Bayerischer Wald mit Kindern: beste Ferien und Orte

Gezeichnete Urlaubsszene aus Bayerischer Wald mit den Maskottchen Sunny und Ray

Die Kurzentscheidung

Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 20,9 °C tagsüber, im Schnitt 17 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: günstig. Geeignet für Kinder von 3 bis 14 Jahren. Das eigene Auto ist hier von Vorteil: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander.

Günstig, waldreich und mit dem größten Baumwipfelpfad — gut für Familien mit kleinem Budget.

Wie warm ist es in deinen Ferien?

Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Bayerischer Wald anschließend mit anderen Zielen vergleichen.

Klima für deine Ferientage

Luft tagsüberRegen im Zeitraum
WinterferienFebruar
2,2 °C
12Regentage im Monat
OsterferienApril
11,6 °C
13Regentage im Monat
PfingstferienJuni
19,4 °C
17Regentage im Monat
SommerferienJuli / August★ beste Zeit für Familien
20,9 °C
17Regentage im Monat
HerbstferienOktober
12,1 °C
11Regentage im Monat
WeihnachtsferienDezember
1,7 °C
14Regentage im Monat

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Wer hat in diesen Ferien noch frei?

Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.

Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.

Die fünf Dinge, die deine Planung retten

Der Bayerische Wald ist das günstigste der deutschen Mittelgebirge — vorausgesetzt, du triffst fünf Entscheidungen richtig. Die Zahlen dazu stehen weiter unten.

1. Zwei Gästekarten entscheiden über dein Budget. GUTi bezahlt die Fahrten, die aktivCARD die Eintritte. Beide gibt es nur bei teilnehmenden Gastgebern, nicht am Ort. → Was beide leisten

2. Der Nationalpark kostet nichts, garantiert aber auch nichts. Eintritt und Ferienprogramm sind frei, Wolf und Luchs zeigen sich trotzdem nicht auf Bestellung. → Wie du die Chancen erhöhst

3. Am Silberberg gilt ein Mindestalter. Unter 8 Jahren darf dein Kind nicht allein rodeln, unter 3 Jahren gar nicht. Und im Berg sind es das ganze Jahr über 5 Grad. → Preise und Bedingungen

4. Im November macht der Wald zu. Das Bergwerk hat Betriebspause, und die Nationalparkzentren schließen bis Weihnachten. Späte Herbsttermine gehören vorher geprüft. → Was wann läuft

5. Ohne Auto entscheidest du dich für eine Seite. Lusen-Seite oder Arber-Seite. Täglich quer durch den Wald zu pendeln kostet mehr Zeit, als der Urlaub hergibt. → Welcher Ort zu dir passt

Was du dort unternehmen kannst

  • Baumwipfelpfad. Der 1,3-Kilometer-Holzsteg durch die Baumkronen mit dem 44-Meter-„Baum-Ei“, kinderwagentauglich, unter 6 Jahren frei.
  • Tier-Freigelände. Kostenlose Waldgehege-Rundwege zu Wolf, Luchs, Bär und rund 45 weiteren heimischen Arten, an beiden Nationalparkzentren.
  • Silberberg. Bodenmais‘ Erlebnisberg mit Sessellift, Sommerrodelbahn und der 45-minütigen Stollenführung bei konstant 5 Grad.
  • Glashütten. In Bodenmais und Zwiesel schaust du den Glasbläsern kostenlos über die Schulter. Bei JOSKA dürfen Kinder gegen eine kleine Gebühr sogar selbst eine Kugel blasen.
  • Nationalparkzentren. Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau und Haus zur Wildnis in Ludwigsthal. Eintritt frei, nur das Parken kostet.
  • Langlauf/Rodeln. Das Langlaufzentrum Bretterschachten oberhalb von Bodenmais liegt auf gut 1.100 Metern und spurt im Winter über 100 Loipenkilometer.

Was nicht in jedem Reiseführer steht

Rays Spartipp: Erst die Karte prüfen, dann die Unterkunft buchen

Im Bayerischen Wald entscheidet nicht der Zimmerpreis über dein Budget, sondern die Frage, welche Gästekarte die Unterkunft ausgibt. Und da gibt es zwei Systeme, die du kennen solltest.

