Schorfheide-Chorin mit Kindern: beste Ferien und Orte


Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 12 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: günstig. Geeignet für Kinder von 3 bis 18 Jahren. Das eigene Auto ist hier von Vorteil: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander.
Biosphärenreservat, Wildpark, Kloster und Seen; Naturregeln und Auto-/Bahnzugänge erklären.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
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Wer hat in diesen Ferien noch frei?
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Was nicht in jedem Reiseführer steht

Das Ziel, wegen dem die meisten herkommen, hat einen eigenen Linienbus: Der WelterbeBus (Linie 497) fährt vom 1. April bis 31. Oktober täglich vom Bahnhof Angermünde in den Buchenwald Grumsin, weiter zur Grumsiner Brennerei und zu Hemme Milch mit Hofladen, Café und Spielplatz. Er läuft zum ganz normalen VBB-Tarif — dein Deutschlandticket gilt also. Der einzige Haken: An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen kommt ein Komfortzuschlag von einem Euro pro Person dazu. Unter der Woche startet der erste Bus um 10:40 Uhr und fährt dann alle zwei Stunden, am Wochenende geht es schon um 9:40 Uhr los — das ist der Bus, den du für die Sonntagsführung um 11 Uhr brauchst. Der eigentliche Grund, warum wir dir das so ausführlich aufschreiben, ist aber kein finanzieller: In Altkünkendorf, dem Hauptzugang, gibt es rund fünfzehn Parkplätze. Fünfzehn. An Sommerwochenenden sind die vormittags weg, und wildes Parken am Waldrand ist hier ausdrücklich verboten. In Groß-Ziethen stehen immerhin etwa fünfzig Autos. Wer mit der Bahn kommt, hat dieses Problem einfach nicht. Von November bis März fährt die 497 nur noch als Rufbus, den du mindestens eine Stunde vorher bei der UVG anmelden musst. Fahrpläne und Zuschläge bei der Tourismus Marketing Uckermark.
⭐ Top-Ausflug: Das Weltnaturerbe darfst du nicht betreten — und genau das macht es besonders
Am 25. Juni 2011 hat die UNESCO den Buchenwald Grumsin ins Weltnaturerbe aufgenommen, zusammen mit vier weiteren alten Buchenwäldern in Deutschland. 590 Hektar, seit 1990 sich selbst überlassen, einer der größten zusammenhängenden Tieflandbuchenwälder der Welt. Und dann kommt der Satz, den vorher kaum jemand liest: Diese Fläche liegt vollständig in der Kernzone des Biosphärenreservats — betreten ist nicht erlaubt. Klingt hart, ist aber der ganze Punkt: Hier soll ein echter Urwald entstehen, und dabei stört jeder Schritt. Für dich heißt das zwei Dinge. Erstens: Rundherum sind vier Wanderwege markiert, alle mit einem Buchenblatt. Das grüne startet in Groß-Ziethen und ist mit 7,2 Kilometern der familientauglichste, das gelbe (10,3 km) und das orange (10,5 km, „Wildnispfad“) beginnen in Altkünkendorf, das rote umrundet mit 21,5 Kilometern das ganze Gebiet. Auf der orangen Route bleiben umgestürzte Bäume absichtlich liegen — rund zwei Kilometer davon sind nichts für Kinderwagen. Zweitens: Hinein kommst du trotzdem, aber nur mit zertifizierter Führung. Die Erlebnisführung „Lebendiges Welterbe“ startet am 1., 3. und 5. Sonntag im Monat um 11 Uhr am Infopunkt in Altkünkendorf, dauert rund drei Stunden über etwa fünf Kilometer und nimmt höchstens fünfzehn Leute mit. Ab sechs zahlenden Personen kostet sie 20 Euro pro Kopf, Jugendliche von 12 bis 17 zahlen zehn — und Kinder bis elf Jahre sind frei. Anmelden musst du dich vorher beim Tourismusverein Angermünde. Der Infopunkt selbst hat von April bis Oktober Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet und hat einen Aussichtsturm.
ℹ️ Gut zu wissen: Drei Zonen, drei Regeln — so liest du dieses Schutzgebiet
Schorfheide-Chorin ist mit 129.161 Hektar eines der größten Schutzgebiete Deutschlands, seit 1990 von der UNESCO anerkannt, mit rund 240 Seen und etwa 35.000 Einwohnern in 75 Gemeinden. Das ist keine einheitliche Fläche, sondern ein Stufenmodell — und wenn du die drei Stufen kennst, weißt du vor jedem Ausflug, was geht.
