Nürnberg mit Kindern

Nürnberg lohnt sich für Familien, die eine Großstadt mit kurzen Wegen suchen. Zwei bis drei Tage reichen, weil die Altstadt zu Fuß machbar ist und der Rest an einer U-Bahn-Achse liegt.
Im Hochsommer werden es rund 24,7 °C, im Januar etwa 3,6 °C. Anreise mit der Bahn oder dem Auto; eine Umweltplakette brauchst du hier nicht, Nürnberg hat keine Umweltzone. Für Kinder jeden Alters, mit einer wichtigen Einschränkung beim Thema NS-Geschichte.
Der beste Preis der Stadt: Auf der Kaiserburg zahlen alle unter 18 gar nichts. Zwanzig Euro für die Familie, Turm und Tiefer Brunnen inklusive.
Tiergarten, Spielzeugmuseum, DB-Museum und die Burg tragen mehrere Familientage — vom Kleinkind bis zur Oberstufe.
Nürnberg ist die Stadt mit den unübersichtlichsten Ruhetagen Deutschlands. Das klingt nach einer Nebensache, ist aber der Grund, warum hier mehr Familientage schiefgehen als anderswo: Ein Haus schließt montags, das nächste montags und dienstags, und ein drittes ausgerechnet dienstags. Wer das vorher sortiert, bekommt eine sehr gute Familienstadt.
Wie warm ist es in deinen Ferien?
Für eine Städtereise entscheidet das Wetter selten, ob sich die Fahrt lohnt. In Nürnberg gibt es allerdings zwei Häuser, die bei Hitze tatsächlich zumachen, und ein Ziel, das nur im Sommerhalbjahr läuft. Wähl unten dein Bundesland, dann rechnen wir Temperatur und Regentage auf deine echten Ferientermine um. Im Reiseziel-Finder kannst du Nürnberg danach mit anderen Zielen vergleichen.
Dieselben Werte für dein Bundesland
Wer hat in diesen Ferien noch frei?
Große Ziele sind voller, je mehr Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Wähl aus, wann du fahren willst — darunter steht, mit wem du unterwegs bist.
Wähl oben dein Bundesland, dann rechnen wir es aus.
Nürnberg in drei Tagen
Die drei Tage sind nach Ruhetagen sortiert, nicht nach Beliebtheit. Das ist hier ausnahmsweise die richtige Reihenfolge.
| Tag | Schwerpunkt | Ruhetag? |
|---|---|---|
| Tiere | Tiergarten im Osten | keiner, 365 Tage offen |
| Burg und Altstadt | Kaiserburg, Spielzeugmuseum, Felsengänge | Spielzeugmuseum montags zu |
| Technik | DB-Museum und Planetarium | DB-Museum montags und dienstags zu |
Tag 1: Tiergarten, und sonst nichts
Vormittag: Tiergarten Nürnberg ab der Öffnung um 8:30 Uhr, ein weitläufiger Landschaftszoo am Waldrand.
Mittagspause: im Tiergarten, das Gelände hat mehrere Stationen.
Nachmittag: der Rest des Geländes, Bionicum im Naturkundehaus und die Kleinbahn.
Weg: normalerweise Tram 5 oder 11, aber sieh vorher unter Tiergarten nach.
Kosten: 47,50 Euro Familienkarte, das Bionicum ist enthalten.
Tausch bei Regen: das Bionicum und die Tierhäuser tragen ein paar Stunden, ein voller Regentag ist es nicht.
Alternative am Ruhetag: entfällt, der Tiergarten hat 365 Tage im Jahr offen.
Tag 2: Burg, Spielzeug und Untergrund
Vormittag: Kaiserburg mit Sinwellturm und Tiefem Brunnen, Kinder bis 18 kostenlos.
Mittagspause: am Hauptmarkt oder in der Bergstraße.
Nachmittag: Spielzeugmuseum, danach eine Führung durch die Historischen Felsengänge.
Weg: alles im Umkreis von zehn Gehminuten, die Altstadt ist klein.
Kosten: 20 Euro Burg plus 16 Euro Spielzeugmuseum.
Tausch bei Regen: die Felsengänge sind ohnehin unter der Erde und wetterunabhängig.
