Allgäu mit Kindern: beste Ferien, Orte und Bergbahnen


Nach den Klimawerten sind die Sommerferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 21,6 °C tagsüber, im Schnitt 20 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von 2 bis 16 Jahren. Das eigene Auto ist hier von Vorteil: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander.
Berge, Seen und Schlösser dicht beieinander — funktioniert im Sommer wie im Winter.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Allgäu anschließend mit anderen Zielen vergleichen.
Klima für deine Ferientage
Wer hat in diesen Ferien noch frei?
Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.
Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.
Die fünf Dinge, die deine Planung retten
Im Allgäu liegen die Ziele dicht beieinander — die Fallstricke auch. Fünf Punkte entscheiden über dein Budget und darüber, ob du vor einem geschlossenen Tor stehst:
1. Die Gästekarte entscheidet über dein Ausflugsbudget. KönigsCard und die PLUS-Karten decken Bergbahnen, Bäder und den Nahverkehr ab, aber nur bei teilnehmenden Gastgebern. → Welche Karte was leistet
2. Bei Neuschwanstein zahlst du auch für die Gratis-Tickets. Kinder unter 18 haben freien Eintritt, die Servicegebühr von 2,50 Euro fällt trotzdem für jedes Ticket an. → Die ehrliche Rechnung
3. Die Breitachklamm ist zweimal im Jahr wochenlang zu. Im Frühjahr wegen der Schneeschmelze, im Spätherbst wegen Instandhaltung. Beides fällt genau in Ferienzeiten. → Zeiten und Sperrungen
4. Am Coaster gelten Größe und Alter, nicht der Mut. Ab 3 Jahren und 95 Zentimetern als Beifahrer, ab 8 Jahren und 1,40 Meter allein. → Alle Bedingungen
5. Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Zwischen der günstigsten und der teuersten liegen über hundert Euro für eine Familie, dafür zahlt in vielen Tarifen nur das erste Kind. → Was ein Tag kostet
Was du dort unternehmen kannst
- Neuschwanstein mit Reservierung. Ludwigs Märchenschloss über dem Alpsee. Besichtigung nur mit rund 30-minütiger Führung, Kinder unter 18 frei.
- Breitachklamm je nach Öffnung. Stegweg durch eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas bei Oberstdorf, ohne Kinderwagen, dafür mit Gänsehaut.
- Alpsee. Zwei Seen, ein Name: Naturbad mit Schlossblick bei Hohenschwangau, freie Badestellen am Großen Alpsee bei Immenstadt.
- Sommerrodelbahn. Allen voran der knapp drei Kilometer lange Alpsee Coaster. Fährt auf Schienen das ganze Jahr, Kinder ab 3 als Beifahrer.
- Bergbahnen. Nebelhorn, Söllereck und Fellhorn bei Oberstdorf, dazu die Hausberge der PLUS-Orte, der größte Einzelposten im Familienbudget.
- Skikurse. Oberjoch, Nesselwang und das Söllereck gelten als Anfängergebiete; in mehreren PLUS-Orten ist der Skipass in der Gästekarte enthalten.
Was nicht in jedem Reiseführer steht

Im Allgäu hängt dein Ausflugsbudget weniger an der Unterkunft als an dem Kärtchen, das sie dich beim Einchecken aushändigt. Und die Unterschiede sind riesig.
In den KönigsCard-Orten rund um Füssen, Schwangau, Pfronten und Nesselwang stecken über 200 Gratis-Leistungen drin: mehrere Bergbahnen einmal täglich, Bäder, Museen, sogar Bus und Regionalbahn im Landkreisnetz. In Bad Hindelang fährst du mit der PLUS-Karte alle Ortsbergbahnen kostenlos und kommst gratis ins Erlebnisbad. Im Winter ist sogar der Skipass fürs Familienskigebiet Oberjoch drin. Oberstaufen macht es mit Oberstaufen PLUS ähnlich.