In den GUTi-Gemeinden wird deine Gästekarte zur Fahrkarte: Waldbahn, Igelbusse und Regionalbusse fährst du im gesamten Bayerwald-Ticket-Gebiet kostenlos, sogar über die Grenze nach Tschechien. Werktags gilt das Ticket allerdings erst ab 8 Uhr.

Die aktivCARD gibt es nur bei teilnehmenden Gastgebern rund um Bodenmais, Zwiesel und Umgebung obendrauf: über 130 Gratis-Leistungen, darunter der komplette Silberberg mit Sessellift, Bergwerksführung und Sommerrodelbahn.

Beide Karten kosten nichts extra — aber nur, wenn deine Unterkunft mitmacht. Prüf das vor dem Buchen auf bayerwald-ticket.com und aktivcard-bayerischer-wald.de. Zwischen zwei Pensionen im Nachbarort können so über die Woche etliche Familien-Eintritte und sämtliche Fahrkarten liegen.

ℹ️ Gut zu wissen: Der Nationalpark nimmt keinen Eintritt — nutz das richtig aus

Deutschlands ältester Nationalpark kostet nichts: Das große Tier-Freigelände bei Neuschönau ist ganzjährig frei zugänglich. Auf dem 7-Kilometer-Rundweg (Abkürzung: 3 Kilometer) läufst du an Gehegen mit rund 45 heimischen Arten vorbei, von Wolf und Luchs bis Braunbär und Fischotter, in echten Waldgehegen statt Zookulissen.

Auch das komplette Ferienprogramm des Nationalparks ist gratis: Ranger-Führungen, „Waldspürnasen“-Nachmittage und Bachsafaris für Familien mit Kindern ab etwa fünf Jahren. Die Kosten trägt die Parkverwaltung, du musst dich nur unter der kostenlosen Nummer 0800 0776650 anmelden, spätestens am Vortag. Das Programm steht auf nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de.

Zwei ehrliche Hinweise: Bezahlt wird nur das Parken an den Zentren. Und die Tiere leben in riesigen Naturgehegen, eine Sichtungsgarantie wie im Zoo gibt es nicht. Früh am Morgen stehen die Chancen meist besser.

Sunnys Geheimtipp: Der Nationalpark hat eine zweite, stillere Seite

Die meisten Familien steuern nur Neuschönau an, weil dort der berühmte Baumwipfelpfad steht. Dabei hat der Nationalpark einen zweiten Eingang: das Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal, mit eigenem Tier-Freigelände, in dem neben Wölfen und Luchsen auch Wildpferde und Urrinder leben, einer begehbaren Steinzeithöhle und dem „Haus zur Wildnis“ mit 3D-Kino und Kinderausstellung. Der Eintritt: überall frei, nur der Parkplatz kostet. Das Beste für Bahnfamilien: Die Waldbahn hält direkt am Gelände (Halt „Ludwigsthal/Haus zur Wildnis“) — mit GUTi-Gästekarte fährst du also kostenlos bis vor die Wolfsanlage, ganz ohne Parkplatzsuche. Wer beide Seiten des Parks besucht, hat zweimal Wolf und Luchs gesehen und dafür zusammen null Euro Eintritt bezahlt.

⭐ Top-Ausflug: Baumwipfelpfad: das eine große Bezahlziel — richtig eingeplant

Der 1,3 Kilometer lange Holzsteg bei Neuschönau führt in 8 bis 25 Metern Höhe durch die Kronen des Bergmischwalds und endet im 44 Meter hohen „Baum-Ei“, dessen Rampe sich um drei alte Tannen und Buchen nach oben schraubt. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Alpen.

Die ganze Anlage ist mit maximal sechs Prozent Steigung gebaut: Kinderwagen und Rollstuhl kommen bis kurz unters Turmdach, Treppensteigen entfällt komplett. Kinder unter 6 sind frei, 6- bis 14-Jährige zahlen um die 11 Euro, Erwachsene um die 13 Euro, die Familienkarte kostet 31 Euro. Tickets gibt es online und vor Ort bei treetop-walks.com.