Alternative am Ruhetag: montags ist das Spielzeugmuseum zu, dann Burg und Felsengänge verlängern.
Tag 3: Technik und Sterne
Vormittag: DB-Museum am Opernhaus, das Museum für Kommunikation ist im selben Ticket.
Mittagspause: rund um den Hauptbahnhof oder im Brotzeitraum des Museums.
Nachmittag: Planetarium am Plärrer, oder im Sommer das Erfahrungsfeld an der Pegnitz.
Weg: U-Bahn, zwei bis drei Stationen.
Kosten: 20 Euro Familienticket im DB-Museum, dazu je nach Wahl 25 oder 29 Euro.
Tausch bei Regen: beide Ziele sind drinnen, der Tag funktioniert unverändert.
Alternative am Ruhetag: montags und dienstags ist das DB-Museum zu, dann Naturhistorisches Museum oder Tiergarten.
Wer nur zwei Tage hat
Die zwei stärksten Bausteine sind andere als die ersten zwei eines Drei-Tage-Plans. Wähl den Plan, der zu dir passt.
Zum ersten Mal in Nürnberg
Tag eins Burg und Altstadt, Tag zwei Tiergarten. Damit hast du das Bild der Stadt und den stärksten Familienort gesehen, und beide Tage funktionieren unabhängig vom Wochentag.
Mit Kindern unter sechs
Tiergarten und Spielzeugmuseum. Der Tiergarten verleiht Kinderwagen für fünf Euro, und das Spielzeugmuseum hat einen eigenen Museumsspielplatz im Freien.
Wenn Technik zündet
DB-Museum am ersten Tag, Planetarium und Felsengänge am zweiten. Achte hier besonders auf die Ruhetage.
Bei schlechter Aussicht
DB-Museum am ersten Tag, Spielzeugmuseum und Naturhistorisches Museum am zweiten. Alles drinnen, zusammen 48 Euro für die ganze Familie.
Was ein Tag wirklich kostet
Hier die Rechnung für zwei Erwachsene und zwei Kinder von 8 und 11 Jahren, jeweils nur der Eintritt:
| Ein Tag mit … | Eintritt für alle vier |
|---|---|
| Straße der Menschenrechte und Burggarten | 0 Euro beides frei zugänglich |
| Naturhistorischem Museum | 12 Euro Familienkarte; freitags ab 17 Uhr halber Preis |
| Germanischem Nationalmuseum | 14 Euro Kleingruppenkarte; mittwochs ab 17:30 Uhr frei |
| Spielzeugmuseum | 16 Euro zwei Kleingruppenkarten statt 20 Euro einzeln |
| DB-Museum und Museum für Kommunikation | 20 Euro Familienticket, beide Häuser in einem |
| Kaiserburg, Gesamtkarte | 20 Euro alle unter 18 kostenlos |
| Planetarium | 25 Euro mit Kleingruppenrabatt |
| Erfahrungsfeld der Sinne | 29 Euro Familientarif; nur im Sommerhalbjahr |
| Tiergarten Nürnberg | 47,50 Euro Familienkarte statt 61,60 Euro einzeln |
Dazu kommen 15,50 Euro Nahverkehr am Tag mit dem TagesTicket Plus, das alle vier abdeckt. Mehr dazu unter Nahverkehr.
Damit ist Nürnberg die günstigste der großen Familienstädte in diesem Vergleich: Sieben der neun Bausteine liegen unter 30 Euro. Drei Tage nach dem Plan oben kosten zusammen 103,50 Euro Eintritt für die ganze Familie.
Unterkunft, Essen, Anreise und zeitlich begrenzte Aktionspreise sind nicht enthalten.
Wo du im Stadtgebiet am besten wohnst
Nürnberg ist klein genug, dass alle drei Lagen funktionieren. Sie unterscheiden sich vor allem im Preis und in der Ruhe.
Altstadt zwischen Hauptmarkt und Burg
Burg, Spielzeugmuseum, Felsengänge und Lochgefängnisse sind zu Fuß erreichbar, und mit müden Kindern kannst du mittags zurück ins Zimmer. Der Nachteil ist das Parken: Die Parkhäuser der Altstadt kosten bis zu 20 Euro am Tag, und zwei von ihnen lassen nur Fahrzeuge bis zwei Meter Höhe hinein. Von Ende November bis Heiligabend steht außerdem der Christkindlesmarkt direkt vor der Tür.