Der Haken: Die Karten gibt es nur bei teilnehmenden Gastgebern. Prüf also vor dem Buchen, ob deine Wunschunterkunft KönigsCard- oder PLUS-Partner ist. Zwischen zwei Dörfern, die zehn Minuten auseinanderliegen, können so am Ende ein paar hundert Euro Familienbudget liegen. Die Orte-Listen stehen bei koenigscard.com und den Gemeinde-Seiten.
ℹ️ Gut zu wissen: Neuschwanstein ehrlich gerechnet: Kinder frei, Nerven nicht
Die gute Nachricht: Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen in Neuschwanstein keinen Eintritt, Erwachsene 21 Euro. Die weniger gute: Pro Ticket kommen 2,50 Euro Servicegebühr dazu — auch auf die Gratis-Tickets der Kinder. Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern sind das 52 Euro statt der erwarteten 42.
Das Nachbarschloss Hohenschwangau rechnet anders: Dort zahlen Erwachsene 23,50 Euro und Kinder von 7 bis 17 Jahren 12 Euro, unter 7 ist es frei. Wer beide Schlösser an einem Tag besichtigt, landet für eine vierköpfige Familie bei über 100 Euro — such dir eines aus.
Gebucht wird ausschließlich über den offiziellen Shop auf hohenschwangau.de; was dort weg ist, gibt es nur noch als Restkarte am selben Tag im Ticketcenter.
Jetzt die ehrliche Rechnung: Vom Ticketcenter läuft man 30 bis 40 Minuten bergauf (oder nimmt Shuttlebus bzw. Kutsche), besichtigt wird nur mit Führung: rund 30 Minuten, ohne Kinderwagen, der bleibt im Schlosshof. Mit müden Kleinkindern ist oft der Blick von außen und von der Marienbrücke der schönere Teil des Tages — und der kostet nichts.

Wenn im Allgäu jemand „zum Alpsee“ will, fragt zurück: zu welchem? Der kleine Alpsee bei Hohenschwangau liegt direkt unter den Königsschlössern. Im Alpseebad am Südufer, einem Naturbad von 1900, schwimmst du für rund 3,50 Euro (Kinder 2 Euro) mit Blick auf Neuschwanstein. Schöner lässt sich ein Schlosstag kaum ausklingen. Der Große Alpsee bei Immenstadt, eine gute halbe Stunde weiter westlich, ist der größte Natursee des Allgäus, mit frei zugänglichen Badestellen am Ufer und flachem Einstieg für kleinere Kinder. Merk dir die Faustregel: Schlossblick am kleinen, Nachmittage-lang-Planschen am großen Alpsee. Und lass dich vom Navi nicht zum falschen schicken.
⭐ Top-Ausflug: Alpsee Coaster: Rodeln geht hier das ganze Jahr
Oberhalb des Großen Alpsees bei Immenstadt rauscht der Alpsee Coaster zu Tal, nach eigenen Angaben Deutschlands längste Ganzjahres-Rodelbahn: knapp drei Kilometer, 68 Kurven, fest auf Schienen, deshalb läuft sie im Sommer wie im Winter. Kinder ab 3 Jahren (und mindestens 0,95 m) dürfen bei den Eltern mitfahren, ab 8 Jahren und 1,40 m steuern sie selbst. Für viele Kinder der eigentliche Ritterschlag des Urlaubs. Drumherum liegt die Alpsee Bergwelt mit Kletterwald und einem großen Bergspielplatz, sodass aus der Rodelpartie leicht ein ganzer Tag wird. Tickets gibt es direkt an der Bahn oder auf alpsee-bergwelt.de. An sonnigen Ferientagen bildet sich mittags gern eine Schlange, morgens bist du meist schneller dran.
