Frankfurt am Main mit Kindern: beste Ferien und Orte

Gezeichnete Urlaubsszene aus Frankfurt am Main mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung
Die Kurzentscheidung

Frankfurt am Main geht das ganze Jahr — das Wetter entscheidet hier weniger als die Frage, wie voll es ist. Im Hochsommer rund 25,0 °C und am meisten Andrang, im Winter etwa 5,7 °C, dafür kürzere Schlangen und günstigere Unterkünfte. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 3 bis 18 Jahren. Vor Ort brauchst du das Auto kaum — die Wege sind kurz.

Museumsufer, Zoo, Palmengarten, Mainufer und Regionalpark bieten mehrere autofreie Familientage.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Für eine Städtereise ist das Wetter selten das entscheidende Kriterium — drinnen ist es im Januar so warm wie im Juli. Nützlich sind die Werte trotzdem: Sie sagen dir, was du einpacken musst und wie viel Zeit du draußen verbringen kannst. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Frankfurt am Main anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Dieselben Werte für dein Bundesland

Luft tagsüberrechts: Regentage
WinterferienFebruar
6,5 °C
11 Regentage
OsterferienApril
15,4 °C
10 Regentage
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
23,4 °C
11 Regentage
SommerferienJuli / August
25,0 °C
11 Regentage
HerbstferienOktober
15,2 °C
10 Regentage
WeihnachtsferienDezember
5,5 °C
14 Regentage

Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

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Was nicht in jedem Reiseführer steht

Rays Rechnung: In Frankfurt kostet die Nacht mehr als der Tag
Rays Rechnung: In Frankfurt kostet die Nacht mehr als der Tag

Frankfurt gilt als teures Pflaster — das stimmt, aber nur für eine einzige Position: das Bett. Ein kompletter Familientag in dieser Stadt kostet oft weniger als 20 Euro, weil Kinder in den städtischen Museen gratis reinkommen und fünf Personen für 14,80 Euro den ganzen Tag durch das Stadtgebiet fahren. Teuer wird nur das Zimmer — und wann es teuer wird, entscheidet nicht der Ferienkalender, sondern der Messekalender.

Das ist der Satz, den du dir merken solltest: Schlag vor der Buchung den Messekalender auf, nicht den Ferienkalender. Auswertungen von Buchungsportalen zeigen jedes Jahr dasselbe Bild — zu großen Messen vervielfachen sich die Zimmerpreise, in Spitzen um mehrere hundert Prozent gegenüber einem messefreien Tag eine Woche später. Für Herbst 2026 heißt das ganz konkret: Die Frankfurter Buchmesse läuft vom 7. bis 11. Oktober und fällt damit mitten in die hessischen Herbstferien (5. bis 17. Oktober). Wer aus Nordrhein-Westfalen kommt, hat Glück — dort beginnen die Herbstferien erst am 17. Oktober, also genau dann, wenn die Messe abgebaut ist und die Preise fallen. Im Herbst 2026 stehen außerdem die Automechanika (8. bis 12. September) und die Formnext (17. bis 20. November) im Kalender.

Die zweite Stellschraube ist die Adresse. Frankfurt liegt in einem der dichtesten Nahverkehrsnetze Deutschlands — Offenbach, Hanau, Bad Homburg, Rüsselsheim oder Kronberg sind mit S-Bahn oder Regionalzug in 15 bis 30 Minuten in der Innenstadt. Zu Messezeiten ist ein Familienzimmer eine Station weiter draußen regelmäßig die günstigere Wahl, und du brauchst dafür nicht einmal ein Auto.

💶 Spartipp: Umsonst ist nur die eine Hälfte — die Frankfurter Museums-Trennlinie

Über Frankfurt liest man überall denselben Halbsatz: „Kinder gehen gratis ins Museum.“ Das stimmt — aber nur für eine Hälfte der Stadt, und genau daran verrechnen sich Familien.

Gratis für alle unter 18 sind die 16 städtischen Museen, und zwar seit 2017 in Dauer- und Sonderausstellungen: Historisches Museum und Junges Museum am Römerberg, Museum für Kommunikation, Museum Angewandte Kunst, Weltkulturen Museum, Deutsches Architekturmuseum, Archäologisches Museum, Jüdisches Museum, MMK und andere. Für eine Familie heißt das: Es zahlen nur die Erwachsenen, und die meist acht bis zwölf Euro.

