Baden-Baden und nördlicher Schwarzwald mit Kindern: beste Ferien und Orte


Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 14 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel. Geeignet für Kinder von jedem Alter bis 18 Jahren. Das eigene Auto ist hier von Vorteil: Die sehenswerten Ecken liegen auseinander.
Kurstadt, Merkur, Museen und Nationalparkzugänge; Thermen nach Kinderregeln unterscheiden.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
Ohne Auswahl zeigen wir Monatsmittel. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine tatsächlichen Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Baden-Baden und nördlicher Schwarzwald anschließend mit anderen Zielen vergleichen.
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Wer hat in diesen Ferien noch frei?
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Was nicht in jedem Reiseführer steht

Im Schwarzwald bekommen Übernachtungsgäste beim Einchecken die KONUS-Gästekarte: freie Fahrt in Bussen und Bahnen der zweiten Klasse, unbegrenzt, für alle angemeldeten Familienmitglieder, ohne Zuzahlung. Rund 150 Orte machen mit — und wer sich die offizielle Ortsliste des Flyers 2026 wirklich durchliest, findet dort Bad Herrenalb, Bad Wildbad, Baiersbronn, Bühlertal, Dobel, Enzklösterle, Forbach, Freudenstadt, Gernsbach, Höfen an der Enz, Loffenau, Oppenau, Ottenhöfen, Sasbachwalden, Seebach — aber nicht Baden-Baden.
Und jetzt kommt der Trick, der deinen Urlaub billiger macht: Baden-Baden liegt trotzdem im Gültigkeitsgebiet. Auf der Karte im selben Flyer ist die Stadt als Bahnknoten eingezeichnet. Wer also im Nachbarort schläft, fährt mit der geschenkten Karte kostenlos nach Baden-Baden hinein, hinauf in den Nationalpark und bis in die Karlsruher Straßenbahn. Wer in Baden-Baden schläft, zahlt jede Busfahrt selbst.
Was du in Baden-Baden stattdessen bekommst, ist eine Gästekarte mit Rabatten: drei Stunden Caracalla zum Preis von zwei, die Hälfte auf die städtischen Bäder, ein paar Euro auf Museen, Führungen und Theater. Das ist ordentlich, aber es ist kein Fahrschein. Immerhin: Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind in Baden-Baden von der Kurtaxe befreit — das steht so in der städtischen Kurtaxordnung.
Zwei Ausschlüsse solltest du dir merken, sonst gibt es an der Kasse ein langes Gesicht: KONUS gilt nicht in ICE, IC und EC — und nicht in Bergbahnen. Weder die Merkurbergbahn in Baden-Baden noch die Sommerbergbahn in Bad Wildbad sind damit bezahlt. Die Ortsliste steht bei der Schwarzwald Tourismus GmbH.
💶 Spartipp: Die zweite Karte zählt anders als die im Süden — und das ist der Unterschied
In elf Orten der Nationalparkregion legen die Gastgeber noch eine Karte obendrauf: Schwarzwald Plus. Sie kostet nichts, du kannst sie nicht kaufen, du bekommst sie ab zwei zusammenhängenden Nächten bei einem teilnehmenden Haus — jede Person mit eigener, personalisierter Karte, Kinder inklusive. Dahinter stehen über achtzig Erlebnisse: Bergbahnen, Thermen, Schlösser, Freibäder, Kletterwälder, Museen.
Der entscheidende Satz steht in den Nutzungsbedingungen, und er unterscheidet diese Karte von der bekannteren Gästekarte im Hochschwarzwald: Jede Leistung gilt einmal pro Tag — nicht einmal pro Aufenthalt. Pro Übernachtung schreibt dir der Gastgeber einen kompletten Nutzungstag gut. Für die Bergbahnen ist es sogar noch großzügiger: Die Sommerbergbahn in Bad Wildbad fährst du laut Anbieter jeden Tag hinauf und hinunter, so oft du willst.