Bahnhofsviertel rund um Hauptbahnhof und Opernhaus
DB-Museum und Museum für Kommunikation liegen wenige Gehminuten entfernt, das Germanische Nationalmuseum ebenfalls, und bei Anreise mit der Bahn entfällt jeder Transfer. Der Nachteil: Es ist die lauteste und abends unruhigste der drei Lagen.
Stadtrand an einer U-Bahn-Achse
die günstigste Variante, meist mit eigenem Parkplatz, und die Park-and-ride-Anlagen der Verkehrsbetriebe sind mit gültigem Ticket bis zu 48 Stunden kostenlos. Der Nachteil ist ehrlich zu nennen: Abends passiert vor Ort nichts, und zu Messezeiten ziehen genau hier die Preise an.
Was zu welchem Alter passt
0–5 Jahre
Der Tiergarten ist die klare Nummer eins: ein Landschaftszoo am Waldrand mit viel Platz, für Kinder unter vier kostenlos, und wenn die Beine nicht mehr wollen, verleiht der Tiergarten Kinderwagen für fünf Euro. Dazu das Spielzeugmuseum, das nicht nur Vitrinen hat, sondern Spielflächen im Haus und einen eigenen Museumsspielplatz im Freien. Kinder unter vier zahlen dort nichts. Und der Burggarten kostet ohnehin nichts.
6–9 Jahre
Jetzt zündet das DB-Museum mit dem Kinder-Bahnland KIBALA, und das Familienticket für 20 Euro schließt das Museum für Kommunikation im selben Haus mit ein. Zwei Hinweise: Kinderwagen dürfen aus Brandschutzgründen nicht ins KIBALA, und ab 31 Grad Innentemperatur bleibt es geschlossen. Dazu die Kinderführung durch die Felsengänge, die der Betreiber für 6- bis 10-Jährige empfiehlt.
10–13 Jahre
Das Alter für die Kaiserburg mit dem Sinwellturm, 113 Stufen hoch, und dem Tiefen Brunnen, in den bei jeder Führung eine Kamera hinabfährt. Kinder und Jugendliche bis 18 zahlen dort nichts. Dazu das Planetarium, dessen Shows nach Alter freigegeben sind, und das Naturhistorische Museum, das mit zwölf Euro Familienkarte zu den günstigsten Häusern der Stadt gehört.
14–18 Jahre
Erst in diesem Alter wird Nürnberg zur Stadt der Zeitgeschichte, und zwar nach ausdrücklicher Empfehlung der Häuser selbst. Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und das Memorium Nürnberger Prozesse empfehlen den Besuch ab 14 Jahren; Details dazu stehen weiter unten. Dazu die Straße der Menschenrechte neben dem Germanischen Nationalmuseum, die in jedem Alter funktioniert, weil sie draußen liegt und nichts kostet.
Die fünf Dinge, die deine Planung retten
Fünf Eigenheiten entscheiden in Nürnberg über gelungene Tage. Hier die Kurzfassung, alle Zahlen stehen in der Vertiefung darunter.
1. Die Ruhetage
Es gibt keinen einheitlichen. Das DB-Museum hat montags und dienstags zu, das Memorium ausgerechnet dienstags. → Details
2. Die Burg ist für Kinder gratis
Alle unter 18 kommen kostenlos hinein, Turm und Tiefer Brunnen inklusive. Online buchen geht allerdings nicht. → Details
3. Der Tiergarten hat 2026 zwei Einschränkungen
Die Straßenbahn dorthin fährt bis Mitte September nicht, und die Delfinlagune ist Baustelle. → Details
4. Das TagesTicket Plus
Ein Ticket für 15,50 Euro deckt bis zu sechs Personen ab, und samstags gekauft gilt es auch am Sonntag. → Details
5. NS-Geschichte hat ein Mindestalter
Die Häuser selbst sagen, dass ihre Ausstellungen für Kinder unter 14 nicht geeignet sind. → Details
Was nicht in jedem Reiseführer steht
📅 Der Ruhetag, den es in Nürnberg nicht gibt
In den meisten Städten reicht ein Satz: montags ist zu. In Nürnberg braucht es eine Tabelle, und wer sie überspringt, verliert einen Reisetag.
