Malta mit Kindern: beste Ferien, Orte und Strände

Gezeichnete Urlaubsszene aus Malta mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 25,7 °C tagsüber und 23,4 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 6 bis 18 Jahren. Ein Mietwagen ist nicht nötig, vor Ort kommst du auch ohne zurecht.

Klein genug, dass man ohne Mietwagen auskommt. Baden und Geschichte auf engem Raum.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Malta anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberWasserRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
15,0 °C
16,1 °C
8Regentage im Monat
OsterferienApril
18,2 °C
16,8 °C
3Regentage im Monat
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
25,7 °C
23,4 °C
1Regentage im Monat
SommerferienJuli / August
29,0 °C
27,3 °C
1Regentage im Monat
HerbstferienOktober
23,7 °C
24,5 °C
7Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
16,9 °C
19,1 °C
9Regentage im Monat

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Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Wo Familien am besten wohnen

Die einzelnen Küstenorte unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Regionsbezeichnung vermuten lässt. Diese Unterschiede solltest du vor der Buchung kennen:

Wo Familien am besten wohnen
OrtWofür er sich eignetUnterkünfte
MellieħaFamilienstrandUnterkünfte in Mellieħa vergleichen*
SliemaBus/FähreUnterkünfte in Sliema vergleichen*
VallettaStädtereiseUnterkünfte in Valletta vergleichen*
GozoRuhigeren UrlaubUnterkünfte in Gozo vergleichen*
Auf Malta entscheidet der Wassereinstieg

In Sliema steigst du über Leitern und Felsplattformen ins tiefe Wasser, Maltas längster Sandstrand liegt in Mellieħa. Mit kleinen Kindern ist das keine Geschmacksfrage, sondern die Buchung selbst.

Zweitens die Zimmergröße: In den alten Häusern von Valletta sind die Zimmer knapp und die Gassen Treppen. Frag nach Quadratmetern und Stockwerk. Und drittens, wenn du auf Gozo buchst: Jeder Ausflug auf die Hauptinsel kostet dich zweimal Überfahrt und Wartezeit. Für eine Woche mit Kindern ist das eine bewusste Entscheidung, kein Detail.

Was für die vier Basen spricht und was dagegen

Mellieħa

Vorteil ist die Lage: Maltas längster Sandstrand vor der Tür, die Gozo-Fähre und die Comino-Boote wenige Minuten entfernt. Nachteil ist die Entfernung nach Valletta, mit dem Bus rechnest du je Richtung eine gute Stunde.

Sliema

Vorteil sind die Verbindungen: Busse in alle Richtungen und die Fähre nach Valletta in wenigen Minuten. Nachteil ist das Baden, denn hier steigt man über Leitern und Felsplattformen ins tiefe Wasser. Mit kleinen Kindern ist das nichts.

Valletta

Vorteil ist die Stadt selbst, abends leer und stimmungsvoll, alles zu Fuß erreichbar. Nachteil sind die Treppengassen und die knappen Zimmergrößen in den alten Häusern, dazu fehlt jeder Strand.

Gozo

Vorteil ist die Ruhe, dazu der rote Sand der Ramla Bay und deutlich weniger Verkehr. Nachteil ist die Fähre: Jeder Ausflug auf die Hauptinsel kostet dich zweimal Überfahrt und Wartezeit.

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Was du dort unternehmen kannst