Was das praktisch heißt: Du musst deine Woche hier nicht nach der Karte durchtakten. Das Lieblingsfreibad kannst du sechs Tage hintereinander besuchen, das Palais Thermal auch am Abreisetag noch einmal. Wer schon einmal mit einer Einmal-pro-Aufenthalt-Karte gerechnet hat, merkt den Unterschied sofort.
Ausgegeben wird sie in Baiersbronn, Freudenstadt, Loßburg, Alpirsbach, Pfalzgrafenweiler, Seewald, Bad Wildbad, Forbach, Bühlertal, Bad Peterstal-Griesbach und Bad Rippoldsau-Schapbach. Nicht jedes Haus in diesen Orten macht mit — frag vor der Buchung ausdrücklich nach: „Sind Sie Schwarzwald-Plus-Gastgeber?“ Der Unterschied ist bei einer Familienwoche dreistellig. Leistungsliste und Regeln bei Schwarzwald Plus.
ℹ️ Gut zu wissen: Die Bäder hier haben Altersgrenzen — lies sie, bevor du buchst
Baden-Baden verkauft Wasser, und das seit den Römern. Nur kommen kleine Kinder an das berühmteste davon gar nicht heran. Das ist die häufigste Enttäuschung in dieser Region, und sie ist vermeidbar — hier steht, was wo gilt.
Friedrichsbad, Baden-Baden
ab 14 Jahren, und auch dann nur in Begleitung eines Erwachsenen; allein erst ab 18. Männer und Frauen baden gemeinsam, an fünf Tagen der Woche textilfrei — mittwochs und samstags sind Badetage mit Badekleidung. Der Rundgang kostet 39 Euro und dauert mit Ruhephase etwa drei Stunden. Das ist ein Abend für Eltern, kein Familienprogramm.
Caracalla Therme, Baden-Baden
Zutritt erst ab sieben Jahren, unter 14 nur mit Erwachsenen. Und jetzt der Punkt, der die Urlaubskasse trifft: Es gibt keine Kinderpreise. Ein Achtjähriger zahlt denselben Tarif wie sein Vater — zwei Stunden 21 Euro, der ganze Tag 35 Euro, mit Sauna jeweils fünf Euro mehr. Für eine vierköpfige Familie ist das ein Betrag, den man vorher kennen sollte. Kinder unter sieben können im Haus betreut werden, ins Wasser dürfen sie nicht — frag vorher nach Zeiten und Bedingungen.
Palais Thermal, Bad Wildbad
ab zwölf Jahren. Montags bis freitags öffnet es erst um 13 Uhr, am Wochenende ab 10 Uhr, und vom 22. Juni bis 5. Juli 2026 ist Betriebsruhe. Wer jünger ist, geht nebenan in die Vital Therme — dort sind Kinder jedes Alters willkommen, es gibt Kinderpreise und Familienkarten.
Siebentäler Therme, Bad Herrenalb
wegen Umbau geschlossen. Der Wiedereröffnungstermin ist mehrfach verschoben worden — prüf ihn, bevor du deswegen buchst.
Und die Lösung, die kaum jemand nennt
Baden-Baden hat drei ganz normale städtische Bäder. Im Hardbergbad zahlen Erwachsene 5 Euro, Jugendliche von 6 bis 16 Jahre 3,50 Euro, Kinder unter sechs gar nichts, und es gibt Familienkarten. Dafür bekommst du eine 80-Meter-Rutsche, einen Sprungturm, ein Kinderbecken und einen Spielplatz. Mit der Gästekarte halbiert sich der Preis noch einmal. Für Familien mit kleinen Kindern ist das schlicht das bessere Bad.
