Hegau und westlicher Bodensee mit Kindern: beste Ferien und Orte

Gezeichnete Urlaubsszene aus Hegau und westlicher Bodensee mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung
Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,1 °C tagsüber, im Schnitt 13 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von jedem Alter bis 18 Jahren. Das eigene Auto ist hier von Vorteil: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander.

Vulkanberge, Festungsruinen, Rhein und Seezugänge; Konstanz und Singen als unterschiedliche Basen.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Hegau und westlicher Bodensee anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Dieselben Werte für dein Bundesland

Luft tagsüberrechts: Regentage
WinterferienFebruar
5,9 °C
11 Regentage
OsterferienApril
14,7 °C
12 Regentage
PfingstferienJuni
22,5 °C
15 Regentage
SommerferienJuli / August★ beste Zeit für Familien
24,1 °C
13 Regentage
HerbstferienOktober
15,0 °C
10 Regentage
WeihnachtsferienDezember
4,7 °C
14 Regentage

Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

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Was nicht in jedem Reiseführer steht

Rays Spartipp: Die Seekarte gilt auch, wenn du nicht am See schläfst
Rays Spartipp: Die Seekarte gilt auch, wenn du nicht am See schläfst

Das ist der Punkt, an dem der Hegau für Familien interessant wird: Die BODENSEECARD WEST — die Gästekarte, mit der man in Konstanz kostenlos Bus und Bahn fährt — gibt es in insgesamt dreizehn Orten. Und die meisten davon liegen gar nicht am Wasser: Neben Konstanz, Radolfzell und den Höri-Gemeinden Gaienhofen, Öhningen und Moos gehören auch Singen, Stockach, Steißlingen, Gailingen, Allensbach, Reichenau, Bodman-Ludwigshafen und Sipplingen dazu.

Du bekommst die Karte beim Einchecken von deinem Gastgeber, sie kostet nichts extra (die Kurtaxe zahlst du sowieso), und damit fährst du im gesamten Verkehrsverbund Hegau-Bodensee kostenlos: alle Busse und alle Nahverkehrszüge in der zweiten Klasse. Der praktische Effekt: Der Seehas pendelt im Halbstundentakt von Engen über Singen, Radolfzell und Allensbach bis Konstanz — 44 Kilometer in rund fünfzig Minuten. Du wohnst also im Hegau und bist trotzdem in einer halben Stunde am Strandbad, auf der Reichenau oder in der Konstanzer Altstadt, ohne einen Cent für Fahrkarten oder Parkhäuser.

Zwei Dinge stehen im Kleingedruckten. Erstens: Die Karte gilt am Anreisetag erst nach dem Einchecken, die Hinfahrt zahlst du selbst — und IC, ICE und EC sind nicht dabei, es geht wirklich nur um den Nahverkehr. Zweitens: Räder fahren montags bis freitags ab neun Uhr und am Wochenende ganztags kostenlos mit, was am Bodensee-Radweg ziemlich viel wert ist. Dazu kommen Rabatte, an die kaum jemand denkt — zwanzig Prozent auf die Untersee-Schifffahrt und auf die Höri-Fähre. Frag bei der Buchung ausdrücklich nach, ob dein Gastgeber die Karte ausgibt; alle Leistungen stehen beim Verkehrsverbund Hegau-Bodensee.

⭐ Top-Ausflug: Hohentwiel: neun Hektar Festung, fünf Belagerungen, nie erobert

Über Singen steht auf einem Vulkanschlot die Ruine, die dem ganzen Landstrich sein Wahrzeichen gibt — neun Hektar Mauern, Bastionen und Kasematten, eine der größten Festungsruinen Deutschlands. Für Kinder ist das ein Kletter- und Versteckparadies mit Aussicht: Oben reicht der Blick vom Bodensee über die Hegau-Kegel bis zur Kette der Schweizer Alpen.

Die Geschichte dazu funktioniert am Tisch genauso gut wie oben auf der Mauer: Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Festung fünfmal belagert und kein einziges Mal eingenommen. Erledigt hat sie am Ende kein Sturm, sondern ein Vertrag — französische Truppen sprengten die Anlage im Winter 1800/1801 planmäßig in Schutt. Was du heute hochläufst, ist also eine Festung, die niemand erobern konnte.