Der Klassiker-Tag: vormittags Baumwipfelpfad, Brotzeit, nachmittags das kostenlose Tier-Freigelände nebenan — mehr Programm braucht dieser Tag nicht, und bezahlt hast du nur einmal.

ℹ️ Gut zu wissen: Silberberg — Jacke einpacken, Alter prüfen

Der Hausberg von Bodenmais ist ein kompletter Familientag: Sessellift hinauf, oben Klettergarten, Spielplätze und die Sommerrodelbahn, und mittendrin der Eingang ins historische Silberbergwerk.

Die 45-minütige Führung durch den Stollen ist der heimliche Star bei jedem Wetter, denn im Berg hat es konstant um die 5 Grad: An heißen Tagen die beste Abkühlung der Region, an Regentagen komplett wetterfest — nur ohne Jacke wird es ungemütlich, also eine einpacken.

ℹ️ Gut zu wissen: Silberberg — Jacke einpacken, Alter prüfen
Bergwerksführung, 45 Minutenab 10 Euro für Erwachsene, ab 6,50 Euro für Kinder von 4 bis 15 Jahren
Bergbahn, Berg- und Talfahrt10,50 und 8,50 Euro; Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 30 Euro
Coaster oder Sommerrodelbahn6,50 Euro ab 8 Jahren, 4 Euro von 4 bis 7; drei Fahrten 18 beziehungsweise 10,50 Euro

Zwei Regeln, die du vorher kennen solltest: Kinder unter 8 Jahren dürfen nicht allein rodeln, Kinder unter 3 Jahren gar nicht. Und das Bergwerk hat vom 9. November bis zum 26. Dezember 2026 Betriebspause. Nur an der Bergweihnacht am 22. und 23. Dezember wird geöffnet. Sonst läuft es ab dem 28. März täglich von 10 bis 16 Uhr, die Bahn von 9:30 bis 16:45 Uhr.

Mit der aktivCARD deiner Unterkunft sind Lift, Rodelbahn und Bergwerksführung kostenlos — der Silberberg ist damit das beste Argument, gezielt einen aktivCARD-Gastgeber zu buchen. Zeiten und Preise bei der Silberbergbahn und beim Besucherbergwerk.

🤔 Kurioses: Der Bahnhof, durch den eine Staatsgrenze läuft

In Bayerisch Eisenstein steht ein Bahnhof, den es so kein zweites Mal in Europa gibt: Die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien verläuft mitten durch das Gebäude von 1878: Eine Hälfte steht in Bayern, die andere in Böhmen, und im Kalten Krieg zog sich hier der Eiserne Vorhang samt Stacheldraht quer durchs Haus.

Heute kannst du drinnen mit einem Schritt das Land wechseln, was für Kinder ein herrlich absurdes Fotomotiv ist: ein Fuß in Deutschland, einer in Tschechien. 2017 wurde er zum „Bahnhof des Jahres“ gekürt, im Gebäude stecken heute die kleinen NaturparkWelten-Museen.

Der eigentliche Trick: Die Waldbahn endet genau hier. Mit GUTi-Gästekarte kostet der Ausflug zum kuriosesten Bahnhof Europas keinen Cent Fahrgeld, und drüben in Železná Ruda gibt es günstige Knödel.

Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Der Bayerische Wald funktioniert fast ganzjährig, mit einer wichtigen Lücke im Kalender.

Sommerferien

die volle Auswahl aus Tier-Freigeländen, Baumwipfelpfad, Silberberg und Badeseen. Und selbst in der Hochsaison verlaufen sich die Besucher im riesigen Waldgebiet besser als an jeder Küste.

Pfingstferien

vielleicht die schönste Zeit: alles offen, frisches Grün, ruhige Wege.

Herbstferien

Laubfärbung im Bergmischwald und leere Pfade; plan Regenjoker fest ein. Wichtig: Ab etwa Mitte November schließen die beiden Nationalparkzentren bis Weihnachten. Sehr späte Herbsttermine vorher prüfen.

