Bremen mit Kindern: beste Ferien, Basis und Reiseplan

Gezeichnete Urlaubsszene aus Bremen mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Bremen geht das ganze Jahr: Das Wetter entscheidet hier weniger als die Frage, wie voll es ist. Im Hochsommer rund 22,4 °C, im Winter etwa 5,3 °C — dann gehört die Reise den Museen und dem Universum. Anreise mit der Bahn oder mit dem Auto, für Kinder jeden Alters.

Vor Ort brauchst du kein Auto: Vom Hauptbahnhof läufst du in zehn Minuten in die Altstadt, und die Straßenbahn deckt den Rest. Für Familien ist Bremen deutlich günstiger als Hamburg: In mehreren Museen zahlen Kinder und Jugendliche gar nichts, und ein ganzer Tag Straßenbahn kostet die Familie 13 Euro. Die Rechnung steht weiter unten.

Bremerhaven ist eine eigene Reise, keine Nachmittagstour — dazwischen liegen 60 Kilometer Niedersachsen.

Universum, Altstadt, Stadtmusikanten, Bürgerpark und Überseestadt füllen mehrere wetterunabhängige Familientage.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Für eine Städtereise ist das Wetter selten das entscheidende Kriterium: Drinnen ist es im Januar so warm wie im Juli. Nützlich sind die Werte trotzdem, denn sie sagen dir, was du einpacken musst und wie viel Zeit du draußen verbringen kannst. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Bremen anschließend mit anderen Zielen vergleichen, und die Bremer Ferientermine stehen bei uns auf einer eigenen Seite.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
5,9 °C
12Regentage im Monat
OsterferienApril
13,9 °C
10Regentage im Monat
PfingstferienJuni
21,0 °C
11Regentage im Monat
SommerferienJuli / August★ beste Zeit für Familien
22,5 °C
14Regentage im Monat
HerbstferienOktober
14,4 °C
13Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
5,7 °C
14Regentage im Monat

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Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Bremen in drei Tagen — die Altstadt zuerst

Bremen ist eine der wenigen deutschen Großstädte, in denen du fast alles zu Fuß schaffst. Marktplatz, Schnoor, Böttcherstraße und Schlachte liegen in einem Viertelkreis um den Dom, und vom Hauptbahnhof sind es zehn Gehminuten dorthin. Deshalb plant man hier keine Wege, sondern nur eine Frage pro Tag: Wo gehst du hinein?

Ein Bezahlziel pro Tag reicht. Zwischen den Museen liegt genug, das nichts kostet — und mehrere Häuser lassen Kinder und Jugendliche ohnehin frei hinein.

Tag 1 — Altstadt zu Fuß

  • Vormittag: Marktplatz mit Roland und Rathaus, seit 2004 Welterbe. Stadtmusikanten anfassen, eine Münze ins Bremer Loch.
  • Mittagspause: im Schnoor, dem ältesten Viertel der Stadt, oder an der Schlachte am Weserufer.
  • Nachmittag: durch die Böttcherstraße zum Glockenspiel zur vollen Stunde, danach die Kunsthalle am Wall.
  • Weg dazwischen: alles zu Fuß, keine einzige Fahrt nötig.
  • Eintritt: 24 Euro in der Kunsthalle, weil nur die Erwachsenen zahlen. Der Rest des Tages kostet nichts.
  • Bei Regen: die Böttcherstraße ist eng und größtenteils überdacht, und in der Kunsthalle bleibst du einfach länger.
  • Am Ruhetag: Die Kunsthalle ist montags zu. Nimm dann die Museen Böttcherstraße oder häng den Bürgerpark an.

Tag 2 — Wissen und Weite

  • Vormittag: das Universum als einziges Bezahlziel des Tages, mit Science Center und SchauBox.
  • Mittagspause: im Universum selbst oder draußen im EntdeckerPark.
  • Nachmittag: in den Bürgerpark nebenan — 200 Hektar, Tiergehege, Bootsverleih, Eintritt frei.
  • Weg dazwischen: Straßenbahn 6 zur Universität, zurück in die Stadt sind es zwei Haltestellen.
  • Eintritt: 42 Euro als Familienkarte im Universum, danach null.
  • Bei Regen: statt Bürgerpark das Übersee-Museum am Hauptbahnhof, das ist der Regen-Joker der Stadt.
  • Am Ruhetag: keiner. Das Universum hat täglich offen, der Park sowieso.