| Haus | Geschlossen |
|---|---|
| DB-Museum und Museum für Kommunikation | montags und dienstags |
| Memorium Nürnberger Prozesse | dienstags, montags offen |
| Spielzeugmuseum, Stadtmuseum, Naturhistorisches Museum, Germanisches Nationalmuseum | montags |
| Tiergarten, Kaiserburg, Felsengänge, Dokumentationszentrum | kein Ruhetag |
Ein Montag in Nürnberg ist also machbar, aber nur mit dem richtigen Programm: Tiergarten, Kaiserburg und Felsengänge haben offen. In den Wochen des Christkindlesmarkts öffnen Spielzeugmuseum und Stadtmuseum zusätzlich montags, und das Albrecht-Dürer-Haus tut das von Juli bis September ohnehin.
Ein Dienstag ist der schwierigere Tag, weil dann das DB-Museum und das Memorium gleichzeitig ausfallen. Leg den Dienstag auf Burg, Tiergarten oder Museen der Altstadt.
🏰 Top-Ausflug: Auf der Kaiserburg zahlen Kinder nichts
Die Kaiserburg ist das seltene Beispiel einer berühmten Sehenswürdigkeit, die für Familien tatsächlich günstig ist. Die Gesamtkarte kostet Erwachsene 10 Euro, ermäßigt neun, und Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kommen kostenlos hinein. Für eine vierköpfige Familie sind das 20 Euro.
In der Gesamtkarte stecken vier Dinge: der Palas mit der Doppelkapelle, das Kaiserburg-Museum, der Tiefe Brunnen und der Sinwellturm. Wer nur zwei davon will, zahlt weniger: Palas und Museum kosten sieben Euro, Brunnen und Turm allein vier.
Der Tiefe Brunnen ist der Programmpunkt, den Kinder behalten. Er ist nur mit Führung zugänglich, und die ist im Eintritt enthalten. Bei jeder Führung fährt eine Kamera in die Tiefe, damit man sieht, wie weit es hinuntergeht. Der Sinwellturm daneben hat 113 Stufen und oben eine Aussichtsplattform.
Zwei Dinge, die du vorher wissen solltest. Erstens: Eine Online-Bestellung von Eintrittskarten ist nicht möglich, Tickets gibt es nur an der Kasse im äußeren Burghof, bar oder mit Karte. Das heißt auch, dass du nichts reservieren kannst. Zweitens: Der Palas im Obergeschoss und die Doppelkapelle sind nur über Treppen erreichbar.
Geöffnet ist von April bis September täglich von 9 bis 18 Uhr, von Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr, jeweils mit letztem Einlass rund eine Stunde vor Schluss. Einen Wochenruhetag gibt es nicht. Der Burggarten kostet nichts und ist im Sommerhalbjahr ein eigener Grund, hinaufzugehen.

Die NÜRNBERG CARD gilt 48 Stunden und enthält den Eintritt in über 27 Museen sowie die freie Fahrt im Stadtgebiet. Erwachsene zahlen 38 Euro, Kinder 12 Euro, für eine vierköpfige Familie also 100 Euro.
Die Gegenrechnung für zwei volle Tage in Eigenregie: Tiergarten 47,50 Euro, Kaiserburg 20 Euro, DB-Museum 20 Euro, dazu zweimal TagesTicket Plus für 31 Euro. Zusammen 118,50 Euro. Die Karte spart in dieser Kombination also rund 18 Euro.
Aber Achtung bei einer Altersgrenze, die richtig weh tut: Der Kinderpreis von 12 Euro gilt nur von 6 bis 11 Jahren. Ein zwölfjähriges Kind zahlt bereits die vollen 38 Euro. Für eine Familie mit einem Zwölfjährigen kippt die Rechnung damit sofort ins Gegenteil.
Und die zweite Bedingung: Sie lohnt sich nur, wenn du wirklich zwei dichte Museumstage planst. Wer einen Tag im Tiergarten verbringt und den zweiten in der Altstadt spazieren geht, zahlt mit Einzeltickets weniger. Rechne nach, bevor du sie kaufst.