⭐ Top-Ausflug: Der Nationalpark ist seit Januar 2026 ein Stück — und er kostet nichts
Elf Jahre lang war der Nationalpark Schwarzwald ein Kuriosum: zwei getrennte Waldstücke mit dreieinhalb Kilometern Lücke dazwischen, weil das Land die Fläche in der Mitte nicht bekam. Seit dem 1. Januar 2026 ist das vorbei — ein Flächentausch von rund 1.300 Hektar hat die beiden Teile verbunden. Aus 10.062 Hektar sind gut 11.200 geworden, und der Park ist zum ersten Mal ein zusammenhängendes Gebiet.
Für dich heißt das vor allem eins: Das größte Ziel dieser Region ist kostenlos. Es gibt keine Kasse, kein Drehkreuz, keine Altersgrenze. Du wanderst über die Grinden — baumfreie Bergheiden, die eher nach Nordschweden aussehen als nach Schwarzwald —, schaust auf eiszeitliche Karseen wie den Wilden See und hörst, wenn du Glück und Geduld hast, das Auerhuhn, wegen dem es hier Wegegebote gibt.
Das Nationalparkzentrum am Ruhestein auf 900 Metern ist der beste Einstieg, und es ist größtenteils gratis: Das Haus, das Kino, der Shop und die spektakuläre Brücke der Wildnis kosten nichts. Nur die interaktive Dauerausstellung ist kostenpflichtig — acht Euro für Erwachsene, kleine Kinder frei. Zwei Dinge, an denen Familien regelmäßig scheitern: Montags ist geschlossen, und im Zentrum wird derzeit nur Bargeld angenommen — Karte geht nicht, das ärgert seit Monaten auch die Einheimischen. Nach den baden-württembergischen Herbstferien geht das Haus bis zum zweiten Advent in die Revision.
Und der Teil, der diese Region von den meisten Bergzielen unterscheidet: Du brauchst kein Auto. Vom ICE-Bahnhof Baden-Baden fährt die Regiobuslinie X45 über Bühlerhöhe, Sand, Unterstmatt und den Mummelsee direkt bis vor die Tür — gut eine Stunde, von Mai bis Oktober täglich im Stundentakt. Mit der KONUS-Gästekarte kostet die Fahrt nichts. Aus Achern, Freudenstadt und Baiersbronn kommen drei weitere Linien an. Geführte Touren mit Rangerinnen und Rangern stehen laufend im Veranstaltungskalender, oft getrennt nach Familien, Kindern und Erwachsenen — aber Anmeldung ist Pflicht, und pro Termin sind nur acht Plätze frei. Wer spontan kommt, geht allein los. Alles beim Nationalpark Schwarzwald.
🤫 Geheimtipp: Drei kostenlose Wege — und für jedes Kinderalter passt ein anderer
Die stärksten Wege im nördlichen Schwarzwald kosten keinen Cent. Sie sind nur unterschiedlich schwer, und genau daran scheitern viele Familien: Man nimmt den falschen und trägt am Ende ein müdes Kind.
Der Lotharpfad ist der einfachste — rund 900 Meter, etwa eine halbe Stunde, direkt an der Schwarzwaldhochstraße. Er führt über Holzstege und Leitern durch die Fläche, die der Orkan Lothar am zweiten Weihnachtstag 1999 umgelegt hat, und zeigt, was in einem Vierteljahrhundert von allein daraus geworden ist. Für Kinderwagen ist er nichts, für Kinder, die laufen können, ein Abenteuer mit Zeitlimit.
Der Wildnispfad ab dem Parkplatz Plättig ist die Stufe darüber: 2,1 Kilometer, rund anderthalb Stunden, schmal, über umgestürzte Stämme und unter Wurzeltellern hindurch. Der Nationalpark selbst schreibt, er sei „besonders gut für Familien mit etwas älteren Kindern“ — Kleinkinder, Kinderwagen und Rollstühle gehören hier nicht hin. Belohnung am Ende ist der Adlerhorst, eine Holzplattform zwischen den Wipfeln.