ℹ️ Gut zu wissen: Breitachklamm: großartig — aber lass den Kinderwagen im Auto
Die Breitachklamm bei Oberstdorf gehört zu den tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas, und der Weg auf Stegen direkt am tosenden Wasser beeindruckt Kinder mehr als mancher Freizeitpark. Drei Dinge solltest du vorher wissen: Kinderwagen und Buggys sind aus Sicherheitsgründen komplett verboten. Kleine Kinder kommen in die Kraxe, dann klappt es gut (auf niedrige Felsdecken achten). Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 9 Euro, Kinder von 5 bis 15 Jahren 2,50 Euro, unter 5 ist es frei. Mit dem Allgäu-Walser-Pass wird es noch etwas günstiger. Für eine vierköpfige Familie ist das mit 23 Euro einer der günstigsten großen Programmpunkte der Region.
Und jetzt der Termin, an dem die meisten Reisen scheitern: Die Klamm hat zwei feste Schließzeiten im Jahr: von etwa Mitte März bis Ende April wegen der Schneeschmelze und von Ende Oktober bis Weihnachten wegen Instandhaltung. Beide liegen in Ferienzeiten. Dazu kann sie bei Hochwasser oder Eisschlag jederzeit kurzfristig schließen. Werft am Morgen deines Besuchs einen Blick auf breitachklamm.com, bevor du losfährst. Im Winter verwandeln Eiszapfen die Schlucht in eine Kulisse, die es so nur an wenigen Orten gibt.
🤔 Kurioses: Füssen war Europas erste Lautenbau-Hauptstadt
Ausgerechnet das Städtchen am Fuß der Königsschlösser hat ein musikalisches Welterbe: In Füssen wurde 1562 die erste Lautenmacher-Zunft Europas gegründet. Lautenbauer sind hier schon seit dem Ende des 14. Jahrhunderts belegt, lange bevor irgendjemand an Märchenschlösser dachte. Das Holz kam aus den Bergwäldern ringsum, die Instrumente gingen über die alte Römerstraße Via Claudia Augusta in halb Europa in den Handel. Im Museum der Stadt im Barockkloster St. Mang hängt heute eine der schönsten Lauten- und Geigensammlungen Europas, ein überraschend guter Programmpunkt für einen verregneten Nachmittag, und die Altstadt mit Eisdiele liegt direkt davor.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?
Das Allgäu funktioniert zu jeder Ferienzeit, aber jeweils anders.

Sommerferien
die volle Auswahl: Badeseen, Bergbahnen, Klamm, Coaster. Dafür Hochsaison: Unterkünfte früh sichern, Neuschwanstein-Tickets ebenso.

Pfingstferien
oft die schönste Mischung aus grünen Tälern und leeren Wegen; die Seen sind fürs Schwimmen meist noch frisch, auf hohen Wegen kann Restschnee liegen.

Herbstferien
unten Nebel, oben häufig Sonne, ein guter Bergbahn- und Wander-Herbst. Aber: Zwischen den Saisons legen manche Bahnen Revisionspausen ein, prüf die Betriebszeiten vor der Buchung.

Weihnachts- und Faschingsferien
ideal für erste Skiversuche in den familienfreundlichen Gebieten. In tieferen Lagen ist Schnee aber nicht garantiert. Wer in einem PLUS-Ort mit inkludiertem Skipass wohnt, riskiert dabei wenigstens kein Liftkarten-Geld.

Osterferien
Frühjahr im Tal, oben oft noch Winter. An einem einzigen Tag Rodel und Radler zu erleben ist hier keine Übertreibung.
Was zu welchem Alter passt
0–5 Jahre
Bauernhof-Unterkunft, flache Seeufer am Großen Alpsee, Bergbahn statt Wanderung, Coaster ab 3 als Beifahrer. Die Klamm nur mit Kraxe, Neuschwanstein besser nur von außen.
6–9 Jahre
das beste Coaster- und Erlebnisbad-Alter; Breitachklamm zu Fuß machbar, erste Skikurse in den Übungsgeländen von Oberjoch, Nesselwang oder am Söllereck.
10–13 Jahre
selbst rodeln (ab 8 Jahren und 1,40 m), Kletterwald, längere Bergtouren mit Gipfelkreuz-Foto, und jetzt trägt auch die Schlossführung.