Weihnachts- und Faschingsferien

Langlauf, Rodeln und erste Skiversuche am Arber; verlässlich weiß ist es meist nur in den Höhenlagen. Buch so, dass du die Höhe erreichst, statt auf Schnee im Tal zu wetten.

Osterferien

unten oft schon Frühling, oben häufig noch Winter. Bergwerk und Tier-Freigelände gehen immer.

Was zu welchem Alter passt

0–5 Jahre

Waldspielgelände Spiegelau, die 3-Kilometer-Abkürzung durchs Tier-Freigelände und der Baumwipfelpfad. Der ist komplett kinderwagentauglich, und unter 6 kostet er nichts. Glasbläsern zuschauen geht auch schon.

6–9 Jahre

das beste Alter für die Bergwerksführung, die Sommerrodelbahn und das kostenlose Ferienprogramm des Nationalparks. Die „Waldspürnasen“-Nachmittage sind genau für 7- bis 10-Jährige gemacht. Im Winter: erste Skischwünge im ArBär-Kinderland.

10–13 Jahre

jetzt tragen echte Gipfel (Lusen oder Arber), die volle 7-Kilometer-Runde im Tier-Freigelände und im Winter die ersten eigenen Langlaufkilometer.

14–18 Jahre

mit der Waldbahn auf eigene Faust zum Grenzbahnhof und rüber nach Tschechien, längere Touren durch die Urwaldgebiete. Hier darf das Programm rauer werden als der Familienwald-Ruf vermuten lässt.

Wie lange bleibst du — und wofür?

Eine Woche füllt der Bayerische Wald mühelos. Drei Tage reichen aber schon für alles, wofür er bekannt ist, und zwei, wenn du dich entscheidest.

Drei Tage mit Basis Bodenmais oder Zwiesel

Drei Tage mit Basis Bodenmais oder Zwiesel
Tag 1 — Berg und Bergwerk
VormittagMit der Silberbergbahn hinauf, oben Klettergarten und Spielplätze.
MittagspauseOben an der Bergstation auf 932 Metern.
NachmittagBergwerksführung durch den Stollen, 45 Minuten bei konstant 5 Grad, danach mit dem Coaster ins Tal.
WegAb Bodenmais zu Fuß oder mit dem Bus, mit GUTi kostenlos. Parken kostet 3 Euro am Tag.
Kosten30 Euro Familienkarte für die Bahn, ab 33 Euro für die Führung, 26 Euro für je eine Coasterfahrt. Mit der aktivCARD alles frei.
Bei RegenPerfekter Tag: Im Berg ist das Wetter egal. Nur der Coaster fällt aus.
Drei Tage mit Basis Bodenmais oder Zwiesel
Tag 2 — Wildnis per Bahn
VormittagMit der Waldbahn bis „Ludwigsthal/Haus zur Wildnis“: Tier-Freigelände mit Wölfen, Luchsen, Wildpferden und Urrindern.
MittagspauseAm Haus zur Wildnis, danach die begehbare Steinzeithöhle.
Nachmittag3D-Kino und Kinderausstellung, für Ausdauernde die große Runde durchs Gehege.
WegHalt und Gelände liegen direkt beieinander, keine Parkplatzsuche. Achtung: Werktags gilt GUTi erst ab 8 Uhr.
Kosten0 Euro. Eintritt frei, Fahrt mit GUTi frei.
Bei RegenLäuft trotzdem. Die Wege sind ausgebaut, und die Häuser sind drinnen.
Drei Tage mit Basis Bodenmais oder Zwiesel
Tag 3 — über den Baumkronen
VormittagBaumwipfelpfad Neuschönau, 1,3 Kilometer Steg und das 44 Meter hohe „Baum-Ei“. Höchstens sechs Prozent Steigung, Kinderwagen kommen mit.
MittagspauseBrotzeit unten am Pfad.
NachmittagTier-Freigelände nebenan, wahlweise die 7-Kilometer-Runde oder die 3-Kilometer-Abkürzung.
WegAb Bodenmais die längste Anfahrt der Reise: mit dem Auto am schnellsten, sonst über Zwiesel und Grafenau mit dem Igelbus.
Kosten31 Euro Familienpaket für den Pfad. Der Nachmittag kostet nichts.
Bei RegenBeides geht mit Regenjacke. Bei Sturm bleibt der Turm allerdings zu.