🐧 Der Tiergarten 2026: großartig, aber mit zwei Sternchen
Der Tiergarten Nürnberg ist ein Landschaftszoo am Rand des Reichswalds, weitläufig und schattig, und damit auch an heißen Tagen erträglich. Er hat 365 Tage im Jahr offen, von Ende März bis Anfang Oktober von 8:30 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr.
Die Preise seit Februar 2026: Erwachsene 21 Euro, Jugendliche von 14 bis 17 Jahren 15,80 Euro, Kinder von 4 bis 13 Jahren 9,80 Euro, unter vier kostenlos. Die Familienkarte kostet 47,50 Euro und gilt für zwei Eltern oder Großeltern mit den eigenen Kindern bis 17; einzeln wären es 61,60 Euro. Für Alleinerziehende gibt es die Teilfamilienkarte für 26,50 Euro.
Im Eintritt enthalten ist das Bionicum im Naturkundehaus, in dem es um Bionik geht und an Wochenenden sowie in den bayerischen Schulferien Roboter-Shows laufen. Die Kleinbahn kostet extra, aber wenig: 2,50 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder, jeweils eine Rundfahrt.
Zwei Einschränkungen im Tiergarten, die 2026 gelten
Die Anfahrt: Wegen Bauarbeiten fahren bis zum 14. September 2026 keine Straßenbahnen zwischen Hauptbahnhof und Tiergarten. Die Linien 5 und 11 entfallen, stattdessen fahren die Ersatzbusse E5 und E11, werktags etwa im Fünf-Minuten-Takt. Es geht also, es dauert nur länger und ist mit Kinderwagen unbequemer.
Die Tiere: Das Giraffenhaus wird bis Frühjahr 2027 saniert, Giraffen und Totenkopfäffchen sind währenddessen nicht zu sehen. Und die Delfinlagune ist in einer Bauphase: Die Delfine sind da, aber nur innen im Delfinarium und vom Unterwassergang aus zu sehen, die Besuchertribünen in der Lagune sind geschlossen. Ob am Besuchstag Präsentationen stattfinden, steht auf den Infomonitoren vor Ort. Wer wegen einer Delfinvorführung anreist, sollte das wissen.
🚇 Gut zu wissen: Ein Ticket für die ganze Familie
Der Nürnberger Verkehrsverbund hat für Familien das einfachste Angebot der fünf Städte auf dieser Seite. Es heißt TagesTicket Plus und kostet in der Preisstufe A, die das gesamte Stadtgebiet einschließlich Tiergarten abdeckt, 15,50 Euro.
Die Regel dazu lautet im Wortlaut des Verbunds: Das TagesTicket Plus gilt für ein bis sechs Personen, von denen höchstens zwei älter als 18 Jahre sein dürfen, und Kinder bis zum sechsten Geburtstag werden nicht mitgezählt.
Das heißt: Zwei Erwachsene mit vier Kindern zwischen 6 und 18 passen vollständig auf ein Ticket, und ein Dreijähriger fährt zusätzlich mit. Für eine vierköpfige Familie ist das die einfachste Rechnung dieser Seite.
| Ticket, Preisstufe A | Preis |
|---|---|
| TagesTicket Solo | 10,60 Euro eine Person |
| TagesTicket Plus | 15,50 Euro bis zu sechs Personen, davon höchstens zwei über 18 |
| Einzelfahrkarte | 3,65 Euro Kind 1,82 Euro; am Automaten etwas mehr |
Der Bonus, den kaum jemand kennt: Beide TagesTickets gelten, samstags gekauft, auch noch am Sonntag. Ein Wochenendbesuch kostet damit 15,50 Euro Nahverkehr für zwei Tage und vier Personen.
Zwei Hinweise noch. Beim TagesTicket Plus zählen Mitfahrer bis zum 18. Geburtstag als Kind, die sonst übliche Grenze von 15 Jahren gilt hier nicht. Und das Deutschlandticket kostet 63 Euro im Monat, erlaubt aber keine Mitnahme weiterer Personen; Kinder ab sechs brauchen damit ein eigenes Ticket.