14–18 Jahre
anspruchsvollere Gipfel, Skitage. Und wer den Nervenkitzel sucht: Im Allgäu werden geführte Canyoning-Touren für Jugendliche angeboten.
Wie lange bleibst du — und wofür?
Das Allgäu ist kompakt genug für Sternfahrten von einer einzigen Basis. Eine Woche füllt es leicht, drei Tage reichen für alles, wofür es bekannt ist.
Drei Tage mit einer Basis
| Tag 1 — Schloss und See | |
| Vormittag | Neuschwanstein mit vorab gebuchter Führung. Rechne 30 bis 40 Minuten Fußweg vom Ticketcenter bergauf ein. |
| Mittagspause | Unten in Hohenschwangau, bevor es an den See geht. |
| Nachmittag | Alpseebad am kleinen Alpsee: schwimmen mit Schlossblick. Wer noch Kraft hat, geht vorher zur Marienbrücke. |
| Weg | Ab Füssen mit Bus 73 oder 78 in rund zehn Minuten; in den KönigsCard-Orten kostet die Fahrt nichts. |
| Kosten | 52 Euro für die Schlossführung, dazu wenige Euro fürs Bad. |
| Bei Regen | Die Führung läuft trotzdem. Nur Marienbrücke und Bad fallen aus. Ersatz: das Museum der Stadt Füssen. |
| Tag 2 — Schlucht und Berg | |
| Vormittag | Breitachklamm bei Oberstdorf, Stegweg direkt am Wasser. Kinderwagen sind verboten, kleine Kinder kommen in die Kraxe. |
| Mittagspause | Am Klammausgang oder unten in Tiefenbach. |
| Nachmittag | Mit der Söllereckbahn hinauf, oben Spielplatz und eine kurze Runde. Wer es größer will, nimmt das Nebelhorn. |
| Weg | Zwischen Klamm und Oberstdorf fahren Busse; an Ferientagen sind die Parkplätze mittags voll. |
| Kosten | 23 Euro für die Klamm plus 71,30 Euro für die Söllereckbahn. Bis zum Nebelhorn-Gipfel werden daraus 140,60 Euro. |
| Bei Regen | Die Klamm ist bei leichtem Regen besonders eindrucksvoll. Auf den Aussichtsberg zu fahren lohnt dagegen nicht. |
| Tag 3 — rodeln und spielen | |
| Vormittag | Alpsee Coaster an der Alpsee Bergwelt: knapp drei Kilometer auf Schienen, 68 Kurven, ganzjährig. |
| Mittagspause | Oben an der Bergstation, gleich neben dem Bergspielplatz. |
| Nachmittag | Abenteuer Alpe und Kletterwald, oder hinunter an den Großen Alpsee zum Baden. |
| Weg | Ab Immenstadt kurz, die ersten 45 Minuten Parken sind frei, der Tag kostet 3,50 Euro. |
| Kosten | 68 Euro für Sesselbahn und Coaster. Baden am Großen Alpsee kostet nichts. |
| Bei Regen | Auf Schienen fährt der Coaster auch bei Nässe weiter. Für den Nachmittag hältst du das Erlebnisbad bereit. |
Wer nur zwei Tage hat
„Streich einen Tag“ hilft niemandem. Vier Zuschnitte, je nach dem, was bei dir zählt:
Bei gutem Wetter
Bergbahntag am ersten, Alpsee Coaster mit Badenachmittag am zweiten. Zweimal Weitblick und einmal Tempo. Und der zweite Tag endet kostenlos im See.
Wenn es regnet
Breitachklamm am ersten Tag, sie ist bei Nässe am stärksten. Am zweiten das Erlebnisbad und das Museum der Stadt Füssen. Prüf morgens, ob die Klamm offen ist.
Mit kleinen Kindern
Flache Ufer am Großen Alpsee, danach der Coaster als Beifahrer ab 3 Jahren. Am zweiten Tag mit der Bergbahn hinauf statt hinaufzulaufen. Neuschwanstein besser nur von außen.
