Wien mit Kindern: beste Ferien, Basis und Reiseplan

Gezeichnete Urlaubsszene aus Wien mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 24,5 °C tagsüber, im Schnitt 12 Regentage im Monat. Für die Stadttage selbst ist das Wetter dabei zweitrangig, Museen sind im Januar so warm wie im Juli. Wichtig wird es für Strand und Basis. Anreise: mit der Bahn, mit dem Flugzeug oder mit dem Auto. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 4 bis 18 Jahren. Vor Ort kommst du auch ohne Auto zurecht.

Eine Großstadt, die mit Kindern funktioniert: Prater, Zoo und alles mit der U-Bahn.

Mit Kindern lohnt sich hier ein anderer Zuschnitt als der übliche. Warum, steht weiter unten.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Wien anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
6,1 °C
8Regentage im Monat
OsterferienApril
16,2 °C
9Regentage im Monat
PfingstferienJuni★ beste Zeit für Familien
24,5 °C
12Regentage im Monat
SommerferienJuli / August
26,3 °C
11Regentage im Monat
HerbstferienOktober
15,4 °C
9Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
4,7 °C
10Regentage im Monat

⬇️ Diese Übersicht als Bild herunterladen

Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Der bessere Zuschnitt: draußen wohnen, rein zum Tagesausflug

Fast alle Empfehlungen für Wien beginnen mit der Frage, in welchem Viertel man schläft. Mit Kindern lohnt es sich, eine Ebene früher anzusetzen und die Stadt als Tagesziel zu behandeln statt als Wohnort. Im Umland findest du häufiger Unterkünfte mit mehr Platz und echter Ferienausstattung — ob es auch günstiger ist, hängt von Ferienzeit, Lage und Unterkunftstyp ab. Dazu kommt: Ein Regentag ist am Wasser oder im Ferienpark kein verlorener Tag, und Kinder halten zwei Stadttage gut durch, sieben nicht.

Basis: Podersdorf am See

Der Neusiedler See ist im Schnitt gut einen Meter tief und im Sommer richtig warm. Kinder können weit rauslaufen, ohne dass es tief wird.

  • In die Stadt: rund 60 Minuten mit der Bahn, stündlich bis Neusiedl am See (rund 45 Minuten), dann Bus 290 in etwa 15 Minuten.
  • Rust und der Seewinkel: Storchennester auf den Schornsteinen, flache Radwege rund um den See. Das ist das Gegenprogramm zum Stadttag.

🛏️ Familienunterkünfte in Podersdorf am See vergleichen*

Mehr Infos findest du hier: Podersdorf am See — Anreise von Wien, Neusiedler See Tourismus — Anreise.

Wo Familien am besten wohnen

Wenn du doch lieber mitten in Wien wohnst, sind das die Unterschiede zwischen den Vierteln:

Wo Familien am besten wohnen
OrtWofür er sich eignetUnterkünfte
LeopoldstadtNahe PraterUnterkünfte in Leopoldstadt vergleichen*
Neubau/MariahilfZentralUnterkünfte in Neubau/Mariahilf vergleichen*

Was für die Lage spricht und was dagegen

Podersdorf am See. Dafür: Der Neusiedler See ist im Schnitt gut einen Meter tief und im Sommer richtig warm, die Kinder laufen weit raus. Ein Regentag am Wasser ist kein verlorener Stadttag. Dagegen: Bis zum Wiener Hauptbahnhof ist es rund eine Stunde, spontane Abendrückfahrten fallen aus.

Leopoldstadt. Dafür: Prater und Donauinsel liegen vor der Tür, die U1 bringt dich in zehn Minuten in die Innenstadt. Dagegen: Rund um den Praterstern ist es abends laut, und die Zimmer sind selten groß.

Neubau und Mariahilf. Dafür: zentral, viele Lokale, kurze Wege zu Museen und Haus des Meeres. Dagegen: kein Grün in Laufweite, und die Altbauten haben oft keinen Aufzug.