Kernzone (Zone I): Hier greift niemand ein, erlaubt ist nur Forschung. Sie muss nach UNESCO-Vorgabe mindestens drei Prozent ausmachen. Betreten darfst du sie nicht — außer in einer geführten Exkursion. Der Grumsin ist genau das.
Pflegezone (Zone II, rund 19 Prozent): Naturschutzgebiete, in denen gezielt gepflegt wird. Hier gilt striktes Wegegebot: Im gesamten Naturschutzgebiet ist das Betreten ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen erlaubt.
Entwicklungszone (Zone III, über 78 Prozent): Hier findet dein Urlaub statt — Dörfer, Badestellen, Radwege, Hofläden, Tiergehege. Mehr als die Hälfte der Landwirtschaft arbeitet hier ökologisch.
Was das praktisch bedeutet, steht in den offiziellen Hinweisen zum Welterbe erstaunlich klar: keine Zelte, kein offenes Feuer, kein Grillen, keine Pilze, kein Baden im Schutzgebiet, Hunde an die Leine und den Kot wieder mitnehmen, geparkt wird nur auf ausgewiesenen Plätzen, und leise soll es sein. Ein Punkt geht oft unter und ist der wichtigste für Familien: Bei Sturm und starkem Wind sollst du den Wald verlassen. In einem Wald, in dem seit Jahrzehnten kein Totholz geräumt wird, ist Astbruch keine theoretische Gefahr.

Warum steht ausgerechnet hundert Kilometer vor Berlin einer der letzten naturnahen Buchenwälder Europas? Die Antwort ist unbequem. Die Schorfheide war erst Jagdrevier von Kaiser Wilhelm II. 1933 wurde sie Hermann Göring zur persönlichen Nutzung überschrieben, der hier seinen Landsitz Carinhall bauen ließ — und ihn gegen Kriegsende selbst sprengen ließ, damit er niemandem in die Hände fällt. Zu sehen gibt es davon heute nichts, das ist kein Ausflugsziel. Danach machte die DDR ab 1962 daraus ein Staatsjagdgebiet: rund 20.000 Hektar unter militärischer Verwaltung, eingezäunt, Rotwild aus Ungarn eingeführt, gejagt haben hier Ulbricht, Honecker und Günter Mittag. Für normale Menschen war der Wald damit fast hundert Jahre lang praktisch gesperrt — und genau deshalb wurde er kaum forstlich genutzt. Keine Waldwege für schwere Maschinen, kein Kahlschlag, keine Ausflügler. Seeadler und Schwarzstorch konnten sich in Ruhe etablieren, die alten Buchen blieben stehen. Als 1990 das Biosphärenreservat ausgewiesen wurde, war hier deshalb noch etwas übrig, das anderswo längst weg war. Erzähl das deinen Kindern ruhig so, wie es ist: Der Wald wurde nicht aus Liebe zur Natur gerettet, sondern aus Bequemlichkeit von Leuten, die ihn für sich allein haben wollten. Heute wachsen hier auf 349 dokumentierten Pflanzenarten wieder Wolf und Wildkatze — und alle dürfen gucken, nur eben von außen.