  • Valletta. Dauer: ein halber bis ganzer Tag. Alter: jedes, die Stadt ist klein genug für kurze Beine. Kosten: nichts für Gassen, Bastionen und die Upper Barrakka Gardens. Vorher wissen: Die Kalksteinplatten sind bei Nässe rutschig, und um 12 Uhr feuert die Saluting Battery unter den Gärten. Von oben schaust du kostenlos zu.
  • Mdina. Dauer: zwei bis drei Stunden. Alter: jedes. Kosten: nichts für den Rundgang, bezahlt wird nur in den Museen. Vorher wissen: Tagsüber schieben sich die Reisegruppen durch die Gassen, ab dem späteren Nachmittag gehört die Stadt wieder den Bewohnern.
  • Popeye Village, Anchor Bay. Dauer: ein halber bis ganzer Tag. Alter: am stärksten für Kinder von etwa 3 bis 10. Kosten: in der Hauptsaison von Juni bis September 25 Euro je Erwachsenem und 16 Euro je Kind von 3 bis 12, in der Zwischensaison im Mai und im Oktober 18 und 14 Euro. Vorher wissen: Das Filmdorf liegt in der prallen Sonne über der Bucht, Schatten ist knapp.
  • Three Cities. Die Fähre von Valletta kostet 3 € für Erwachsene und 1 € für Kinder, hin und zurück 5 € und 1,50 €. Für Kinder ist sie oft das Beste am ganzen Ausflug. Drüben wird es steil und kopfsteingepflastert bei wenig Schatten: richtig lohnend ab etwa 6 Jahren, mit Buggy anstrengend.
  • Gozo. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
  • Comino. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
  • Ħal-Saflieni-Hypogäum, Paola. Dauer: gut eine Stunde mit Führung. Alter: erst ab 6 Jahren, jüngere Kinder werden nicht eingelassen. Kosten: Ticket über Heritage Malta. Vorher wissen: Nur rund 80 Besucher am Tag, in der Saison sind die Termine Wochen im Voraus vergeben.
  • Malta National Aquarium. In Qawra, täglich 10 bis 20 Uhr, letzter Einlass 19.30 Uhr: Erwachsene ab 13 Jahren 13,95 €, Kinder von 4 bis 12 Jahren 8,90 €, unter 4 frei, das Ticket gilt sechs Monate. Rechne mit anderthalb bis zwei Stunden. Für ein Haus mit „National“ im Namen ist es überschaubar, als Regentag-Programm aber verlässlich.
Die Filmkulisse zum Anfassen

Popeye Village in Mellieħa ist das alte Filmdorf aus Holz, heute ein kleiner Freizeitpark direkt an der Bucht. Für Grundschulkinder der Ort, der auf Malta am meisten hängen bleibt.

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Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Fünf Eigenheiten entscheiden auf Malta darüber, ob eine Woche rundläuft. Die Einzelheiten stehen weiter unten.

1. Die Kinder-Busfahrkarte endet mit zehn Jahren. Die Explore-Karte für Kinder gilt von 4 bis 10 Jahren und kostet 7 Euro für sieben Tage. Ab 11 zahlt dein Kind die 25 Euro der Erwachsenenkarte. Unter 4 fahren Kinder kostenlos und brauchen gar keine Karte.

2. Ohne Zeitfenster kommst du nicht an die Blaue Lagune. Seit 2025 braucht jeder, der auf Comino an Land will, eine kostenlose Buchung über das offizielle Portal. Es gibt drei Zeitfenster am Tag, je Buchung bis zu vier Personen, kontrolliert wird per QR-Code am Steg.

3. Das Hypogäum lässt unter 6 Jahren niemanden hinein. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Sicherheitsregel. Dazu kommen rund 80 Besucher am Tag: Wer mit Teenagern hinein will, bucht, sobald der Reisetermin steht.

4. Auf der Gozo-Fähre zahlst du erst zurück. Am Terminal in Ċirkewwa gibt es kein Ticket für die Hinfahrt. Kassiert wird auf Gozo vor der Rückfahrt, rund 4,65 Euro je Erwachsenem für hin und zurück, Kinder von 3 bis 12 gut einen Euro. Wer nach dem Schalter sucht, verpasst nur die Fähre.

5. Der Verkehr kommt zuerst von rechts. Malta fährt links, und die Insel hat eine der höchsten Autodichten Europas. Üb das Schauen in die ungewohnte Richtung an der ersten Bordsteinkante, nicht an der zehnten.