In Wien schlägt die Station vor der Tür das Zimmerfoto

Such die Unterkunft nach der U-Bahn-Nähe aus, nicht nach dem Zimmerfoto: Mit einer Station vor der Tür ist fast alles in zwanzig Minuten erreichbar, ohne wird aus jedem Ausflug ein Umsteigetag.

Zweitens die Nachtruhe. Rund um den Praterstern ist es abends laut, und im Hochsommer heizt sich die Stadt so auf, dass eine Klimaanlage kein Luxus ist. Und drittens, wenn du mit dem Auto kommst: Frag nach einem Stellplatz. Ganz Wien ist werktags von 9 bis 22 Uhr Kurzparkzone mit zwei Stunden Höchstdauer.

🛏️ Unterkünfte für Wien ansehen*

Was du dort unternehmen kannst

  • Prater. Der historische Rummelplatz mit Riesenrad: Gelände gratis, jede Fahrt wird einzeln bezahlt. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
  • Tiergarten Schönbrunn. Der älteste Zoo der Welt (1752) im kaiserlichen Schlosspark, der Klassiker für alle Altersstufen. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
  • Technisches Museum. Großes Mitmach-Museum mit eigenem Kinderbereich, Eintritt unter 19 frei.
  • Haus des Meeres. Aquarium mit Haien in einem Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, elf Stockwerke bis zur Aussichtsterrasse. Mehr dazu in den Tipps weiter unten.
  • Zoom Kindermuseum. Das ZOOM im MuseumsQuartier ist nach Alter aufgeteilt: der Ozean für Kinder von 0 bis 6 Jahren (6,50 € pro Person ab acht Monaten, auch für die begleitenden Eltern), die Ausstellung für 6- bis 12-Jährige. Spontan hingehen funktioniert nicht: feste Zeitfenster, begrenzte Teilnehmerzahl, Tickets vorher kaufen, weder stornier- noch umbuchbar; freitags bis sonntags um 17 Uhr dürfen zur Geschwisterzeit auch ältere Kinder mit in den Ozean.
  • Donauinsel. 21 Kilometer autofreie Badeinsel mitten in der Stadt, mit Gratis-Wasserspielplatz und Familienstrand.
Schönbrunn ohne Warteschlange

Schloss und Park liegen direkt am Tiergarten — du kannst beides an einem Tag machen. Für das Schloss gilt eine feste Einlasszeit.

🎟️ Schönbrunn-Tour ansehen*

Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Fünf Eigenheiten entscheiden in Wien über gelungene Tage. Die Zahlen dazu stehen in den Abschnitten darunter.

  • 1. Die Gratisfahrt für Kinder folgt dem Wiener Ferienkalender. Bis zum 15. Geburtstag fahren Kinder an Sonn- und Feiertagen und in den Wiener Schulferien kostenlos. In den deutschen Herbstferien Anfang Oktober zahlst du für sie mit, weil Wiens Herbstferien erst in der letzten Oktoberwoche liegen. Leg teure Fahrtage also aufs Wochenende.
  • 2. In den Bundesmuseen zahlt niemand unter 19. Das gilt für das Technische, das Naturhistorische, das Kunsthistorische, die Albertina und das Belvedere. Nimm einen Altersnachweis mit. Das Wien Museum am Karlsplatz kostet für alle nichts, hat aber montags zu.
  • 3. Schloss, Zoo und Park an einem Tag geht nicht. Der Tiergarten kostet 29 Euro für Erwachsene und 17 Euro ab sechs Jahren, für eine vierköpfige Familie also 92 Euro. Nach dem Zoo ist bei Kindern Schluss. Der Schlosspark drumherum ist ab 6:30 Uhr frei zugänglich und liefert die Picknickpause gratis.
  • 4. Der Prater ist gratis, die Fahrten sind es nicht. Jedes Geschäft kassiert einzeln, meist 3 bis 6 Euro, und einige nehmen nur Bargeld. Leg vorher ein festes Fahrten-Budget fest, etwa drei Fahrten pro Kind zur freien Auswahl.
  • 5. Ganz Wien ist werktags Kurzparkzone. Von 9 bis 22 Uhr gilt Gebührenpflicht und eine Höchstparkdauer von zwei Stunden. Mit dem Auto fährst du an eine Park-and-Ride-Anlage am Stadtrand und steigst dort in die U-Bahn.