🤫 Geheimtipp: Das erste Kloster stand auf einer Insel — und war ein Fehlschlag
Kloster Chorin kennt jeder. Dass es einen gescheiterten Vorgänger hat, wissen die wenigsten. 1258 gründeten die Zisterzienser ihr Kloster Mariensee auf einer Insel im Parsteiner See — heute die Halbinsel Pehlitzwerder bei Brodowin. Der Standort taugte wirtschaftlich nichts, und am 8. September 1273 zogen die Mönche offiziell nach Chorin um; die Kirche auf der Insel war da noch nicht einmal fertig. Was geblieben ist: die Fundamente eines 25,50 Meter breiten Kirchenbaus, der nie hochgezogen wurde. Die Erdgeschossmauern standen sogar noch bis in die 1960er Jahre, dann haben sich die Nachbardörfler den Stein als Baumaterial geholt — die gleiche Geschichte wie in Chorin, nur ohne einen Schinkel, der dazwischengeht. Seit 1935 ist der Pehlitzwerder Natur- und Bodendenkmal. Der Besuch kostet nichts. Drumherum liegt der Parsteiner See, mit 1.003 Hektar der drittgrößte natürliche See Brandenburgs, an der tiefsten Stelle 31 Meter und ausgesprochen klar — Motorboote sind verboten, und sechs Uferabschnitte bleiben als Schutzzonen komplett ungenutzt. Die offizielle Badestelle liegt am Campingplatz in Parstein und hat ausgezeichnete Wasserqualität. Mach dir daraus einen ganzen Tag: Im Nachbardorf Brodowin wirtschaftet ein ganzes Dorf ökologisch, es gibt einen Hofladen und Hofführungen — in den Sommerferien samstags um 11 Uhr, sonst ganzjährig auf Anfrage. Und die Klosterruine, die es dann doch wurde, liegt keine halbe Autostunde weiter in Chorin.
⭐ Top-Ausflug: Wildpark Schorfheide: die Tiere, die es hier draußen nicht mehr gibt
Wenn du die Tiere sehen willst, für die dieses Reservat steht, gehst du nicht in den Wald, sondern in den Wildpark bei Groß Schönebeck. Auf rund hundert Hektar und sieben Kilometern Wegenetz leben hier neben Rot-, Dam- und Schwarzwild auch die Arten, die in Brandenburg draußen ausgestorben oder kaum zu sehen sind: Wisent, Elch, Przewalski-Pferd, dazu Wolf, Luchs und Fischotter. Zwei Termine solltest du dir merken, weil der Tag sich um sie herum planen lässt — die Luchse werden um 11 Uhr gefüttert (dienstags nicht), die Fischotter um halb zwölf. Der Eintritt liegt bei elf Euro, ermäßigt acht (das gilt schon ab vier Jahren), Kinder unter vier sind frei, ab zehn Personen wird es je einen Euro billiger. Geöffnet ist täglich, im Sommer von 9 bis 19 Uhr mit letztem Einlass um 17 Uhr, im Winter eine Stunde kürzer. Für kleine Beine gibt es Bollerwagen zum Leihen, der Parkplatz kostet nichts. Der Teil, den viele übersehen: Im Obergeschoss des Besucherhauses sitzt das Wolfsinformationszentrum Brandenburg, ohne Aufpreis im Ticket drin. Dort geht es nicht um Kuschelwölfe, sondern um die praktische Frage, wie man Schafe schützt — wolfssichere Zaunarten zum Anfassen, dazu die Arbeit der Herdenschutzhunde. Ohne Auto kommst du mit dem Ausflugsbus HeideLiner (Linie 904) her, der von Ostern bis Ende Oktober freitags bis sonntags und an Feiertagen fährt, in den Brandenburger Sommerferien häufiger — zum VBB-Tarif, also mit dem Deutschlandticket. Alle Zeiten beim Wildpark Schorfheide.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?
Hier entscheidet ein einziges Datum über deinen Urlaub: der 31. Oktober. Bis dahin fährt der WelterbeBus, danach nur noch der Rufbus mit Voranmeldung. Auch der Infopunkt in Altkünkendorf und das Eiszeitmuseum in Groß-Ziethen machen dann bis April zu. Plan danach, nicht nach dem Wetter.
Sommerferien Berlin und Brandenburg (2026 vom 9. Juli bis 22. August, 2027 vom 1. Juli bis 14. August): alles geöffnet, alles voll. Genau in diesem Fenster sind die fünfzehn Parkplätze in Altkünkendorf am Wochenende vormittags weg. Komm unter der Woche oder nimm den Bus — hier ist das keine Öko-Empfehlung, sondern die Bedingung dafür, dass der Ausflug überhaupt stattfindet.

Ende August und September — das beste Fenster
Ab dem 24. August 2026 sitzen die Brandenburger und Berliner Kinder wieder in der Schule, während NRW noch bis Anfang September, Baden-Württemberg bis zum 12. und Bayern bis zum 14. September Ferien hat. Der WelterbeBus fährt trotzdem weiter bis Ende Oktober, der Parsteiner See ist noch warm, und die Wege sind leer. Wer aus dem Westen oder Süden anreist, hat hier die unauffälligste gute Reisezeit Brandenburgs.