Was nicht in jedem Reiseführer steht

Sunny sagt's ehrlich: Malta ist keine Strandinsel

Wer Malta wie Mallorca plant, reibt sich vor Ort die Augen: Die Küste ist überwiegend Fels, gebadet wird vielerorts über Leitern und Plattformen im tiefen Wasser. Mit kleinen Kindern ist das nichts. Die wenigen echten Sandstrände liegen fast alle im Norden, allen voran die Mellieħa Bay (Għadira): mit rund 800 Metern Maltas längster Sandstrand und so flach, dass Kinder weit hineinlaufen können. Genau deshalb unser Zuschnitt: Basis in Mellieħa im Norden statt im Hoteltrubel von Sliema: der Familienstrand vor der Tür, die Gozo-Fähre und die Comino-Boote ein paar Minuten entfernt. Valletta wird von dort zum Tagesausflug, nicht umgekehrt der Strand zur Weltreise.

Rays Spartipp: Gozo mit der Linienfähre statt Bootstour

Für einen Gozo-Tag brauchst du keine gebuchte Bootstour: Die Autofähre von Ċirkewwa nach Mġarr pendelt vom frühen Morgen bis in die Nacht und braucht rund 25 Minuten. Die Überraschung am Terminal: Auf dem Hinweg gibt es gar kein Ticket. Bezahlt wird erst auf Gozo vor der Rückfahrt, um die 4,65 Euro pro Erwachsenem hin und zurück, Kinder von 3 bis 12 kosten nur gut einen Euro. Wer in Valletta wohnt, nimmt alternativ die Schnellfähre für Fußgänger direkt aus dem Grand Harbour (rund 45 Minuten). Auf Gozo warten die Zitadelle von Victoria und der rote Sand der Ramla Bay, deutlich ruhiger als die Hauptinsel. Fahrpläne und Preise stehen bei Gozo Channel.

ℹ️ Gut zu wissen: Blaue Lagune: ohne Gratis-Pass kommst du nicht mehr an Land

Das türkise Wasser zwischen Comino und Cominotto ist Maltas berühmtestes Fotomotiv und war jahrelang heillos überlaufen. Seit 2025 gilt: Wer an Land will, braucht ein kostenloses Zeitfenster von der offiziellen Buchungsseite bluelagooncomino.mt: drei Slots pro Tag, bis zu vier Personen je Buchung, kontrolliert wird per QR-Code am Steg. Die Boote ab Marfa bei Mellieħa brauchen nur rund 20 Minuten. Ehrlich gesagt: Im Hochsommer bleibt es trotz Besucherdeckel voll und schattenlos. Nimm den Morgen-Slot, oder mach mit kleineren Kindern lieber gleich den ruhigeren Gozo-Tag daraus.

🤫 Geheimtipp: Punkt zwölf kracht es über dem Grand Harbour — gratis

In den frei zugänglichen Upper Barrakka Gardens in Valletta hast du den besten Balkon der Insel: den Blick über den Grand Harbour mit den Three Cities gegenüber. Täglich um 12 Uhr feuert auf der Terrasse darunter die Saluting Battery ihren Salutschuss ab — von oben schaust du kostenlos zu, nur wer direkt zu den Kanonen hinunter will, zahlt ein paar Euro. Komm eine Viertelstunde früher, dann gibt es noch einen Platz am Geländer. Und halt kleineren Kindern die Ohren zu, der Knall ist ernst gemeint. Meist wird nachmittags um 16 Uhr ein zweites Mal gefeuert, falls du mittags noch am Strand bist.

ℹ️ Gut zu wissen: Hypogäum: das knappste Ticket der Insel

Das Ħal-Saflieni-Hypogäum ist ein über 5.000 Jahre alter, in den Fels gehauener unterirdischer Tempel, UNESCO-Welterbe und für viele der Gänsehaut-Moment der Reise. Aber: Es dürfen nur rund 80 Besucher pro Tag hinein, in kleinen Gruppen von etwa zehn Leuten, und die Termine sind in der Saison oft Wochen im Voraus weg. Wer das mit Teenagern erleben will, bucht direkt bei Heritage Malta, sobald der Reisetermin steht. Restkarten gibt es sonst nur am Vortag für die Touren um 12 und 16 Uhr. Wichtig für die Planung: Kinder unter 6 Jahren werden aus Sicherheitsgründen gar nicht eingelassen, mit Kleinkindern brauchst du es also nicht einzuplanen.