Wer nur zwei Tage hat

„Streich einen Tag“ hilft niemandem. Vier Zuschnitte, je nach dem, was zählt:

Bei gutem Wetter

Arber-Bergbahn mit Gipfelrunde am ersten Tag, Baumwipfelpfad am zweiten. Zweimal Weitblick, einmal von oben und einmal aus den Kronen. Zusammen 85 Euro Eintritt für alle vier.

Wenn es regnet

Silberbergwerk am ersten Tag, Haus zur Wildnis mit 3D-Kino am zweiten. Im Stollen ist das Wetter egal, und der zweite Tag kostet gar nichts.

Mit kleinen Kindern

Tier-Freigelände mit der 3-Kilometer-Abkürzung, am zweiten Tag der Baumwipfelpfad. Unter 6 Jahren ist er frei, und Treppen gibt es keine. Dazu das Waldspielgelände in Spiegelau.

Mit Wander-Teenagern

Lusen oder Arber am ersten Tag, am zweiten mit der Waldbahn zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein und zu Fuß hinüber nach Železná Ruda. Die Fahrt kostet mit GUTi nichts.

Was ein Tag wirklich kostet

„Preisniveau günstig“ hilft beim Planen nicht weiter. Hier die Rechnung für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, jeweils nur der Eintritt:

Was ein Tag wirklich kostet
Ein Tag mit …Eintritt für alle vier
Tier-Freigelände und Nationalparkzentrum0 Euro
Eintritt und Ferienprogramm sind frei, nur das Parken kostet
Waldbahn zum Grenzbahnhof0 Euro
mit GUTi-Gästekarte; werktags gilt sie erst ab 8 Uhr
Sommerrodelbahn am Silberberg26 Euro
je eine Fahrt ab 8 Jahren; drei Fahrten kosten 72 Euro
Baumwipfelpfad Neuschönau31 Euro
Familienpaket; unter 6 Jahren frei
Arber-Bergbahn, Berg- und Talfahrt54 Euro
Familienticket; nur bergauf 2×16 und 2×12 Euro
Silberbergbahn mit Bergwerksführungab 63 Euro
30 Euro Familienkarte plus ab 33 Euro Führung; mit der aktivCARD frei

Zwei Gratis-Tagesarten und keine über 63 Euro: Der Bayerische Wald ist tatsächlich das günstigste der deutschen Mittelgebirge. Der große Hebel liegt trotzdem woanders — bei den Karten.

Nahverkehr und Gästekarten

GUTi macht deine Gästekarte zur Fahrkarte: Waldbahn, Igelbusse und Regionalbusse im gesamten Bayerwald-Ticket-Gebiet, sogar über die Grenze nach Tschechien. Ein Detail, das Frühaufsteher trifft: Werktags gilt das Ticket erst ab 8 Uhr.

Die aktivCARD gibt es bei teilnehmenden Gastgebern rund um Bodenmais und Zwiesel obendrauf und deckt über 130 Leistungen ab, darunter Silberbergbahn, Bergwerksführung und Sommerrodelbahn zusammen. Wer eine Woche bleibt und den Silberberg zweimal mitnimmt, hat die Kartenfrage damit teurer beantwortet als jede Zimmerpreisdifferenz.

Unterkunft, Essen, Anreise und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.

Welcher Ort zu deiner Familie passt

Der Wald hat zwei Seiten, und dazwischen liegt eine Stunde Fahrt. Entscheide dich vor der Buchung für eine. Drei Orte ergeben für Familien Sinn:

Neuschönau und die Lusen-Seite. Baumwipfelpfad und das große Tier-Freigelände liegen praktisch vor der Tür, das kostenlose Ferienprogramm des Nationalparks startet hier. Der Nachteil: Die aktivCARD gilt hier nicht, zum Arber und nach Bodenmais fährst du weit, und der Bahnast nach Grafenau kommt nur alle zwei Stunden.