Was nicht in jedem Reiseführer steht

💶 Spartipp: Kinder fahren gratis U-Bahn — aber nach Wiener Kalender

In Wien fahren Kinder und Jugendliche bis zum 15. Geburtstag gratis mit U-Bahn, Tram und Bus, und zwar an Sonn- und Feiertagen und während der Wiener Schulferien. Unter 6 kosten sie ohnehin nie etwas.

Der Haken, den kaum ein deutscher Reiseführer erwähnt: Es zählen die Wiener Ferien, nicht deine. Im Sommer passt das meist, denn die Wiener Sommerferien laufen von Anfang Juli bis Anfang September und decken die meisten deutschen Termine ab. In den deutschen Herbstferien Anfang Oktober zahlst du dagegen für die Kinder mit, denn Wiens Herbstferien liegen erst in der letzten Oktoberwoche. Sonntage bleiben immer gratis — leg teure Öffi-Tage also aufs Wochenende. Die Regeln stehen bei den Wiener Linien, die Wiener Ferientermine bei der Bildungsdirektion Wien.

Rays Spartipp: Unter 19 sind alle großen Museen gratis

Österreich leistet sich etwas, das es in Deutschland so nicht gibt: In allen Bundesmuseen ist der Eintritt bis zum 19. Geburtstag frei: Technisches Museum, Naturhistorisches Museum mit seinen Sauriern, Kunsthistorisches Museum, Belvedere, Albertina. Bezahlen müssen nur die Erwachsenen, einen Altersnachweis solltest du dabeihaben. Und das Wien Museum am Karlsplatz geht noch weiter: Die Dauerausstellung über die Stadtgeschichte ist für alle kostenlos, ganz ohne Ticket. Nur montags ist zu. Das ändert die ganze Reiseplanung: Ein Museumsbesuch muss sich nicht mehr „lohnen“, du kannst nach einer Stunde gehen, wenn die Kinder durch sind, ohne dass es wehtut.

Sunnys Geheimtipp: Der Wasserspielplatz auf der Donauinsel

Sieben Gehminuten von der U1-Station Donauinsel liegt einer der größten Wasserspielplätze Europas: rund 5.000 Quadratmeter mit Wasserrutschen, Floß, Kletterinsel und Matschzone, komplett kostenlos, mit Duschen und WC, von Mai bis Mitte September sogar pädagogisch betreut. Drumherum hast du 21 Kilometer autofreie Insel mit Kiesstränden; der Familienbadestrand hat einen flachen Einstieg für die Kleinen. An heißen Tagen ist das die Antwort auf Wiens größtes Sommerproblem. Badesachen gehören in Wien deshalb auch bei einer Städtereise ins Gepäck. Handtuch drüber, Eis dazu, und der Nachmittag kostet exakt null Euro.

ℹ️ Gut zu wissen: Der Prater ist gratis — die Fahrten sind es nicht

Der Wurstelprater kostet keinen Eintritt: Du kannst zwischen Achterbahnen und Geisterbahnen schlendern, so lange du willst. Bezahlt wird jede Fahrt einzeln an der Kasse des jeweiligen Geschäfts, meist um die 3 bis 6 Euro, und einige nehmen nur Bargeld. Genau da liegt die Falle: Drei Kinder mal fünf Fahrten, dazu Zuckerwatte, und der „kostenlose“ Nachmittag kostet mehr als ein Zoobesuch. Was hilft: vorher gemeinsam ein festes Fahrten-Budget ausmachen, etwa drei Fahrten pro Kind, die sie selbst aussuchen. Das Riesenrad rechnest du extra: Eine Runde kostet für Erwachsene um die 15 Euro, für Kinder deutlich weniger, und der Blick über die Stadt in der Abenddämmerung ist den Abschluss wert.