Nicht dabei sind ausgerechnet die drei größten Namen. Im Städel ist der Eintritt erst für Kinder unter zwölf Jahren frei, Erwachsene zahlen 19 Euro, das Familienticket kostet 30. Im Senckenberg, dem Saurier-Museum, zahlen Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren sechs Euro, das Familienticket kostet 30. Und der Zoo nimmt für Kinder ab sechs ebenfalls sechs Euro, die Familientageskarte kostet 29.

Daraus folgt die Rechnung, die dir Geld spart: Planst du Historisches Museum, Junges Museum und Museum für Kommunikation, brauchst du keine Karte — die Kinder sind ohnehin frei. Willst du dagegen an zwei Tagen mehrere der großen Häuser sehen, lohnt das MuseumsuferTicket: 32 Euro als Familienkarte für zwei Erwachsene und ihre Kinder unter 18, gültig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in 39 Museen. Ab dem zweiten größeren Haus rechnet es sich — Zoo und Palmengarten sind allerdings keine Museen und deshalb nicht enthalten.

Sunnys Fund: Frankfurt ist eine Nachmittagsstadt
Sunnys Fund: Frankfurt ist eine Nachmittagsstadt

Fast alle teuren Ziele der Stadt haben ein Zeitfenster am späten Nachmittag, in dem sie plötzlich günstig werden — und niemand schreibt das zusammen auf.

Palmengarten: Von Montag bis Freitag ab 18:30 Uhr kostet das Feierabendticket fünf Euro statt neun. Weil Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 dort sowieso frei sind, kommt eine vierköpfige Familie im Sommer für zehn Euro in einen Garten, der bis 19 Uhr geöffnet hat. Ja, das ist knapp — dafür ist der Garten dann fast leer.

Städel: Dienstags ab 15 Uhr gilt ein Einheitspreis von zehn Euro für alle Ausstellungen, statt 19 Euro regulär. Mit Kindern unter zwölf, die frei sind, kostet der Besuch damit 20 statt 30 Euro.

Senckenberg: Mittwochs hat das Naturmuseum bis 20 Uhr auf, und ab 17 Uhr zahlen Erwachsene sechs statt zwölf Euro. Drei Stunden zwischen Saurierskeletten sind mit Kindern ohnehin genug — danach will keiner mehr.

Zoo: Der Feierabendtarif greift im Sommer täglich ab 17 Uhr (im Winter ab 15 Uhr): neun Euro für Erwachsene, vier für Kinder. In der Sommerzeit bis zum 24. Oktober ist bis 19 Uhr geöffnet, die Kasse schließt um 18:30. Für einen zweiten Kurzbesuch — die Kinder wollen ja doch noch mal zu den Menschenaffen — ist das der richtige Weg.

Bau deinen Tag also andersherum: vormittags das Kostenlose (Mainufer, städtische Museen, Grüngürtel), spätnachmittags das Teure.

⭐ Top-Ausflug: Der Ebbelwei-Expreß: eine Stadtrundfahrt für 8 Euro, Getränk inklusive

Andere Städte verkaufen Stadtrundfahrten für 25 Euro aufwärts. In Frankfurt fährt seit 1977 eine bunt bemalte historische Straßenbahn im Halbstundentakt durch die Stadt, und die Rundfahrt kostet acht Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Im Preis stecken eine Flasche Apfelwein, Apfelsaft oder Mineralwasser und eine Tüte Brezeln — eine vierköpfige Familie zahlt also 23 Euro für eine Stunde Stadtrundfahrt mit Getränk und Knabberzeug.

Die Runde führt am Zoo los, am Römer und an der Paulskirche vorbei, über den Willy-Brandt-Platz zum Hauptbahnhof, an Festhalle und Messe entlang und über den Süden zurück. Einen Reiseleiter gibt es nicht, dafür einen Audio-Podcast zu den Stationen — für Kinder ist sowieso die quietschende Bahn der Star.

Drei Dinge, die du vorher wissen musst: Der Ebbelwei-Expreß fährt nur an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, ab dem Zoo starten die Fahrten zwischen 13:30 und 19:45 Uhr. Die Fahrkarte gilt für eine Rundfahrt ohne Unterbrechung — aussteigen und später wieder zusteigen geht also nicht mit demselben Ticket. Und ganz wichtig: Tickets gibt es nur beim Schaffner an Bord und ausschließlich gegen Bargeld. Fahrplan und Haltestellen stehen auf der Seite des Ebbelwei-Expreß.