Mit Wander-Teenagern
Nebelhorn bis zur Gipfelstation auf 2.224 Metern und eine Höhenwanderung, am zweiten Tag Breitachklamm und Kletterwald. Der teuerste Zuschnitt, aber der mit den meisten Höhenmetern.
Was ein Tag wirklich kostet
„Preisniveau mittel“ hilft beim Planen nicht weiter. Hier die Rechnung für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, jeweils nur der Eintritt:
| Ein Tag mit … | Eintritt für alle vier |
|---|---|
| Baden am Großen Alpsee | 0 Euro frei zugängliche Badestellen, flacher Einstieg |
| Breitachklamm | 23 Euro 9 Euro je Erwachsenem, 2,50 je Kind von 5 bis 15 — der beste Preis der Region |
| Neuschwanstein | 52 Euro 2×21 Euro plus 2,50 Servicegebühr je Ticket, auch für die Kinder |
| Alpsee Coaster mit Sesselbahn | 68 Euro Berg- und Talfahrt mit einer Rodelfahrt; Parken 3,50 Euro am Tag |
| Söllereckbahn, Berg- und Talfahrt | 71,30 Euro nur das erste Kind zahlt, jedes weitere fährt umsonst mit |
| Nebelhornbahn bis zum Gipfel | 140,60 Euro 2.224 Meter, drei Sektionen; auch hier zahlt nur das erste Kind |
Die Spanne sagt dir, wie du planst: ein Bergbahntag pro Aufenthalt reicht, und der Rest der Woche lebt von Seen, Klamm und Spielplätzen. Wer drei Kinder hat, fährt bei den Bergbahnen übrigens besser als eine Familie mit einem. Das erste Kind zahlt, alle weiteren nicht.
Nahverkehr und Gästekarten
Die KönigsCard rund um Füssen, Schwangau, Pfronten und Nesselwang deckt über 200 Leistungen ab, darunter mehrere Bergbahnen einmal täglich sowie Bus und Regionalbahn im Landkreisnetz. Bad Hindelang PLUS und Oberstaufen PLUS machen es in ihren Orten ähnlich, im Winter samt Skipass.
Ein kleiner Bruder ist der Allgäu-Walser-Pass: Er ersetzt keine dieser Karten, bringt aber Nachlässe an einzelnen Zielen: an der Breitachklamm etwa 8,50 statt 9 Euro für Erwachsene. Wer in Oberstdorf wohnt, wo die KönigsCard nicht gilt, sollte danach fragen.
Unterkunft, Essen, Anreise und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.
Welche Ecke zu deiner Familie passt
Das Allgäu ist kompakt, aber nicht klein. Drei Standorte ergeben für Familien Sinn, und jeder kostet dich etwas anderes:
Füssen und Schwangau. Die Schlösser liegen vor der Tür, die KönigsCard-Orte beginnen hier, und Bus und Regionalbahn im Landkreis fahren damit kostenlos. Ab München kommst du stündlich mit der Bahn an. Der Nachteil: Hier ist der Tagestourismus am dichtesten, und bis Breitachklamm oder Oberstdorf fährst du gut über eine Stunde.
Oberstdorf. Die höchste Lage, mit Nebelhorn, Söllereck, Fellhorn und der Breitachklamm in Reichweite, und seit dem Sommer 2026 mit Fernverkehrsanschluss. Der Nachteil: Die KönigsCard gilt hier nicht, die Bergbahnpreise sind die höchsten der Region, und die Unterkünfte gehören zu den teuersten im Allgäu.
Immenstadt, Sonthofen und Bad Hindelang. Alpsee Coaster, der große Alpsee und das Erlebnisbad Wonnemar liegen dicht beieinander; in Bad Hindelang deckt die PLUS-Karte die Ortsbergbahnen und das Bad komplett ab. Der Nachteil: Zu den Königsschlössern wird es ein ganzer Reisetag, und ohne Auto sind die Randlagen mühsam.