🤔 Kurioses: Haie im Weltkriegsbunker

Das Haus des Meeres ist vermutlich das seltsamste Aquarium Europas: ein Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, dessen meterdicke Betonwände nicht abgerissen werden konnten. Also schwimmen darin heute Haie und Meeresschildkröten, verteilt auf elf Stockwerke bis hinauf zur Aussichtsterrasse mit Rundblick über Wien. Eine kleine Ausstellung im Haus erzählt die Geschichte des Turms, für Ältere oft der eigentliche Aha-Moment. Zwei Dinge vorweg: Das Haus gehört nicht zu den Bundesmuseen, hier zahlen auch Kinder Eintritt. Und weil der Turm schmal ist, wird es auf den Ebenen bei Andrang schnell eng. Mit Kinderwagen und an Regenwochenenden brauchst du Geduld.

⭐ Top-Ausflug: Schönbrunn: der älteste Zoo der Welt — und der Park kostet nichts

Der Tiergarten Schönbrunn von 1752 ist der älteste Zoo der Welt und wurde mehrfach zum besten Europas gewählt. Pandas, Eisbären und das barocke Kaiserfrühstückspavillon-Ambiente gibt es nirgendwo sonst in dieser Mischung. Unter 6 ist der Eintritt frei, danach kosten Erwachsene 29 Euro und Kinder 17 Euro, für eine vierköpfige Familie also 92 Euro. Der Fehler, den fast alle machen: Schloss, Zoo und Park an einem Tag. Das Gelände ist riesig, nach dem Zoo ist bei Kindern Schluss. Besser: nur der Zoo als Tagesziel. Der Schlosspark drumherum ist täglich ab 6:30 Uhr kostenlos zugänglich und liefert Picknickwiese und Auslauf gratis dazu. Die Schloss-Innenräume hebst du dir für eine Reise ohne kleine Kinder auf.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Sommerferien

die volle Kombination aus Stadt, Donauinsel und Badesee-Basis, dazu decken die Wiener Sommerferien (Anfang Juli bis Anfang September) die meisten deutschen Termine ab, die Kinder fahren also gratis Öffi. Dafür kann die Stadt im Hochsommer richtig heiß werden.

Oster- und Pfingstferien

die angenehmste Stadtzeit: mild, alles offen, und die Feiertage selbst sind ohnehin Gratis-Öffi-Tage für Kinder.

Herbstferien

gute Museumszeit. Aber Achtung: Deutsche Herbstferien Anfang Oktober liegen außerhalb der Wiener Ferien, die Öffi-Freifahrt gilt dann nur sonntags. Ende Oktober dreht sich das um Nationalfeiertag und Wiener Herbstferien wieder zu deinen Gunsten.

Weihnachtsferien

Christkindlmärkte, beleuchtete Innenstadt, volle Gratis-Öffi-Tage. Kalt und früh dunkel, aber als kurzer Stimmungstrip kaum zu schlagen.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

Tiergarten Schönbrunn (unter 6 gratis!), Wasserspielplatz und Familienbadestrand auf der Donauinsel, die Kinderkarussells im Prater. Große Museen noch weglassen.

6–9 Jahre

Technisches Museum mit seinem Kinderbereich, Haus des Meeres, Zoo und der Prater mit festem Fahrten-Budget. Ein großes Ziel pro Tag reicht.

10–13 Jahre

die Saurier im Naturhistorischen Museum (gratis unter 19), die großen Prater-Bahnen, Donauinsel mit Leihrad, Haus des Meeres samt Flakturm-Geschichte.

14–18 Jahre

jetzt zahlt sich Wien richtig aus: Kunsthistorisches, Albertina und Belvedere kosten für sie nichts, dazu Mariahilfer Straße, Prater am Abend und der Blick vom Riesenrad.

Drei Wien-Tage von der See-Basis aus

Wer draußen am Neusiedler See wohnt, fährt am besten bis zum Bahnhof Neusiedl am See und steigt dort in den Zug. Der braucht rund 45 Minuten bis Wien Hauptbahnhof und fährt stündlich, das Auto bleibt draußen.