Tag 3 — Wasser und Grün

  • Vormittag: mit der Sielwallfähre über die Weser an den Weserstrand beim Café Sand.
  • Mittagspause: drüben am Sand oder zurück im Viertel rund um den Sielwall.
  • Nachmittag: an den Werdersee zum Baden oder in den Rhododendron-Park im Osten der Stadt.
  • Weg dazwischen: Fähre und Straßenbahn, zusammen ein Tagesticket.
  • Eintritt: knapp zehn Euro für die Fährfahrten, sonst nichts.
  • Bei Regen: die botanika im Rhododendron-Park — Gewächshäuser, in denen es warm und grün ist, während draußen der Nordwest bläst.
  • Am Ruhetag: Die Sielwallfähre fährt von März bis Oktober täglich, sonst meist nur am Wochenende. Details stehen unten beim Weserstrand.

Wenn ein vierter Tag drin ist: die Überseestadt mit den alten Speichern, oder ein voller Tag in Bremerhaven. Warum das kein Halbtagsausflug wird, steht weiter unten.

Zum ersten Mal in Bremen?

Der Schnoor ist das älteste Viertel der Stadt und der Teil, an dem ein Rundgang wirklich etwas bringt — in den Gassen steckt mehr Geschichte, als von außen zu sehen ist. Rund eine Stunde, sehr gut bewertet. Prüf vorher, ob Termin und Sprache für deine Kinder passen.

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Wer nur zwei Tage hat

„Streich einen Tag“ ist keine Entscheidungshilfe: Die zwei stärksten Bausteine sind andere als die ersten zwei eines Drei-Tage-Plans. Wähl den Plan, der zu dir passt:

Zum ersten Mal in Bremen

Altstadt am ersten Tag, Universum am zweiten. Damit hast du das gesehen, wofür die Stadt bekannt ist — und die beiden Tage sind so verschieden, dass niemand quengelt.

Mit Kindern unter sechs

Bürgerpark mit Tiergehege und Bootsverleih, am zweiten Tag Altstadt mit dem Bremer Loch. Beides ist kinderwagentauglich, und das Bremer Loch ist in diesem Alter der Höhepunkt der ganzen Reise.

Wenn Technik und Ausprobieren zünden

Universum am ersten Tag mit vollen vier bis sechs Stunden, am zweiten das Übersee-Museum. Das ist der Plan mit dem meisten Anfassen und dem kürzesten Fußweg.

Wenn die Sonne scheint

Weserstrand mit Sielwallfähre am ersten Tag, Badesee und Rhododendron-Park am zweiten. Zwei Tage ohne nennenswerten Eintritt — und der einzige Plan, für den Bremen wirklich Wetter braucht.

Der dritte Tag, wenn du ihn doch hast, richtet sich nach dem Interesse: Museum, Wasser oder die Fahrt nach Bremerhaven.

Was ein Tag wirklich kostet

„Preisniveau mittel“ hilft niemandem beim Planen. Deshalb hier die Rechnung für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern von 8 und 11 Jahren, jeweils nur der Eintritt:

Was ein Tag wirklich kostet
Ein Tag mit …Eintritt für alle vier
Altstadt, Bremer Loch und Glockenspiel0 Euro
plus ein paar Münzen für den Gullideckel
Bürgerpark oder Rhododendron-Park0 Euro
Bootsverleih im Bürgerpark extra
Badesee-Tag am Werdersee oder Unisee0 Euro
acht der zehn Seen haben eine DLRG-Station
Weserstrand mit Sielwallfähre9,60 Euro
hin und zurück für vier
Kunsthalle am Wall24 Euro
nur die Erwachsenen zahlen; ab 31. Oktober 2026 30 Euro
Übersee-Museum36 Euro
Familienpreis, sonst 45 Euro
Universum42 Euro
Familienkarte; einzeln wären es 60 Euro

Die meisten Tage liegen damit zwischen null und zehn Euro. Nach oben geht es nur an den drei Museumstagen, und selbst der teuerste davon kostet weniger als ein einziger Tag im Hamburger Tierpark.

Der Nahverkehr, und warum die Rabattkarte hier ausnahmsweise aufgeht

Das TagesTicket der BSAG kostet seit dem 1. Januar 2026 9,50 Euro für eine erwachsene Person, jede weitere zahlt 3,50 Euro dazu, höchstens fünf Erwachsene je Ticket. Bis zu drei Kinder von 6 bis 14 Jahren fahren kostenlos mit, Kleinkinder bis fünf sowieso. Deine Familie kommt also für 13 Euro durch den ganzen Tag.