„Welche Gästekarte bekomme ich bei Ihnen, und was ist darin enthalten?“ Zwischen zwei Dörfern, die zehn Minuten auseinanderliegen, können ein paar hundert Euro Familienbudget stehen, weil KönigsCard und PLUS-Karten Bergbahnen, Bäder und den Nahverkehr abdecken, aber nur bei teilnehmenden Gastgebern.
Zweitens: Hält eine Bergbahn oder ein Ortsbus in der Nähe? Die Bergbahnen sind der größte Einzelposten deiner Woche. Und drittens: Frag nach der Höhenlage und im Winter nach der Zufahrt. Die letzten Kilometer entscheiden bei Schnee darüber, ob du überhaupt hinaufkommst.
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Eine Allgäu-Woche mit einer einzigen Basis
Das Allgäu ist kompakt. Such dir EINE Unterkunft mit guter Gästekarte und mach Sternfahrten, statt umzuziehen.
Tag 1
Ankommen, Ort erkunden, abends an den nächsten See. Der Urlaub beginnt ohne Programm.
Tag 2 — Schlosstag
früh gebuchte Neuschwanstein-Führung, danach Abkühlung im Alpseebad mit Schlossblick. Ein Bezahlziel, ein Gratis-Höhepunkt — mehr braucht ein Tag nicht.
Tag 3 — Bergbahntag
mit der Gästekarte auf einen Hausberg, oben Alpe mit Spielplatz, Brotzeit, gemütlich runter.
Tag 4 — Wassertag
Großer Alpsee oder, bei grauem Himmel, das Erlebnisbad.
Tag 5 — Schluchttag
vormittags Breitachklamm (vorher Öffnung prüfen), nachmittags Eis in Oberstdorf.
Tag 6 — Rodeltag
Alpsee Coaster plus Bergspielplatz in der Alpsee Bergwelt.
Tag 7
Lieblingsplatz wiederholen — der Tag, an den sich alle erinnern, ist selten der durchgeplante.
Allgäu bei Regen
Ein Regentag ist hier kein verlorener Tag. Oft ist er sogar eingepreist: Das Erlebnisbad Wonnemar in Sonthofen hat einen eigenen Kleinkindbereich und breite Familienrutschen, und mit der Bad-Hindelang-PLUS-Karte kostet es nichts extra; in den KönigsCard-Orten übernimmt das Alpspitz-Bade-Center in Nesselwang diese Rolle. Das Museum der Stadt Füssen im Barockkloster St. Mang füllt mit Lauten, Geigen und Klostergängen einen halben Nachmittag. Die Breitachklamm ist bei leichtem Regen sogar besonders eindrucksvoll. Nur bei kräftigem Dauerregen kann sie wegen Hochwasser schließen, prüf das vor der Anfahrt. Nur eines funktioniert nicht: bei Regen auf einen Aussichtsberg zu fahren. Die Bergbahn läuft davon nicht weg — der Regen schon.
🎒 Ausflugsziele in und um Allgäu
Was sich von Allgäu aus an einem Tag machen lässt.
Wie du hinkommst
Mit dem Auto bist du je nach Startort 3–7 Stunden unterwegs; an den Hotspots (Schlösser, Klamm) sind die Parkplätze kostenpflichtig und an Ferientagen mittags voll. Früh kommen hilft. Mit der Bahn erreichst du Füssen ab München stündlich in etwa zwei Stunden, zu den Königsschlössern bringen dich von dort die Busse 73 und 78 in rund zehn Minuten; nach Oberstdorf fährt seit Sommer 2026 ein direkter ICE aus Richtung Dortmund über Ulm. Der Allgäu-Fernverkehr wird gerade umgebaut, prüf deine Verbindung also aktuell. Vor Ort gilt die Pointe dieser Seite: In den KönigsCard-Orten fährst du Bus und Regionalbahn im Landkreisnetz kostenlos — die letzte Meile ist dort ohne Auto besser gelöst, als der Landurlaub-Ruf vermuten lässt.
