticket. Für diese Altersgruppe sind der Streichelzoo „Hans im Glück“ und der Spielplatz an der Waldschänke wichtiger als jedes Großtier — beides ist im Eintritt enthalten. Die kurzen Wege sind der eigentliche Vorteil gegenüber dem Tierpark. Bollerwagen oder Kinderwagen mitbringen, verliehen wird nichts. Realistisch sind zwei bis drei Stunden.

4–6 Jahre

Ab vier wird gezahlt. Dafür funktioniert jetzt fast alles: Elefanten, Flusspferde im Haus, Seelöwentraining, Streichelzoo, Spielplatz. Die kommentierten Fütterungen sind der beste Aufhänger, weil sie einen festen Zeitpunkt und eine Erklärung liefern — ohne sie ist es ein langer Spaziergang an Zäunen entlang. Laufräder und Kleinkind-Roller dürfen bis fünf Jahre mit. Pandas beeindrucken in diesem Alter oft weniger als Ziegen zum Anfassen.

7–9 Jahre

Das beste Alter für diesen Zoo. Der Fütterungsplan lässt sich als Tagesablauf lesen, und der Zoo-Entdeckerplan mit Rallye kostet einen Euro und macht aus dem Rundgang eine Suchaufgabe. Stark in dieser Altersgruppe: die Unterwasserscheiben an Nashorn-Pagode und Hippo Bay, die dunkle Grotte im „Reich der Jäger“ mit Erdferkeln und Plumploris, die Adlerschlucht. Kinder unter zwölf müssen ohnehin in Begleitung einer erwachsenen Person sein.

10–13 Jahre

Jetzt lohnt das Aquarium wirklich: begehbare Krokodilhalle, Hai-Riff, eine ungewöhnlich große Quallensammlung, dazu Reptilien und Insekten über drei Etagen. Auch die Artenschutzthemen des Zoos tragen — der freiwillige Artenschutzbeitrag im Ticket ist ein guter Gesprächsanlass. Zoo und Aquarium zusammen füllen in diesem Alter einen ganzen Tag.

14–17 Jahre

Preislich der Bruch: Bis 15 Jahre gilt der Kindertarif, ab 16 zahlt man den Erwachsenenpreis. Wer 16 oder älter und noch Schüler*in ist, sollte unbedingt den Schülerausweis mitnehmen — damit gilt der Ermäßigungstarif, online ab 9,00 € statt ab 16,00 €. Der Nachweis wird am Eingang kontrolliert. Inhaltlich trägt der Zoo in diesem Alter, wenn ein Interesse da ist: Artenschutz, Zuchtprogramme, die Geschichte des ältesten Zoos Deutschlands seit 1844.

🌦️ Regen und Hitze

Regen ist hier kein Ausschlusskriterium, aber er verschiebt das Programm nach drinnen. Das Menschenaffenhaus, das Flusspferdhaus, das Vogelhaus, die dunkle Grotte im „Reich der Jäger“ mit den nachtaktiven Tieren und vor allem das Aquarium tragen einen Regentag gut. Die Fütterungen von Bonobos, Schimpansen und Gorillas finden bei schlechtem Wetter im Menschenaffenhaus statt, fallen also nicht aus.

Wer weiß, dass es regnen wird, nimmt gleich die Kombikarte mit dem Aquarium — aber daran denken, dass es die nur bis 15 Uhr gibt und dass man das Gelände zwischen Zoo und Aquarium nicht verlassen darf. Regenjacke statt Schirm: Auf den schmalen historischen Wegen und in den Häusern sind Schirme unpraktisch.

Für einen Stadtzoo ist der Zoo Berlin erstaunlich schattig: rund 2.800 registrierte Bäume, darunter alte Eichen aus der Lenné-Zeit. An heißen Tagen sind die Wege zwischen den Gehegen weitgehend beschattet, und es gibt zahlreiche Bänke mit Rückenlehne.

Die Tiere spielen allerdings nicht mit. Pandas verbringen heiße Tage überwiegend in den klimatisierten Innenanlagen — sichtbar von der Panda-Plaza, aber ohne Kletterprogramm. Auch andere Arten ziehen sich zurück. Wer im Hochsommer kommt, sollte deshalb um neun anfangen und die heißen Nachmittagsstunden in den Häusern oder im Aquarium verbringen — oder auf dem Spielplatz an der Waldschänke im Schatten sitzen. Eisstände gibt es an mehreren Stellen im Zoo.