Bodenmais und die Arber-Seite. Silberberg, Arber-Bergbahn, Glashütten und die meisten aktivCARD-Gastgeber: die Ecke mit den meisten Angeboten für Familien. Der Nachteil: Es ist auch der touristischste Ort der Region, und zum Baumwipfelpfad wird es ein ganzer Reisetag.

Zwiesel als Bahnknoten. Hier treffen sich alle Äste der Waldbahn: Richtung Bodenmais, Grafenau und Bayerisch Eisenstein. Wer ohne Auto kommt, wohnt hier am flexibelsten. Der Nachteil: Zwiesel selbst ist eine Kleinstadt ohne eigenes großes Ausflugsziel, du fährst also jeden Tag los.

Zwei Fragen an den Gastgeber, und eine an die Landkarte

Bevor du zusagst: „Gibt es bei Ihnen die GUTi-Gästekarte?“ und „Sind Sie aktivCARD-Partner?“ GUTi bezahlt die Fahrten, die aktivCARD die Eintritte. Zwischen zwei Pensionen im Nachbarort liegen über eine Woche sämtliche Fahrkarten und mehrere Familien-Eintritte.

Und dann die Landkarte: Häng dich an eine Seite des Waldes, Lusen oder Arber. Täglich quer durch den Wald zu pendeln kostet mehr Zeit, als der Urlaub hergibt. Prüf dafür, wie weit es von der Unterkunft zum nächsten Halt der Waldbahn ist.

Familienunterkünfte im Bayerischen Wald ansehen*

Eine Waldwoche, in der du fast nur einmal Eintritt zahlst

Basis: ein GUTi- und aktivCARD-Gastgeber rund um Bodenmais oder Zwiesel. Dann tragen die Karten die halbe Woche.

Tag 1

Ankommen, Ort erkunden, bei JOSKA in Bodenmais den Glasbläsern zuschauen (kostet nichts).

Tag 2 — Bergtag

Silberberg mit Lift, Bergwerk und Sommerrodelbahn, mit aktivCARD komplett inklusive.

Tag 3 — Wildnistag per Bahn

Waldbahn bis „Ludwigsthal/Haus zur Wildnis“: Wölfe, Wildpferde, Steinzeithöhle, 3D-Kino. Alles gratis, Fahrt mit GUTi auch.

Tag 4 — der Bezahltag

Baumwipfelpfad und Tier-Freigelände in Neuschönau. Von der Bodenmaiser Seite ist das die längste Anfahrt der Woche. Mit dem Auto am entspanntesten, sonst über Zwiesel Richtung Grafenau und weiter mit dem Igelbus.

Tag 5 — Grenztag

mit der Waldbahn zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, ein Fuß in jedem Land, Mittagessen in Tschechien.

Tag 6 — Joker

bei Sonne mit der Gondel auf den Arber, bei Regen Glasmuseum oder Erlebnisbad.

Tag 7

Lieblingsplatz wiederholen — im Zweifel gewinnt das Tier-Freigelände.

Bayerischer Wald bei Regen

Regen gehört im Waldgebirge zum Paket, und ist hier erstaunlich gut abgefedert.

Der stärkste Joker ist das Silberbergwerk: Im Stollen hat es immer um die 5 Grad, das Wetter draußen ist der Führung komplett egal. Danach kommen die beiden Nationalparkhäuser: das Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau und das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal mit 3D-Kino: beide ohne Eintritt, beide für Kinder gebaut.

In den Glashütten um Bodenmais und Zwiesel schaust du den Glasbläsern kostenlos über die Schulter, bei JOSKA dürfen Kinder gegen eine kleine Gebühr sogar eine eigene Kugel blasen, ohne Voranmeldung. Und mit richtiger Regenkleidung ist auch das Tier-Freigelände bei Schauern machbar; die Wege sind gut ausgebaut. Nur eines lohnt bei Regen nicht: die Bergbahn auf den Arber — die Aussicht läuft nicht weg, der Regen schon.