Der Bohlenweg auf der Hornisgrinde ist der Gegenentwurf: 1.164 Meter hoch, der höchste Berg des Nordschwarzwalds, und trotzdem der einzige dieser drei Wege, der mit Kinderwagen und Rollstuhl funktioniert. Der Weg ist 1,20 Meter breit mit Ausweichstellen und führt quer durch ein Hochmoor, das es so weiter südlich nicht gibt. Oben stehen zwei Türme.
Und wenn du nur eine Sache aus dem Renchtal mitnimmst, dann die Allerheiligen-Wasserfälle: 83 Meter in sieben Kaskaden, erschlossen schon 1840 mit Treppen und Brücken quer durch die Schlucht, darüber die Ruine eines Prämonstratenserklosters. Eintritt frei, Parkplätze kostenlos, ganzjährig offen. Kinderwagen haben in der Schlucht allerdings keine Chance — hier geht es nur mit Trage oder auf eigenen Beinen.
⭐ Top-Ausflug: Bad Wildbad: der Pfad, auf dem der Kinderwagen bis ganz nach oben kommt
Wenn du mit sehr kleinen oder mit sehr unterschiedlich alten Kindern unterwegs bist, ist der Sommerberg über Bad Wildbad die verlässlichste Adresse der Region — weil hier ausnahmsweise niemand ausgeschlossen wird.
Der Baumwipfelpfad Schwarzwald ist 1.250 Meter lang, führt bis in zwanzig Meter Höhe durch die Kronen und endet an einem 40 Meter hohen Aussichtsturm mit Spiralrampe. Pfad und Turm kommen komplett ohne Stufen aus, die Steigung liegt nirgends über sechs Prozent — Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl kommen bis ganz nach oben. Erwachsene zahlen 13,50 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren 11,50 Euro, jüngere gar nichts. Zwei Regeln, die man vorher wissen sollte: Hunde dürfen nicht mit (Assistenzhunde ausgenommen), und die 55 Meter lange Röhrenrutsche im Turminneren ist erst ab sechs Jahren erlaubt — und bei Regen gesperrt. Der Pfad selbst hat auch bei Regen und Schnee offen, dicht macht er nur bei Sturm, Hagel und Eis.
Direkt nebenan spannt sich die WILDLINE über das Tal: 380 Meter Hängebrücke, rund sechzig Meter über dem Boden, täglich bis abends offen, Eintritt um die zehn Euro für Erwachsene und weniger für Kinder ab sechs. Für ältere Kinder liegt außerdem der Bikepark am selben Berg — sechs Abfahrten, Leihmaterial vor Ort, Saison etwa von April bis in den Spätherbst und meist nur Mittwoch bis Sonntag.
Nach oben kommst du mit der Sommerbergbahn, der höchsten Standseilbahn Baden-Württembergs. Wichtig: Die zahlt KONUS nicht, Bergbahnen sind dort ausgeschlossen. Wer aber Schwarzwald Plus hat, fährt Berg- und Talfahrt jeden Tag gratis. Ohne Auto klappt das übrigens gut: mit der Bahn nach Pforzheim, dort in die S6 durchs Enztal bis Bad Wildbad, und die Talstation liegt mitten im Ort.
ℹ️ Gut zu wissen: Baden-Baden kostet fast nichts — wenn du weißt, was du weglässt
Die Stadt gehört seit dem 24. Juli 2021 zum UNESCO-Welterbe: als eine von elf „Great Spa Towns of Europe“, der europäischen Kurstadt-Kultur des 19. Jahrhunderts. Und das Schöne daran ist, dass der Welterbe-Teil, den man wirklich anschauen kann, der billigste ist.
Die Lichtentaler Allee ist knapp drei Kilometer Park am Flüsschen Oos, mit Bänken, Brunnen und Wassertreppen. Sie kostet nichts, sie ist eben, und für einen Nachmittag mit Kinderwagen, Laufrad und Eis ist sie besser als jedes Museum.