⚠️ Was hier oft schiefgeht

  • An der Kasse zahlen. Erwachsene kosten dort 25,00 € statt online ab 16,00 €, Kinder 12,50 € statt ab 7,50 € — eine vierköpfige Familie verschenkt rund 28 Euro.
  • Spät online buchen. Der Onlinepreis ist gestaffelt: Je früher gebucht, desto günstiger. Das „ab“ vor dem Preis ist keine Floskel.
  • Glauben, das Aquarium sei im Zooticket enthalten. Es braucht eine eigene Kombikarte — und die gibt es nur bis 15 Uhr für den jeweiligen Tag.
  • Für Kinder unter 4 Jahren kein Ticket buchen. Sie zahlen nichts, brauchen aber trotzdem ein kostenloses Ticket.
  • Zwischendurch rausgehen. Die Tageskarte verliert beim Verlassen des Geländes ihre Gültigkeit — auch der kurze Weg zum Auto beendet den Besuch.
  • Um 16 Uhr noch losfahren. Der letzte Einlass ist im Sommer 17:00 Uhr, im Winter 15:30 Uhr, und die Tierhäuser schließen 30 Minuten vor dem Zoo.
  • Mit einem Rabattcoupon online buchen wollen. Sonstige Rabatte sind laut FAQ nur an den Kassen vor Ort einlösbar — dort gilt aber der höhere Kassenpreis.
  • Bei Hitze nachmittags zu den Pandas gehen. Sie sitzen dann in der klimatisierten Innenanlage; aktiv sind sie laut Zoo morgens ab 9:00 Uhr.
  • Auf einen Bollerwagen-Verleih hoffen. Den gibt es nicht — eigenen mitbringen, im Aquarium darf er allerdings nicht mit hinein.
  • Mit dem Auto anreisen. Der Zoo hat keine eigenen Besucherparkplätze, das Umfeld am Hardenbergplatz ist teuer bewirtschaftet — und die S-, U- und Regionalbahn hält direkt am Eingang.
  • Mit dem 16-jährigen Kind ohne Schülerausweis kommen. Ab 16 gilt der Erwachsenenpreis; mit Nachweis wird daraus der Ermäßigungstarif.
  • Den Hund mitnehmen. Im Zoo Berlin sind Hunde verboten — im Tierpark Berlin dagegen erlaubt.
  • Zoo und Tierpark verwechseln oder an einem Tag zusammenlegen wollen. Das sind zwei Häuser quer durch die Stadt, 33 gegen 160 Hektar.
  • Mit Koffer oder großem Gepäck vom Bahnhof herüberkommen. Eine Gepäckaufbewahrung gibt es im Zoo aus Sicherheitsgründen nicht.

🚗 Anfahrt, Parken, Preise

Anfahrt

Hardenbergplatz 8, 10787 Berlin — das ist der Eingang Löwentor, direkt am Verkehrsknoten Bahnhof Zoologischer Garten. Es gibt kaum ein besser angebundenes Ausflugsziel in Deutschland: S-Bahn S3, S5, S7 und S9, U-Bahn U2 und U9 (zusätzlich U1 und U9 am Kurfürstendamm), rund fünfzehn Buslinien sowie Regionalzüge (RE1, RE2, RE7, IRE, RB14, RB21, RB22). Der Fernverkehr läuft über den Hauptbahnhof, von dort sind es wenige Minuten mit der S-Bahn.

Der zweite Eingang, das Elefantentor an der Budapester Straße (Olof-Palme-Platz), liegt ruhiger und näher am Tiergarten. Wer mit dem Aquarium anfangen will, ist dort besser aufgehoben. Nach Zooschluss bleibt nur der Ausgang am Elefantentor geöffnet.

Parken

Der Zoo hat keine eigenen Besucherparkplätze. Es gibt einige öffentliche, kostenpflichtige Stellplätze vor dem Löwentor am Hardenbergplatz und mehrere Parkhäuser in der Umgebung — beides in einer der teuersten Parkzonen Berlins. Der Zoo empfiehlt selbst ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und das ist bei dieser Bahnanbindung der ehrliche Rat: Für den Preis eines halben Tages im Parkhaus fährt eine Familie vom Stadtrand hin und zurück.

Für Menschen mit Behinderung gibt es keine ausgewiesenen Zooparkplätze; auch hier verweist der Zoo auf Bus und Bahn.