ℹ️ Gut zu wissen: Welches Ticket wirklich passt — und die Flughafen-Falle

Frankfurt hat drei Ticketwege, und für Familien ist meistens der billigste auch der beste.

Die RMV-Gruppentageskarte kostet im Tarifgebiet Frankfurt 14,80 Euro und gilt einen ganzen Tag für bis zu fünf Personen jeden Alters — U-Bahn, Straßenbahn, Bus und S-Bahn im Stadtgebiet. Bist du zu dritt oder viert unterwegs, ist das fast immer der günstigste Weg. Einzeln kostet die Tageskarte 7,75 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder.

Die Altersgrenze musst du kennen: Im RMV gilt als Kind, wer 6 bis einschließlich 14 Jahre alt ist. Ab dem 15. Geburtstag zahlt dein Kind den vollen Erwachsenenpreis — das ist deutlich früher als in vielen anderen Verbünden. Mit einem 15-Jährigen im Gepäck rechnet sich die Gruppenkarte also noch schneller.

Die Frankfurt Card kostet 13 Euro für einen Tag, 21 Euro für zwei; als Gruppenkarte für bis zu fünf Personen sind es 26 beziehungsweise 39 Euro. Sie enthält den Nahverkehr einschließlich Flughafen plus Ermäßigungen in vielen Häusern. Für Familien lohnt sie sich seltener, als die Werbung nahelegt: Es gibt keinen Kinderpreis, und die Ermäßigungen greifen vor allem bei Erwachsenentickets — die Kinder kommen in den städtischen Museen ja ohnehin gratis rein.

Und jetzt die Falle: Der Flughafen ist im RMV ein eigenes Tarifgebiet. Die offizielle Preisliste stellt ausdrücklich klar, dass die Stadtpreisstufe nur innerhalb des jeweiligen Gebiets gilt und nicht für Fahrten zwischen Frankfurt und Frankfurt Flughafen. Wer also mit dem Flieger ankommt oder einen Ausflug zum Airport plant, kauft dafür ein eigenes Ticket — oder nimmt für diesen einen Tag die Frankfurt Card, die den Flughafen einschließt. Und für Tagesausflüge über die Stadtgrenze hinaus gibt es das Hessenticket: 43,50 Euro für bis zu fünf Personen, montags bis freitags ab 9 Uhr, am Wochenende ganztags.

🤫 Geheimtipp: Flughafen gucken kostet nichts — man muss nur wissen, wo

Für viele Kinder ist der Flughafen das eigentliche Frankfurt-Erlebnis, und das geht komplett kostenlos: Fraport betreibt drei frei zugängliche Aussichtspunkte rund um das Gelände. Die Plattform an der Startbahn West (unter Planespottern „18 West“ genannt) hat zugleich die Südbahn im Blick, die Plattform an der Landebahn Nord-West funktioniert unabhängig von der Windrichtung und liegt für Fotos besonders günstig, und am Berlin Luftbrückendenkmal im Süden kannst du den Landeanflug beobachten. Parkplätze liegen überall keine hundert Meter entfernt. Decke, Brötchen, fertig — das ist ein ganzer Nachmittag für null Euro.

Wer mehr will, bucht bei Fraport: Die Starter-Tour im Bus dauert 45 Minuten und kostet 11 Euro (ermäßigt 9), die XXL-Tour zwei Stunden für 24 Euro. Das Besucherzentrum mit AR-Stationen und Panoramafenster auf die Gates kostet 12 Euro. Der Geheimtipp für flughafenverrückte Kinder ist die Feuerwehr-Tour über die Feuerwache 3 — mittwochs und samstags, ab sechs Jahren, 30 Euro. Alles vorab online buchen, die Touren sind oft ausgebucht.

Zwei Dinge haben sich 2026 geändert und stehen noch in keinem Reiseführer: Terminal 3 ist seit dem 22. April 2026 eröffnet und seit dem Tag darauf im Flugbetrieb, angebunden über die verlängerte Sky Line. Terminal 2 ist seit dem 9. Juni 2026 für Passagiere geschlossen und wird über Jahre saniert — dort war früher die klassische Besucherterrasse. Prüf deshalb kurz vor dem Ausflug auf der Seite von Fraport, was gerade geöffnet ist — und schau auch nach deinem Abflugterminal, wenn du selbst fliegst.