Herbstferien (Brandenburg 19.–30. Oktober 2026, NRW 17.–31. Oktober)
Buchenwald in Farbe, ziehende Kraniche über den Feldern, und die letzten Tage, an denen Bus, Infopunkt und Museum laufen. Danach fällt die Saison wie ein Vorhang.

Osterferien (Brandenburg 30. März bis 10. April 2026)
Der Bus startet am 1. April, die Buchen sind noch kahl, dafür siehst du durch den Wald hindurch und hörst die Kraniche in den Mooren. Gebadet wird noch nicht.

Winterferien (Brandenburg 2. bis 7. Februar 2026)
Kein Urlaubsziel. Die geführte Welterbe-Wanderung läuft zwar ganzjährig am 1., 3. und 5. Sonntag, und der Wildpark hat immer offen — aber ohne Auto wird es mühsam.
Was zu welchem Alter passt
0–6 Jahre
Nicht in den Wald, sondern ans Gehege. Der Wildpark Schorfheide hat sieben Kilometer Wege, Spielplatz mit Kletterturm, Streichelbereich und Bollerwagen für drei Euro — dazu die beiden Fütterungen um 11 und halb zwölf als Taktgeber. Der zweite sichere Ort ist das Außengelände der Blumberger Mühle bei Angermünde: ganzjährig frei zugänglich, Spielplatz mit Wasserstelle und Labyrinth, über zwanzig Fischteiche. Die Grumsin-Rundwege sind in diesem Alter nichts — die orange Route ist auf rund zwei Kilometern ausdrücklich nicht kinderwagentauglich.
7–9 Jahre
Jetzt geht der erste Rundweg: das grüne Buchenblatt ab Groß-Ziethen, 7,2 Kilometer. Starte im Eiszeitmuseum, wo ein lebensgroßes Mammut namens Georg vor der Tür steht (Familienkarte acht Euro) — dann versteht das Kind unterwegs, warum die Landschaft so wellig ist. Und der Beobachtungsturm bei Parlow kostet nichts und ist jederzeit zugänglich; von oben schaust du auf ein Moor, in dem Kraniche brüten.
10–12 Jahre
Das ist das Alter für die geführte Welterbe-Wanderung — rund fünf Kilometer, drei Stunden, und bis elf Jahre kostenlos. Danach der gelbe Rundweg mit 10,3 Kilometern, und auf dem Parsteiner See das erste eigene Tretboot: Motorboote gibt es dort keine.
13–18 Jahre
Der rote Rundweg umrundet mit 21,5 Kilometern das ganze Welterbegebiet — ein voller Wandertag ohne Auto. Wer lieber loslaufen als hinfahren will, nimmt den Genusswanderweg: 17 Kilometer, markiert mit einem türkisen „G“, Start direkt am Bahnhof Angermünde. Dazu das Wolfsinformationszentrum, das die Wolfsdebatte erstaunlich unaufgeregt erklärt, und ein Badetag am 31 Meter tiefen Parsteiner See.
Drei Tage Schorfheide-Chorin, bei denen kein Auto nötig ist
Tag 1 — ankommen und aufwärmen
Mit dem RE3 in rund einer Stunde ab Berlin nach Angermünde. Nachmittags zur Blumberger Mühle — das Außengelände mit Teichen, Spielplatz und Fischotteranlage ist ganzjährig frei zugänglich, die Ausstellung im Baumstumpf-Gebäude kostet für die ganze Familie sieben Euro. Abends in Angermünde essen und den nächsten Tag anmelden.
Tag 2 — der Welterbe-Tag
Wenn es ein 1., 3. oder 5. Sonntag ist: mit dem 9:40-Uhr-Bus nach Altkünkendorf zur Führung „Lebendiges Welterbe“ um 11 Uhr, drei Stunden durch einen Wald, den du sonst nicht betreten dürftest. An allen anderen Tagen: gelbes Buchenblatt, 10,3 Kilometer rund um das Gebiet, mit Proviant, weil es unterwegs nichts gibt. Zurück mit dem WelterbeBus, unterwegs Halt bei Hemme Milch mit Hofladen und Spielplatz.