Und jetzt der Teil, der in Magdeburg oder Hamburg anders ausgeht: Die BremenCARD beginnt bei 13 Euro, und die Zwei-Tage-Karte für zwei Erwachsene steht bei 19 Euro — drei Kinder unter 14 fahren mit. Zwei BSAG-TagesTickets für dieselbe Familie kosten 26 Euro. Die Rabattkarte ist hier also billiger als die reinen Fahrkarten, und die Ermäßigungen in Museen und Theatern kommen obendrauf. Das ist selten, und deshalb steht es hier.

Ein Haken bleibt: Der Nahverkehrsteil gilt nur in Bremen und Bremen-Nord, nicht bis Bremerhaven. Für den Tag in der Seestadt brauchst du etwas anderes — dazu unten mehr.

Unterkunft, Essen, Anreise und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.

Wo du im Stadtgebiet am besten wohnst

Bremen ist kompakt, deshalb geht es weniger um Fahrzeiten als um die Frage, wie es abends um dich herum aussieht:

Rund um den Hauptbahnhof

die praktischste Lage. Übersee-Museum und Bürgerpark liegen direkt nebenan, in die Altstadt sind es zehn Gehminuten, und für die Anreise mit der Bahn schleppt niemand Koffer durch die Stadt. Der Nachteil ist derselbe wie in jeder Großstadt: Ein Bahnhofsviertel ist abends kein ruhiges Wohngebiet.

Altstadt, Schnoor und Schlachte

die schönste Lage, mitten im Welterbe, mit dem Weserufer vor der Tür. Du startest jeden Tag ohne eine einzige Fahrt. Dafür ist es die teuerste Ecke, und an lauen Abenden ist an der Schlachte lange etwas los.

Das Viertel und der Osterdeich

die entspannteste Wahl für Familien. Wohnstraßen, Spielplätze, die Sielwallfähre an den Weserstrand und der Werdersee in Laufweite. Der Preis dafür sind zehn bis fünfzehn Minuten Straßenbahn in die Altstadt — nicht viel, aber eben jeden Tag.

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Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

Bürgerpark mit Tiergehege und Bootsverleih, der Kinderbereich „Milchstraße“ im Universum und das Bremer Loch am Marktplatz, das in diesem Alter zuverlässig funktioniert. Dazu der flache Nichtschwimmerbereich am Werdersee und Sandburgen am Weserstrand. Die Altstadt ist eben und kinderwagentauglich, nur das Kopfsteinpflaster im Schnoor rüttelt.

6–9 Jahre

das ideale Bremen-Alter. Das Universum ist zum Anfassen gebaut, rechne mit vier bis sechs Stunden. Dazu sonntags die Stadtmusikanten auf dem Domshof, das Glockenspiel mit seinen sich drehenden Holztafeln und eine Fahrt mit der Sielwallfähre. Beim Übersee-Museum beginnt der Kindertarif mit sechs Jahren, jünger ist frei.

10–13 Jahre

Jetzt trägt die Altstadt eine eigene Geschichte: Roland und Rathaus sind Welterbe, und warum eine Stadt eine Steinfigur so ernst nimmt, versteht man in diesem Alter zum ersten Mal. Dazu die Überseestadt mit den umgebauten Speichern, der Bootsverleih im Bürgerpark und ein Tag in Bremerhaven, wo das Auswandererhaus genau für dieses Alter gemacht ist.

14–18 Jahre

Bremen funktioniert auch mit Jugendlichen. Kunsthalle, Weserburg, Focke-Museum und Gerhard-Marcks-Haus kosten für sie nichts, die Überseestadt ist der fotogenste Stadtteil, und mit einem Tagesticket kommen sie allein durch die ganze Stadt und bis nach Vegesack.

Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Fünf Eigenheiten entscheiden in Bremen über gelungene Tage. Hier nur die Kurzfassung, alle Zahlen stehen in der Vertiefung darunter.