Das Alte Schloss Hohenbaden über der Stadt ist ebenfalls frei zugänglich — eine echte, große Burgruine der Markgrafen von Baden, tagsüber offen, abends werden die Tore geschlossen, bei Sturm und Eis kann gesperrt sein. Die Buslinie 215 hält direkt am Parkplatz, hinauf laufen kannst du auch. Nebenan liegen die Battert-Felsen: Kletterer zuschauen ist für Kinder oft spannender als die Ruine selbst.
Der Merkur ist das dritte kostenlose Ziel — allerdings nur, wenn du zu Fuß hinaufgehst. Die Merkurbergbahn ist eine der längsten und steilsten Standseilbahnen Deutschlands (1.192 Meter, bis 58 Prozent Steigung, 370 Höhenmeter) und fährt täglich von 10 bis 22 Uhr. Berg- und Talfahrt kosten 8,50 Euro für Erwachsene und 4,50 Euro für Kinder, die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder 22,50 Euro. Drei Hinweise: Die Bahn ist eine Bergbahn, also gilt KONUS hier nicht. Der Parkplatz an der Talstation ist seit 2026 gebührenpflichtig — die Buslinien 204 und 205 halten keine fünfzig Meter davon entfernt. Und der Aufzug im Aussichtsturm oben war zuletzt außer Betrieb, dann geht es nur über die Treppe: prüf das, wenn du mit Kinderwagen kommst.

Deutschlands berühmteste Spielbank steht in Baden-Baden — und sie ist ein weiteres Beispiel für die Regel, um die sich in dieser Stadt alles dreht: Erst wird nach dem Geburtsjahr gefragt, dann nach dem Geldbeutel. Ins Casino kommt man in Baden-Württemberg nämlich erst ab 21 Jahren. In den meisten anderen Bundesländern reichen 18 — hier schreibt das Landesglücksspielgesetz drei Jahre mehr vor. Ohne Personalausweis oder Reisepass geht gar nichts, auch nicht für Erwachsene.
Und trotzdem kommen deine Kinder hinein: am Vormittag, wenn kein Spielbetrieb läuft, führt das Haus Besucher durch die Säle — und dann dürfen auch Minderjährige und ganze Schulklassen mit. Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder von 6 bis 16 Jahren vier, das Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 25 Euro, mit Gästekarte gibt es einen Euro Nachlass. Es dauert rund vierzig Minuten, es geht durch Räume, die aussehen wie ein Schloss, und Kinder finden es meistens überraschend gut.
Für die ganz Kleinen, die weder ins Casino noch in die Caracalla Therme dürfen, gibt es in der Hermannstraße übrigens die Miniaturwelt — 50 Quadratmeter Modelleisenbahn zum Selbstfahren, mit Spieltischen ab zwei Jahren, Café und Wickeltisch, Eintritt unter fünf Euro. Sie hat nur an wenigen Tagen der Woche geöffnet, schau also vorher nach.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?
Diese Ecke Deutschlands hat nicht einen Ferienkalender, sondern drei. Baden-Württemberg startet mit Bayern immer zuletzt in den Sommer. Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland — alle in Tagesausflugsentfernung — starten zuerst. Und sechzig Kilometer westlich liegt das Elsass, wo ganz Frankreich gleichzeitig in die großen Ferien geht, ohne jede Staffelung. Wer das weiß, sucht sich die richtige Woche aus.

Ende Juni bis Anfang Juli
Die unterschätzte Zeit. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben ab dem 29. Juni 2026 frei, Frankreich noch nicht, Baden-Württemberg noch lange nicht. Unter der Woche ist es am Ruhestein und auf der Hornisgrinde richtig ruhig. Ein Haken für Bad-Wildbad-Fans: Das Palais Thermal ist vom 22. Juni bis 5. Juli 2026 wegen Betriebsruhe zu.