Praktisch: Der Eintritt liegt bei rund fünf Euro für Erwachsene, ermäßigt ab sechs Jahren bei 2,50 Euro, die Familienkarte bei 12,50 Euro (Stand 2026). Von April bis Mitte Oktober ist täglich geöffnet, danach bis Ende März nur samstags, sonntags und an Feiertagen — das übersehen im Herbst viele. Am Informationszentrum gibt es kaum Parkplätze; kostenlos stehst du an der Landesgartenschau und am Festplatz, von dort sind es rund 35 Minuten zu Fuß. Ohne Auto fährt am Wochenende das Hohentwiel-Taxi (Linie 8) stündlich vom Bahnhof Singen hinauf — es ist ein Anruf-Sammel-Taxi, du musst mindestens eine halbe Stunde vorher anrufen.

Und der Teil, der nichts kostet: Um den Berg läuft der Vulkanpfad, ein Rundweg von rund 4,6 Kilometern mit dreizehn Stationen, dazu gibt es eine kostenlose Audio-App. Der Pfad ist stellenweise steil und für Kinderwagen nicht geeignet, dafür erklärt er unterwegs, warum hier überhaupt ein Berg steht. Nebenbei kommst du am Elisabethenberg vorbei: 560 Meter hoch, der höchstgelegene Weinberg Deutschlands. Alle Zeiten und Preise bei der Festungsruine Hohentwiel.

Sunnys Fundstück: Hier kommt die Donau raus — und fährt in die falsche Richtung
Sunnys Fundstück: Hier kommt die Donau raus — und fährt in die falsche Richtung

Mitten im Städtchen Aach liegt ein stiller grüner Teich unter einer Felswand, und aus dem sprudelt die größte Quelle Deutschlands: im Mittel rund 8.000 Liter pro Sekunde. Bei Hochwasser waren es schon über 24.000, im trockensten gemessenen Sommer nur 1.310 — die Quelle hat also Laune.

Das Verrückte ist, woher das Wasser kommt. Etwa siebzig Kilometer weiter nördlich, zwischen Immendingen und Fridingen, verschwindet die Donau an vielen Tagen im Jahr komplett in ihrem eigenen Flussbett — der Kalkstein darunter ist löchrig wie ein Schwamm. Zwölf bis neunzehn Kilometer weit sickert das Wasser durch den Berg und braucht dafür rund vier Tage. Dann steht es hier wieder im Licht.

Und jetzt der Teil, den Kinder lieben: Damit wechselt die Donau die Weltmeere. Von Aach fließt das Wasser als Radolfzeller Aach in den Bodensee, weiter in den Rhein und landet in der Nordsee — statt, wie sich das für Donauwasser gehört, im Schwarzen Meer. Bewiesen hat das 1877 der Geologe Adolph Knop: Er kippte oben eine Riesenmenge Salz in die Versickerungsstellen und wartete, bis es unten wieder herauskam.

Der Besuch kostet nichts. Ein kurzer Rundweg führt um den Quelltopf, über die Brücke und an einer Felsspalte vorbei, Bänke stehen genug; Parkplätze gibt es gegenüber der Quelle. Rechne mit einer knappen Stunde — als Zwischenstopp auf dem Weg zu den Vulkanbergen ist das perfekt.

⭐ Top-Ausflug: Die Marienschlucht ist wieder offen — nach elf Jahren Sperrung

Es gibt am Bodensee gerade kein Ziel, das so lange gefehlt hat: Die Marienschlucht zwischen Wallhausen und Bodman war nach einem tödlichen Felssturz im Mai 2015 elf Jahre lang gesperrt. Seit dem 28. März 2026 kann man wieder hindurch — und der Weg ist ein anderer als früher: Ein rund 300 Meter langer Stahlsteg schwebt jetzt durch die Schlucht, mit 280 Stufen, fünf Aussichtsplattformen und etwa 56 Höhenmetern. Eintritt kostet das nichts.

Für Kinder gibt es unterwegs einen eigenen Pfad, durch den ein Wanderfalke namens Falko führt. Was du aber ehrlich einplanen musst: Das ist kein Kinderwagen-Ausflug. Rollstuhl und Buggy kommen die Treppen nicht hoch, Fahrräder dürfen nicht bis an die Schlucht, öffentliche Toiletten gibt es keine, und feste Schuhe sind Pflicht — die Zuwege sind naturbelassen und streckenweise nicht gesichert.