🕯️ Ehrlich zur NS-Geschichte: Nürnberg hat dafür kein Familienangebot
Nürnberg war Schauplatz der Reichsparteitage und später der Nürnberger Prozesse, und beides ist heute Ausstellung. Familien stellen sich deshalb zu Recht die Frage, ab wann das für Kinder passt. Die Antwort kommt hier ausnahmsweise nicht von uns, sondern von den Häusern selbst.
Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände schreibt wörtlich, dass seine Ausstellung für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet ist. Für Schulklassen empfiehlt es den Besuch erst ab der achten Jahrgangsstufe, und auch nur, wenn das Thema im Unterricht behandelt wurde. Ein Kinder- oder Familienformat gibt es dort nicht. Seit Mai 2026 ist das Haus wieder vollständig geöffnet, mit einer neuen Dauerausstellung.
Das Memorium Nürnberger Prozesse formuliert es eine Spur offener: Es empfiehlt den Besuch ebenfalls ab 14 Jahren und rät davon ab, Kinder mitzubringen, die sich noch nicht mit dem Nationalsozialismus beschäftigt haben. Eine Altersbeschränkung gibt es dort aber nicht, die Entscheidung liegt bei den Eltern. Rechne mit anderthalb bis zwei Stunden. Der historische Saal 600 wird seit 2020 nicht mehr für Verhandlungen genutzt und ist deshalb an allen Öffnungstagen zugänglich, sofern dort keine Veranstaltung läuft. Ruhetag ist der Dienstag.
Was beim Thema mit jüngeren Kindern trägt
Das ist die Straße der Menschenrechte neben dem Germanischen Nationalmuseum: 27 weiße Pfeiler von acht Metern Höhe, auf denen je ein Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht, auf Deutsch und in einer weiteren Sprache. Sie ist frei zugänglich, liegt draußen, kostet nichts und lässt sich in fünf Minuten oder in einer halben Stunde begehen. Für ein Gespräch über das Thema ist sie mit Grundschulkindern der bessere Ort als jede Ausstellung.

Unter der Nürnberger Altstadt liegt ein Labyrinth aus Kellern, das ältere ist als fast alles darüber. Seit dem 14. Jahrhundert gruben die Bürger Gewölbe in den weichen Buntsandstein, auf dem die Stadt steht — nicht aus Abenteuerlust, sondern weil jedes Haus mit Braurecht einen Bierkeller brauchte.
Im Zweiten Weltkrieg wurden dieselben Gänge zu Luftschutzkellern, und in einem Teil davon lagerte man die Kunstschätze der Stadt ein. Deshalb gibt es heute zwei verschiedene Führungen unter der Erde, die man leicht verwechselt: die Historischen Felsengänge ab Bergstraße 19 und den Historischen Kunstbunker ab Oberer Schmiedgasse.
Die Felsengänge kosten Erwachsene 13 Euro, ermäßigt zehn; sonntags gibt es eine Familienkarte für 30 Euro. Die Führung dauert eine Stunde und startet Montag bis Freitag stündlich von 11 bis 17 Uhr. Für Kinder gibt es die eigene Schatzsuche, sonntags um 11:30 Uhr und in den Ferien fast täglich, für zehn Euro pro Person; der Betreiber empfiehlt sie für 6- bis 10-Jährige.
Drei Dinge zum Merken: Unten sind es das ganze Jahr über 8 bis 10 Grad, also auch im August eine Jacke einpacken. Die Anlage ist nicht barrierefrei, mit Kinderwagen kommst du nicht hinunter. Und wer unter Platzangst leidet, lässt es besser.
Welche Ferien passen zu welcher Reiseform?

Sommerferien
Bayern hat 2026 vom 3. August bis 14. September frei, deutlich später als der Rest der Republik. In diesem Fenster läuft alles: Das Erfahrungsfeld hat noch bis zum 13. September offen, der Tiergarten bis 18 Uhr, und im Spielzeugmuseum läuft die Ausstellung zur Geschichte der Computerspiele. Wer aus Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen im Juli kommt, trifft eine Stadt, in der die Einheimischen noch zur Schule gehen — angenehm leer.

Herbstferien
Bayern hat nur vom 2. bis 6. November frei, eine einzige Woche und die späteste im Land. Das Erfahrungsfeld ist dann längst geschlossen, das Freigelände des DB-Museums nur noch bis zum 8. November. Ein Herbstbesuch in Nürnberg ist ein Museums- und Burgbesuch, und das funktioniert gut.