4. bis 29. Juli
Frankreich ist vollständig in den grandes vacances, die baden-württembergischen Familien sitzen noch in der Schule. Werktags merkt man davon wenig — an schönen Wochenenden dagegen sehr viel, weil dann das halbe Elsass über den Rhein kommt. Leg Mummelsee und Schwarzwaldhochstraße auf einen Dienstagvormittag, nicht auf den Sonntag.

30. Juli bis 31. August
Die volle Version. Baden-Württemberg, Bayern, Frankreich und die letzten Nordlichter gleichzeitig. Alles hat offen, alle Busse fahren stündlich — und die Parkplätze am Mummelsee sind an Wochenenden früh voll und im Sommer gebührenpflichtig. Die Nationalparkregion zeigt die Auslastung der Parkplätze live im Netz, schau vor der Abfahrt kurz drauf.

1. bis 12. September
Das beste Zeitfenster der ganzen Region, und kaum jemand nutzt es. Frankreich hat am 1. September Rentrée, der ganze Norden Deutschlands ist längst zurück in der Schule — nur Baden-Württemberg und Bayern haben noch frei. Warmes Wetter, leere Wege, volle Fahrpläne.

Herbstferien
Vorsicht, hier stimmt die übliche Rechnung nicht. Baden-Württemberg hat 2026 nur eine Woche (26. bis 30. Oktober) — aber das Elsass hat vom 17. Oktober bis 2. November Toussaint-Ferien, also durchgehend. Und das Nationalparkzentrum geht direkt nach den BW-Herbstferien bis zum zweiten Advent in die Revision. Wer im Herbst kommt, plant das Zentrum früher ein.

Weihnachtsferien
Schwarzwaldhochstraße im Schnee, Nationalpark still, aber der Busfahrplan ist von November bis April deutlich ausgedünnt. Ohne Auto geht es dann nur mit Blick in den Fahrplan.
Was zu welchem Alter passt
0–6 Jahre
Genau das Alter, das in Baden-Baden vor verschlossenen Türen steht — in die Caracalla Therme kommen Kinder erst ab sieben, ins Friedrichsbad ab vierzehn. Dafür funktioniert alles andere: der Baumwipfelpfad in Bad Wildbad ist komplett stufenlos und mit Kinderwagen bis auf den Turm befahrbar, unter sechs Jahren sogar gratis; der Bohlenweg auf der Hornisgrinde ist barrierefrei; die Vital Therme nimmt jedes Alter; das Hardbergbad hat ein Kinderbecken und lässt unter Sechsjährige frei hinein; und die Lichtentaler Allee ist ein Kilometer Kinderwagen-Idylle. Für Regentage: die Miniaturwelt, ab zwei Jahren.
7–9 Jahre
Jetzt geht die Caracalla Therme auf — rechne aber damit, dass dein Kind den vollen Erwachsenenpreis zahlt, das städtische Freibad ist für dasselbe Geld ein ganzer Tag. Die 55-Meter-Rutsche im Baumwipfelturm ist ab sechs freigegeben, der Lotharpfad mit seinen Stegen und Leitern ist genau richtig, und die Casino-Führung am Vormittag nimmt Kinder ab sechs mit.
10–12 Jahre
Das Alter für den Wildnispfad — 2,1 Kilometer über und unter Sturmholz hindurch, mit der Aussichtsplattform Adlerhorst als Belohnung. Dazu die Allerheiligen-Wasserfälle mit ihren vielen Treppen, die Hängebrücke WILDLINE über dem Tal und die erste richtige Grindenwanderung im Nationalpark.
13–18 Jahre
Ab zwölf öffnet das Palais Thermal in Bad Wildbad, ab vierzehn das Friedrichsbad in Begleitung. Am selben Berg wie der Baumwipfelpfad liegt der Bikepark mit sechs Abfahrten und Leihmaterial vor Ort — das ist für viele Jugendliche der eigentliche Grund mitzukommen. Was auch für diese Altersgruppe gilt: Ins Casino kommt in Baden-Württemberg niemand unter 21, auch nicht mit Eltern.