Tag 1: Schönbrunn

  • Vormittag: früh in den Tiergarten, solange die Tiere munter sind.
  • Mittagspause: Picknick im Schlosspark, der Park kostet nichts.
  • Nachmittag: zurück zur Basis, abends Abkühlung im See.
  • Weg: ab Wien Hauptbahnhof mit der U-Bahn, insgesamt gut eine Stunde ab Podersdorf.
  • Kosten: 92 Euro Eintritt für vier, unter sechs Jahren frei.
  • Bei Regen: Der Zoo hat Tierhäuser, aber ein Regentag gehört eher ins Museum.
  • Nicht dazupacken: die Schloss-Innenräume. Zoo und Schloss an einem Tag schafft keine Familie.

Tag 2: Innenstadt und Prater

  • Vormittag: die Dauerausstellung im Wien Museum am Karlsplatz, für alle kostenlos.
  • Mittagspause: in der Innenstadt, danach ein Bummel.
  • Nachmittag: Prater mit vereinbartem Fahrten-Budget, zum Abschluss eine Runde im Riesenrad.
  • Weg: alles mit U-Bahn und Tram, keine langen Fußwege nötig.
  • Kosten: Museum frei, im Prater je Fahrt 3 bis 6 Euro, Riesenrad für Erwachsene um die 15 Euro.
  • Bei Regen: Der Prater macht dann wenig Spaß. Häng stattdessen das Technische Museum an.
  • Am Ruhetag: Das Wien Museum hat montags zu, der Prater nicht.

Tag 3: nach Wetter

  • Bei Sonne: Donauinsel mit dem großen Wasserspielplatz, 21 Kilometer autofreie Insel und Familienbadestrand.
  • Bei Regen: Technisches oder Naturhistorisches Museum, für Kinder unter 19 kostenlos.
  • Weg: zur Donauinsel mit der U1, vom Ausgang sind es sieben Gehminuten.
  • Kosten: bei Sonne nichts, bei Regen zwei Erwachsenentickets.
  • Was du mitnimmst: Badesachen. In Wien gehören sie auch bei einer Städtereise ins Gepäck.

So bleibt der dritte Tag der billigste und oft der beliebteste.

Wenn du nur zwei Tage hast

Dann nimm Tag 1 und Tag 3, nicht Tag 1 und Tag 2. Der Zoo ist das eine Ziel, das Wien mit Kindern unverwechselbar macht, und die Donauinsel ist das Gegenstück dazu: kostenlos, draußen und ohne Programm. Die Innenstadt und der Prater sind schön, aber der Prater kostet unbemerkt am meisten, und ein Innenstadtbummel funktioniert mit Kindern nur als Anhängsel.

Was ein Tag wirklich kostet

Wir rechnen für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, von der Basis am Neusiedler See aus: einmal ein Seetag, einmal ein Stadttag mit einem Bezahlziel.

Was ein Tag wirklich kostet
PostenSeetag, sparsamStadttag mit einem Bezahlziel
Unterkunft41 bis 53 €
Stellplatz mit Strom für zwei Personen in Podersdorf, je nach Kategorie und Saison; für die Kinder kommt ein Zuschlag dazu
41 bis 53 €
Verpflegung40 €
Tagesbedarf aus dem Supermarkt für vier
88 €
halber Einkauf plus vier einfache Hauptgerichte auswärts
Fahrten vor Ort0 €
See und Ort zu Fuß oder mit dem Rad
4 bis 5 € Park-and-Ride
dazu Fahrscheine für die beiden Erwachsenen; die Kinder fahren in den Wiener Schulferien und sonntags gratis
Eintritte0 €
See, Radweg im Seewinkel, Storchennester in Rust
92 €
Tiergarten Schönbrunn: zweimal 29 €, zweimal 17 €
Summe81 bis 93 €225 bis 238 €

Eine Woche mit fünf Seetagen und zwei Stadttagen landet damit bei rund 900 Euro, Anreise und die Fahrscheine für die Erwachsenen nicht eingerechnet.

Am stärksten schwanken die Eintritte, und zwar nicht wegen der Preise, sondern wegen der Auswahl. Ein Stadttag im Naturhistorischen Museum kostet für dieselbe Familie nur zwei Erwachsenentickets, ein Tag auf der Donauinsel gar nichts. Wer die beiden bezahlten Ziele der Woche bewusst setzt, kommt in Wien mit Kindern erstaunlich günstig durch.