Weihnachtsferien
Vom 24. Dezember bis 8. Januar. Der Christkindlesmarkt läuft vom 27. November bis 24. Dezember auf dem Hauptmarkt, täglich von 10 bis 21 Uhr, am Heiligabend nur bis 14 Uhr; daneben gibt es die Kinderweihnacht. Die bayerischen Ferien beginnen also erst, wenn der Markt schließt. Wer ihn sehen will, kommt vorher.

Winter- und Osterferien
Bayern hat vom 16. bis 20. Februar Frühjahrsferien und vom 30. März bis 10. April Osterferien. Beides sind gute Museumszeiten; die Kaiserburg hat im Winterhalbjahr allerdings nur von 10 bis 16 Uhr offen, der Tag ist also kurz.
Die genauen Termine für alle Bundesländer stehen auf den Ferienterminseiten, die für Bayern auf der bayerischen Ferienseite.
Nürnberg bei Regen
Nürnberg ist eine gute Regenstadt, solange du nicht am falschen Tag kommst.
Der stärkste Regentag ist das DB-Museum am Opernhaus. Das Familienticket kostet 20 Euro für zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern und schließt das Museum für Kommunikation im selben Haus mit ein. Zwei Häuser, ein Preis. Montags und dienstags geschlossen.
Der Klassiker ist das Spielzeugmuseum in der Karlstraße. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, Kinder von 4 bis 18 Jahren 2,50 Euro; mit zwei Kleingruppenkarten kommt eine vierköpfige Familie auf 16 Euro. Das Haus rechnet selbst mit Aufenthalten zwischen einer Stunde und einem ganzen Tag.
Der günstigste ist das Naturhistorische Museum in der Norishalle: Familienkarte zwölf Euro, freitags zwischen 17 und 20 Uhr sogar zum halben Preis. Ein Hinweis, der im Sommer wichtig wird: Das Haus ist nicht klimatisiert und bleibt bei extremer Hitze geschlossen. Bei angekündigter Hitze also vorher anrufen.
Wetterunabhängig im Wortsinn sind die Historischen Felsengänge mit ihren konstanten 8 bis 10 Grad. Für ältere Kinder das Ziel mit dem größten Erzählwert.
Und das verlässlichste Ziel bei Hitze ist das Planetarium am Plärrer: klimatisiert, ganzjährig etwa 23 Grad. Es hat allerdings keinen normalen Öffnungsbetrieb, sondern nur Vorstellungszeiten; schau vorher in den Spielplan, dort steht auch, ab welchem Alter die jeweilige Show freigegeben ist.
Weitere Ideen für nasse Tage stehen in unserer Sammlung zu Regentagen in den Ferien.
🎒 Ausflugsziele in und um Nürnberg
Was sich von Nürnberg aus an einem Tag machen lässt.
Wie du hinkommst
Mit der Bahn
Nürnberg ist einer der wichtigsten Fernverkehrsknoten Süddeutschlands. München ist in gut einer Stunde erreicht, Frankfurt in zwei, Berlin in knapp drei. Der Hauptbahnhof liegt direkt am Rand der Altstadt, das Königstor ist gegenüber. Für Familien ist die Bahn hier die naheliegende Wahl.
Mit dem Auto und Parken
Der wichtigste Unterschied zu München: Nürnberg hat keine Umweltzone und kein Dieselfahrverbot, eine Umweltplakette wird nicht benötigt. In München ist beides Pflicht. Dafür ist Parken in der Altstadt teuer. Straßenparken kostet dort 2,50 Euro je Stunde, die zentralen Parkhäuser bis zu 20 Euro am Tag, und mehrere von ihnen lassen nur Fahrzeuge bis zwei Meter Höhe hinein. Günstiger fährst du mit den Park-and-ride-Anlagen der Verkehrsbetriebe: Mit gültigem Nahverkehrsticket ist das Parken dort bis zu 48 Stunden kostenlos.