Eine Woche, in der Baden-Baden nur ein einziger Tag ist
Die Grundregel für diesen Plan: schlafen im Nachbarort, hinfahren nach Baden-Baden. Dann zahlt die Gästekarte die Busse, und die teure Kurstadt bleibt ein Ausflug statt einer Dauerbelastung.
Tag 1 — ankommen
Einchecken in Bühlertal, Forbach, Gernsbach, Bad Wildbad oder Baiersbronn, KONUS-Karte holen (ab jetzt dein Busfahrschein), Ort erkunden, ins Freibad.
Tag 2 — Nationalpark
Mit dem Bus zum Ruhestein. Vormittags die Dauerausstellung im Nationalparkzentrum — nicht montags, und Bargeld einstecken. Nachmittags Brücke der Wildnis und der Lotharpfad, der nur eine halbe Stunde dauert.
Tag 3 — Bad Wildbad
Mit der Sommerbergbahn hinauf, Baumwipfelpfad mit Turm und Rutsche, danach die WILDLINE. Ein Eintritt, ein voller Tag, und mit Kinderwagen kommst du überall hin.
Tag 4 — Baden-Baden
Der eine Stadttag. Lichtentaler Allee, Trinkhalle, hinauf zum Alten Schloss (kostenlos, Bus 215) oder auf den Merkur. Wenn Thermenzeit sein soll, entscheide vorher nach dem Alter deiner Kinder — sonst ins Hardbergbad, das für einen Bruchteil einen ganzen Nachmittag trägt.
Tag 5 — Höhe und Wasser
Hornisgrinde mit dem Bohlenweg durchs Hochmoor, Mummelsee dazu — werktags vormittags, dann ist es leer. Wer mag, hängt die Wanderung zum Wildsee an.
Tag 6 — Allerheiligen
Wasserfälle und Klosterruine im Lierbachtal, Eintritt und Parken kostenlos. Ein halber Tag, der Rest gehört dem Lieblingsfreibad — mit Schwarzwald Plus darfst du da jeden Tag wieder hinein.
Tag 7 — Joker und Abreise
Bei Regen das Palais Thermal (ab 12) oder die Vital Therme (jedes Alter), bei Sonne noch einmal in den Wald. Auch heute gilt die Gästekarte — die Fahrt zum Bahnhof zahlt sie mit.
Der nördliche Schwarzwald bei Regen
Am Ruhestein liegst du auf 900 Metern, und das Wetter wechselt hier schneller, als eine Wanderung dauert. Ein Regenplan gehört also dazu — die gute Nachricht ist, dass er hier ungewöhnlich gut aussieht.
Der beste Regentag ist der Nationalpark selbst. Die Dauerausstellung im Nationalparkzentrum füllt mit rund tausend Quadratmetern und einem eigenen Kino problemlos einen halben Tag, und das Haus drumherum kostet nichts. Zwei Bedingungen: montags ist zu, und du brauchst Bargeld an der Kasse.
Der Baumwipfelpfad hat bei Regen offen — Wald von oben im Nieselregen ist mit Regenjacke ein eigenes Erlebnis. Nur die Turmrutsche wird dann gesperrt, und bei Sturm, Hagel oder Eis schließt die ganze Anlage. Sag das den Kindern vorher, sonst gibt es oben Tränen.
Wasser gegen Wasser
Für Familien mit gemischten Altern ist die Vital Therme in Bad Wildbad die unkomplizierteste Wahl — jedes Alter darf hinein, es gibt Kinderpreise und Familienkarten. Das Palais Thermal nebenan ist schöner, aber erst ab zwölf und werktags erst ab 13 Uhr. Die Caracalla Therme in Baden-Baden hat täglich von 8 bis 22 Uhr offen, ab sieben Jahren und ohne Kinderrabatt.