Tag 3 — Eiszeit verstehen
Nach Groß-Ziethen ins Besucher- und Informationszentrum Geopark. Drei Etagen Eiszeit in einer alten Dampfmühle, davor das Mammut, dahinter startet das grüne Buchenblatt mit 7,2 Kilometern — die kürzeste und familienfreundlichste Runde am Welterbe.
Wenn du eine Woche hast
häng einen Wassertag am Parsteiner See mit dem Pehlitzwerder und dem Ökodorf Brodowin dran, einen Tierpark-Tag im Wildpark Schorfheide (mit dem HeideLiner erreichbar) und einen frühen Morgen am Beobachtungsturm Parlow.
Und was hier absichtlich fehlt
Kloster Chorin, das Schiffshebewerk Niederfinow und der Werbellinsee liegen zwar im selben Reservat, gehören aber zum Barnim — die stehen bei uns auf der Barnim-Seite mit allen Preisen und Zeiten.
Schorfheide-Chorin bei Regen
Ehrlich: Das ist eine Waldregion, kein Indoor-Ziel. Es gibt genau drei verlässliche Häuser, und die solltest du für den nassen Tag aufheben. Das erste ist die Blumberger Mühle bei Angermünde — ein Naturerlebniszentrum, dessen Gebäude einem Baumstumpf nachgebaut ist und schon von außen den halben Ausflug wert. Drinnen laufen die Ausstellung und die Fischotterschauanlage, von April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, im Winter bis 16 Uhr; die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet sieben Euro. Das zweite ist das Eiszeitmuseum im Besucher- und Informationszentrum Geopark in Groß-Ziethen: drei Etagen in einer historischen Dampfmühle, Familienkarte acht Euro, aber nur von April bis Oktober und nur Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 15 Uhr — kurze Zeiten, plan den Nachmittag nicht darauf. Das dritte ist das Wolfsinformationszentrum im Wildpark Schorfheide, das im Eintritt ohne Aufpreis mit drinsteckt; der Wildpark selbst ist allerdings ein Freiluft-Ziel, da brauchst du Matschsachen. Und ein Punkt, der wirklich zählt: Nieselregen ist im Buchenwald kein Problem, im Gegenteil — die Moose leuchten, und die Wege sind leer. Bei Sturm oder starkem Wind sagen die offiziellen Hinweise aber klipp und klar, dass du den Wald verlassen sollst. In einem Wald, in dem seit Jahrzehnten nichts geräumt wird, fallen Äste. Handyempfang gibt es dort übrigens nicht durchgehend.
Wie du hinkommst
Der RE3 fährt von Berlin in rund einer Stunde nach Angermünde, und das ist hier tatsächlich das bessere Tor als die Autobahn: Vom Bahnhof bringt dich von April bis Oktober täglich der WelterbeBus (Linie 497) zum Weltnaturerbe, zum Hofladen und zur Brennerei — zum normalen VBB-Tarif, also mit dem Deutschlandticket, an Wochenenden und Feiertagen mit einem Euro Komfortzuschlag. Wer mit dem Auto kommt, sollte wissen, dass in Altkünkendorf nur rund fünfzehn Stellplätze existieren und in Groß-Ziethen etwa fünfzig; an Sommerwochenenden sind die vormittags belegt, und Parken abseits davon ist im Schutzgebiet nicht erlaubt. Von November bis März fährt die 497 nur als Rufbus, den du mindestens eine Stunde vorher anmelden musst.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Schorfheide-Chorin mit Kindern?
Nach den Klimadaten sind es die Sommerferien. Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 12 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: günstig.
Kommt man vor Ort ohne Auto zurecht?
Nur eingeschränkt. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und der Nahverkehr fährt dort seltener als in der Stadt. Wer ohne Auto anreist, sollte sich auf einen Standort und dessen Umgebung beschränken.
Wie kommt man hin?
Schorfheide-Chorin erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Reiseland Brandenburg (offizielles Landesportal)
- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Landesverwaltung)
- Infopunkt Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin: Wege, Regeln, Führungen
- Tourismusverein Angermünde: Führungen und Anmeldung
- Tourismus Marketing Uckermark: WelterbeBus Linie 497
- Wildpark Schorfheide: Preise, Zeiten, Wolfsinformationszentrum
- NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle
- Geopark Eiszeitland am Oderrand: Besucherzentrum Groß-Ziethen
Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.
Wenn dir Schorfheide-Chorin gefällt
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