Vor Ort ohne Auto
Das funktioniert für alles auf dieser Seite. U-Bahn, Tram und Bus decken das Stadtgebiet ab, ein TagesTicket Plus für 15,50 Euro reicht der ganzen Familie. Die Einschränkung bis zum 14. September 2026 betrifft nur die Straßenbahn zum Tiergarten; dort fahren Ersatzbusse.
Die Ausnahmen
Für Freizeitparks im Umland ist das Auto bequemer. Wer mehr von Franken sehen will, findet die Nachbarn auf unseren Seiten zu Bayreuth, Coburg, Rothenburg ob der Tauber und Regensburg, dazu der Überblick über Bayern.
Häufige Fragen
Welchen Ruhetag haben die Nürnberger Museen?
Es gibt keinen einheitlichen, und das ist die häufigste Fehlplanung. Das DB-Museum und das Museum für Kommunikation haben montags und dienstags zu, das Memorium Nürnberger Prozesse dienstags, die übrigen Museen montags. Tiergarten, Kaiserburg, Felsengänge und Dokumentationszentrum haben keinen Ruhetag.
Was kostet die Kaiserburg für eine Familie?
Zwanzig Euro. Erwachsene zahlen zehn Euro für die Gesamtkarte, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kommen kostenlos hinein. Enthalten sind Palas mit Doppelkapelle, Kaiserburg-Museum, Sinwellturm und der Tiefe Brunnen samt Führung. Tickets gibt es nur an der Kasse, eine Online-Bestellung ist nicht möglich.
Ab welchem Alter ist das Reichsparteitagsgelände für Kinder geeignet?
Das Dokumentationszentrum schreibt selbst, dass seine Ausstellung für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet ist, und bietet keine Kinder- oder Familienführungen an. Das Memorium Nürnberger Prozesse empfiehlt den Besuch ebenfalls ab 14, überlässt die Entscheidung aber den Eltern. Mit jüngeren Kindern ist die frei zugängliche Straße der Menschenrechte der bessere Ort für das Thema.
Kommst du in Nürnberg ohne Auto zurecht?
Ja. Die Altstadt ist zu Fuß machbar, alles andere liegt an U-Bahn oder Tram, und ein TagesTicket Plus für 15,50 Euro deckt bis zu sechs Personen ab. Samstags gekauft gilt es auch am Sonntag. Bis zum 14. September 2026 fahren zwischen Hauptbahnhof und Tiergarten allerdings Ersatzbusse statt Straßenbahnen.
Quellen und Stand
- Klimawerte: ERA5-Archiv 2005–2024, gegengeprüft gegen CMIP6. Eigene Berechnung.
- Ferientermine: dieselbe Datenbank wie die Bundeslandseiten.
- Tiergarten Nürnberg: Eintritt, Öffnungszeiten und aktuelle Hinweise
- Kaiserburg Nürnberg: Eintrittspreise 2026 und Öffnungszeiten
- Spielzeugmuseum Nürnberg: Eintrittspreise
- DB Museum Nürnberg: Informationen und Preise
- Germanisches Nationalmuseum: Ihr Besuch
- Naturhistorisches Museum Nürnberg: Preise und Öffnungszeiten
- Historische Felsengänge: Führungen und Preise
- Nicolaus-Copernicus-Planetarium: Besuch und Spielplan
- Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne: Saison und Preise
- Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und Memorium Nürnberger Prozesse: Besuchsinformationen
- VGN: TagesTicket Plus und Kinder im VGN
- Umweltamt Nürnberg: Luftreinhalteplanung und Umweltzone
Stand dieser Seite. Preise und Öffnungszeiten zuletzt geprüft am 5. August 2026. Ferien- und Klimawerte werden automatisch berechnet, Reiseangaben sind anhand offizieller Quellen kontrolliert. Klimawerte sind Mittel der Jahre 2005 bis 2024 — ohne gewähltes Bundesland Monatsmittel, mit Bundesland auf deine echten Ferientermine umgerechnet. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag, nicht ein Tag Dauerregen; alles sind Klimamittel, keine Wettervorhersage. Reiseangaben sind automatisch aufbereitet und anhand offizieller Quellen geprüft, aber nicht vollständig vor Ort verifiziert — Öffnungszeiten, Preise und Altersgrenzen deshalb bitte vor dem Ausflug beim Betreiber nachsehen.
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ⓘ Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.