Öffnung

365 Tage im Jahr geöffnet, auch an Feiertagen — es gibt keinen Ruhetag. Dafür wechseln die Zeiten fünfmal jährlich mit der Saison: im Sommerhalbjahr bis in den frühen Abend, im Winterhalbjahr nur bis zum späten Nachmittag. Der letzte Einlass liegt anderthalb Stunden (Sommer) bzw. eine Stunde (Winter) vor Schließung und ist zugleich Kassenschluss. Tierhäuser und Restaurants schließen 30 Minuten vor dem Zoo. Am 24. Dezember endet der Tag um 14:00 Uhr. Das Aquarium schließt ganzjährig um 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:00 Uhr. Die konkreten Uhrzeiten bitte auf der offiziellen Seite prüfen — sie ändern sich.

Preise

Stand August 2026, Zoo ohne Aquarium: Erwachsene ab 16 Jahren online ab 16,00 € (Kasse 25,00 €), Kinder von 4 bis 15 Jahren online ab 7,50 € (Kasse 12,50 €), Ermäßigte mit Nachweis online ab 9,00 € (Kasse 14,00 €). Kinder unter 4 Jahren frei — brauchen aber trotzdem ein kostenloses Ticket. Kombiticket Zoo + Aquarium online ab 24,00 € bzw. 11,00 € (Kasse 37,00 € bzw. 17,50 €).

Der Onlinepreis ist gestaffelt: je früher gebucht, desto günstiger. Familientageskarten gibt es nicht mehr — für Familien lohnt sich stattdessen die Jahreskarte, die laut Zoo ab dem vierten Besuch günstiger wird. Der Zoo-Entdeckerplan mit Lageplan und Rallye kostet 1,00 € und wird am Einlass ausgehändigt.

Essen und Trinken

Im Zoo gibt es mehrere Gastronomien: das Restaurant Zoo-Talia (italienisch, mit Terrasse), die rustikale Waldschänke mit Kindermenüs und am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 11 Uhr einem Frühstücksbuffet für 22,90 € pro Person, das Café Kolibri im Vogelbereich sowie Eisstände und Snackkioske (wetterabhängig).

Mitgebrachtes Essen ist in den Hausregeln nirgends verboten — die Verbotsliste im FAQ nennt Hunde, Bälle, Luftballons, Fahrräder und Roller, aber keine Verpflegung. Der Spielplatz an der Waldschänke hat Tische und Bänke und ist der naheliegende Platz dafür. Babynahrung wird in den Restaurants kostenfrei aufgewärmt, einfach das Personal ansprechen.

Zwei Kleinigkeiten: Restaurants schließen 30 Minuten vor dem Zoo, und das Café im Aquarium ist derzeit geschlossen.

Barrierefreiheit

Rollstühle werden kostenlos verliehen, gegen Pfand (in der Regel ein Ausweis). Der Zoo bittet um Voranmeldung per E-Mail an info@zoo-berlin.de mit Besuchsdatum und Ankunftszeit. Die Eingänge und Ausgänge sind barrierefrei, die meisten Häuser stufenlos oder schwellenarm mit breiten Gängen zugänglich. Ausnahmen nennt der Zoo selbst: das Menschenaffenhaus hat Rampen mit über 6 % Steigung, die Hippo Bay ist innen abgedunkelt, einzelne Bereiche haben unebene Böden oder wenig Licht.

Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen dürfen überall mit. Assistenzhunde sind mit Nachweis erlaubt (normale Hunde nicht). Über das Gelände verteilt gibt es mehrere barrierefreie Toiletten und zahlreiche Bänke mit Rückenlehne. Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50 zahlen den ermäßigten Preis; bei Merkzeichen B oder H ist eine Begleitperson frei, unter 16 Jahren ist der Eintritt kostenfrei.

🧭 Was noch in der Nähe liegt

  • Gaslaternen-Freilichtmuseum in Berlin — rund 0 km, Freilicht-/Geschichtspark
  • Deutsches Technikmuseum in Berlin — rund 3 km, Technik-/Verkehrsmuseum
  • Science Center Spectrum in Berlin — rund 3 km, Natur-/Wissenschaftsmuseum
  • Weltballon in Berlin — rund 3 km, Besondere Attraktion
  • Erlebnis Europa in Berlin — rund 3 km, Museum
  • Museum für Naturkunde in Berlin — rund 4 km, Natur-/Wissenschaftsmuseum

Im Ausflugsfinder nach Alter, Wetter und Fahrzeit suchen →

🔗 Weiter auf schulferien.eu

📚 Woher die Angaben stammen

📍 Schulferien 2026 nach Bundesland

schulferien.eu