Hinkommen kannst du auf drei Wegen: zu Fuß von Bodman in anderthalb bis zwei Stunden, von Wallhausen in gut einer Stunde, oder vom Parkplatz Langenrain in nur einer knappen Viertelstunde — das ist die Familienvariante. Im Sommerhalbjahr fährt eine Buslinie bis zum Bürgerhaus Langenrain, und vom Wasser aus legt ein Schiff aus Bodman, Ludwigshafen und Sipplingen an. Nach starkem Regen kann der Uferweg am Mondfelsen kurzfristig gesperrt sein; dann ist eine Umleitung ausgeschildert. Aktuelle Lage vorher prüfen auf der offiziellen Seite zur Marienschlucht.

ℹ️ Gut zu wissen: Welcher Vulkan passt zu deiner Familie?

Die Hegau-Kegel sehen aus wie aus dem Bilderbuch — und sind geologisch eine kleine Sensation: Als es hier vor rund vierzehn bis sieben Millionen Jahren brodelte, blieb das zähe Gestein zum großen Teil hundert bis hundertfünfzig Meter unter der Oberfläche stecken und erstarrte dort. Was du heute hochläufst, ist also nicht der Vulkan, sondern sein Inneres: Der weiche Mantel drumherum ist abgetragen, zuletzt von den Gletschern der Eiszeit, und übrig blieb der harte Pfropfen aus dem Schlot. Wer das Kindern einmal so erzählt hat, hört den Rest des Urlaubs „Ist das auch ein Vulkan?“

Wichtig ist nur, den richtigen auszusuchen — die Berge sind sehr unterschiedlich:

Hohentwiel

der breiteste, gutmütigste Aufstieg, dazu die Festung als Belohnung. Rund 200 Höhenmeter, für Grundschulkinder gut machbar. Der einzige Gipfel mit Eintritt.

Mägdeberg

kurzer, freundlicher Anstieg mit Ruine und Kapelle — der Einsteigerberg, wenn du sehen willst, ob die Kinder Lust auf mehr haben.

Hohenkrähen

der Fotogene mit dem Ausrufezeichen. Der letzte Aufstieg auf die 644 Meter ist schmal, steil und teilweise mit Geländern gesichert — Trittsicherheit ist dort keine Floskel. Mit kleinen Kindern lässt du den Gipfel besser aus und gehst nur bis unter die Felsen.

Die große Hegauer Vulkan-Tour, die mehrere Kegel an einem Stück verbindet, wird selbst von Wanderportalen als sehr anstrengende Tagestour beschrieben und gern auf zwei Tage geteilt. Mit Familie nimmst du lieber einen Berg pro Tag — das reicht völlig, und nachmittags ist sowieso See.

🤫 Geheimtipp: Die Höri: flaches, warmes Wasser und ein Schiff, das drei Länder anläuft

Die Halbinsel Höri zwischen Radolfzell und Stein am Rhein ist der Teil des Bodensees, an dem am wenigsten los ist — und für Familien hat sie einen handfesten physikalischen Vorteil: Der Untersee ist höchstens 45 Meter tief, der Zeller See sogar nur 22. Der große Obersee misst an der tiefsten Stelle über 250 Meter. Weniger Wasser heißt schneller warm — im Frühsommer badet es sich hier oft angenehmer als drüben.

Der Ausflug, den kaum jemand auf dem Zettel hat, ist die Höri-Fähre: ein kleines Schiff, das ab dem 1. Mai sonn- und feiertags fährt, im Sommer zusätzlich dienstags und donnerstags, und dabei Gaienhofen mit den Schweizer Orten Steckborn und Berlingen und mit der Reichenau verbindet. Mit dem Tagesticket darfst du an jedem Hafen aussteigen, herumlaufen und später weiterfahren — ein Hüpf-Tag über die Grenze, mit der Gästekarte zwanzig Prozent günstiger. Zwei Hinweise: An Bord wird nur bar bezahlt (Euro oder Franken), und den Ausweis braucht jeder, auch die Kinder.