1. Der Montag

Kunsthalle und Übersee-Museum sind montags geschlossen. Universum, Parks und Altstadt laufen weiter. → Details

2. Das Gratis-Programm hat Uhrzeiten

Stadtmusikanten-Spiel und Glockenspiel laufen nach Fahrplan, nicht durchgehend. → Details

3. Der Kindereintritt

In mehreren Häusern zahlen unter 18-Jährige nichts, in anderen ab sechs voll. Der Unterschied entscheidet über den Tag. → Details

4. Die Sielwallfähre

Sie hat eine Saison. Von November bis Februar fährt sie meist nur am Wochenende. → Details

5. Bremerhaven

Es ist dasselbe Bundesland, aber ein eigener Reisetag — und die BremenCARD gilt dort nicht. → Details

Was nicht in jedem Reiseführer steht

💶 Spartipp: Bremens Museen sind für Jugendliche oft komplett gratis

Das ist der Bremen-Trick, den kaum ein Reiseführer nennt: In einer ganzen Reihe Häuser zahlen Kinder und Jugendliche unter 18 gar nichts — die Kunsthalle am Wall, das Focke-Museum, die Weserburg auf der Teerhof-Insel, das Gerhard-Marcks-Haus und die Museen Böttcherstraße gehören dazu.

In der Kunsthalle zahlen Erwachsene zwölf Euro, dienstags hat sie bis 21 Uhr offen. Ein Datum solltest du kennen: Ab dem 31. Oktober 2026 steigt der Eintritt auf 15 Euro, weil dann die große Winterausstellung läuft. Ins Gerhard-Marcks-Haus kommt an jedem ersten Donnerstag im Monat jeder umsonst.

Ehrlich dazu gesagt: Für alles gilt das nicht. Im Übersee-Museum am Hauptbahnhof zahlen Kinder ab sechs Jahren 7,50 Euro mit, Erwachsene 15 — aber es gibt einen Familienpreis, der selten irgendwo steht: zwölf Euro je Erwachsener und sechs Euro je Kind, für eine vierköpfige Familie also 36 statt 45 Euro. Frag an der Kasse ausdrücklich danach.

Das Universum ist mit 18 Euro für Erwachsene und zwölf ab sechs Jahren das teuerste Haus der Stadt — auch hier ist die Familienkarte für 42 Euro der bessere Weg, sie gilt für zwei Erwachsene und bis zu zwei Kinder bis 18. Den freien Kindereintritt am ersten Freitag im Monat gibt es zwar, aber er richtet sich ausdrücklich an Kinder aus Bremen und Bremerhaven; als Gast solltest du nicht damit rechnen.

Plan also die Gratis-Häuser für die Nachmittage ein und leg das Geld ins Universum. Die vollständige Liste pflegt der Senator für Kultur — Schülerausweis oder Kinderausweis einstecken.

ℹ️ Gut zu wissen: Der Montag kostet dich hier keinen ganzen Tag

Bremen ist in dieser Hinsicht freundlicher als die meisten Städte: Montags geschlossen sind Kunsthalle und Übersee-Museum, sonst nicht viel. Das Universum hat täglich offen, Bürgerpark und Rhododendron-Park sowieso, und die ganze Altstadt kostet ohnehin nichts.

Der Montag ist hier also kein verlorener Tag, sondern ein Umsortierungstag: Leg ihn auf Universum, Park oder Altstadt und die beiden Museen auf Dienstag bis Sonntag. Wer nur ein Wochenende hat und montags abreist, verliert dadurch gar nichts.

Sunnys Fundstück: der Gullideckel, der iaht

Direkt vor der Bremischen Bürgerschaft am Marktplatz liegt ein unscheinbarer Kanaldeckel im Pflaster — mit einem Schlitz und einer plattdeutschen Aufforderung, etwas hineinzuwerfen. Wer ab zehn Cent einwirft, löst eine Fotozelle aus, und aus dem Boden kommen nacheinander Hahn, Katze, Hund und ein sehr lautes Eselsschreien: die Bremer Stadtmusikanten als Hörspiel, aufgenommen von Radio Bremen.

Unter dem Deckel steckt eine Edelstahl-Spardose, und das Geld ist kein Touristen-Gag. Rund 20.000 Euro kommen im Jahr zusammen, sie gehen an die Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe für soziale Projekte in der Stadt. Das „Bremer Loch“ gibt es seit 2007, und es funktioniert zuverlässig als Kinder-Magnet: Steck vor dem Stadtbummel ein paar Münzen ein, sonst stehst du da und kramst.

Die echte Stadtmusikanten-Statue steht übrigens ein paar Schritte weiter an der Westseite des Rathauses. Beide Vorderbeine des Esels anfassen, sagen die Bremer, sonst zählt der Wunsch nicht.