⭐ Top-Ausflug: Mdina, wenn die Reisebusse weg sind

Maltas alte Hauptstadt thront mitten auf der Insel: eine winzige Festungsstadt mit weniger als 300 Einwohnern, in der bis auf Anwohner praktisch keine Autos fahren. Der Spitzname „Silent City“ ist Programm. Der Rundgang durch die Gassen kostet nichts, bezahlt wird nur in den Museen. Der Trick ist die Uhrzeit: Tagsüber schieben sich die Tagesgruppen durch, ab dem späteren Nachmittag gehört die Stadt wieder den Bewohnern. Abends, beleuchtet und fast leer, ist sie der stimmungsvollste Ort der Insel. Mit Kindern lässt sich das gut drehen: nachmittags durchs benachbarte Rabat bummeln, dann durch das Stadttor, Eis auf dem Bastionsplatz mit Blick über die halbe Insel.

🤔 Kurioses: Malta fährt links — und du am besten Bus

Als britisches Erbe herrscht auf Malta Linksverkehr, und die Insel hat eine der höchsten Autodichten Europas — rund um Valletta und Sliema steht der Verkehr zu Stoßzeiten gern still. Für Familien heißt das zweierlei. Erstens: Ein Mietwagen ist hier kein Gewinn, sondern Stress. Die Buslinien erreichen alle Ziele dieser Seite, ein Einzelticket kostet im Sommer 2,50 Euro und gilt zwei Stunden samt Umsteigen, die Explore-Wochenkarte 25 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder von 4 bis 10. Bezahlen kannst du auch kontaktlos beim Fahrer. Zweitens, wichtiger: Üb mit den Kindern das Schauen in die „falsche“ Richtung: An der Bordsteinkante kommt der Verkehr zuerst von rechts. Plan für jede Busfahrt Puffer ein, Pünktlichkeit ist nicht die Stärke des Inselnetzes.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Malta funktioniert fast ganzjährig, aber jedes Ferienfenster anders.

Sommerferien

sicheres Badewetter, aber heiß, schattenarm und überall voll. Jetzt zahlt sich die Basis am flachen Strand mit Hotelpool aus; Ausflüge in den Vormittag legen, die Blaue Lagune nur mit frühem Zeitfenster.

Osterferien

angenehme Ausflugstemperaturen für Valletta, Mdina und Gozo, das Meer ist fürs Baden meist noch zu frisch.

Pfingstferien

oft der beste Kompromiss: warm genug für erste Badetage, deutlich leerer als im Hochsommer.

Herbstferien

das Meer hält die Sommerwärme erstaunlich lange, dazu gute Ausflugstage, einzelne kräftige Regengüsse gehören ab Oktober aber dazu.

Weihnachtsferien

mild, aber kein Badeurlaub, eher eine Städtereise mit Meerblick.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

der flache Sand der Mellieħa Bay, Popeye Village, das Aquarium. Kurze Wege, ein Programmpunkt am Tag. Vorsicht an Felskanten und auf schmalen Gehwegen mit Linksverkehr; das Hypogäum ist unter 6 tabu.

6–9 Jahre

Popeye Village, die 12-Uhr-Kanone in Valletta, Esplora zum Anfassen, erste Schnorchelversuche in flachen Buchten.

10–13 Jahre

Gozo auf eigene Faust mit der Fähre, Schnorcheln, Mdina am Abend, die Blaue Lagune im frühen Zeitfenster.

14–18 Jahre

Schnuppertauchen im klaren Wasser, das Hypogäum (früh buchen!), Valletta auf eigene Faust. Und weil hier fast alle Englisch sprechen, ist Malta nebenbei das beste Sprachtraining, das sich wie Urlaub anfühlt.

Malta-Woche: Ausflug und Strand im Wechsel

Der häufigste Malta-Fehler ist ein Programm wie auf Klassenfahrt. Besser: ein Ausflugstag, ein Strandtag, im Wechsel.

Tag 1

ankommen, Strandtag an der Mellieħa Bay, abends den Busfahrplan für die Woche checken.

Tag 2 — Valletta

mit dem Bus in die Stadt, um 12 Uhr Kanone und Hafenblick in den Barrakka-Gärten, danach Gassen und Eis, mehr nicht.