An Land ist die Höri ein Künstlerdorf-Museum unter freiem Himmel. Hermann Hesse wohnte hier von 1904 bis 1907, Otto Dix zog 1936 nach Hemmenhofen, als er in Deutschland nicht mehr ausstellen durfte — beide Häuser sind heute Museen, es gibt ein günstiges Kombiticket, Kinder von sechs bis vierzehn zahlen im Haus Dix zwei Euro. Montags haben beide geschlossen. Und wenn dir auf der Speisekarte ständig die „Höri Bülle“ begegnet: Das ist die milde rote Zwiebel der Halbinsel, seit 2008 auf der Slow-Food-Arche und inzwischen EU-geschützt. Angebaut wird sie hier, seit die Reichenauer Mönche im achten Jahrhundert darüber schrieben.

💶 Spartipp: Rechne die teure Bodensee-Karte einmal durch — im Westen lohnt sie selten

Am Bodensee gibt es zwei Karten, die gern verwechselt werden. Die BODENSEECARD WEST bekommst du als Übernachtungsgast geschenkt, sie deckt Bus und Bahn ab. Die Bodensee Card PLUS musst du kaufen, sie deckt Eintritte und Schifffahrt ab — und kostet 2026 für drei Tage 78 Euro pro Erwachsenem und 47 Euro pro Kind von sechs bis fünfzehn, für sieben Tage 124 beziehungsweise 75 Euro. Wichtig: Nahverkehr ist darin nicht enthalten. Für eine vierköpfige Familie sind das an drei Tagen rund 250 Euro.

Jetzt die Gegenrechnung für den Westen: Der Aachtopf kostet nichts. Die Marienschlucht kostet nichts. Jede Vulkanwanderung kostet nichts. Die Konstanzer Strandbäder kosten nichts, das Strandbad Mettnau in Radolfzell 2,70 Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder von sechs bis siebzehn — unter sechs frei. Die Festungsruine Hohentwiel liegt bei fünf Euro, die Familienkarte bei 12,50. Selbst wenn du jeden Tag etwas Bezahltes machst, kommst du hier kaum über zwanzig Euro Familien-Tagesbudget.

Die Karte rechnet sich also nur, wenn du das Programm des Ostufers willst: Schifffahrten über den Obersee, Mainau, Pfahlbauten, Zeppelin-Museum, Bergbahnen im Bregenzerwald — dann sind 160 Ziele in vier Ländern ein fairer Deal. Für einen Hegau-Urlaub mit Wandern, Baden und einem Museum pro Woche legst du dagegen Geld drauf. Und noch ein Punkt für die Familienkasse: Der Wild- und Freizeitpark Allensbach hat ganzjährig offen und liegt an der Seehas-Linie — zahlende Kinder bekommen mit der Gästekarte eine Portion Wildfutter gratis dazu.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Der westliche Bodensee hat ein Ferienproblem, das andere deutsche Ziele nicht kennen: Hier zählen zwei Ferienkalender, der deutsche und der schweizerische. Der Kanton Thurgau liegt auf der anderen Seeseite, und seine Familien fahren an dieselben Strände.

Ray

Frühsommer und erste Julihälfte

die unterschätzte Zeit. Der Norden Deutschlands hat schon frei, Baden-Württemberg und Bayern noch nicht — und weil BW und BY traditionell als letzte Länder starten, ist die Region in genau diesen Wochen erstaunlich leer. Strandbäder haben ab 1. Mai offen, die Höri-Fähre fährt, die Vulkane sind grün. Wer aus NRW, Niedersachsen oder dem Osten kommt, hat hier den besten Schnitt aus Wetter und Ruhe.

Sunny

Die volle Version (Anfang bis Mitte August)

2027 zum Beispiel überschneiden sich Baden-Württemberg (ab 29. Juli), Bayern (ab 2. August) und der Thurgau (bis 15. August) — rund zwei Wochen, in denen alle gleichzeitig da sind. Das ist die teuerste und knappste Zeit, Ferienwohnungen im Landkreis sind dann früh weg. Wenn du flexibel bist: nicht dieses Fenster.

Sunny und Ray

Ende August, Anfang September

die Schweizer Kinder sind zurück in der Schule, der halbe Norden auch — BW und BY haben aber noch Ferien. Der See ist auf Jahreshöchsttemperatur, die Strandbadsaison läuft bis Ende September. Für Familien aus dem Süden die beste Woche des Jahres.