🤫 Geheimtipp: Bremens bestes Gratis-Programm hat feste Uhrzeiten

Die schönsten kostenlosen Sachen in Bremen laufen nach Fahrplan — wer das weiß, plant den Stadttag drumherum.

  • Stadtmusikanten-Spiel: sonntags vom 3. Mai bis 6. September 2026 auf dem Domshof, um 12 Uhr auf Deutsch und um 13 Uhr auf Englisch, Eintritt frei. Echte Schauspieler, in voller Größe. Ausnahmen sind der 14. und 21. Juni.
  • Glockenspiel am Ende der Böttcherstraße: 30 Meißener Porzellanglocken, von April bis Dezember zu jeder vollen Stunde zwischen 12 und 18 Uhr, von Januar bis März nur um 12, 15 und 18 Uhr.

Beim Glockenspiel drehen sich außerdem zehn geschnitzte Holztafeln mit berühmten Seefahrern und Fliegern, und das fesselt Kinder meist mehr als die Melodie. Beides liegt fünf Gehminuten auseinander, du kannst es also an einem Sonntagmittag hintereinander mitnehmen.

Und wenn das Programm reicht: Der Bürgerpark nördlich vom Hauptbahnhof ist mit rund 200 Hektar der größte privat finanzierte Park Deutschlands, kostet nichts und hat ein frei zugängliches Tiergehege. Der 46 Hektar große Rhododendron-Park im Osten der Stadt ist täglich von 7 bis 22:30 Uhr offen, ebenfalls umsonst — nur für die botanika darin wird Eintritt fällig.

🏖️ Sommer: Sandstrand und zehn Badeseen — mitten in der Stadt

Bremen hat keine Küste, aber einen Sandstrand, und der liegt gegenüber vom Osterdeich auf der Halbinsel Stadtwerder beim Café Sand. Der schönste Weg dorthin ist die kleine Sielwallfähre, die ohne festen Fahrplan hin und her pendelt.

Die Zahlen: Erwachsene zahlen 2,20 Euro einfach und 3,20 hin und zurück, Kinder 1,10 beziehungsweise 1,60 — deine Familie kommt also für 9,60 Euro hinüber und wieder zurück. Gefahren wird montags bis freitags ab 7 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr, jeweils bis 23 Uhr. Von März bis Oktober fährt sie täglich, im Winterhalbjahr meist nur am Wochenende — das ist der Satz, der einen Novembernachmittag rettet.

Eine Warnung gehört dazu, und sie steht in keinem Prospekt: Der Weserstrand ist zwar eine ausgewiesene Badestelle, aber Strömung sowie Sog und Wellenschlag der Frachter machen den Fluss gefährlich, und die DLRG rät vom Schwimmen ab. Nach Starkregen ist das Wasser oft belastet. Behandle den Weserstrand als Buddel- und Schiffe-guck-Strand.

Geschwommen wird in Bremen im See, und davon gibt es zehn — acht mit DLRG-Station, alle ohne Eintritt. Für Familien sind zwei besonders praktisch: der Werdersee fast in der Innenstadt, der größte Badesee der Stadt mit abgetrenntem Nichtschwimmerbereich, und der Stadtwaldsee, den hier jeder Unisee nennt, mit Kiosken, Toiletten und Spielgeräten. Die Badesaison läuft von Mitte Mai bis Mitte September; ein Blick auf baden in Bremen vor der Fahrt erspart dir, mit Handtüchern vor einer Warntafel zu stehen.

Rays Spartipp: Das Ticket, das beide Städte verbindet

Bremen und Bremerhaven sind dasselbe Bundesland, aber dazwischen liegen rund 60 Kilometer Niedersachsen. Genau da endet die BremenCARD: Ihr Nahverkehrsteil gilt nur in Bremen und Bremen-Nord, nicht bis zur Seestadt.

Wer beide Städte an einem Tag sehen will, fährt mit dem Niedersachsen-Ticket deutlich besser: 29 Euro für die erste Person, jeder weitere Erwachsene 8 Euro, dazu bis zu drei Kinder von 6 bis 14 kostenlos, Kleinkinder sowieso. Eine Familie mit zwei Schulkindern kommt so für 37 Euro durch den kompletten Tag — Bremer Straßenbahn, Regionalzug an die Wesermündung und Bremerhavener Stadtbus eingeschlossen.