🤔 Kurioses: Das berühmteste Kinderbuch der Welt entstand hier, weil ein Vater nichts Passendes fand

Weihnachten 1844 ging ein Frankfurter Arzt los, um für seinen dreijährigen Sohn ein Bilderbuch zu kaufen. Er fand nur Bücher, die ihm zu belehrend und zu langweilig waren — also kaufte Heinrich Hoffmann ein leeres Heft und zeichnete selbst. Ein Jahr später war das Ergebnis gedruckt und wurde zu einem der meistübersetzten Kinderbücher überhaupt: der Struwwelpeter.

In der Neuen Altstadt, ein paar Schritte vom Römer, steht dafür ein eigenes Museum. Es ist klein, erstaunlich gut gemacht und für Kinder mit Geschichteninseln und Spielpfaden eingerichtet — du brauchst keine halbe Stunde Fußweg und bist trotzdem raus aus dem Trubel. Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder ab sechs Jahren vier, jüngere nichts, und die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 20 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Ein ehrlicher Hinweis für kleinere Kinder: Der Struwwelpeter ist ein drastisches Buch — abgeschnittene Daumen, ein Kind, das verbrennt. Das Museum ordnet das ein und geht spielerisch damit um, aber rede vorher kurz darüber, damit niemand erschrickt. Erfahrungsgemäß finden Kinder ab etwa sechs Jahren genau das spannend.

⭐ Top-Ausflug: Der Taunus ist Frankfurts Hausberg — und du kommst ohne Auto hin

Von der Innenstadt bis in den Wald sind es keine 30 Kilometer, und das Beste daran: Du brauchst dafür kein Auto, weil der Nahverkehr bis auf den Gipfel fährt.

Großer Feldberg: Mit der U3 bis zur Endstation Oberursel-Hohemark, dort steigst du in die Buslinie 57, die Feldberglinie, um — am Wochenende fährt sie stündlich zwischen U-Bahn und Gipfel, werktags alle zwei Stunden, und sie verbindet weiter nach Königstein, wo die RB12 hält. Der beste Grund für den Bus steht im Kleingedruckten: An stark besuchten Wochenenden wird die Straße auf den Berg für Autos gesperrt — der Bus fährt trotzdem. Du stehst also nicht in der Schlange am Parkplatz, sondern bist oben.

Opel-Zoo in Kronberg: mit der S4 bis Kronberg und weiter mit der Buslinie 261 Richtung Falkenstein (die Haltestelle Opel-Zoo ist eine Bedarfshaltestelle — im Bus Bescheid geben) oder mit den Linien X26 und X27. Dort leben rund 2.000 Tiere in über 220 Arten, darunter die einzigen Elefanten Hessens, dazu Giraffen, Geparde und Erdmännchen. Der Zoo ist ganzjährig täglich geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen, und wer doch mit dem Auto kommt, parkt kostenlos.

Fürs Ticket: Beide Ziele liegen außerhalb des Stadtgebiets, die Frankfurter Tageskarte reicht also nicht. Für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie ist das Hessenticket oft die einfachste Lösung — 43,50 Euro für bis zu fünf Personen, werktags ab 9 Uhr, am Wochenende ab dem ersten Zug. Rechne in der App kurz gegen, ob eine Gruppentageskarte in der passenden Preisstufe billiger ist.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Frankfurt ist die Stadt, in der die Ferienstaffelung wirklich Geld wert ist — weil die hessischen Ferien früh liegen und der Messekalender dazwischenfunkt.

Ray

Sommerferien, erste Hälfte (Hessen 29. Juni bis 7. August 2026)

Die einheimischen Familien sind weg, die Messehallen stehen still, und die Stadt ist so leer, wie sie überhaupt sein kann. Das ist die beste Zeit für eine Frankfurt-Woche — Zimmer sind vergleichsweise günstig, weil das Geschäftsreisepublikum fehlt. Achte nur auf die Hitze: Der Kessel zwischen Main und Taunus wird im Hochsommer richtig warm, plan den Nachmittag am Wasser oder im Wald.

Sommerferien, zweite Hälfte (NRW ab 20. Juli, Baden-Württemberg ab 30. Juli, Bayern ab 3. August): Jetzt sind die hessischen Kinder ab dem 8. August wieder in der Schule. Für dich heißt das: unter der Woche leere Museen — aber Vorsicht bei den Öffnungszeiten. Das Mitmachmuseum Experiminta zum Beispiel richtet seine Zeiten nach den hessischen Ferien und schließt außerhalb davon werktags schon um 14 Uhr. Solche Verkürzungen treffen genau die Familien, die aus anderen Bundesländern anreisen. Vorher nachschauen.