Sunny

Oster- und Pfingstferien

ideal für alles, was Beine hat — Vulkanwanderungen, Festung, Aachtopf, Marienschlucht. Zum Baden ist der Untersee noch zu kalt. Achtung: Die Thurgauer Frühlingsferien sind zwei Wochen lang und liegen oft direkt um die deutschen Osterferien herum, 2027 etwa vom 26. März bis 11. April.

Sunny

Herbstferien

Baden-Württemberg hat meist nur eine Woche, der Thurgau zwei — es kann also voller sein, als du denkst. Wandern ist jetzt am schönsten, aber merk dir das Datum 16. Oktober: Ab dann öffnet die Festungsruine Hohentwiel nur noch samstags, sonntags und an Feiertagen.

Sunny und Ray

Weihnachtsferien

ehrlich gesagt keine Programm-Zeit. Schifffahrt und Bäder ruhen, die Vulkane sind matschig. Für einen ruhigen Kurztrip mit Konstanzer Weihnachtsmarkt reicht es — für eine Familienwoche nicht.

Was zu welchem Alter passt

0–6 Jahre

Der flache Untersee ist für die Kleinsten ideal — im Strandbad Mettnau zahlen Kinder unter sechs gar nichts, ältere einen Euro. Dazu der Wild- und Freizeitpark in Allensbach, der ganzjährig offen hat und direkt an der Bahnlinie liegt, und der Aachtopf mit seinem kurzen, ebenen Rundweg. Vulkanpfad und Marienschlucht sind in diesem Alter nichts: beide haben Stufen und steile Stücke, der Kinderwagen bleibt unten.

7–9 Jahre

Jetzt fängt der Hegau an, Spaß zu machen. Der erste eigene Berg — Mägdeberg oder Hohentwiel, rund zweihundert Höhenmeter, oben eine Ruine zum Erobern. Ermäßigten Eintritt zahlen Kinder auf dem Hohentwiel ab sechs. Die Marienschlucht mit ihren 280 Stufen und dem Kinderpfad ist in diesem Alter ein echtes Abenteuer.

10–12 Jahre

das Fahrrad- und Grenzalter. Der Bodensee-Radweg ist rund um den Untersee flach, Räder fahren mit der Gästekarte kostenlos im Zug mit. Dazu die Höri-Fähre als Tagesticket zum Ein- und Aussteigen: morgens Deutschland, mittags Schweiz, nachmittags Reichenau. Eine NABU-Führung über die Mettnau lohnt in diesem Alter zum ersten Mal richtig.

13–18 Jahre

Höhe und Weite. Der Hohenkrähen mit seinem gesicherten Steilstück ist die Tour, von der Teenager Fotos machen, und die große Hegauer Vulkan-Runde lässt sich über zwei Tage gehen. Abends per Seehas nach Konstanz — mit der Gästekarte kostet die Fahrt nichts, und die Universitätsstadt ist der Ort, an dem im Westen wirklich etwas los ist.

Hegau und westlicher Bodensee in drei Tagen

Der Plan geht davon aus, dass du im Hegau oder auf der Höri wohnst und die Gästekarte hast. Pro Tag steht genau ein Ziel auf der Rechnung — der Rest ist umsonst.

Tag 1 — der Berg

Früh hoch auf den Hohentwiel, das Bezahlziel des Tages (fünf Euro, Familienkarte 12,50). Kostenlos parkst du an der Landesgartenschau und läufst 35 Minuten, oder du nimmst am Wochenende das Hohentwiel-Taxi ab Bahnhof Singen. Nachmittags der Vulkanpfad rund um den Berg — 4,6 Kilometer, dreizehn Stationen, kein Eintritt. Wichtig: Letzter Einlass in die Festung ist um 17:30 Uhr, das ist kein Abendprogramm.

Tag 2 — Wasser von unten und von oben

vormittags der Aachtopf, wo die Donau wieder aus dem Berg kommt (kostet nichts, knappe Stunde mit Rundweg), nachmittags ins Strandbad Mettnau nach Radolfzell — Erwachsene 2,70 Euro, Kinder einen Euro, unter sechs frei. Ein voller Tag für unter zehn Euro Familienbudget.