Es gibt keine 9-Uhr-Sperre: Das Ticket gilt ab Mitternacht bis 3 Uhr in der Folgenacht, und der Geltungsbereich reicht über ganz Niedersachsen und Bremen bis in den Hamburger Innenbereich. Wer ohnehin ein Deutschlandticket hat, braucht für diese Person gar nichts extra. Preise und Bedingungen beim Niedersachsen-Ticket.

🚢 Der Tagesausflug: Warum Bremerhaven kein Nachmittag ist

Auf der Landkarte sieht es nach einem Abstecher aus, in der Praxis ist es ein eigener Reisetag. Der Regionalzug braucht von Bremen aus gut eine halbe bis dreiviertel Stunde, vom Bremerhavener Hauptbahnhof sind es zehn Minuten zu Fuß in die Havenwelten — hin und zurück geht also allein für den Weg fast eine halbe Kindertagesspanne drauf.

Dazu kommt: Die großen Häuser dort sind keine Ein-Stunden-Museen. Für das Klimahaus solltest du vier bis fünf Stunden einplanen, für das Deutsche Auswandererhaus einen halben Tag. Beide an einem Tag ist mit Kindern zu viel.

Die ehrliche Empfehlung lautet deshalb: ein voller Tag mit einem großen Haus, früh los, spät zurück — und wer mehr will, übernachtet dort. Was sich für welches Alter lohnt und was es kostet, steht auf unserer Seite zu Bremerhaven mit Kindern. Wie man beide Städte zu einer Reise verbindet und was zwischen ihnen liegt, steht auf der Seite zum Land Bremen.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Eine Besonderheit vorweg: Bremen und Niedersachsen haben praktisch identische Ferientermine, 2026 auf den Tag gleich. Wenn in Bremen Ferien sind, hat also auch das komplette Umland frei, aus dem die Tagesgäste kommen. Kommst du aus einem anderen Bundesland, ist genau das deine Chance.

Sommerferien

die einzige Zeit mit dem kompletten Draußen-Programm — Stadtmusikanten-Spiel auf dem Domshof, Badeseen, Sielwallfähre im Tagesbetrieb, lange Abende an der Schlachte. Bremen ist dabei nie eine überrannte Stadt; voll wird es eher in Bremerhaven, weil die Havenwelten das Schlechtwetterziel der ganzen Region sind.

Osterferien

die unterschätzte Zeit. Der Rhododendron-Park steuert auf seine Blüte zu, die Museen sind leer, und die Übernachtung kostet in der Nebensaison spürbar weniger.

Pfingstferien

kurz, aber die beste Mischung — alles ist offen, das Stadtmusikanten-Spiel läuft seit Anfang Mai, und für einen Bremerhaven-Tag ist noch Platz.

Herbstferien

ehrlich gesagt Indoor-Zeit, was in Bremen kein Nachteil ist. Universum, Übersee-Museum und Kunsthalle sind komplett wetterunabhängig. Merk dir nur, dass der Kunsthallen-Eintritt ab dem 31. Oktober steigt.

Weihnachtsferien

Bremen kann Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz plus Schlachtezauber an der Weser, und die großen Häuser haben bis auf wenige Feiertage offen. Das Draußen-Programm fällt dafür fast komplett weg, und die Sielwallfähre fährt nur am Wochenende.

Bremen bei Regen

Wenn es eine Stadt gibt, in der Dauerregen kein Drama ist, dann diese. Das Universum füllt mit Science Center und SchauBox problemlos vier bis sechs Stunden und ist weitgehend barrierefrei; wer geräuschempfindliche Kinder dabeihat, kann an der Kasse nach den Anti-Stress-Beuteln fragen.

Das Übersee-Museum direkt am Hauptbahnhof ist der klassische Regen-Joker für zwischendurch — praktisch, weil du auf dem Weg vom Bahnhof ohnehin daran vorbeikommst. Die Kunsthalle hat dienstags bis 21 Uhr offen, das rettet einen Nachmittag, der ins Wasser gefallen ist.

Für den echten Schmuddeltag mit kleinen Kindern gibt es die botanika im Rhododendron-Park: Gewächshäuser, in denen es warm und grün ist, während draußen der Nordwest bläst. Und die Böttcherstraße ist so eng gebaut, dass ein Schauer dort kaum ankommt.