Tag 3

Strand oder Pool, am späten Nachmittag nach Mdina, wenn die Gruppen weg sind.

Tag 4 — Gozo

mit der Fähre ab Ċirkewwa, drüben Zitadelle und Ramla Bay; bezahlt wird erst auf der Rückfahrt.

Tag 5

lockerer Halbtag im Popeye Village, danach zurück an den Strand.

Tag 6 — Comino

mit gebuchtem Gratis-Pass ins früheste Zeitfenster der Blauen Lagune. Wenn keins mehr frei ist, wird daraus ein zweiter Gozo- oder Strandtag.

Tag 7

Puffertag für das, was am meisten Spaß gemacht hat, oder Aquarium und Esplora, falls das Wetter kippt.

Was ein Tag wirklich kostet

„Preisniveau mittel“ hilft beim Planen niemandem. Deshalb hier zwei durchgerechnete Tage für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren: links ein Tag in Valletta mit Bus, Bastionen und Kanonenschuss, rechts ein Tag mit genau einem Bezahlziel, hier Popeye Village im Hauptsaisontarif.

Was ein Tag wirklich kostet
PostenSparsamer TagTag mit einem Bezahlziel
Unterkunft80–190 €80–190 €
Verpflegung30–45 €
Pastizzi, Bäckerei, Eis
55–85 €
mit einem Restaurantessen
Fahrten vor Ort12 €
Explore-Karten für die Woche, auf den Tag umgelegt
12 €
dieselben Karten
Eintritte0 €
Valletta, Mdina und der Kanonenschuss von oben kosten nichts
82 €
Popeye Village: 2×25 € plus 2×16 €
Summe122–247 €229–369 €

Auf eine Woche gerechnet: Fünf ruhige Tage und zwei mit Bezahlziel landen ohne Flug bei grob 1.100 bis 2.000 Euro. Der Posten, der am stärksten schwankt, ist die Unterkunft. Die Fahrtkosten sind dagegen fast fix: Für diese Familie kosten die Explore-Karten zusammen 82 Euro für sieben Tage, weil das elfjährige Kind bereits den Erwachsenentarif zahlt. Recherchiert sind auf dieser Seite die Bus- und Fährtarife sowie die Parkpreise; Unterkunft und Verpflegung sind Spannen, keine Festpreise.

Malta bei Regen

Regen ist auf Malta ein Winterhalbjahr-Thema und kommt meist als kurzer, heftiger Guss. Oft klart es danach schnell wieder auf, also erst mal abwarten statt umplanen. Wenn doch ein ganzer Tag ins Wasser fällt: Das Nationalaquarium in Qawra liegt komplett innen und ist von Mellieħa aus schnell erreicht; das Mitmach-Wissenschaftszentrum Esplora mit Planetarium bei den Three Cities füllt locker einen halben Tag und ist die bessere Wahl für Grundschulkinder aufwärts. Und Valletta funktioniert mit Kathedrale und Museen auch bei Schmuddelwetter — nur festes Schuhwerk einpacken, die glatten Kalksteinplatten werden bei Nässe rutschig.

Und bei Hitze?

Malta ist eine Kalksteininsel fast ohne Wald, und im Juli und August wird das spürbar: Die Tempelanlagen, die Felsküsten und Comino haben keinen Schatten, die Städte speichern die Wärme bis in die Nacht. Was hilft, ist unter die Oberfläche zu gehen oder aufs Wasser. Das Hypogäum und die Kellergewölbe der Festungen bleiben kühl, die Gozo-Fähre bringt Fahrtwind, und der flache Sand der Mellieħa Bay ist am Vormittag noch erträglich. Was du an solchen Tagen streichen solltest, sind Mdina zur Mittagszeit und die Blaue Lagune im Nachmittags-Zeitfenster.