Ehrlich gesagt: das spricht dagegen
Kein Ziel passt zu jeder Familie. Diese Punkte solltest du kennen, bevor du buchst:
| Das spricht dagegen | Was dagegen hilft |
|---|---|
| Neuschwanstein-Andrang | Tickets buchen, sobald der Termin steht, oder nur Marienbrücke und Außenansicht einplanen, die kosten nichts. |
| Bergwetter | Erlebnisbad und Füssener Museum als Regenjoker einplanen und Tage flexibel tauschen. |
| Ohne Auto in Randlagen | In einem KönigsCard- oder PLUS-Ort wohnen, sonst nah am Bahnhof. |
| Nicht kinderwagentauglich | Kraxe mitnehmen; für Schiebetage die flachen Ufer am Großen Alpsee. |
| Gästekarten-Falle | Vor dem Buchen gezielt nach KönigsCard- oder PLUS-Gastgebern filtern. |
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Allgäu mit Kindern?
Nach den Klimawerten sind es die Sommerferien: rund 21,6 °C tagsüber, im Schnitt 20 Regentage im Monat. Wichtiger als die Temperatur sind zwei Termine: Die Breitachklamm ist von etwa Mitte März bis Ende April und von Ende Oktober bis Weihnachten geschlossen. Wer die Klamm sehen will, plant außerhalb dieser Fenster.
Kommst du vor Ort ohne Auto zurecht?
Nur eingeschränkt. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und der Nahverkehr fährt dort seltener als in der Stadt. Wer ohne Auto anreist, sollte sich auf einen Standort und dessen Umgebung beschränken.
Was kostet ein Tag im Allgäu mit einer Familie?
Zwischen null und 141 Euro für zwei Erwachsene und zwei Schulkinder. Baden am Großen Alpsee kostet nichts, die Breitachklamm 23 Euro, Neuschwanstein 52 Euro, der Alpsee Coaster 68 Euro, und die Nebelhornbahn bis zum Gipfel 140,60 Euro. Bergbahnen sind hier der größte Posten, deshalb reicht meist einer pro Aufenthalt. Die Tabelle steht oben unter „Was ein Tag wirklich kostet“.
Zahlen Kinder in Neuschwanstein wirklich nichts?
Der Eintritt ist für alle unter 18 Jahren frei. Die Servicegebühr von 2,50 Euro pro Ticket fällt aber auch auf die Kindertickets an. Eine vierköpfige Familie zahlt deshalb 52 statt 42 Euro. Im Nachbarschloss Hohenschwangau gilt das nicht: Dort kosten Kinder von 7 bis 17 Jahren 12 Euro.
Wie kommt man hin?
Allgäu erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.
Wenn dir Allgäu gefällt
- Bayerischer Wald — günstiger und ruhiger.
- Tirol — hochalpiner, mehr Bergbahnen.
- Schwarzwald — ähnliche Mittelgebirgshöhe, andere Seite Deutschlands.
- Reiseziel-Finder — alle Ziele, gerechnet auf deine echten Ferientermine
- Ferientermine aller Bundesländer
- Ideen für Regentage
* Affiliate-Links: Wenn du darüber buchst, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Vor Ort: Allgäu — offizielles Tourismusportal
- KönigsCard: Leistungen und Orte
- Bad Hindelang PLUS: Inklusivleistungen
- Oberstaufen PLUS: Inklusivleistungen
- Ticketcenter Hohenschwangau: Preise und Buchung
- Bayerische Schlösserverwaltung: Neuschwanstein
- Breitachklamm: Öffnung und Besucherinfos
- Alpsee Bergwelt: Alpsee Coaster
- Museum der Stadt Füssen
- Breitachklamm: Eintritt, Öffnungszeiten und Schließzeiten
- Nebelhornbahn: Sommerpreise
- Söllereckbahn: Sommerpreise
Stand dieser Seite. Preise und Öffnungszeiten zuletzt geprüft am 5. August 2026. Maßgeblich ist die verlinkte Betreiberinformation. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.