Kunst, wenn die Kinder älter sind
Das Museum Frieder Burda an der Lichtentaler Allee ist dienstags bis sonntags offen, Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen zwei Euro, Jugendliche sechs, unter fünf ist frei — und es gibt ein Familienticket sowie ein Kombiticket mit der Staatlichen Kunsthalle nebenan.
Und der Tipp der Einheimischen
Die Allerheiligen-Wasserfälle sind bei Regen am schönsten, weil sie dann am meisten Wasser führen. Sie sind ganzjährig frei zugänglich. Gummistiefel an, Treppen runter — das ist der bessere Nachmittag als das dritte Café.
Wie du hinkommst
Baden-Baden hat einen ICE-Halt an der Rheintalbahn, allerdings liegt der Bahnhof im Stadtteil Oos ein paar Kilometer außerhalb — vom Bahnsteig fahren mehrere Buslinien in die Innenstadt. Genau dort startet auch die Regiobuslinie X45, die dich in gut einer Stunde über die Schwarzwaldhochstraße und den Mummelsee bis vor das Nationalparkzentrum am Ruhestein bringt; von Mai bis Oktober fährt sie täglich im Stundentakt. Nach Bad Wildbad geht es über Pforzheim und die S6 durchs Enztal, ins Murgtal über Rastatt Richtung Forbach und Freudenstadt — für diese Strecke wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 nach Öffnung des Rastatter Tunnels das Angebot umgebaut, prüf also vor der Reise, welche Linie tatsächlich fährt. Wer mit dem Auto kommt: Die Schwarzwaldhochstraße ist an schönen Wochenenden voll, die Parkplätze am Mummelsee sind im Sommer gebührenpflichtig und früh belegt. Die Nationalparkregion zeigt die Auslastung der wichtigsten Parkplätze live im Netz.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Baden-Baden und nördlicher Schwarzwald mit Kindern?
Nach den Klimadaten sind es die Pfingstferien. Nach den Klimawerten sind die Pfingstferien der ausgewogenste Zeitraum: rund 23,3 °C tagsüber, im Schnitt 14 Regentage im Monat. Anreise: mit dem Auto oder mit der Bahn. Preisniveau: mittel.
Kommt man vor Ort ohne Auto zurecht?
Nur eingeschränkt. Die sehenswerten Ecken liegen auseinander, und der Nahverkehr fährt dort seltener als in der Stadt. Wer ohne Auto anreist, sollte sich auf einen Standort und dessen Umgebung beschränken.
Wie kommt man hin?
Baden-Baden und nördlicher Schwarzwald erreichst du mit dem Auto oder der Bahn. Die Details stehen oben unter „Wie du hinkommst“.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6 und NASA POWER. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Tourismus Baden-Württemberg (offizielles Landesportal)
- Nationalpark Schwarzwald: Nationalparkzentrum Ruhestein
- Nationalpark Schwarzwald: Anreise mit dem ÖPNV
- Schwarzwald Tourismus: KONUS-Gästekarte und Ortsliste
- Schwarzwald Plus: Spielregeln und Nutzungsbedingungen
- Caracalla Therme Baden-Baden: Preise und Hausregeln
- Friedrichsbad Baden-Baden: häufige Fragen und Altersgrenzen
- Palais Thermal Bad Wildbad: Preise und Infos
- Baumwipfelpfad Schwarzwald: Besucherinformationen
- Stadtwerke Baden-Baden: MerkurBergbahn und Schwimmbäder
- Nationalparkregion Schwarzwald: Parkplatzauslastung live
Stand dieser Seite. Zuletzt geprüft am 2. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Einzelne ausdrücklich gekennzeichnete Praxistipps („Aus eigener Erfahrung“) beruhen auf eigener Erfahrung; alle übrigen Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.
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