Sunny

Ende August — das Museumsuferfest (28. bis 30. August 2026)

Drei Tage Fest an beiden Mainufern, riesig und voll. Für Familien ein Erlebnis, aber wissen solltest du: In dieser Zeit kommst du in die beteiligten Museen nur mit dem Museumsufer-Button (2026 sieben Euro) — die üblichen Eintrittsregeln sind ausgesetzt, und je nach Haus gelten für Kinder eigene Regelungen. Frag am Eingang nach.

Sunny

Herbstferien — hier liegt der größte Unterschied

Hessen hat vom 5. bis 17. Oktober frei, und mittendrin läuft vom 7. bis 11. Oktober die Buchmesse. Wer aus Hessen kommt, kann das bewusst nutzen (die Publikumstage sind Freitag bis Sonntag) oder bewusst meiden — Zimmer sind in dieser Woche knapp und teuer. Wer aus Nordrhein-Westfalen anreist, hat vom 17. bis 31. Oktober frei und erwischt die Stadt danach: ruhig, günstiger, alle Museen offen. Das ist die entspannteste Herbstwoche des Jahres.

Sunny

Osterferien

Der Palmengarten ist im Frühjahr am schönsten, und die Stadt ist noch nicht voll. Prüf nur den Messekalender — im Frühjahr liegen regelmäßig große Fachmessen.

Sunny und Ray

Weihnachtsferien

Hessen hat vom 23. Dezember bis 12. Januar frei, eigene Winterferien gibt es hier nicht. Der Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg ist einer der größten Deutschlands und kostet keinen Eintritt; danach wird es still, im Zoo gilt der Wintertarif, und viele Häuser haben an den Feiertagen Sonderöffnungszeiten.

Sunny und Ray

Und ein Termin zum Vormerken

Am letzten Samstag im Monat läuft der „Satourday“ — dann ist der Eintritt in den beteiligten städtischen Museen für alle frei, auch für die Erwachsenen. Im August ist es wegen des Museumsuferfests der vorletzte Samstag.

Was zu welchem Alter passt

0–6 Jahre

Palmengarten — Kinder sind frei, es gibt einen großen Wasserspielplatz, Ruderboote und Minigolf, und bei Regen gehst du in die Gewächshäuser. Dazu der Zoo (unter sechs kostenlos) und der Waldspielpark am Goetheturm mit Irrgarten und Planschbecken.

7–9 Jahre

Jetzt zünden die Saurier im Senckenberg, das Junge Museum am Römerberg (unter 18 frei) und das Struwwelpeter-Museum. Für den Nachmittag: die 196 Stufen auf den Goetheturm — der Turm brannte 2017 ab und wurde wieder aufgebaut, hinaufsteigen kostet nichts.

10–12 Jahre

Das Mitmachmuseum Experiminta zum Selberausprobieren, die Feuerwehr-Tour am Flughafen (ab sechs Jahren, aber in diesem Alter am besten), eine Runde mit dem Ebbelwei-Expreß und das Museum für Kommunikation, wo unter 18-Jährige gratis reinkommen.

13–18 Jahre

Frankfurt kann Teenager. Das MMK für moderne Kunst und das Deutsche Architekturmuseum sind für alle unter 18 kostenlos, das Städel gibt es dienstags ab 15 Uhr für zehn Euro. Dazu die Skyline von unten am Mainufer, der Grüngürtel mit dem Rad und ein Tag im Taunus. Denk an die Ticket-Altersgrenze: Ab 15 zahlt dein Kind im Nahverkehr den vollen Erwachsenenpreis — die Gruppentageskarte lohnt sich dann noch mehr.

Frankfurt in drei Tagen — ein Bezahlziel pro Tag

Der Rhythmus für diese Stadt: pro Tag eine Gruppentageskarte für 14,80 Euro und genau ein Ziel, das Eintritt kostet. Alles andere ist gratis.

Tag 1 — am Fluss

Vormittags über den Römerberg und durch die Neue Altstadt, dann am Mainufer entlang durch das Nizza — den mediterranen Garten am nördlichen Ufer zwischen Untermainbrücke und Friedensbrücke, in dem Palmen und Bananenstauden im Freien stehen. Kostet nichts. Bezahlziel ist am Nachmittag das Historische Museum oder das Junge Museum gleich nebenan — die Kinder sind frei, es zahlen nur die Erwachsenen.