Wien bei Regen

Wien ist eine der besten Regenstädte Europas, gerade weil der Eintritt für Kinder in den großen Museen entfällt. Das nimmt den Druck raus: Du kannst ins Naturhistorische zu den Sauriern, nach 90 Minuten gehen und später noch ins Technische Museum, ohne doppelt bezahlt zu haben. Das Wien Museum ist sogar für alle gratis. Nur zwei Dinge funktionieren bei Regen schlecht: der Prater, dessen offene Fahrgeschäfte dann wenig Spaß machen, und das Haus des Meeres, in das bei schlechtem Wetter halb Wien drängt und dessen schmale Turm-Ebenen schnell voll sind. Wenn Aquarium, dann gleich zur Öffnung.

Wie du hinkommst

Aus Süddeutschland ist die Bahn erste Wahl: Von München fährt alle zwei Stunden ein Direktzug in gut vier Stunden nach Wien, je nach Startort kommt weiter nördlich ein Umstieg dazu, oder du nimmst den Nightjet und wachst in Wien auf. In der Stadt selbst ist das Auto nur Ballast: Ganz Wien ist werktags von 9 bis 22 Uhr gebührenpflichtige Kurzparkzone mit maximal zwei Stunden Parkdauer. Wer mit dem Auto anreist, etwa wegen der Basis am Neusiedler See, stellt es an einer Park-and-Ride-Anlage am Stadtrand ab (um die 4 bis 5 Euro pro Tag) und steigt in die U-Bahn, die dich überallhin bringt.

Den Flugwert für dein Bundesland zeigt der Reiseziel-Finder auf der Zielkarte.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:

  • Sommerhitze: Die Stadt heizt sich im Hochsommer stark auf. Lösung: Programm auf Vormittag und Abend legen, mittags Donauinsel oder Museum, und beim Buchen auf Klimaanlage achten.
  • Schönbrunn-Falle: Schloss, Zoo und Park an einem Tag schafft keine Familie. Lösung: nur der Zoo als Tagesziel, der kostenlose Schlosspark als Pause, das Schloss innen ein anderes Mal.
  • Prater-Kosten: Jede Fahrt wird einzeln bezahlt, das summiert sich unbemerkt. Lösung: vorab ein festes Fahrten-Budget pro Kind vereinbaren und Bargeld einstecken.
  • Teure Einzelattraktionen: Zoo, Haus des Meeres und Riesenrad kosten auch für Kinder. Lösung: pro Tag höchstens ein Bezahlziel und den Rest aus Wiens Gratis-Programm bestreiten: Bundesmuseen unter 19, Wien Museum, Donauinsel.
  • Lange Wege: Die Sehenswürdigkeiten liegen weit verstreut. Lösung: Unterkunft nach U-Bahn-Nähe aussuchen, nicht nach Zimmerfoto. Mit Station vor der Tür ist alles in 20 Minuten erreichbar.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Wien mit Kindern?

Für die Kombination aus Wien und der Basis draußen (Podersdorf am See) sind nach den Klimawerten die Pfingstferien am besten. Für den reinen Stadtbesuch sind Oster- und Pfingstferien vom Wetter her oft angenehm, rund um Ostern und Tulpenzeit aber ebenfalls voll, früh reservieren. Die Herbstferien passen zu Familien mit älteren Kindern und Museumslust.

Braucht man vor Ort ein Auto?

Nein. Vor Ort kommst du auch ohne Auto zurecht. Wer mit dem eigenen anreist, lässt es die meiste Zeit stehen.

Wie kommt man hin?

Wien erreichst du mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem Auto. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Wenn dir Wien gefällt

  • Prag — günstiger, ähnlich gut zu Fuß.
  • Kärnten — dasselbe Land als Seeurlaub.
  • Südtirol — Berge statt Stadt.

* Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

📍 Schulferien 2026 nach Bundesland

schulferien.eu