Wenn der Regentag feststeht

Das Universum lässt sich vorab buchen — an Regentagen in den Ferien steht sonst die halbe Region an derselben Kasse. Rechne aber nach: Die Familienkarte für 42 Euro an der Kasse ist für zwei Erwachsene mit zwei Kindern meist der günstigere Weg als vier Einzeltickets.

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Wie du hinkommst

Mit der Bahn

Bremen Hauptbahnhof ist ein Fernverkehrsknoten mit direkten ICE- und IC-Verbindungen aus Hamburg, Hannover, dem Ruhrgebiet und München. Er liegt fußläufig zur Altstadt, Bürgerpark und Übersee-Museum sind gleich nebenan — bequemer geht eine Städtereise kaum.

Mit dem Flugzeug

Der Bremer Flughafen ist einer der stadtnächsten in Deutschland. Die Straßenbahnlinie 6 fährt direkt vor dem Terminal ab und braucht rund elf Minuten in die Innenstadt und etwa 16 zum Hauptbahnhof.

Mit dem Auto

Über A1 und A27 ist Bremen gut erreichbar — nur brauchst du das Auto in der Stadt praktisch nicht. Stell es einmal ab und lass es stehen.

Nach Bremerhaven

Regionalzüge brauchen etwa 36 bis 46 Minuten, vom dortigen Hauptbahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fuß in die Havenwelten.

Wenn du über Bremen hinaus planst

Die Seestadt an der Wesermündung ist der naheliegendste zweite Ort: Bremerhaven mit Kindern hat Klimahaus, Auswandererhaus und einen Hafen, den man sich anschauen kann. Wie beide Städte zusammen eine Reise ergeben und was zwischen ihnen liegt, steht auf der Seite zum Land Bremen. Nach Norden liegt Hamburg gut eine Bahnstunde entfernt, nach Süden führt der Weg ins übrige Niedersachsen. Und für schlechte Tage sammeln wir Ideen für Regentage und 50 Dinge, die Kinder erlebt haben sollten.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Bremen mit Kindern?

Für eine Stadt lässt sich das nicht an der Temperatur festmachen, sie funktioniert in allen Ferien. Das volle Draußen-Programm gibt es aber nur im Sommerhalbjahr: Das Stadtmusikanten-Spiel läuft von Anfang Mai bis Anfang September, die Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September, und die Sielwallfähre fährt von März bis Oktober täglich. Wer Museen will, kommt in den Herbst- oder Winterferien und hat sie fast für sich.

Reicht ein Wochenende für Bremen?

Ja, und zwar gut. Die Stadt ist kompakt genug, dass zwei Tage für Altstadt und ein großes Museum reichen. Welche zwei Bausteine zu dir passen, steht oben in den Zwei-Tage-Plänen. Für einen zusätzlichen Tag in Bremerhaven brauchst du aber einen dritten Tag, keinen halben.

Was kostet Bremen mit Kindern am Tag?

Zwischen null und 42 Euro Eintritt für vier Personen. Altstadt, Parks und Badeseen kosten nichts, die Kunsthalle 24 Euro, das Übersee-Museum 36 und das Universum 42 Euro als Familienkarte. Dazu kommen 13 Euro Nahverkehr für den ganzen Tag. Die vollständige Rechnung steht oben in der Tabelle.

Lohnt sich Bremerhaven als Tagesausflug von Bremen?

Ja, aber nur als ganzer Tag. Der Zug braucht etwa 40 Minuten je Richtung, und das Klimahaus allein kostet vier bis fünf Stunden. Nimm ein Niedersachsen-Ticket, fahr früh und plan genau ein großes Haus ein — die BremenCARD gilt auf dieser Strecke nicht.

Kommst du vor Ort ohne Auto zurecht?

Ja, sehr gut. Die Altstadt gehst du zu Fuß, alles andere deckt eine Straßenbahnfahrt ab. Ein TagesTicket für die ganze Familie kostet 13 Euro.

Wie kommt man hin?

Bremen erreichst du mit der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Wenn dir Bremen gefällt

  • Bremerhaven — die großen Häuser am Wasser — wetterunabhängig, dafür kommt es auf den Andrang an.
  • Land Bremen — die Frage davor: welche der beiden Städte deine Basis wird.
  • Hamburg — eine Nummer größer, mit Fähren, Hafen und Tierpark.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Preise und Öffnungszeiten zuletzt geprüft am 5. August 2026. Maßgeblich ist die verlinkte Betreiberinformation. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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