Wie du hinkommst

Malta erreichst du praktisch nur per Flug, je nach Startort in etwa zweieinhalb bis drei Stunden, Direktverbindungen gibt es von mehreren deutschen Flughäfen. Der einzige Flughafen der Insel liegt zentral bei Luqa; bis Mellieħa im Norden sind es je nach Verkehr rund 45 bis 60 Minuten. Ein Mietwagen ist wegen Linksverkehr und dichtem Verkehr kein Muss. Busse und Fahrdienst-Apps decken die Insel ab, für den Transfer vom Flughafen ist mit Kindern ein vorab gebuchter Fahrer oder ein Taxi die entspannteste Lösung.

Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:

  • Wenig Sandstrand: Der Großteil der Küste ist Fels mit Badeleitern, für kleine Kinder ungeeignet. Lösung: Basis im Norden bei der flachen Mellieħa Bay wählen und Badeschuhe einpacken.
  • Dichter Verkehr, volle Busse: Zu Stoßzeiten und im Hochsommer stauen sich Straßen und Linien. Lösung: Ausflüge früh starten, Stoßzeiten meiden, Zeitpuffer einplanen, und den Mietwagen gleich weglassen.
  • Comino im Sommer überlaufen: Trotz Besucherdeckel bleibt die Blaue Lagune im Juli und August voll. Lösung: Gratis-Pass fürs früheste Zeitfenster buchen, oder den Tag ehrlich gegen Gozo tauschen.
  • Sommerhitze ohne Schatten: Auf Comino, an Felsküsten und in den Tempelanlagen gibt es kaum Schatten. Lösung: Unterkunft mit Pool, Programm in den Vormittag, Siesta wie die Einheimischen.
  • Linksverkehr: Kinder schauen an der Bordsteinkante in die falsche Richtung. Lösung: vor jedem Überqueren gemeinsam stehen bleiben, der Verkehr kommt zuerst von rechts.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Malta mit Kindern?

Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 25,7 °C tagsüber und 23,4 °C Wassertemperatur, im Schnitt 1 Regentag im Monat. Anreise: mit dem Flugzeug. Preisniveau: mittel.

Wo findest du an einem heißen Tag Schatten?

Unter der Oberfläche oder auf dem Wasser. Malta ist eine Kalksteininsel fast ohne Wald: Tempelanlagen, Felsküsten und Comino haben keinen Schatten, und die Städte geben die Wärme bis in die Nacht wieder ab. Kühl bleiben das Hypogäum und die Kellergewölbe der Festungen, Fahrtwind bringt die Gozo-Fähre, und der flache Sand der Mellieħa Bay ist am Vormittag noch erträglich.

Braucht man vor Ort einen Mietwagen?

Nein — dieses Ziel lässt sich auch ohne eigenes Auto erkunden.

Wie kommt man hin?

Malta erreichst du mit dem Flugzeug. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Was kostet der Bus für eine Familie?

Ein Einzelticket kostet im Sommer 2,50 Euro und im Winter 2 Euro und gilt zwei Stunden samt Umsteigen. Wer eine Woche bleibt, fährt mit den Explore-Karten günstiger: 25 Euro für Erwachsene, 7 Euro für Kinder von 4 bis 10, unter 4 kostenlos. Achte auf die Altersgrenze, ab 11 gilt der Erwachsenentarif.

Ist Malta ein Badeziel für kleine Kinder?

Nur an wenigen Stellen. Der Großteil der Küste ist Fels, gebadet wird über Leitern im tiefen Wasser. Die echten Sandstrände liegen fast alle im Norden, allen voran die rund 800 Meter lange Mellieħa Bay, die so flach abfällt, dass Kinder weit hineinlaufen können. Wer mit Kleinkindern kommt, sollte dort oder in der Nähe wohnen.

Wie kommt man auf die Blaue Lagune?

Mit dem Boot ab Marfa bei Mellieħa in rund 20 Minuten, und mit einem kostenlosen Zeitfenster vom offiziellen Buchungsportal. Ohne diese Buchung darfst du seit 2025 nicht an Land. Nimm das früheste Zeitfenster: Auch mit Besucherdeckel bleibt es im Hochsommer voll und schattenlos.

Wenn dir Malta gefällt

  • Zypern: größer, mit mehr echten Sandstränden.
  • Sizilien: gleich nebenan, deutlich mehr Natur.
  • Rhodos: wärmeres Meer im Herbst.

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Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024: ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert. Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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