Tag 3 — Höri und Schiff

Mit der Höri-Fähre ab Gaienhofen über Steckborn und Berlingen zur Reichenau und zurück, mit dem Tagesticket unterwegs aussteigen. Das ist das Bezahlziel — denk an Bargeld und an die Ausweise, es geht über die Grenze. Die Fähre fährt nur an bestimmten Tagen: ab 1. Mai sonntags und feiertags, im Sommer zusätzlich dienstags und donnerstags.

Wenn du einen vierten Tag hast

die Marienschlucht. Vom Parkplatz Langenrain sind es nur fünfzehn Minuten bis zum neuen Steg, der Eintritt ist frei — 280 Stufen, fünf Plattformen, und für die Kinder führt ein Wanderfalke durch die Schlucht.

Und wenn ein Tag ins Wasser fällt

Tausch ihn gegen das Regenprogramm unten — nur nicht montags, da hat auf der Höri und im Singener Automuseum alles zu.

Der Hegau bei Regen

Sei ehrlich zu dir: Der Hegau ist eine Draußen-Region. Wenn es zwei Tage schüttet, ist der größte Trumpf nicht das nächste Museum, sondern deine Gästekarte — setz dich in den Seehas und fahr nach Konstanz, wo das komplette Schlechtwetter-Programm einer Großstadt wartet, vom Aquarium bis zur Therme. Die Fahrt kostet nichts extra und dauert eine halbe Stunde.

Vor Ort in Singen ist das Automuseum MAC der auffälligste Regentipp: Oldtimer und moderne Kunst in denselben Hallen, und Kinder bis zwölf zahlen in Begleitung eines Erwachsenen gar nichts. Für Erwachsene ist es mit 16 bis 18 Euro pro Haus allerdings kein Schnäppchen — plan es als Hauptprogramm, nicht als Lückenfüller. Und merk dir die Zeiten: montags und dienstags Ruhetag, mittwochs bis samstags erst ab 14 Uhr, sonntags ab 11.

Der Klassiker mit Kindern ist das Singener Hallenbad mit 25-Meter-Becken, Nichtschwimmer- und Kleinkindbereich und einem Sprungturm mit einem, drei und fünf Metern; sonntagnachmittags gibt es Familienschwimmen.

Auf der Höri passen die beiden Museen — Hesse in Gaienhofen, Otto Dix in Hemmenhofen — gut in einen grauen Nachmittag, mit Kombiticket und zwei Euro Eintritt für Kinder von sechs bis vierzehn. Auch hier gilt: montags geschlossen.

Was du bei Dauerregen streichen solltest, sind die Vulkane. Die Aufstiege auf Hohenkrähen und Mägdeberg sind nass rutschig, und in der Marienschlucht kann der Uferweg nach starkem Regen kurzfristig gesperrt werden. Der Aachtopf dagegen ist bei Regen fast schöner — er führt dann am meisten Wasser.

Wie du hinkommst

Singen ist ein echter Bahnknoten: Hier kreuzen sich die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz, die Hochrheinstrecke aus Basel und Schaffhausen und die Gäubahn von Stuttgart nach Zürich. Vor Ort übernimmt der Seehas, der im Halbstundentakt von Engen über Singen und Radolfzell bis Konstanz fährt — mit der Gästekarte kostenlos, also brauchst du im Urlaub kein Auto. Ein Hinweis für die Anreise aus Richtung Stuttgart: Auf der Gäubahn wird wegen Stuttgart 21 gebaut, Züge enden zeitweise in Stuttgart-Vaihingen statt am Hauptbahnhof, und ein Teil der Fernzüge endet in Singen statt in Zürich — prüf deine Verbindung kurz vor der Fahrt. Wer mit dem Auto kommt, hat es hier leichter als am Ostufer: In Singen stehen die Parkplätze an Landesgartenschau und Festplatz kostenlos, und die Wanderparkplätze an den Vulkanbergen sind in der Regel gratis.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Hegau und westlicher Bodensee mit Kindern?

Nach den Klimadaten sind es die Sommerferien. Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,1 °C tagsüber, im Schnitt 13 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel.

Kommt man vor Ort ohne Auto zurecht?

Nur eingeschränkt. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und der Nahverkehr fährt dort seltener als in der Stadt. Wer ohne Auto anreist, sollte sich auf einen Standort und dessen Umgebung beschränken.

Wie kommt man hin?

Hegau und westlicher Bodensee erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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