🎒 Ausflugsziele in und um Bayerischer Wald

Was sich von Bayerischer Wald aus an einem Tag machen lässt.

Bauernhausmuseum LindbergLindberg · Museum
Bayerwald-TierparkLohberg · Zoo/Tierpark
Freilichtmuseum FinsterauMauth · Freilicht-/Geschichtspark
Waldgeschichtliches Museum St. OswaldSankt Oswald · Natur-/WissenschaftsmuseumEintritt frei

Alle Ausflugsziele in Bayern →

Wie du hinkommst

Mit dem Auto bist du je nach Startort 3 bis 7 Stunden unterwegs; an den Nationalparkzentren sind die Parkplätze gebührenpflichtig. Mit der Bahn läuft fast alles über Plattling an der Donau: Von dort fährt die Waldbahn stündlich über Zwiesel bis Bayerisch Eisenstein, in Zwiesel zweigen die Äste nach Bodenmais (stündlich) und Grafenau (etwa alle zwei Stunden) ab. Wichtig für 2026: Wegen einer Brückenerneuerung fahren zwischen Plattling und Zwiesel zeitweise Busse statt Züge. Prüf deine Verbindung kurz vor der Reise. Vor Ort dreht sich das Bild: Mit der GUTi-Gästekarte sind Waldbahn und Igelbusse kostenlos, die letzte Meile ist hier besser gelöst als in den meisten deutschen Ferienregionen.

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen

Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:

Ehrlich gesagt: das spricht dagegen
Das spricht dagegenWas dagegen hilft
Regenreiches WaldgebirgeBergwerk, Nationalparkhäuser und Glashütten als feste Regenjoker einplanen.
Schnee ist im Tal GlückssacheUnterkunft mit kurzer Anbindung an Arber und Bretterschachten wählen, Hallenbad als Plan B.
Querverbindungen dauernEine Seite wählen (Lusen oder Arber) statt täglich quer durch den Wald zu pendeln.
Wildtiere ohne GarantieFrüh am Tag gehen und den Kindern vorher sagen, dass es keine Sichtungsgarantie gibt.
Gästekarten-LotterieVor dem Buchen prüfen, ob die Wunschunterkunft GUTi- und aktivCARD-Partner ist.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für Bayerischer Wald mit Kindern?

Nach den Klimawerten sind es die Sommerferien: rund 20,9 °C tagsüber, im Schnitt 17 Regentage im Monat. Die Pfingstferien sind der unterschätzte Termin: alles ist offen, die Wege sind leer. Im November dagegen macht der Wald weitgehend zu.

Kommst du vor Ort ohne Auto zurecht?

Ja, wenn du dich für eine Seite des Waldes entscheidest. Waldbahn und Igelbusse erschließen viel, und mit der GUTi-Gästekarte kosten sie nichts. Das Haus zur Wildnis erreichst du sogar ohne einen Schritt Fußweg. Quer durch den Wald zu pendeln kostet dagegen jeden Tag Stunden, weil der Ast nach Grafenau nur alle zwei Stunden fährt.

Was kostet ein Tag im Bayerischen Wald mit einer Familie?

Zwischen null und 63 Euro für zwei Erwachsene und zwei Schulkinder. Der Nationalpark mit Tier-Freigelände und Ferienprogramm kostet gar nichts, der Baumwipfelpfad 31 Euro, die Arber-Bergbahn 54 Euro, Silberbergbahn mit Bergwerksführung ab 63 Euro. Mit der aktivCARD fällt der Silberberg ganz weg. Die Tabelle steht oben unter „Was ein Tag wirklich kostet“.

Wie kommt man hin?

Bayerischer Wald erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.

Wenn dir Bayerischer Wald gefällt

  • Harz — vergleichbares Mittelgebirge im Norden.
  • Schwarzwald — mehr Freizeitparks in Reichweite.
  • Allgäu — höhere Berge, mehr Betrieb.

* Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Quellen und Stand

Stand dieser Seite. Preise und Öffnungszeiten zuletzt geprüft am 5. August 2026. Maßgeblich ist die verlinkte Betreiberinformation. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.

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