Tag 2 — Tiere und Knochen

Vormittags der Zoo oder das Senckenberg (Bezahlziel, beide täglich geöffnet), nachmittags der Palmengarten. Wenn du es einrichten kannst, geht das Senckenberg an einem Mittwoch — dann ist bis 20 Uhr offen und ab 17 Uhr billiger.

Tag 3 — Wahl nach Wochentag

Fällt dein dritter Tag auf ein Wochenende, gehört er dem Ebbelwei-Expreß (Bezahlziel, acht Euro für Erwachsene, 3,50 für Kinder bis 14) und danach dem Taunus oder dem Flughafen. Fällt er auf einen Werktag, nimm den Flughafen: Aussichtsplattform an der Startbahn West, kostenlos, dazu wahlweise eine Rundfahrt als Bezahlziel.

Und wenn ein Montag dabei ist

Dann tauschst du die Reihenfolge. Die städtischen Museen und das Städel haben montags zu — Zoo, Palmengarten, Senckenberg, Grüngürtel und Flughafen haben offen.

Frankfurt bei Regen

Regen ist hier kein Problem — der Montag schon. Die städtischen Museen und das Städel sind montags geschlossen, und das sind genau die Häuser, in denen deine Kinder gratis reinkommen. Leg deinen Regentag also möglichst auf Dienstag bis Sonntag.

Der beste Familien-Regentag ist das Senckenberg — und es ist eines der wenigen großen Häuser, das täglich geöffnet hat, also auch am Montag. Saurierskelette in Originalgröße, dazu eine Tierwelt-Ausstellung, mit der man locker einen halben Tag füllt. Erwachsene zahlen zwölf Euro, Kinder von 6 bis 17 Jahren sechs, das Familienticket kostet 30.

Zum Anfassen

das Mitmachmuseum Experiminta an der Hamburger Allee — rund um Physik, Technik und Mathematik, alles zum Ausprobieren. Erwachsene 14 Euro, Kinder ab sechs 9,50, Familienticket 33 Euro. Achtung bei den Zeiten: Außerhalb der hessischen Schulferien ist werktags nur bis 14 Uhr geöffnet, in den hessischen Ferien dagegen täglich bis 17:30 Uhr.

Warm und grün

Die Gewächshäuser im Palmengarten sind der unterschätzteste Regenplan der Stadt — tropisch, hell, und für alle unter 18 gratis. Der Garten hat täglich geöffnet.

Für zwischendurch

das kleine Struwwelpeter-Museum in der Neuen Altstadt (Dienstag bis Sonntag) oder das Museum für Kommunikation am Museumsufer, in dem Kinder und Jugendliche unter 18 nichts zahlen. Beides passt gut in einen Nachmittag, an dem der Regen nicht aufhören will.

Wie du hinkommst

Frankfurt ist der bestangebundene Ort Deutschlands: Der Hauptbahnhof ist ICE-Knoten Nummer eins, und vom Flughafen bist du mit der S-Bahn in gut zehn Minuten in der Innenstadt. Wichtig fürs Ticket: Der Flughafen ist im RMV ein eigenes Tarifgebiet — eine Tageskarte für Frankfurt deckt die Fahrt dorthin laut offizieller Preisliste nicht ab. Vor Ort brauchst du kein Auto: Eine Gruppentageskarte für 14,80 Euro bringt bis zu fünf Personen einen ganzen Tag durch das Stadtgebiet, und Taunus, Opel-Zoo und Feldberg erreichst du mit S-Bahn, U-Bahn und Bus. Wer mit dem Auto kommt, sollte wissen, dass in Frankfurt eine Umweltzone gilt und Parken in der Innenstadt teuer ist — Park-and-Ride am Stadtrand ist die entspanntere Lösung.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Frankfurt am Main mit Kindern?

Für eine Stadt lässt sich das nicht an der Temperatur festmachen — sie funktioniert in allen Ferien. Entscheidend ist eher, ob du Andrang und Hochpreiszeit meiden willst oder ob dich das nichts ausmacht. Frankfurt am Main geht das ganze Jahr — das Wetter entscheidet hier weniger als die Frage, wie voll es ist. Im Hochsommer rund 25,0 °C und am meisten Andrang, im Winter etwa 5,7 °C, dafür kürzere Schlangen und günstigere Unterkünfte. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel.

Kommt man vor Ort ohne Auto zurecht?

Ja. Die Wege sind kurz genug, dass das Auto die meiste Zeit stehen bleiben kann — mit Bahn, Bus oder Rad kommst du überall hin.

Wie kommt man hin?

Frankfurt am Main erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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